Joachim Rangnick Bauernfänger

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Inhaltsangabe zu „Bauernfänger“ von Joachim Rangnick

In einer verlassenen Villa stößt Journalist Robert Walcher auf die Leiche eines Mannes. Neben dem Toten: Unterlagen über eine Lotto-Firma, die Millionen unterschlägt und dabei über Leichen geht. Walcher hat Lunte gerochen und stellt eigene Ermittlungen an. Mit der für ihn typischen Sturheit und viel Geschick kommt er einem Komplott auf die Spur, das weit über die Grenzen des Allgäus hinauszeigt.

Jeder sollte mal ein Buch von Joachim Rangnick gelesen haben, toll geschrieben, wenn man Krimis mag.

— Archimedes

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  • Zwiespältig

    Bauernfänger

    amena25

    01. May 2016 um 21:15

    Robert Walcher, Journalist und Genussmensch, stößt bei seiner Suche nach architektonisch interessanten Motiven in Wasserburg am Bodensee auf eine alte Villa. Neugierig betritt er den Garten und dann sogar auch noch das Haus selbst durch die offen stehende Terrassentür und findet – wie der Zufall so will – eine Leiche. Unter dem offenbar gewaltsam zu Tode gekommenen Mann liegt ein Ordner, dessen Inhalt Walcher an sich nimmt. Diese „zufälligen“ Ereignisse und Walchers offensichtliche Missachtung jeder Höflichkeit stören in meinen Augen den Einstieg in die Geschichte. Vieles erscheint zu unwahrscheinlich und geradezu an den Haaren herbeigezogen. Dabei ist Robert Walcher nicht unsympathisch. Teils erscheint er als intellektueller Genussmensch, der sich auf einen einsamen Hof im Allgäu zurückgezogen hat, samt Kater, Teilzeitfreundin und vielfältigen Interessen, teils wirkt er aber auch recht behäbig und altväterlich, um dann plötzlich wieder sportlich auf einer Motocross-Maschine im Gelände unterwegs zu sein. Das alles ergibt irgendwie kein stimmiges Bild von dem Journalisten. Auch der Fall selbst ist zwiespältig. Stellenweise nachvollziehbar und spannend, dann aber wieder so dick aufgetragen und unwahrscheinlich, dass man auch hier als Leser allmählich die Lust verliert, Walcher bei seinen Recherchen weiter zu folgen. Sehr bemüht wirkt auch, dass Walcher von einem Fremden Material anvertraut wird, das große Sprengkraft besitzt. Es bleibt aber unklar, was Walcher mit diesem Material tun soll. Das Allgäu und der Bodensee geben zwar einen recht idyllischen Rahmen ab, für Kenner der Region gibt es auch einige Wiedererkennungsmomente. Dazu passen aber Bomben und Killer, Sadisten und eine global operierende Company nicht so recht. Daneben stehen dann die „Ureinwohner“des Allgäus, die zwar detailreich geschildert werden, aber doch ziemlich hinterwäldlerisch daherkommen. Störend finde ich auch die wechselnde Perspektive, sodass man das Geschehen nicht nur aus Walchers Sicht verfolgt, sondern parallel dazu Dinge von anderen Personen erfährt, wie z.B. Walchers Nachbar Josef, was der Spannung eher abträglich ist. Zugegeben: der Krimi hat einen gewissen Unterhaltungswert, man muss ihn aber nícht unbedingt gelesen haben.  

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  • Walcher

    Bauernfänger

    Insel56

    23. June 2015 um 09:30

    In der Geschichte geht es um den Journalisten Walcher, der brisante Unterlagen findet und nach und nach herausfindet wie gefährlich diese sind. Ich finde es toll, wie vielschichtig die Personen geschildert werden und habe ziemlich viel mit ihnen gelitten. Es war faszinierend einen Einblick in das Leben der mächtigen Leute zu bekommen und ich glaube wirklich das sie noch hamlos geschildert worden sind, denn in der Realität sind die "Mächigen" wohl eher noch skrupelloser. Ich bin gespannt, wie das Leben von Robert Walcher weitergeht und werde die Bücher dann wohl in der richtigen Reihenfolge lesen.

