Joachim Rangnick Der Ahnhof

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Inhaltsangabe zu „Der Ahnhof“ von Joachim Rangnick

Immer wieder verschwinden Frauen und Männer in der Nähe des alten Korbach-Hofes. Die seit Generationen dort ansässige Familie steht unter Verdacht, etwas mit den Vermisstenfällen zu tun zu haben. Beweise wurden nie gefunden. Als der Hof zum Verkauf steht, ahnen Journalist Robert Walcher und seine kauzig-liebenswerte Haushälterin Mathilde, dass die Auflösung der Fälle endlich näher gerückt ist. Sie beginnen zu recherchieren und stoßen auf eine Familiengeschichte, die über Generationen zahlreiche Opfer gefordert hat ? und bald geraten auch sie selbst in das Visier des Täters.

Sehr spannender Kriminalraum.....

— Jasmin81

Was auch immer mir das Geschreibsel sagen soll - ich frage mich, was mir Rangnick sagen möchte. Aber ich lese es zu Ende...

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Der Ahnhof

    Der Ahnhof

    Pixibuch

    31. December 2013 um 18:50

    Als ich vor zwei Tagen das Buch zugeschickt bekam, habe ich alles liegen und stehen gelassen und das Buch gelesen. Es hat all meiine Erwartungen und Wünsche übertroffen. Dies Alpenkrimis sind genau mein Genre. Ich verschlinge sie alle. Allerdings ist mir persönlich Joachim Rangnick total unbekannt. Doch nach diesem Buch wird sich dies alles ändern. Selten habe ich so einen tollen Alpenlrimi gelesen wie diesen. Der Ahnhof war von Seite 7 bis Seite 279 total spannend. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Inzwischen hat es sich meien Tochter unter die Nagel gerissen. Dann wartet schon meien Freundin, dann eine Kollegin darauf. Sie alle wollen es kaufen und zu Weihnachren weiter verschenken.  Nun zum Buch. Es beginnt im Jahre 1902. Hier wird eine Magd und ein 9jähriger Hütebub ermordet. Die Familie Korbacher sagt aber, dass diese nach Amerika ausgewandert sind. Es wird aber genau über die unheimlichen Morde berichtet. Nun ein Zeitsprung ins Heute. Ein junges Paar will den alten Hof der Korbachers kaufen. Daniela. die Nichte, will Tante Mathilde fragen, ob alles in Ordnung ist, da Tante Mathilde ein Medium ist. Die Tante sagt, daß der Hof unheimliche Schwingungen hat und  rät vom Kauf ab. Daniela und ihr Mann haben aber den Hof bereits gekauft und es ist zu spät und das Unheil nimmt seinen Lauf. Ich will hierzu nicht nähr eingehen, denn die Leser selbst wisswen ja, was alles passiert ist. Als dann Daniela von Korbacher vergewaltigt wird, nimmt er Abstand von seine Frau. Schade ist es alledings, dass dieses Thema in dem Buch nicht weiter verfolgt wird. Lassen sich die beiden scheiden, oder kommen sie wieder zusammen. Gerne hättte ich dies gewußt. Auch ist unklar, was mit dem alten Hof der Korbachers geschieht. Behält das junge Paar den alten Hof? Ich finde die einzelnen Passagen, in denen der Allgäuer Dialekt gesprochen wird, wunderbar. Ich kann den Dialekt gut verstehen. Es klingt total heimisch in meinen Ohren.  Für alle anderen ist auf den letzten Seiten eine Übersetzung abgebracht. Auch das ist für Nicht -Allgäúer nennensert. Was auch unbschreiblich schön ist, ist die Beschreibung der Landschaft und der Natur. Nichts destotrotz ist in dem Buch eine Liebesgeschicht zwoischen einem Journalisten und einer Lehrerin eingewebt.. Akes in llem: Ein Buch, das gelsen werden muß. lAuch, d ie Landschaft wird in denm Buch genau beschriewebn. Schön und doch sehr kantig. Als ich vor zwei Tagen das Buch zugeschickt bekam, habe ich alles liegen und stehen gelassen und das Buch gelesen. Es hat all meiine Erwartungen und Wünsche übertroffen. Dies Alpenkrimis sind genau mein Genre. Ich verschlinge sie alle. Allerdings ist mir persönlich Joachim Rangnick total unbekannt. Doch nach diesem Buch wird sich dies alles ändern. Selten habe ich so einen tollen Alpenlrimi gelesen wie diesen. Der Ahnhof war von Seite 7 bis Seite 279 total spannend. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Inzwischen hat es sich meien Tochter unter die Nagel gerissen. Dann wartet schon meien Freundin, dann eine Kollegin darauf. Sie alle wollen es kaufen und zu Weihnachren weiter verschenken.  