Joachim Rangnick Lämmerweid

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Inhaltsangabe zu „Lämmerweid“ von Joachim Rangnick

Robert Walcher gerät unter Mordverdacht, als sein Informant tot am Rande einer Schafswiese aufgefunden wird. Wusste das Opfer zu viel über die Machenschaften eines Agrarkonzerns? In einer Situation, in der Walcher dringend Freunde bräuchte, kämpft er allein – gegen maßlose Gier und tödliche Skrupellosigkeit. Wem kann Walcher noch trauen?

Gutes Thema spannend umgesetzt

— Julitraum

Ein gelungener gesellschaftskritischer Krimi über ein Thema, das jeden etwas angeht: Lebensmittel- und Agrarchemie

— horrorbiene

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  • Lämmerweid

    Lämmerweid

    AnjaIris

    24. November 2015 um 20:48

    Journalst Robert Walcher. wartet vergeblich auf seinen Informanten. Kurze Zeit später wird die Leiche des jungen Mannes neben einer Lämmerweide gefunden. In seiner Jacke befindet sich der Ausweis des Biobauern Georg Schonaue, und eine Visitenkarte von Robert Walcher. Als an der Kleidung des Toten auch noch Haare von Walchers Labrador Rolli gefunden werden, gerät er unschuldig unter Mordverdacht. Enttäuscht von seinem Freund, Kommissar Brunner, ermittelt Walcher auf eigene Faust. Das bleibt den waren Tätern nicht verborgen. Als noch weitere Morde passieren, und jedesmal eine Verbindung mit Walcher festgestellt wird, wird es langsam gefährlich. Walcher Exfreundin wird überfahren, seine Adoptivtochter wird entführt, Walcher wird von einem schwarzen Dodge verfolgt. Walcher setzt langsam die Puzzleteile zusammen, und erkennt, mit was für einem riesigen Gegner er es zu tun hat. Der Krimi ist super spannend geschrieben. Besonderen Spaß hatte ich an den Visionen und Kräuterrezepten von Mathilde, und den Beschreibungen der Tiere. Hund Rolli, Hündin Nora, Kater Bärendreck und die Hühner. Auch die Beschreibung der Natur und der Bauernhöfe und Almen ist sehr gelungen. Ich hab das Buch regelrecht verschlungen, und schon das nächste Buch über Robert Walcher bestellt. Der stil von Joachim Rangnik gefällt mir sehr, und ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.

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  • Gutes Thema spannend umgesetzt

    Lämmerweid

    Julitraum

    29. September 2015 um 19:24

    Im idyllischen Allgäu wird auf der Schafweide eines richtigen "Ökobauern" die Leiche eines hohen Angestellten eines großen Nahrungsmittelkonzern gefunden. Bei der Leiche findet sich die Visitenkarte des in der Nähe lebenden Journalisten Walcher, der z. Zt. sogar im Bereich der Nahrungsmittelindustrie kritisch recherchiert. Obwohl er mit dem ermitteltenden Kommissar eigentlich befreundet ist, sieht dieser in ihm schon einen Tatverdächtigen. Dies kränkt Walcher sehr und er beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Diese beginnt er mit einem Besuch beim wirklichen Bio-/Ökobauern, auf dessen Schafweide der Tote gefunden wurde, und der mittelerweile auch zu den Tatverdächtigen gehört. Walcher führt ein interessantes Gespräch mit dem kritischen Landwirt, der wirklich noch nach alter bäuerlicher Tradtition wirtschaftet und dem die Bewahrung der Natur und ihrer Geschöpfe wichtiger als der Profit ist. Kurz darauf wird dieser Bauer auch brutal ermordet aufgefunden und als Walcher auch noch den getöteten Knecht des Bauern findet, beäugt ihn der Kommissar noch mehr. Bei seinen weiteren Recherchen kommt er dem Drahtzieher und der gnadenlosen Lobby des mächtigen Nahrungsmittelkonzerns so nahe, daß auch Walchers eigene Familie in große Gefahr gerät. Endlich mal nicht der übliche Mainstream mit Serienkillern oder Ähnlichem. Hier wird mal ein wichtiges und viel zu wenig behandeltes Thema dramtisch in Szene gesetzt. Das Buch ist nicht nur ein spannender und gut zu lesender Krimi sondern auch ein Roman,der uns alle betrifft und zum Nachdenken anregt. Ich werde auf jeden Fall versuchen, auch die bereits erschienen Roman mit dem Journalisten Walcher zu lesen, die ich bisher noch nicht kannte.