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  • Lesbar, aber leider wenig spannend

    Bauernfänger

    HK1951

    01. May 2015 um 09:25

    „Bauernfänger“ von Joachim Rangnick hat mir schon ein wenig gefallen, war aber wohl kein Buch, das haften bleibt im Gedächtnis. Der Journalist Robert Walcher entdeckt bei einem seiner Streifzüge durch die Natur eine vermeintlich leerstehende Villa, in der er einen Toten findet sowie einen ominösen Ordner unter diesem. Eigentum der „Company“, einer Gesellschaft, die sich in den höchsten Finanzkreisen zu bewegen scheint. Schnell wird klar, dass Walcher bei der Mitnahme des Ordners wohl beobachtet wurde, denn er gerät in tödliche Gefahr. Als Protagonist einen Journalisten zu wählen fand ich eine gute, wenn auch nicht neue Idee, aber mit Robert Walcher hat der Autor eine Figur geschaffen, die authentisch wirkt. Mir fehlte an einigen Stellen jedoch leider ein wenig die Logik, da Walcher meiner Meinung oft eher merkwürdig reagiert, was mir irgendwie unpassend erschien für einen doch anscheinend intelligenten Journalisten. Dass Rangnick auch Raum für das Zwischenmenschliche ließ, bemerkte ich ebenfalls positiv. Kritisch muss ich jedoch leider anmerken, dass ich das ganze Buch auf die einsetzende Spannung gewartet habe – leider vergeblich... Das Cover finde ich nicht gut gewählt, es ist eher dröge und langweilig – mich hätte es jedenfalls nicht zum Kauf animiert. Alles in allem ein lesbarer, aber leider wenig spannender Krimi.

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  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    kassandra1010

    08. June 2012 um 20:56

    Walcher ermittelt wieder. Diesmal beginnt er eine Fotoreihe von Häuser an Seen und was wäre ein echter Walcher ohne aus versehen in einen Mord verwickelt zu werden. Auf seiner Recherche fotographiert er ein auf den ersten Blick leicht verfallenes Haus und wird von seiner Neugierde soweit getrieben, das er durch die offen stehende Balkontür eintritt. Er bemerkt dort den in einem Sessel hängenden Toten und nimmt kuzerhand dessen Aktenordner mit auf den Weg zu seinem Auto. Er muss selbst über seine Ungefrorenheit den Kopf schütteln und schon vier Tage hängt ein verwesendes Schwein in seiner Vorratskammer.... Spannend und mit irrsinniger Ironie geschrieben! Super!!!

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  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    anyways

    07. June 2012 um 13:30

    Die Intimsphäre der Besitzer schöner alter und architektonisch interessanten Häuser, schlichtweg ignorierend, nähert sich Journalist Walcher, hobbymäßig des Öfteren solcher Grundstücke. Sein letzter Ausflug an den Bodensee bringt ihn neben ein paar wunderschönen Fotos des Anwesens, jede Menge Ärger und Unglück ein und nicht allein deshalb, dass er einen Toten ( der vermutliche Hausherr)findet, sondern, wie es so seine Art ist, lässt er einen Leitz-Ordner ,der halb unter der Leiche liegt, mitgehen. Vier Tage später, hängt in seinem Kellergewölbe ein totes Schwein. Eine Warnung? Er beschließt sich den geklauten Ordner anzusehen und bekommt Einblicke in die weltweit agierende Company. Sozusagen die graue Eminenz der Wirtschaft. Ist dies möglich. Sehr gefallen hat mir Rangnicks Schreibstil, frisch, locker, manchmal leicht zynisch aber immer interessant und teilweise mit der landestypischen Aussprache gespickt. Die Idee einer Wirtschaftsmacht, die sozusagen den Weltmarkt zu 95% regiert und aus einem Lotto-Imperium entstanden ist, war für mich zu phantastisch. Aber das muss man dem Autor lassen, er hat sie konsequent durchgesetzt. Da wird aus dem beschaulichen Allgäu die Hofburg des Verbrechens. Mit diversen auch als Suizid getarnten Morden, mit einer Vielzahl von Killern, Guten wie Bösen, hetzt Walcher durch sein beschauliches Weiler und behält nicht so ganz den Überblick, über die Geschehnisse. Ganz überzeugen konnte mich der Autor diesmal nicht, für mich klang alles irgendwie bemüht und gerade in Bezug auf die mysteriöse Company wenig durchdacht und vor allem erklärt.