Nun zum Buch. Es beginnt im Jahre 1902. Hier wird eine Magd und ein 9jähriger Hütebub ermordet. Die Familie Korbacher sagt aber, dass diese nach Amerika ausgewandert sind. Es wird aber genau über die unheimlichen Morde berichtet. Nun ein Zeitsprung ins Heute. Ein junges Paar will den alten Hof der Korbachers kaufen. Daniela. die Nichte, will Tante Mathilde fragen, ob alles in Ordnung ist, da Tante Mathilde ein Medium ist. Die Tante sagt, daß der Hof unheimliche Schwingungen hat und  rät vom Kauf ab. Daniela und ihr Mann haben aber den Hof bereits gekauft und es ist zu spät und das Unheil nimmt seinen Lauf. Ich will hierzu nicht nähr eingehen, denn die Leser selbst wisswen ja, was alles passiert ist. Als dann Daniela von Korbacher vergewaltigt wird, nimmt er Abstand von seine Frau. Schade ist es alledings, dass dieses Thema in dem Buch nicht weiter verfolgt wird. Lassen sich die beiden scheiden, oder kommen sie wieder zusammen. Gerne hättte ich dies gewußt. Auch ist unklar, was mit dem alten Hof der Korbachers geschieht. Behält das junge Paar den alten Hof? Ich finde die einzelnen Passagen, in denen der Allgäuer Dialekt gesprochen wird, wunderbar. Ich kann den Dialekt gut verstehen. Es klingt total heimisch in meinen Ohren.  Für alle anderen ist auf den letzten Seiten eine Übersetzung abgebracht. Auch das ist für Nicht -Allgäúer nennensert. Was auch unbschreiblich schön ist, ist die Beschreibung der Landschaft und der Natur. Nichts destotrotz ist in dem Buch eine Liebesgeschicht zwoischen einem Journalisten und einer Lehrerin eingewebt.. Akes in llem: Ein Buch, das gelsen werden muß. lAuch, d ie Landschaft wird in denm Buch genau beschriewebn. Schön und doch sehr kantig. Als ich vor zwei Tagen das Buch zugeschickt bekam, habe ich alles liegen und stehen gelassen und das Buch gelesen. Es hat all meiine Erwartungen und Wünsche übertroffen. Dies Alpenkrimis sind genau mein Genre. Ich verschlinge sie alle. Allerdings ist mir persönlich Joachim Rangnick total unbekannt. Doch nach diesem Buch wird sich dies alles ändern. Selten habe ich so einen tollen Alpenlrimi gelesen wie diesen. Der Ahnhof war von Seite 7 bis Seite 279 total spannend. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Inzwischen hat es sich meien Tochter unter die Nagel gerissen. Dann wartet schon meien Freundin, dann eine Kollegin darauf. Sie alle wollen es kaufen und zu Weihnachren weiter verschenken.  Nun zum Buch. Es beginnt im Jahre 1902. Hier wird eine Magd und ein 9jähriger Hütebub ermordet. Die Familie Korbacher sagt aber, dass diese nach Amerika ausgewandert sind. Es wird aber genau über die unheimlichen Morde berichtet. Nun ein Zeitsprung ins Heute. Ein junges Paar will den alten Hof der Korbachers kaufen. Daniela. die Nichte, will Tante Mathilde fragen, ob alles in Ordnung ist, da Tante Mathilde ein Medium ist. Die Tante sagt, daß der Hof unheimliche Schwingungen hat und  rät vom Kauf ab. Daniela und ihr Mann haben aber den Hof bereits gekauft und es ist zu spät und das Unheil nimmt seinen Lauf. Ich will hierzu nicht nähr eingehen, denn die Leser selbst wisswen ja, was alles passiert ist. Als dann Daniela von Korbacher vergewaltigt wird, nimmt er Abstand von seine Frau. Schade ist es alledings, dass dieses Thema in dem Buch nicht weiter verfolgt wird. Lassen sich die beiden scheiden, oder kommen sie wieder zusammen. Gerne hättte ich dies gewußt. Auch ist unklar, was mit dem alten Hof der Korbachers geschieht. Behält das junge Paar den alten Hof? Ich finde die einzelnen Passagen, in denen der Allgäuer Dialekt gesprochen wird, wunderbar. Ich kann den Dialekt gut verstehen. Es klingt total heimisch in meinen Ohren.  Für alle anderen ist auf den letzten Seiten eine Übersetzung abgebracht. Auch das ist für Nicht -Allgäúer nennensert. Was auch unbschreiblich schön ist, ist die Beschreibung der Landschaft und der Natur. Nichts destotrotz ist in dem Buch eine Liebesgeschicht zwoischen einem Journalisten und einer Lehrerin eingewebt.. Alles in allem: Ein Buch, das gelesen werden muß. Auch, d ie Landschaft wird in denm Buch genau beschrieben. Schön und doch sehr kantig.