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  • Nah an der Realität

    Lämmerweid

    silencia86

    07. September 2015 um 07:20

    Auf einer Lämmerweid wird eine Leiche gefunden. Alles deutet darauf hin, dass er Opfer der Machenschaften großer Agrar- und Pharmakonzerne wurde. Er wusste zuviel. Und da er Informant von Robert Walcher war, gerät dieser natürlich erst einmal in Tatverdacht. Allein gelassen von allen - außer seiner lieben Familie - macht er sich daran, die skrupellosen Machenschaften aufzudecken. Obwohl dieser Roman von Joachim Rangnick quasi gepflasert ist mit Leichen und Unfällen, ist die Tonart doch recht ruhig. Es braucht keine blutrünstigen und brutalen Morde, um die Spannung zu halten. Das schafft allein die Themantik, der sich der Autor hier widmet und die die eigentliche Handlung beinahe in den Hintergrund treten lässt. Denn zum Teil liest sich das Buch eher wie eine wissenschaftliche Abhandlung zum Thema Agrarkonzerne, Chemie- und Pharmaindustrie, in der gezeigt wird wie mit verschiedenen Pestiziden, Antibiotika und anderen Chemikalien unsere Natur derart manipuliert wird, dass sie bald nicht mehr imstande sein wird, sich zu wehren. Eine düstere Zukunft für die Menschheit wird heraufbeschworen. Und alles nur wegen dem ewigen Kampf um Macht und der schier endlosen Gier nach Reichtum. Als Leser taucht man tief ein in ein Konstrukt aus Skrupellosigkeit. Und auch, wenn der Autor im Nachwort beteuert, dass die alles nur seiner Fiktion entsprungen ist, so führt er doch reihenweise Quellenangaben auf, die sich mit eben diesem Thema auseinander setzten. Je mehr Robert Walcher durch seine Arbeit aufdeckt, umso weniger konnte ich mich von dem Buch lösen und umso spannender wird es. Es ist tatsächlich mehr als erschreckend. Und hat man sich denn mit dem Allgäuer Dialekt arrangiert, lässt es sich auch durchaus flüssig lesen. Die Personen rund um den Jounalisten halte ich alle für sehr authentisch und durchweg sympathisch (zumindest die Guten ;) ). Rangnick schafft es auch mit nur wenigen Worten den Handelnden Leben einzuhauchen. Und die persönlichen Beziehungen, die zum Teil schon etwas skurril sind, runden die ganze Geschichte ab. Lachen darf der Leser auch ab und an, hat doch Walcher einen etwas trockenen Humor. Auch seine beiden Hunde lockern die doch sehr ersthafte Thematik auf und ich konnte besonders über die Beschreibungen über die beiden häufig Lachen. Einen Punkt Abzug gibt es aber trotzdem. Ich fand es mal wieder sehr an den Haaren herbeigezogen, dass jemand, der anfangs als Täter in Frage kommt, im völligen Alleingang und ohne die ermittelnden Beamten auch nur ein wenig auf dem Laufenden zu halten, hier alles im Alleingang erledigt und man ihm freie Hand gewehrt (Freund Hauptkommissar Brunner hin oder her). Dennoch vollste Leseempfehlung, auch wenn man die beiden Vorgänger mit Protagonist Robert Walcher noch nicht kennt.