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  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    monja1995

    01. May 2012 um 14:57

    Klappentext: In einer verlassenen Villa stößt Journalist Robert Walcher auf die Leiche eines Mannes. Neben dem Toten: Unterlagen über eine Lotto-Firma, die Millionen unterschlägt und dabei über Leichen geht. Walcher hat Lunte gerochen und stellt eigene Ermittlungen an. Mit der für ihn typischen Sturheit und viel Geschick kommt er einem Komplott auf die Spur, das weit über die Grenzen des Allgäus hinauszeigt. Mein Umriss: Robert Walcher, Journalist und heimatverbundener Allgäuer findet in einer Villa die Leide eines älteren Mannes. Diese liegt auf einem Ordner, den Walcher an sich nimmt. Beim Stöbern in diesem Ordner stößt Walcher auf viele Unternehmen, Zahlen und Beträge in unvorstellbaren Höhen und seltsame Verbandelungen von Firmen und Personen in der sogenannten Company. Walcher fängt zu recherchieren an und gerät dadurch bald selber in Lebensgefahr, in die er unbewußt auch seine Lebensgefährtin und deren Tochter mit hineinzieht. Die Company beschäftigt sich seit jeher mit dem Glücksspiel Lotto und verschiebt auf diese Weise Milliarden. Da die Gründer und Bosse der Company im Hintergrund agieren, ist es für Walcher nicht einfach, an sie heranzukommen. Als er es dann doch schafft, einen der Gründer zu treffen, überschlagen sich die Ereignisse.... Mein Eindruck: Eine etwas weit hergeholte Geschichte, die im beschaulichen Allgäu spielt und einen trotz allen Fantastereien nicht mehr losläßt. Rangnick schreibt in mehreren Handlungssträngen, die immer wieder zusammenführen und baut immer wieder neue Stränge auf, sodass dieses Buch nie langweilig oder gar langatmig wird. Leider vermisste ich, dass er den Einheimischen nicht gut genug "aufs Maul" geschaut hat und deren Herzlichkeit nicht so rüberkommt, wie man sie im Allgäu überall erlebt. Flüssig und schlüssig geschrieben, auch wenn die Geschichte an sich ganz klar einer lebhaften Fantasie entsprungen ist. Mein Fazit: Ein Kriminalroman, in dem es zwar zu Sache geht, aber dennoch relativ unblutig abläuft. Die ideale Lektüre für zwischendurch, bei der es schwer ist, den Faden zu verlieren.

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  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    Seehase1977

    27. April 2012 um 21:10

    Die Hauptfigur, der Journalist Robert Walcher findet bei einem Fotospaziergang am Bodensee in einem Haus eine Leiche. Ein Ordner mit der Aufschrift "Die Company" sticht ihm ins Auge den er einfach an sich nimmt. Er ahnt nicht in welche Gefahr er sich und die Menschen die ihm nahe stehen bringt. Ich habe mich so darauf gefreut, "Bauernfänger" von Joachim Rangnick in den Händen zu halten und konnte es kaum erwarten, mit dem Lesen zu beginnen. Leider hat mich das Buch relativ schnell enttäuscht. Die Leseprobe war schon das Highlight des Buches und hat mir viel mehr versprochen. Der Schreibstil war langatmig, teilweise sogar langweilig und ich habe die Seiten zeitweise nur überflogen. Zwar waren die Charaktere sympathisch die Story allerdings viel zu unrealistisch. Ein langweiliges Herunterlesen der Geschichte ohne jegliche wirkliche Spannung, ich habe mich gequält es zu Ende zu lesen. Schade....