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  • von hinten aufgerollt

    Der Ahnhof

    harakiri

    24. July 2013 um 13:58

    Mal ein Krimi, der mit dem Wissen um den Mörder beginnt, dem man aber nichts nachweisen kann. Den Prolog fand ich total gelungen, gerade die richtige Mischung aus Sex and Crime, schade, dass die folgenden Kapitel die Spannung nicht ganz so hoch halten konnten. Ein bisschen verwirrend waren die vielen Personen, mit denen man sich aber bald arrangieren konnte. Schwer waren auch die schwäbischen Sätze, obwohl ich Schwäbin bin. Deshalb der eine Stern Abzug Trotzdem ein gelungener ruhiger Krimi, der immer wieder überraschende Höhen aufweist. Mir hat gut gefallen, dass es mal was anderes war, dass man wusste, wer der Mörder ist und der Kommissar und der Anwalt erst herausfinden und vor allem _beweisen_ müssen, dass der Bauer der Böse ist  

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    anyways

    Tief im Allgäu ist man noch sehr gläubig und da wo Glaube herrscht, ist Aberglaube nicht weit. Das muss Mathilde resümieren als sie von ihrer Großnichte (im Buch noch der alte Name „Base“ verwendet) gebeten wird, ein Gehöft zu besichtigen, das sich die Nichte und ihr Mann zulegen wollen. Denn es gibt im Allgäu auch einige Menschen, die das zweite Gesicht haben, Menschen die Schwingungen spüren, die in gewisser Weise hellseherisch begabt sind. Mathilde zählt zu diesen, und das spricht sich nicht nur in der Verwandtschaft herum. Sie trifft also auf dem alten Gut der Korbachs ein und erkennt sofort das hier „Böses“ am Werk war und ist. Nur greifbar ist es ihr nicht, und so kann sie ihrer Verwandtschaft zwar abraten hier her zu ziehen aber nicht vehement genug. Zurück in der „Hofburg“, dem Anwesen des Journalisten Walchers, das dieser zusammen mit seiner Stieftochter und der Haushälterin Mathilde bewohnt, bekommt auch der Hausherr von Mathildes Besuch die Kurzversion erzählt. Beide ermitteln mit unterschiedlichen Ansätzen, was auf diesem alten Anwesen passiert ist oder sein könnte. Die Dorfgemeinschaft berichtet, dass der Familie Korbach schon immer das „Böse“ anhaftete, über Generationen hinweg und das verhältnismäßig viele Bedienstete, Knechte, Mägde ja sogar ein Hütebub nach Amerika ausgewandert sein sollen. Nur ein Erbe der Korbachs lebt noch und gegen den lehnt man sich nicht auf, die Folgen wären katastrophal…so erzählt man sich, den beweisen kann man nichts. Mein erster Krimi von Rangnick mit dem Journalisten Walcher und irrtümlich nahm ich an das die Haushälterin Mathilde schon länger mit Walcher zusammen „ermittelt“ das ist aber ein Trugschluss, den der Klappentext da vermittelt. Dieser Krimi hat mir gefallen, weil er anspruchsvoll ist. Die Geschichte und die Darstellung des „Bösen“, die Beschreibung paranormaler Ereignisse und die durchweg sympathisch wirkenden Bewohner der Hofburg trugen dazu bei. Trotzdem ist es kein seichter „Mundartkrimi“ sondern verfügt trotz längerer Pausen über einige gut gesetzte Spannungsbögen. Die Geschichte der Region und deren Bevölkerung, die Ausbeutung der Fronarbeiter durch die Adligen und den Klerus sind nicht nur ein zentrales Thema sondern werden auch gut wiedergegeben. Den Dialekt, den Rangnick oft anklingen lässt, ist für mich zwar langsamer zu erfassen, aber nicht unverständlich und gibt allem eine besondere Note. Schade war für mich wiederum nur, das ich so mittendrin in der Reihe angefangen habe und mir ein gewisses „Vorleben“ der Hauptprotagonisten fehlte. Man kann diesen Krimi aber durchweg ohne Vorkenntnisse der Reihe lesen.

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    • 2
  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    kassandra1010

    08. June 2012 um 20:56

    Mathilde, Walcher und Kommissar Brunner ermitteln wieder. Doch diesmal stürzt sich nicht Walcher mitten in einen Fall, sondern Mathilde, die eigentlich ihre Base mit ihren übersinnlichen Fähigkeiten vom Kauf eines alten heruntergekommenen Bauernhauses abhalten will. Denn das ist schon seit langem verflucht. Doch Mathilde gibt keine Ruhe und schon bald fallen die Leichen nur so vom Himmel. Aber wer war der Mörder? Zu alledem verknallt sich Walcher auch noch in eine Umweltaktivistin und gerät vollends aus der Bahn... Ein sehr guter Allgäu-Krimi, der einem einen guten Einblick in das frühe Leben um 1900 vermitteln, ohne kitischig und langweilig zu sein. Spannend, witzig und erstklassige Hauptdarsteller! Das macht einen waren Rangnick aus!