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  • Ein neuer Fall für Robert Walcher

    Lämmerweid

    Insel56

    23. June 2015 um 13:44

    Robert Walcher gerät unter Mordverdacht, da eine Visitenkarte von ihm beim Toten gefunden wird. Außerdem werden Hundehaare bei der Leiche sichergestellt und als Robert dadurch einen Beweis seiner Unschuld schaffen will, stellen sich die Hundehaare als die Haare von seinem Hund heraus. Sein "Freund" der Komissar scheint ihm nicht mehr zu trauen. Der Mord bzw. die ganze Geschichte hat mit der Thematik "Eingriff in das Ökosystem Nahrung" zu tun. Desweiteren spielt Walcher als Person und das Privatleben bzw. das der ihm bekannten Personen eine wichtige Rolle. Außerdem geht es um die Macht der Lobbyisten bzw. wird dem Leser aufgezeigt, wie weit die Verstrickungen und Machenschaften reichen. Mir hat dieser Roman des Autors sehr gut gefallen, denn es handelt sich sich um einen Krimi, dessen Hintergund gut recherchiert wurde. Er war sehr sehr verzwickt und zugleich herrschte am Ende nicht nur "Friede, Freude, Eierkuchen..!", aber mehr will ich nicht vorwegnehmen. Mich hat als Leser wirklich schockiert, wie weit durch Düngung, Gentechnick etc. unsere Nahrungskette schon aussichtslos geschädigt wurde und wie sehr wir alle mit drin hängen. Mir war zwar die Thematik bekannt, aber so richtig grausam bewusst wurde sie mir jetzt mal wieder. Die Personen im Roman haben mir sehr gefallen - alles Individualisten! Schön war es jedoch, dass ich schon Vorwissen aus Bauernfänger hatte. so dass ich über das nötige Vorwissen aus dem Leben der Protagonisten verfügte. da der Autor vieles andeutete, was ich sonst nicht verstanden hätte. Mit dieserm Buch hat der Autor sich in meinen Augen sehr gesteigert, denn hier stimmen der "Tiefgang" der Personen und die Story. 5 Sterne!!

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  • Spannend

    Lämmerweid

    Studi123

    13. May 2015 um 21:13

    Zum Inhalt: Es wurde eine Leiche gefunden. Der Journalist Walcher, der sich einige Tage zuvor mit dem Toten treffen wollte, kommt unter Mordverdacht, da man seine Visitenkarte bei der Leiche gefunden hatte. Walcher wurde also befragt und es stellte sich zudem heraus, dass er für den Tatzeitraum kein Alibi hatte. Der Bauer, auf dem die Leiche gefunden wurde, glaubte, dass es kein Zufall war, sondern eine Art der Verschötung der großen Agragbetriebe, denen er nicht angehören wollte. Später, die dramatische Wende, Walchers Tochter wurde entführt, weil sie sich unerlaubt in die laufenden ermittlungen eingemischt hatte. Walcher selbst wird terrorisiert und belästigt. Das Buch liest sich flüssig. Die kurzen Kapitel sind sehr schön, da man so das Buch auch ohne schlechtes Gewissen, aus der Hand legen kann. Für mich verdient dieses Buch 4 Sterne - ein Sternabzug, da es teilweise recht verwirrend war und man nachdenken musste, welche Person wo hingehört.

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  • Gutes Thema, spannend umgesetzt