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  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    buecherbiene72

    28. February 2012 um 14:57

    Das Buch war nicht so ganz mein Fall. Auf der Rückseite des Buchs hat die Süddeutsche Zeitung Walcher mit Wallander und Brunetti verglichen, was für meinen Geschmack bei weitem nicht passt. Walcher ist zwar sympathisch skizziert, aber von einem Wallander hat er so rein gar nichts. Der Journalist Robert Walcher, ein passionierter Architekturfotograf, stößt in einer verlassenen Villa am Bodensee auf die Leiche eines Mannes. Als er mit seinen Ermittlungen beginnt, stößt er auf die sogenannte "The Company" und setzt sein eigenes Leben auf's Spiel. Trotz der Tatsache, dass es mich nicht umgehauen hat, habe ich das Buch in wenigen Tagen durchgelesen. An manchen Stellen fand ich es jedoch zu unglaubwürdig und zu Leichen-lastig. Manche Formulierungen haben den Lesefluss gestört, was ich ebenfalls schade fand. Ich vergebe daher nur 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    linus63

    Der Journalist Robert Walcher ist ein liebenswerter Mensch und hat seine Marotten. Er ist nostalgisch angehaucht und fotografiert gerne alte Häuser am Bodensee. Dabei tritt er in einer verlassenen Villa versehentlich auf die Leiche eines Mannes und nimmt aus Neugierde Unterlagen über "Die Company" mit - einer Wirtschaftsverschwörung? Als er wenige Tage später in seinem Keller ein gehängtes Schwein findet, wittert er eine große Geschichte .... Die Geschichte ist leicht und sehr anschaulich erzählt und flüssig zu lesen. Ich habe das Allgäu, seine Landschaft und auch die Ereignisse bildhaft vor Augen und tauche problemlos in das Geschehen ein. Viele Perspektivenwechsel, ein angenehmer Schreibstil und meist kurze Kapitel halten die Geschichte lebendig. Robert Walcher ist mir als kauziger Eigenbrötler mit empfindlichem Magen und seiner etwas umständlichen Art sehr sympathisch und bildet zusammen mit seinem Kater Bärendreck ein originelles Gespann, das die Geschichte immer wieder unterhaltsam auflockert und maßgeblich die Atmosphäre des Krimis mit beeinflusst. Die Idee der Lotto-Company gefällt mir gut und die Handlung lässt sich vielversprechend an, hält aber leider nicht, was ich mir nach dem Anfang und dem Klappentext erhoffe. Nachdem Walcher erfährt, worum es eigentlich geht, wird die Handlung verwirrend. Auf die Spannung warte ich vergeblich und die Motive für die Morde sind niederer Natur. Im Verlauf der Geschichte tauchen eine Menge Menschen auf, die z.T. nur kurz das Geschehen streifen bzw. eingreifen, wobei sich mir häufig der Sinn ihres Erscheinens bzw. Ablebens nicht erschließt. So scheint zum Beispiel Walchers Nachbar Josef anfangs eine tragende Rolle zu spielen, verschwindet später vollkommen von der Bildfläche und wird gegen Ende immerhin noch mit wenigen Sätzen erwähnt. Die vielen Morde durch einen klischeehaften Täter, oft getarnt als Unfall, erzeugen weder Spannung, noch sind die meisten für die eigentliche Handlung von großer Bedeutung. Sie sind für mich ebenso wenig erforderlich wie der Alkohol, der zu jeder Tageszeit in verschiedenen Geschmacksrichtungen reichlich fließt. Seltsam ist auch, dass die Polizei - irgendwann wird kurz erwähnt, sie sei sowieso überlastet - fast komplett außen vor ist, so dass die handelnden Personen, einschließlich des "Aufräumtrupps der Company", fast nach Herzenslust, unbemerkt und ungeahndet, schalten, walten und morden können, wie es ihnen beliebt. Der Krimi hat mich ein wenig enttäuscht. Die Spannung fehlt und vieles ist einfach unrealistisch, nicht zu Ende geführt und nicht unbedingt nachvollziehbar. Jedoch wiegt der originelle Charakter Robert Walchers, die Beschreibung der Landschaft und der Atmosphäre des Allgäus und einige "Urgesteine", wie z.B. auch Frau Zehner, vieles auf und so hatte ich trotz der beschriebenen Schwächen ein paar unterhaltsame Stunden.