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    Merle_F

    27. November 2011 um 18:04

    Der Ahnhof, Joachim Rangnick Auf dem alten Korbach – Anwesen scheint ein Fluch zu liegen. Seit mehr als einem Jahrhundert verschwinden dort immer wieder Menschen und auch die seherisch veranlagte Mathilde kann spüren, dass dort etwas nicht in Ordnung ist. Sie rät ihrer Cousine davon ab, das Haus zu kaufen. Diese hält sich nicht an Mathildes Ratschlag und das Unheil nimmt seinen Lauf. Mathilde ist Haushälterin bei Rangnicks Serienhelden, dem Journalisten Robert Walcher, der nun schon zum siebten Mal bei Kriminalfällen ermittelt, die in seinem Heimatort im Allgäu geschehen. Was macht einen guten Heimat – Krimi aus? Ganz klar; Mundart, Lokalkolorit, skurrile Typen und eine Handlung, die man sich wirklich an diesem beschriebenen Ort vorstellen kann. Rangnicks Buch erfüllt diese Kriterien. Das Allgäuerische benötigt übrigens dringend die Übersetzung für hochdeutsche Leser, hier am Ende des Buches zu finden, es sorgt aber unbedingt für eine besondere Atmosphäre im Buch. Der Realitätsbezug wird einerseits in diesem Krimi sehr betont – man lernt eine regionale politische Bewegung („Lebensraum Allgäu“) samt seiner attraktiven Sprecherin kennen. Geographische Beschreibungen vermitteln ebenfalls ein realistisches Bild und sicher wird man im Allgäu auch genau die hier beschriebene Sorte Mensch voller Aberglauben und Traditionen finden. Andererseits ist dann da noch die Korbachsche Sippe, vom Teufel besessen, grundböse bis zum letzten Tag, hässlich, furchterregend ….unrealistisch….. Die Handlung rutscht, vor allem zum Ende, derart in mystische Unglaubwürdigkeit ab, dass man plötzlich auch den anderen Teil der Erzählung nicht mehr ernstnehmen kann. Das ist schade. Nichts gegen Spökenkiekerei und ein wenig unheimliches Element in einem Krimi, aber hier findet der Leser beide Extreme, Realismus und Spinnerei, so auf engem Raum, dass es irgendwie halbgar wirkt. Für mich passte dieser Extremismus nicht in einen Heimatkrimi. Auch wirken die Personen ein bisschen flach. Das mag allerdings daran liegen, dass sie schon lange eingeführt sind und Rangnick erwartet, dass der Leser schon alles über Robert und sein Vorleben weiß. Als Anfänger mit dieser Serie konnte ich zwar der Handlung gut folgen, die Personen blieben mir aber teilweise rätselhaft fremd. Schön ist der Teil, in dem die Vorgeschichte im Jahre 1902 erzählt wird. Hier beschwört der Autor das harte Leben eines Hütejungen im historischen Allgäu sehr bildlich herauf. Es fiel mir schwer, nach diesem verlängerten Prolog in die heutige Zeit umzuschwenken. Vielleicht sollte sich Rangnick mal an einem sozialkritischen historischen Stoff versuchen, anstatt seinen Helden der Jetztzeit in abstruse Geschichten zu verwickeln. Die Serie weiter zu verfolgen ist sicher für Allgäu – Kenner ein Muss. Für andere Leser ist „Der Ahnhof“ einfach eine nette kleine Lektüre für zwischendurch, der ein bisschen der Spannungsbogen fehlt, um etwas Besonderes zu sein. Menschen, die mit übersinnlichen Phänomenen so gar nichts anfangen können, sollten das Buch weglegen, bevor sie sich richtig ärgern. Als norddeutscher Leser mit unangenehm dunklem Hofplatz werde ich frech den Begriff „Kuahranzanacht“ (Dunkel wie im Bauch der Kuh) übernehmen. Das ist doch zu schön!

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    linus63

    03. November 2011 um 13:28

    Mathilde, die die Gabe hat, Dinge wahrzunehmen, die andere nicht bemerken, wird von ihrer Base Daniela gebeten, einen alten Bauernhof auszupendeln, in dessen Nähe immer wieder Menschen vermisst werden. Entsetzt durch das Grauen, das sie dort wahrnimmt, bittet sie Kommissar Brunner um Informationen über die Vermissten. Gemeinsam mit dem Journalisten Robert Walcher, ihrem Arbeitgeber, beginnt sie zu recherchieren .... Den Einstieg in diesen Krimi finde ich etwas mühsam. Auch wenn die Brutalität und Grausamkeiten Korbachs sehr gut dargestellt werden, zieht sich die Geschichte des Hütebubs ein wenig in die Länge. Doch danach liest sich der Krimi leicht und (auch für Nicht-Allgäuer) meist flüssig. Überwiegend kurze Kapitel mit bezeichnenden Titeln unterstützen den Lesefluss. Die Charaktere sind leider recht flach gehalten, was daran liegen mag, dass Walcher und Mathilde schon mehrmals in anderen Bänden in Erscheinung getreten sind. Da dies aber mein erstes Buch in dieser Reihe ist, hätte ich gerne ein wenig mehr über diese beiden außergewöhnlichen Menschen erfahren. So treten sie mir nur als sympathische, leicht schrullige Individuen gegenüber. Sowohl Handlung, als auch Motiv sind einfach gehalten. Lediglich am Ende wird kurz versucht, das Motiv durch verschiedene Ansätze zu erklären und damit den Anspruch etwas aufzuwerten. Die Spannung ist mäßig und stellenweise ist die Handlung etwas zäh. Hauptsächlich hat mich an diesem Buch die Atmosphäre gefesselt. Die Beschreibung des Allgäu, die immer wieder in Mundart eingeflochtenen Sätze, Veranstaltungen wie die Kundgebung der Initiative "Lebensraum Allgäu", ja, sogar der Versuch der Selbstjustiz (mit Abstrichen!) erzeugen eine ganz eigene, aber mir sympathische Stimmung. Der mystische Aspekt, der die heutige Handlung einrahmt und während des ganzen Krimis im Hintergrund lauert und von Zeit zu Zeit durch Träume oder Visionen durchkommt, passt hierzu ausgezeichnet und rundet das Ganze auf. Was mir hingegen nicht zusagt, ist die extreme Brutalität Korbachs, die kollektive Angst vor ihm und gegen Ende seine anscheinende "Übermenschlichkeit". Das finde ich überzogen und weniger wäre hier meiner Ansicht nach mehr und glaubwürdiger. Weiterhin erschließt sich mir nicht der Sinn manches Nebenschauplatzes und mancher Person, weshalb ich davon ausgehe, dass sie lediglich auf der Bildfläche erscheinen, um die Handlung ein wenig umfangreicher zu gestalten und den "Allgäuer Flair" zu veranschaulichen. Alles in allen jedoch hat mich dieser Krimi, der vor allem durch seine Atmosphäre und seinen mystischen Einschlag besticht, gut unterhalten.