    Lämmerweid

    Julitraum

    26. April 2014 um 22:24

    Im idyllischen Allgäu wird auf der Schafweide eines richtigen "Ökobauern" die Leiche eines hohen Angestellten eines großen Nahrungsmittelkonzern gefunden. Bei der Leiche findet sich die Visitenkarte des in der Nähe lebenden Journalisten Walcher, der z. Zt. sogar im Bereich der Nahrungsmittelindustrie kritisch recherchiert. Obwohl er mit dem ermitteltenden Kommissar eigentlich befreundet ist, sieht dieser in ihm schon einen Tatverdächtigen. Dies kränkt Walcher sehr und er beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Diese beginnt er mit einem Besuch beim wirklichen Bio-/Ökobauern, auf dessen Schafweide der Tote gefunden wurde, und der mittelerweile auch zu den Tatverdächtigen gehört. Walcher führt ein interessantes Gespräch mit dem kritischen Landwirt, der wirklich noch nach alter bäuerlicher Tradtition wirtschaftet und dem die Bewahrung der Natur und ihrer Geschöpfe wichtiger als der Profit ist. Kurz darauf wird dieser Bauer auch brutal ermordet aufgefunden und als Walcher auch noch den getöteten Knecht des Bauern findet, beäugt ihn der Kommissar noch mehr. Bei seinen weiteren Recherchen kommt er dem Drahtzieher und der gnadenlosen Lobby des mächtigen Nahrungsmittelkonzerns so nahe, daß auch Walchers eigene Familie in große Gefahr gerät. Endlich mal nicht der übliche Mainstream mit Serienkillern oder Ähnlichem. Hier wird mal ein wichtiges und viel zu wenig behandeltes Thema dramtisch in Szene gesetzt. Das Buch ist nicht nur ein spannender und gut zu lesender Krimi sondern auch ein Roman,der uns alle betrifft und zum Nachdenken anregt. Ich werde auf jeden Fall versuchen, auch die bereits erschienen Roman mit dem Journalisten Walcher zu lesen, die ich bisher noch nicht kannte.

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  • Lämmerweid

    Lämmerweid

    anyways

    27. August 2013 um 21:31

    Auf dem Grundstück von „Niemandsfreund“ Georg Schonauer wird die Leiche von Julian König, Pressesprecher von Eufoodic, gefunden. ( Eufoodic- ein engmaschiges Netz an bestorganisierten Lobbyisten der Chemie- und Nahrungsmittelindustrie.)Nicht nur Schonauer wird verdächtigt, da er sich selbst als Störenfried, Ketzer und Kommunist bezeichnet und gerade der Eufoodic den Kampf angesagt hat, nein auch Robert Walcher gerät in die Zielfandung der Ermittlungen. Denn auch er befindet sich in einem Kampf mit der politischen Obrigkeit, war mit dem Getöteten verabredet und es werden Beweismittel gefunden, die seinen Freund Kriminalkommissar Brunner vom Freund zum Feind werden lassen. Auf sich allein gestellt, nur unterstützt von seiner hauseigenen „Kräuterhexe“ Mathilde, beginnt er mit den Recherchen zu diesem Fall. Doch kaum stellt er die ersten Ermittlungen bei Schonauer und dessen Knecht Ruffilius an, gibt es weitere Leichen, was die Sache zunehmend verkompliziert, und auch an der häuslichen Front kommen viele Veränderungen auf Walcher zu. Bei Joachim Ragnicks Büchern stellt sich bei mir unwillkürlich der Kampf des Don Quichote gegen die Windmühlen dar. Genauso agiert auch Walcher dieses Mal. Thematisch werden von Rangnick die üblen und geheimen Machenschaften der Lebensmittelindustrie, der Chemiekonzerne im Allgemeinen, die Politik im Besonderen und der dazugehörige Lobbyismus im speziellen abgehandelt. Haben mir seine vorherigen Bücher von der Thematik her gut gefallen, ist es bei diesem nicht so ganz mein Fall , nach der Leseprobe hatte ich mir einfach mehr erwartet. Nicht das ich gewisse Ansichten mit dem Autor teile nicht teile, dieses Mal lag mir die Art der Umsetzung nicht. Ich fand gewisse Dinge schlecht recherchiert, dafür wurde umso mehr Wert auf die Polemik gelegt. Dieses polemisieren gefiel mir dann am Ende auch gar nicht ebenso die doch sehr sprunghafte Handlung, ein zu viel an Haupt- und Nebendarstellern und Schauplätzen. Irreführende Handlungen, Leichen die keine mehr sind usw. All dies verstärkt sich gerade auf den letzten 50 Seiten. Schade dieses Mal wurde ich von Rangnick nicht „abgeholt“.