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    Ennilain

    03. November 2011 um 19:31
  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    tweedledee

    07. September 2011 um 14:34

    Robert Walcher in seinem ersten Fall oder "wie alles begann...." Walcher ist in Lindau am Bodensee, um Fotos zu schießen. Als er auf eine schöne verwunschene alte Villa stößt ist er nicht zu bremsen und wagt sich auf das Gelände um Aufnahmen zu machen. Seine Neugier bekommt ihm nicht gut, er findet einen Toten in der Villa. Ein Ordner erregt seine Aufmerksamkeit, er nimmt ihn mit, nichtsahnend welch brisanten Inhalt der Ordner birgt. Der Ordner enthält geheime Informationen über "Die Company", ein Unternehmen von unvorstellbarer Größe und Reichtum. Walcher ahnt nicht, dass er damit sich und seine Freunde in große Gefahr bringt... Der "Bauernfänger" hat meine Erwartungen übertroffen und gefällt mir noch besser als "der Ahnhof". Ich mag den Schreibstil von Joachim Rangnick, wie er durch seine Beschreibung Orte zum Leben erweckt und die Stimmung einfängt. Besonders gelungen finde ich die Episoden im Laden von Frau Zehner und das Ritual mit dem Lottoschein. Sehr anschaulich wird die Entdeckung des Ferkels beschrieben... fast schon zu anschaulich. Schön dass bei diesem Roman die Handlung nicht ausschließlich im Allgäu spielt sondern auch andere Schauplätze noch eine "Gastrolle" spielen, das gibt dem ganzen noch mehr Abwechslung. Die Personen sind sehr liebevoll und farbig beschrieben, sie kommen teilweise kantig, aber trotz ihrer Fehler und Schwächen sympathisch und glaubwürdig rüber. Auch wenn die Spannung nicht durchweg vorhanden ist, ist der Stoff der Story doch fesselnd, vor allem weil die Geschichte viel Raum für Spekulationen lässt. Ich habe es jedenfalls genossen diesen Krimi zu lesen und bin schon auf den 2. Fall von Walcher gespannt.

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  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. September 2011 um 06:39