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    Bücherwurm

    01. October 2011 um 00:18

    "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick ist offensichtlich schon der 6. (?) Teil einer Serie um den Journalisten Robert Walcher, der mit Adoptivtochter und Haushälterin Mathilde, zusammenlebt. Mathilde hat so eine Art "zweites Gesicht", so dass es sich hier eigentlich nicht um einen Krimi im herkömmlichen Sinn handelt, sondern eher um einen Mystery mit Schauplatz im deutschen Allgäu. Eigentlich lese ich Mysteries sehr gerne, dieses leichte Gänsehautgekribbel, dieses Unerklärliche, das man ja auch so oft im wirklichen Leben erlebt, das dann so offen bleibt, ob es nun wirklich "Unerklärlich" ist, oder "Zufall" oder vielleicht einfach doch ein logischer Zusammenhang besteht, den man so auf Anhieb nicht sehen konnte.... Ja, eigentlich.... Und eigentlich hat Herr Joachim Rangnick einen sehr humorvollen Schreibstil, der aber eben nicht so wirklich passt, wenn man einen ernsthaften, dramatischen, gewalttätigen und logischen Krimi schreiben möchte. Ich war hin und hergerissen. Der Beginn dieses Buches ist unglaublich düster, grausam, traurig und spannend. Dann kommt der Switch in die heutige Gegenwart und nichts will mehr so richtig passen: eine alternde Hauhälterin, die offensichtlich alles "hellsieht", genaue Angaben zu Tatwaffen und Tathergang einen Tag zuvor per e mail schicken kann, aber eben dadurch als Haushälterin völlig Fehl am Platze ist. Ein verliebter Journalist, der die gute Seite darstellt, der keine Schwierigkeiten hat, sich Hals über Kopf zu verlieben und alles läuft so unsympathisch glatt... und der Bösewicht, völlig überzogen dargestellt, so unendlich das Böse an sich, sogar dem Exorzismus widerstehend, so grausam und über Generationen gewaltätig... ich mag dieses Schwarz-weiss-malen nicht. Das passt nicht, nimmt vollständig die Spannung und ist einfach so offensichtlich, dass es in keinster Weise spannend und gruselig wurde. Recht begrenzte Personenzahl insgesamt, das kann zwar sehr angenehm sein, ist aber so unspannend und in der Fantasie einengend, dass ich hier einfach nicht mehr als 3 Sterne vergeben kann! Schöne Lektüre für Zwischendurch zum Entspannen, nichts wirklich umwerfendes. Bedeutet: Sollte ich Gelegenheit haben, weitere Bände zu lesen, werde ich sicher mal reinkucken, ich werde aber nicht in den Laden eilen und mir diese Serie selbst in den Schrank stellen!

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    gaby2707

    07. August 2011 um 15:39

    Seit mehr als einhundert Jahren befindet sich der Korbach-Hof in Familienbesitz. Jetzt soll er verkauft werden. Ein junges Paar, sie die Nichte von Journalist Robert Walchers Haushälterin Mathilde, die im Allgäu als Gesundbeterin bekannt ist, will den Hof kaufen. Mathildes Nichte bitte diese, sich die Gebäude einmal anzusehen. Und Mathilde ist entsetzt: Sie sieht nur Unheil in den alten Mauern und dass etwas entsetzliches passieren wird. Robert Walcher, gerade neu verliebt, soll Mathilde bei der Recherche über den alten Hof unterstützen. Schon bald stoßen sie auf 7 vermisste Personen, die in den vergangenen Jahrzehnten in dieser Gegend verschwunden sind - und immer ist von Korbach die Rede... Eine Geschichte aus dem Allgäu, wo doch vieles vorhersehbar ist. Idyllische Landschaften, einfache Bauernhöfe, einfache Menschen und viel kriminelle Energie eines Einzelnen, sehr derb dargestellt, - gut und leicht zu lesen. Die im Dialekt geschriebenen Zeilen lockern das Ganze sehr gut auf. Die einzelnen Protagonisten sind gut und detailliert dargestellt. Mein Kopfkino hat sich über dieses Buch sehr gefreut.