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  • Ziemlich viele Morde im Allgäu

    Lämmerweid

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. April 2013 um 16:58

    Ich habe zwar die anderen Fälle von Walcher noch nicht gelesen, aber wie mein "noch nicht" bereits sagt, sind sie schon auf der Liste gelandet! Mit Walcher und seinem Allgäu-Krimi ist Joachim Rangnick es gelungen, endlich mal einen spannenden Krimi in der deutschen Provinz spielen zu lassen! Thematisch hat er als Mordhintergrund die Lebensmittelindustrie gewählt. So erhebt er einerseits den Zeigefinger gegen die genetische Veränderung von Agrarerzeugnissen und andererseits den Lobbyismus der Politik, dies nicht zu unterbinden. Er prangert den fehlenden Verbraucherschutz vor eventuel gesundheitsschädlichen Produkten an. Zwar waren es recht viele Morde, aber na gut, irgendwie muss man ja die Spannung erhalten. :)

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  • Spannender Krimi über die Agrarindustire

    Lämmerweid

    SmilingKatinka

    15. April 2013 um 09:19

    Inhalt:   Auf Schonauers Lämmerweid wird die Leiche des Pressesprechers Koenig gefunden. Koenig ist Pressesprecher von Eufoodic, einem Unternehmen aus der Nahrungsmittel und besonders Gen-branche. Schonauer ist Bio-Landwirt. Das klingt fast nach einem Motiv. Doch auch der Journalist Robert Walcher gerät schnell ins Fadenkreuz der Ermittlungen, denn die Haare seines Labradors wurden beim Toten gefunden ebenso wie seine Visitenkarte. Walcher fängt selbst an, zu ermitteln und während sich die Toten häufen, erfährt er immer mehr über die Machenschaften der Großkonzerne.   Meine Meinung: Dies ist mein erstes Buch von Joachim Rangnick und es wird definitiv nicht mein letztes sein. Auch wenn man die Vorgänger nicht kennt, so kann man dem Buch gut folgen. Alle Charaktere werden gut eingeführt aber ich habe nicht den Eindruck, dass dies zu ausführlich ist, um als „Wiederholungstäter“ gelangweit zu werden. Also ein Buch für Fans und Neulinge. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass man viel über Lebensmitteltechnik, Genfood und die Machenschaften der Agrarkonzerne erfährt. Ich hatte mir schon lange vorgenommen, mich wirklich mit dem Thema auseinanderzusetzen und durch die Informationen aus dem Buch habe ich das endlich umgesetzt. Es ist nicht nur erstaunlich, sondern auch erschreckend, was man alles nachlesen kann.  Wie es sich für einen Allgäu-krimi gehört, kommt auch die Natur nicht zu kurz und ich habe richtig Lust bekommen, die Wanderschuhe mal wieder zu schnüren und ins Allgäu zu fahren. Die Story selbst beginnt sehr beschaulich und nahezu idyllisch mit den Schafen auf der Lämmerweid. Mit der Idylle ist es bald vorbei, doch allein die Szene hat es geschafft, mich gedanklich vollkommen ins Allgäu zu versetzen. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und sehr authentisch. Ich selbst habe das Glossar nicht gebraucht, aber für Dialektfremde ist es sicher sehr hilfreich. Der Spannungsbogen war immer sehr hoch und so konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.   Fazit:   Ein wirklich toller Krimi, der aufweckt. Neben der spannenden Handlung wird ein sehr brisantes Thema angepackt. Ich denke, wer überhaupt nichts über Genfood wissen möchte, der wird sich mit dem Buch schwer tun, alle anderen versorgt es mit vielen Informationen und regt zum nachdenken und nachforschen an. Wenn nur jeder zweite Leser sein Kaufverhalten überdenkt, sind wir einen ganzen Schritt weiter.   Eine Empfehlung!