    Am Bauernfänger ist mir eines recht schnell aufgefallen: Im Original erschien das Buch bereits 2004 unter einem anderen Titel im Eigenverlag. Irgendwie müssen die Manuskriptjäger des Verlags im Rahmen des Heimatkrimi-Hypes wohl auch auf Rangnicks Titel aufmerksam geworden sein. Es roch nach Geld, denn Allgäu-Krimis sind grad in und so kam es zu einer Neuauflage im Großverlag mit viel mehr Marketing und unter neuem Titel. Bei "Grünten-Mord" (aus derselben Verlagsgruppe) ist die Hatz schief gelaufen, der hat mich gar nicht überzeugt und ähnliches befürchtete ich auch bei "Bauernfänger". Oder hat man anno 2004 doch fieserweise eine literarische Perle übersehen? Rangnick schreibt jedenfalls gut. Eine Spur zu ausführlich vielleicht - 300 Seiten hätten es statt der 360 auch getan. Nicht jeder Protagonist um die 40 oder 50 muss einen alten Schulfreund oder Kollegen seitenlang treffen, wenn selbiger nichts mit dem Fall zu tun hat. Soweit so gut. Gut auch die Idee, jemanden tot in der Villa aufzufinden, um dann rein zufällig knöcheltief im Kriminalfall zu stehen. Und nun das Aber: Was mich über das ganze Buch hinweg gestört hat und mich nahe an einen Abbruch gebracht hat, war die absurde, unglaubwürdige Geschichte und die für meine Begriffe unglaubwürdige Personengestaltung. Wir treffen einen Sadisten, bei dem diese Veranlagung genetisch bedingt ist, der unbehelligt Tiere und Menschen im Dutzend abmurkst, und niemand stört sich an den häufigen Genickbrüchen im Allgäu. Wir haben auch eine Frau dabei, seit jungen Jahren psychisch und physisch angeknackst von ihrer ersten Liebe, die noch dazu mehr als doppelt so alt war wie sie. Wir haben stinkreiche Leute dabei, die bestehende Milliardärslisten ganz mickrig aussehen lassen, Menschen, die ihre Eltern viel zu früh verloren haben, denen eine Beziehung zum Vater fehlt und ein Sanatorium, in dem man ganz nah dran ist, das Leben spürbar zu verlängern. Wir haben sexuelle Ausbeutung beim Militär und im Kinderheim, gestandene Kämpfer aus dem Krieg, geflohene Söldner, exzellente Manager. Den Vogel schießt jedoch die Company ab, über die Walcher auf Grund des Leichenfundes recherchiert. Die ist so mega-gigantisch, organisiert, global und finanzstark, dass sie sogar für 007-Filme zu übertrieben ist. Nie hat jemand von ihr gehört und dabei weist der Krimi immer wieder darauf hin, wieviele Tausende Menschen weltweit für die verschiedenen Sparten der Saveliving Company arbeiten. Selbstverständlich hat die Company - abgesehen von den aktuellen Problemen mit einem internen Machtkampf - technisch und personell alle Möglichkeiten, sich selbst zu überwachen, auszutricksen und sämtliche Probleme weltweit ohne Polizei und Politik zu lösen. Begonnen hat alles mit ein paar hinterzogenen Lottogeldern, die selbstredend immer nur gewinnbringend angelegt wurden und auch anno Tobak schon in zukunftsträchtige Industriesektoren. Abgesehen von den falsch spielenden machtgeilen Maden im Speck (die natürlich alle eliminiert werden) sind alle anderen Mitarbeiter der Company visionäre Gutmenschen, die so viel Gutes tun, dass man ihnen die hin und wieder unterschlagenen Lottogelder lässig nachsehen kann. Während das Autorenduo Klüpfel / Kobr ganz offen auf Komik setzt und Jörg Maurer das Genre und das Allgäu sehr offensichtlich durch den Kakao zieht, präsentiert sich Rangnick trotz dieser Abstrusität viel zu ernst und mit einem eklatanten Mangel an Glaubwürdigkeit hat er sich bei mir aus dem Rennen gekegelt. Mich hat es tief verärgert, was ich da alles schlucken musste. Und trotzdem wagt sich auf dem Buchrücken jemand an die Phrasendreschmaschine: "Walcher kann durchaus neben den Wallanders, Brunettis und Montalbanos der Kriminalliteratur bestehen. Als ihr Cousin aus dem Allgäu." Daraufhin ist die Maschine wegen Überlastung explodiert.

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  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    horrorbiene