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    bookorpc

    02. April 2011 um 21:25

    Ein neuer Fall für Walcher. Zwar würde der Journalist lieber mit Theresa auf Wolke sieben schweben, aber seine Haushälterin Mathilde lässt ihn keine Ruhe. Sie braucht seine Unterstützung damit ihre Großbase sich nicht in ein Unglück stürzt. Ihre Verwandtschaft wollte ihren Rat, wegen dem Kauf des alten Korbach - Hofes: Für Mathilde steht schon bei der ersten Besichtigung fest, dieser Ort ist voller negative Schwingungen und schrecklichen Dinge sind hier geschehen. Bei ihren Recherchen stoßen sie auf einige Vermisste und es werden immer noch mehr. Ein spannender Krimi, der sich gut liest. Der geschriebene Dialekt haucht der Geschichte Charakter ein und alle, die nicht damit zu recht kommen, finden im Glossar teilweise die Übersetzung. Der Protagonist ist mir sehr sympathisch und es ist mal wieder schön, keinen Kommissar als Ermittler zu haben. Die Kombination mit der Mathilde lockert das Ganze auf und verleiht eine Spur Humor. Die Nebengeschichten z.B. die Beziehung zu Irmi oder Theresa, spielen keine so tragende Rolle, da es nicht von Bedeutung für den einzelnen Fall ist, aber für das bessere Gesamtbild ist es bestimmt gut die anderen Bücher zu kennen. Fazit: Der Ahnhof war mein erster Krimi von Joachim Rangnick und er hat mich überzeugt, die anderen Bücher werden auch gelesen.

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    daslesich

    16. March 2011 um 21:53

    Dieses Buch kann man fast in einem Zug durchlesen. Es hat eine einnehmende Art, so dass man schnell lesen kann und trotzdem ein klares Bild von den Personen und Orten erhält. Dazu ist es spannend und verzichtet auf überflüssige Längen – aber alles, ohne zu einfach in der Sprache zu werden. Besonders gut hat mir gefallen, dass in passenden Momenten auch der Allgäuer-Dialekt seine Verwendung im Buch findet – so wird die ganze Geschichte einfach noch realer. Allerdings ist „real“ ein Wort, dass mir im Zusammenhang mit der Story etwas falsch platziert erscheint. Es handelt sich hier um eine Geschichte, die sich über Jahrzehnte hinweg erstreckt. Im Mittelpunkt der Geschehnisse geht es um eine Bauernfamilie, die eben jenen Ahnhof bewirtschaftet. Im Zuge der Generationen verschwinden Mägde, Knechte und oftmals auch Menschen, die diesem Hof nur zu nahe kamen. Seine Bewohner, die Familie Korbach, verkörpern seit Urzeiten das Böse. Sie sind jähzornig, gierig und neigen zu Gewaltausbrüchen – doch nachweisen, dass sie mit den Vermisstenfällen etwas zu tun haben, konnte man ihnen bisher nichts. Bis zu jenem Tag, als die Base von Mathilde und ihr Mann diesen Hof kaufen wollen. Mathilde, die über seherische Fähigkeiten verfügt, rät den beiden dringend davon ab. Zuviel scheint auf diesem Stück Erde schon geschehen zu sein. Doch die beiden lachen nur über die Vorsehungen und das Böse nimmt seinen Lauf. Mathilde und ihr Chef Robert Walcher beginnen in den Vermisstenfällen zu ermitteln und geraten bald selber ins Kreuzfeuer von Gut und Böse. Die Vermischung von Begebenheiten, die durchaus real sein könnten, mit fantastischen Elementen ist sehr gut gelungen. Es ist nie übertrieben, aber auch nie nur zaghaft angedeutet. Dazu noch ein wenig Allgäuer Landes- und Brauchtumkunde und eine spannende Geschichte: Fertig ist ein exzellenter Allgäu-Krimi, der wirklich Spaß gemacht hat. Besonders gut hat mir gefallen, wie sich die Geschichte des 1902 verschwundenen Hütejungen wie ein roter Faden durch das ganze Buch gezogen hat. Wunderbar.