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  • Rangnick hat es wieder geschafft

    Lämmerweid

    horrorbiene

    19. March 2013 um 08:08

    Die „Krimis“ von Herrn Rangnick sind keine klassischen Krimis. Statt eines ermittelnden Kriminalbeamten ist die Hauptperson der Investigativ-Journalist Robert Walcher. Doch nicht alle seine Romane sind so gestrickt. Rückwirkend betrachtet ist wirklich jeder der bisher bei List erschienenen Bücher für sich gesehen anders und manchmal muss Walcher, was den Fokus betrifft etwas zurückstecken und andere Charaktere werden wichtig. Dies finde ich sehr erfrischend: Im Prinzip weiß man, was man bekommt: Eine umfangreich gestaltete Kriminalgeschichte um Walcher im beschaulichen Allgäu mit Alpenpanorama. Und doch kommt alles ganz anders. Gemein haben die Bücher, dass stets ein politisches oder gesellschaftliches Thema kritisch von Walcher in Augenschein genommen wird. In diesem Buch ist dies die Lebensmittelchemie- und Agrarindustrie. Dieses Thema finde ich nicht nur an sich sehr bedeutend und interessant, nein, in diesem Buch wird es auch noch gekonnt in Szene gesetzt. Mich hat es jedenfalls zum Nachdenken gebracht, zu lesen, was Chemikalien und genmanipulierte Pflanzen für Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben können. Ganz zu schweigen davon, was wir täglich durch die Light-Pordukte zu uns nehmen. Mir hat die Umsetzung im Buch jedenfalls sehr gut gefallen. Doch auch der Krimi kommt hier nicht zu kurz. Walcher muss in diesem Buch allein “ermitteln”, da sein Freund Kommissar Brunner Distanz zu ihm wahrt, da Walcher in den laufenen Ermittlungen unter Verdacht gerät. Wieder einmal kommt der Journalist den Bösen zu nahe und muss sich um das Wohl seiner Lieben sorgen. Dies erzeugt Spannung und dies ist das erste Buch von Rangnick, dass ich wirklich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der fehlende Spannungsbogen, war meist der größte Kritikpunkt der Vorgängerbände. Auch in diesem Band lässt Rangnick es nicht aus, den typischen Allgäuer-Charme hervorzuheben – ein weiterer Grund, warum mir seine Bücher so gut gefallen. Zwar fallen sie durch den gesellschaftkritischen Grundton und dem Journalisten Walcher aus dem typischen Allgäu-Krimi-Schema heraus, bieten aber damit eine gelungene Abwechslung. Die Mischung zwischen dem Allgäu-Charme und dem politischen Spiegel, den der Autor dem Leser vorhält, schätze ich an seinen Büchern sehr. Fazit: Lämmerweid ist wieder ein gesellschaftskritischer Roman mit einer realistischen Geschichte, die diesmal jeden etwas angeht, da jeder auf eine Weise mit Lebensmittel- und Agrarchemie in Kontakt gerät – ich zumindest habe mich in manchen Punkten auch angesprochen gefühlt. Endlich stimmt nicht nur die Thematik, sondern die Spannung bleibt konstant hoch. Meiner Meinung nach Rangnicks bisher bester Roman.

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  • Rezension zu "Lämmerweid" von Joachim Rangnick