    11. August 2011 um 10:39

    Bauernfänger ist der Auftaktband der Krimi-Serie um den Allgäuer Journalisten Robert Walcher. Dieser ist zunächst im Selbstverlag und nun bei List erschienen. Hier eine Liste der bisher erschienen Fälle. In Klammern steht der alte Titel soweit vorhanden. Teil Bauernfänger (Die Lotto-Company) Teil tba. (Die Austräger) Teil tba. (Frische Hühnchen) Teil tba. (Viren-Mafia) Teil tba. (Sonniger Herbst) Teil tba. (Alte Kameraden) Teil Der Ahnhof Teil Winterstarre (erscheint am 9.12.11) In Teil sieben fiel es mir noch schwer den Hauptcharakter zu bestimmen, da auch Walchers Hauswirtschafterin Mathilde ordentlich mitmischte. Auch tauchte die Figur Kommissar Brunner am Rande auf und vermittelte den Eindruck, bereits ein alter Bekannter zu sein. Nun ist dies der siebte Teil gewesen und gewisse Veränderungen sind in den sechs vorangegangen Teilen zu erwarten, doch der Auftaktband zeigt keine dieser Entwicklungen. Mathilde und Brunner sind noch nicht Teil des Plots lediglich die Geschichte um seine Adoptivtochter wird erzählt. So hatte dieses Buch durch das Fehlen Mathildes, die in Teil sieben ein wichtiger (Haupt-)Charakter war, einen gänzlich anderen Stil und Charakter. Dies ist an sich ja nicht verkehrt, doch macht die Bücher schwer vergleichbar. Wir dürfen gespannt sein wann welche Figur das erste Mal auftaucht und wann die anderen Teile neu aufgelegt werden. Journalist Walcher deckt nach seinem spontanen Fund und Diebstahl mysteriös erscheinender Firmenakten eine große Sache auf. Diese große Sache droht ihm nicht nur über den Kopf zu wachsen, nein, die Sache ist sogar so groß, dass sie mir völlig unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen vorkommt. Ich kenne mich zwar nicht mit Wirtschaft und Konzerngefügen aus, doch so etwas, wie es hier geschildert wird, kann es eigentlich nicht geben. Ich fand es daher etwas eigenartig, dass gerade ein solches Verbrechen von einem ahnungslosen Journalisten zufällig entdeckt wird und dabei ein solch großer Stein im beschaulichen Allgäu ins Rollen gebracht wird. Und was dann noch der Titel „Bauernfänger“ damit zu tun hat, weiß man auch nicht so genau... Ganz von diesem mir unrealistisch erscheinenden Thema abgesehen, ist Bauernfänger ein geschickt gestrickter Krimi mit Spannung und Dramatik an den richtigen Stellen. Rangnick schreibt wirklich gut und baut gekonnt andere Textelemente (hier: eine von Walcher gehörte Geschichte der Company auf Kassette) ein. Um ein Regional-Krimi zu sein hat das Buch auch im Vergleich mit Teil sieben etwas zu wenig Lokalkolorit, hat aber dennoch genügend Charme um dem Leser das Allgäu ein klein wenig näher zu bringen. Fazit: Auf dem Buchdeckel ist zu lesen: „Walcher kann durchaus neben den Wallanders, Brunettis und Montalbanos der Kriminalliteratur bestehen. Als ihr Cousin aus dem Allgäu“. Das würde ich so nicht unterschreiben können. Zwar mag Walcher vielleicht mithalten können, doch Rangnick hat in diesem Buch noch nicht die Qualität eines Henning Mankells oder einer Donna Leon. Dennoch ist das Buch trotz seiner doch sehr fiktiven Handlung gut und wirklich spannend. Ich bin gespannt, wie sich Walcher im Lauf der Serie entwickelt, denn über genügend Potential verfügt die Figur allemal.

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  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    isag

    27. July 2011 um 13:03

    Ich fand das Buch an sich eigentlich gut zu lesen, der Schreibstil ließ sich flüssig und zügig lesen und so hatte ich das Buch schnell durch. Die Handlung allerings ist dermaßen an den Haaren herbeigezogen, daß man weder krimitypisch miträtselt (zumal man selbst sowieso sehr früh weiß, wer die “bösen” sind – es fehlt halt nur die Verbindung, die aber auch seeeehr einfach aufgelöst wird) noch so wirklich in Spannung gerät, außer in einzelnen Kapiteln mal, als z.B. Lisa entführt wird. Da hätte man deutlich mehr draus machen können. Schade ist halt, daß man schon früh sehr viel mehr weiß als Walcher. Da aber alles sehr anschaulich beschrieben ist und dabei – zumindest für mich – nur selten das Gefühl von Länge aufkommt, fand ich das Buch insgesamt schon ganz gut zu lesen, nur finde ich, ist es halt kein richtiger Krimi…