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    Bellexr

    20. February 2011 um 18:27

    Welches Geheimnis verbirgt der alte Hof? . Anfang des 20. Jahrhunderts: Auf dem Korbach-Hof herrscht Gewalt und Herzlosigkeit vor und in diese Umgebung kommt der 7-jährige Josef, um sich dort als Hütejunge zu verdingen. Nicht lange dauert es bis Josef spurlos verschwindet, angeblich nach Amerika ausgewandert. Doch daran mögen seine Eltern nicht glauben. Die heutige Zeit: Die resolute Haushälterin Mathilde ist auf dem Weg zu einem Hof, den ihre Großbase zusammen mit ihrem Mann kaufen möchte. Eigentlich hat die 69-jährige hierzu ja überhaupt keine Lust, doch leider hat sie bei dem Wort Nein ein Problem und somit ist sie jetzt per Auto unterwegs zum Korbach-Hof in Urlau. Als sie auf dem Hof angekommen ist, empfindet Mathilde ein bedrohliches Gefühl, das sich nicht erklären lässt. Dessen ungeachtet begibt sie sich auf Besichtigungstour über den Hof, nur um feststellen zu müssen, dass sich hier etwas ganz Schreckliches ereignet haben muss. Ihre Warnungen nehmen Daniela und Jacob nicht ernst und kaufen den Hof, was sie schon bald bereuen werden. . Sehr unterhaltsam und mit einem guten Schuss Humor ist der Schreibstil von Joachim Rangnick versehen und so entwickelt sich der Krimi auch durchweg als recht unterhaltsam. Zumal er seine Geschichte mit einem ordentlichen Schuss Lokalkolorit spickt und oft in den Allgäuer Dialekt fällt, was jedoch stellenweise recht schwer verständlich ist, da der Autor in ziemlich breites Allgäuerisch fällt. . Allerdings lässt die Spannung lange auf sich warten und ist dann auch eher nur mäßig vorhanden. Der Autor geht eher mehr auf das Leben im Allgäu, das Privatleben seiner Protagonisten und der Sagenwelt oder besser gesagt dem Aberglauben der Menschen im Allgäu ein. Dies verknüpft er zwar zur einer unterhaltsamen Geschichte, Krimicharakter hat diese jedoch eher weniger, zumal sie auch lange im Voraus schon vorhersehbar ist. So kann sie leider auch nicht mit überraschenden Wendungen aufwarten. . Mathilde wohnt als Haushälterin zusammen mit dem Journalisten Robert Walcher und dessen 17-jähriger Adoptivtochter Irmi auf dem Walcher-Hof. Das Verhältnis von Vater und Tochter ist herzlich, ein wenig bissig und man merkt sofort, dass die Beiden sehr gut miteinander auskommen, auch wenn Walcher so die eine oder andere Macke zu haben scheint und ihn die kesse und naseweise Irmi deswegen als Einzeller bezeichnet, wogegen sich Walcher natürlich vehement wehrt. Auch Mathilde fühlt sich deutlich wohl bei den Beiden und geht ihrer Arbeit mit viel Freude nach. Das alles wirkt sehr lebendig erzählt, doch bleiben seine Protagonisten seltsam blass, irgendwie nicht richtig greifbar.

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    Cibo95

    28. January 2011 um 09:33

    Ein Krimi aus dem Allgäu. Der Kommissar spielt nur eine Nebenrolle, die "Ermittlungsarbeiten" erledigen hier Mathilde, die Haushälterin von Walcher, dem Journalisten und dieser selbst. Mathilde ist eine "G'sundbeterin" und wird von ihrer Base Daniela gebten, den alten Korbachhof zu überprüfen, den sie und ihr Mann gern kaufen möchten. Schon auf den ersten Blick hat Mathilde ein mulmiges Gefühl, welches sich während der Besichtigung immer mehr verstärkt. Hier muss Schreckliches passiert sein, die Geister kommen nicht zur Ruhe ... Tatsächlich gehört der alte Hof schon sehr lange der Familie Korbach, eine widerliche, brutale Familie, die über Leichen geht und alle über den Tisch zieht. In der Gegend sagt man, dass sie mit dem Teufel im Bunde sind. Als dann bei Bauarbeiten im Moor drei Leichen entdeckt werden, ist klar, dass hier die Menschen nicht einfach nur verschwunden sind, sondern Mord hinter den Vermisstenfällen steckt und nicht etwas "Böses". Keine Angst, das Buch wird nicht sehr esoterisch, auch wenn mehrere Personen den gleichen Traum vom Hütejungen träumen, der ihnen irgendwie auf die Sprünge helfen will ... das Buch ist wirklich nett geschrieben und Mathilde mit ihrem Walcher, die mochte ich sehr. Ein paar Sätze in Mundart kann man durchaus verstehen, wer nicht ganz sicher ist, kann hinten im Anhang die Übersetzung nachschauen. Eine nette kleine Lektüre für zwischendurch, die einen gut unterhält. Außerdem macht sie Spaß auf das Allgäu ... man möchte gern den Koffer packen und in die Berge fahren.