    Lämmerweid

    fredhel

    16. March 2013 um 15:55

    Vögel überfliegen eine Viehzaun, ein Szenario in graugrünem Dunst, so bietet sich das Cover als erster Eindruck dem Leser dar. Aktuell taumelt Deutschland von einem Lebensmittelskandal zum nächsten. "Nein, überhaupt kein Risiko für den Endverbraucher!" wird abgewiegelt und so paßt der neueste Krimi LÄMMERWEID von Joachim Rangnick perfekt ins Zeitgeschehen. Auch hier geht es um die weltumspannenden Machenschaften eines amerikanischen Multikonzerns, der seine Finger international in der Chemie-/Pharma-/Nahrungsmittelbranche hat, ein perfides Netz aus Korruption bis in die höchsten Ebenen spinnt und für den ein Menschenleben nichts gilt. Der Journalist Robert Walcher wird unfreiwillig involviert durch einen Kollegen, der Undercover jahrelang im Konzern gearbeitet hat, um fundiertes Beweismaterial zusammenzustellen. Es beginnt eine Reihe von Todesfällen im nahen Umfeld Walchers, Freunde und Familie werden bedrängt, verletzt und entführt und auch sein eigenes Leben wird attakiert. Erwartet hatte ich einen Krimi mit kauzigem Lokalkolorit, ein wahrer Thriller tat sich dagegen auf mit einem Horrorszenario, das dermaßen realistisch ist, daß ich nicht weiß wo die Fiktion aufhört und die Wahrheit beginnt. Nie wieder wage ich zu sagen: sollen die doch Genmais anbauen, wenn sie wollen... insofern hat dieser Roman eine erzieherische Wirkung, die ein Tatsachenbericht nie erreichen könnte. An Action mangelt es dennoch nicht, und das ausgefeilte Hightech- Equipment der guten Seite kann mit einem amerikanischen Thriller durchaus mithalten. Wenn ich könnte, würde ich Lämmerweid zehn Sterne geben.

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  • Rezension zu "Lämmerweid" von Joachim Rangnick

    Lämmerweid

    abuelita

    05. March 2013 um 18:50

    Joachim Rangnick ist bekannt dafür, aktuelle und nicht so „angenehme“ Themen anzupacken. Bzw. eigentlich lässt er das ja seinen Protagonisten Robert Walcher machen….so auch in diesem neuen Buch, in dem es um internationale Agrar- und Chemiekonzerne und ihre Machenschaften geht. Es ist keine leichte Lektüre…wenn man nicht grad „schnell drüber wegliest“ (um der eigentlichen Krimihandlung folgen zu können) – ist es sehr lehrreich und interessant. Rangnick lässt den Bauern Schonauer, der sich vehement gegen die Vereinnahmung seiner bodenständigen Landwirtschaft durch diverse Konzerne wehrt, in einem langen Monolog davon erzählen, wie diese Industrien den Hunger der Welt zum Business und zur politischen Waffe machen. Das von den Bauern in Argentinien z.B. wusste ich schon, aber vieles andere war mir neu. Und ich hab’s gemacht wie Ziehtochter Irmi…erst mal gegoogelt und da kam ich dann aus dem Stauen und Lesen nicht mehr raus… Hier in Lämmerweid steht Robert Walcher fast alleine da. Hinteregger kann und will ihm nicht helfen – und Kommissar Brunner verdächtigt ihn sogar, mit dem Mord an dem Pressesprecher der Firma Eufoodic etwas zu tun zu haben. Überhaupt Brunner, ich konnte es nicht glauben, wie er sich verhalten hat – und da es die Auflösung dazu auch erst am Schluss gab, war ich zusammen mit Walcher „beleidigt“ und gekränkt…*g* Nun, es gibt noch ein paar Tote mehr, aber ohne großes Gemetzel, ohne großes Trara….ruhige Krimis sind es eher, die Joachim Rangnick schreibt. Und vielleicht gerade deshalb sind sie so spannend…..

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  • Rezension zu "Lämmerweid" von Joachim Rangnick