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  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    Nefret

    23. July 2011 um 14:53

    Während einer Fototour stösst der Journalist Walcher in einer Villa auf eine Leiche. Neben dem toten Mann findet Walcher keinen Aktenorder, den er mitnimmt. Der Order enthält brisante Daten über ein Firmenimperium. Diese Informationen gefährden viele Menschenleben und Walcher muss zusehen, dass er überlebt. Joachim Rangnick liebt es detaillreich. Ausführlich beschreibt er die Bewohner der ländlichen Gegend im Allgäu mit all ihren liebenswerten Eigenschaften und Macken. Dadurch werden die Figuren sehr lebendig und die Atmosphäre passt. Auch über Walcher Tagesablauf erfährt der Leser viel. Mein Favorit ist übrigens Walchers Katze Bärendreck. Im krassen Gegensatz zu dieser Idylle stehen die Leichen, die sich im Allgäu häufen. Ich habe nicht mehr mitgezählt, wie viele Menschen und Tiere getötet wurden. Bei vielen Leichen handelt es sich um wahllose Opfer, da es sich bei dem Auftragsmörder um einen Psychopathen handelt, der zwischendurch Dampf ablassen muss. Etwas irritiert hat mich die Verschwörungstheorie, mit der Joachim Rangnick seinen Kriminalfall schmückt. Die sogenannte Company, eine Lottogesellschaft, und ihre Machenschaften passen so gar nicht in einen Allgäu-Krimi.

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  • Rezension zu "Bauernfänger" von Joachim Rangnick

    Bauernfänger

    Ennilain

    14. July 2011 um 17:26

    Der Journalist und Hobbyfotograf Robert Walcher macht bei einer Fototour eine schreckliche Entdeckung. In einer abgelegenen Villa am Bodensee findet er die Leiche eines älteren Mannes und einen merkwürdigen Ordner. Ohne die Polizei zu benachrichtigen, verlässt Walcher das Anwesen, nimmt jedoch den Ordner mit der Aufschrift "Company" mit. Zu Hause prüft er dessen Inhalt - es scheint sich dabei um die Zusammenstellung eines Verrückten zu handeln, denn niemals können die abgedruckten Fakten der Wahrheit entsprechen. Oder vielleicht doch? Als Walcher ein paar Tage später den Kadaver eines Schweins in seinem Keller findet, wird ihm bewusst, dass er zufällig in eine Sache geraten ist, die er besser hätte ruhen lassen sollen. Sein Wissen über den Tod des Mannes und die Existenz der Company wird ihm zum Verhängnis und es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. "Bauernfänger" von Joachim Rangnick beginnt vielversprechend und hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Der Schreibstil ist unkompliziert und gut verständlich. Das Lesen hat mir viel Spaß gemacht, bis ich an einen gewissen Punkt kam. Dann wurden die Fakten um die ominöse Company konkreter und ich musste mich fragen, ob so etwas denn wirklich sein kein. Natürlich - es handelt sich um Fikition, aber ein gewisser Grad an Glaubwürdigkeit sollte für mich gegeben sein. Dieser ging mir irgendwann verloren. Die ganze Geschichte um die Company wurde immer abstruser, ja, unglaubwürdiger. Der Roman nahm richtig fahrt auf und plötzlich überschlugen sich die Ereignisse. Insgeheim hatte ich gehofft, dass irgendwann noch eine ganz simple Auflösung kommen würde, stattdessen wurde die Geschichte immer weiter gesponnen. "Bauernfänger" ist sicher kein schlechtes Buch und hat durchaus Unterhaltungswert, allerdings ist es mir für einen Krimi einfach zu fantastisch und zu konstruiert.

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