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    Tintenelfe

    25. January 2011 um 21:58

    „Der Ahnhof“ ist der siebte Band einer Krimireihe um den Journalisten Walcher. Die vorhergegangenen Romane erschienen lediglich im Selbstverlag. Inmitten der ländlichen Idylle des Allgäus steht der „Korbachhof“, seit mehreren hundert Jahren Familienbesitz einer ungeliebten, aber einflussreichen Bauersfamilie. Immer wieder verschwinden hier Menschen, doch den Korbachs kann nie etwas nachgewiesen werden. Als Daniela den Korbachhof erwerben will, bittet sie ihre Tante Mathilde darum, den Hof mit ihren spirituellen Fähigkeiten näher anzusehen. Mathilde, die Haushälterin Walchers, spürt sofort die unruhigen Geister und die Aura von Boshaftigkeit und Gewalt. Als Daniela den Hof dennoch kauft, beginnt Mathilde mit Hilfe Walchers auf eigene Fazust zu ermitteln und stößt auf die düsteren Geheimnisse der Familie. Doch schon bald geraten sie so ins Visier des letzten Nachkommens der Korbachs. Joachim Rangnick verbindet in seinem Roman Heimatidyll, Krimi und Mystik und lässt hier und da auch ein wenig Geschichtliches aus dem Allgäu einfließen. Die Persönlichkeiten Walchers und Mathildes sind gut ausgearbeitet und sympathisch. Mathildes übersinnliche Fähigkeiten und Ahnungen spielen zwar eine große Rolle, schränken aber die Glaubwürdigkeit des Krimis an sich nicht allzu stark ein. Das Buch ist spannend und flüssig geschrieben und die Sätze im Dialekt lassen sich laut gelesen auch gut verstehen. In einem Glossar werden wichtige Redewendungen und Begriffe zudem noch mal erklärt. Mir hat das Buch gut gefallen, es war spannend und unterhaltsam, auch könnte ich mir vorstellen, einen weiteren Band zu lesen.

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    Gospelsinger

    10. January 2011 um 13:36

    Gibt es das Böse? Werden Menschen durch besondere Umstände in ihrem Leben böse oder gibt es auch Menschen, die von Geburt an böse sind? Kann man es spüren, wenn an einem Ort besonders viele schlechte Dinge passiert sind? Die dritte Frage kann ich mit „ja“ beantworten, seitdem ich Cape Coast in Ghana besucht habe, eine Festung, von der aus Sklaven verschifft wurden. Die Verzweiflung hängt förmlich in den Mauern, man kann sie immer noch spüren. Deshalb finde ich es auch nicht zu weit hergeholt, dass Mathilde, eine der Hauptpersonen in diesem Buch, einen Hof, den Verwandte kaufen wollen, untersucht und dabei spürt, dass dort sehr viel Böses geschehen ist. Sie rät vom Kauf ab, leider vergeblich. Der Journalist Robert Walcher recherchiert zusammen mit Mathilde die Geschichte der Eigentümerfamilie Korbach und findet heraus, dass über die Jahrhunderte hinweg immer wieder Menschen, die auf dem Korbach-Hof gearbeitet haben, verschwunden sind. Auf diesem Hof hat die Familie über Jahrhunderte hinweg ihre Boshaftigkeit und Brutalität ausgelebt. Wir erleben das am Anfang des Buches hautnah mit, wenn die Geschichte des Hütejungen Josef erzählt wird. Bis in die heutige Zeit wirken die Geschehnisse fort. Auch heute noch leidet das Dorf unter der Kontinuität der damaligen Machtverhältnisse. Immer noch bestehen alte Abhängigkeiten und die berechtigte Angst vor der Familie Korbach. Und dann geschieht wieder ein Gewaltverbrechen… Dass alte Überlieferungen und Übersinnliches hier mit einem Augenzwinkern in die Handlung eingebaut wurden, hat mir gut gefallen, auch wenn mir die Charaktere ein wenig zu blass geraten sind. Auf jeden Fall hat mich dieses Buch neugierig auf die Mythenwelt des Allgäus gemacht.

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  • Rezension zu "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick

    Der Ahnhof

    nutellabrot86

    28. December 2010 um 13:14

    Das Buch Ahnhof von Joachim Rangnick ist für mich ein typisch langweiliger und unspannender Allgäu Krimi. Zunächst war ich von der Leseprobe jedoch begeistert und habe gedacht, dass dieses Buch endlich einmal etwas anderes ist! Jedoch bin ich sehr enttäuscht worden. Ich habe das Buch noch nicht mal zu Ende gelesen. Und das kommt bei mir selten vor. Ich mochte den Sprachstil des Autors nicht. Es kamen mir zu viele bayrische Wörter vor, die ich zum einen nicht verstanden habe und zum zweiten beim lesen sehr gestört haben. Weiterhin fand ich die Handlung/Geschichte nicht spannend geschrieben. Von der Idee ganz gut, aber nicht spannend umgesetzt. Ich lese gerne Bücher von „früher“ und finde mich gerne in dieser Zeit wieder. Leider konnte ich dieses in diesem Buch überhaupt nicht. Die Geschichte hat mich auch nicht angeregt weiter über die Handlung nachzudenken, ich habe Zeilen und gar Seiten übersprungen, was ich sonst nie tue. Sie war sprunghaft und sehr abstrus. Insgesamt bin ich sehr enttäuscht über diesen Krimi. Aber es ist natürlich auch immer Geschmackssache.

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