    Lämmerweid

    misswinniepooh

    02. March 2013 um 21:58

    Der Pressesprecher der Firma Eufoodic Julian König lehnt tot am Baum der Schafweide des Ökobauern Georg Schonauer. Der wiederum interpretiert dies als Warnung an seine Adresse, da er sich schon seit Jahren gegen die großen Agrarfirmen vehement zur Wehr setzt, noch dazu das die Polizei seinen Personalausweis bei dem Toten gefunden hat. Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch den Fund der Visitenkarte des Journalisten Robert Walcher in der Geldbörse des Toten. So gerät Walcher in das Visier von Hauptkommissar Brunner, mit dem er bereits schon öfters bei Kriminalfällen zutun hatte, bisher allerdings nicht als Tatverdächtiger, dass Robert Walcher doch sehr kränkt, als Brunner in nach seinem Alibi befragt. Walcher hatte zwar einen Termin mit Julian König, allerdings tauchte dieser zum vereinbarten Zeitpunkt nicht auf. War er da bereits schon tot? Walchers Neugier ist geweckt und er macht sich auf den Weg zu Georg Schonauer um Näheres in Erfahrung zubringen auch, um herauszufinden, ob er der Mörder sein könnte. Doch Schonauer tappt genauso im Dunkeln wie Walcher. Einige Tage nach ihrem Treffen wird Schonauer ebenfalls tot, als Warnung in seinem Schandkreis angekettet von Walcher gefunden. Aber das ist erst der Beginn von weiteren kriminellen Aktivitäten der großen Agrarfirmen, in deren Fadenkreuz Walcher mit seinen weiteren Recherchen gerät und die auch vor seiner Familie und Freunden nicht halt machen. Aber Walcher wäre nicht Walcher wenn er sich dadurch beeindrucken lassen würde, und deckt weiter mehr und mehr die kriminellen Machenschaften dieser Industrie auf. Mit seinem unaufgeregtem Erzählstil bleibt der Autor seinem Schreibstil treu, und vermittelt somit dem Leser die allgäuerische Gemütlichkeit. Aber Vorsicht ist trotzdem geboten, denn wer die vorangegangenen Krimis kennt, weiß das es noch sehr spannend und durchaus gefährlich werden kann. Den der Autor entwickelt mit diesem Krimi wieder ein komplexes Szenario und der Spannungsbogen wird im Laufe der Geschichte mehr und mehr angezogen bis zum bitteren Ende mit raffiniertem Cliffhanger. Das Buch war sehr spannend und trotz der vielen Erläuterungen über die Agrarindustrie und ihre Machenschaften war es zu keinem Zeitpunkt langweilig im Gegenteil, ein sehr lesenswerter Krimi mit viel Hintersinn zu einem brisanten hochaktuellen Thema das der Autor in jedem seiner Krimis verpackt und sie dadurch noch zusätzlich an Spannung gewinnen. Am Ende bleibt beim Leser ein schaler Beigeschmack denn man fragt sich selbst, wie viel genmanipulierte Nahrung essen wir bereits? Im Nachwort des Autors kann man dieser Frage nachgehen. Und das Zitat im Buch von Schiller Glocke, bekommt dadurch einen makaberen Wahrheitsgehalt: Gefährlich ist´s den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn. Jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.

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  • Rezension zu "Lämmerweid" von Joachim Rangnick

    Lämmerweid

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. February 2013 um 19:58

    Titel: Lämmerweid Autor: Joachim Rangnick ISBN: 978-3-548-61122-8 Erscheinungsdatum: Februar 2013 Cover: Schlicht, düster und wenn man das Buch gelesen hat perfekt gewählt Kurzbeschreibung laut Buch: Wo die Toten keine Ruhe finden ist Journalist Robert Walcher oft nicht weit: Als ein Informant tot am Rande einer Schafswiese aufgefunden wird, gerät Walcher unter Mordverdacht. Wusste das Opfer zu viel über die Machenschaften eines Agrarkonzerns? In einer Situation, in der Walcher dringend Freunde bräuchte, kämpft er allein – gegen maßlose Gier und tödliche Skrupellosigkeit. Wem kann Walcher noch trauen? Meine Kurzbeschreibung: Auf einer Schafsweide wird ein Mann tot aufgefunden. Er wurde ermordet und aufgrund diverser Indizien fällt der Verdacht auf den Journalisten Robert Walcher. Auch der Bauer dem die Wiese gehört wird verdächtigt. Aber das ist nicht alles, Robert Walcher fängt auf eigene Gefahr sich umhören an. Und seine Untersuchung der Angelegenheit wird noch beschleunigt als es noch weitere Tote gibt. So mehr will ich nicht verraten ;-). Schreibstil: Das Buch ist sehr gut und verständlich geschrieben. Es kommen jedoch sehr viele Informationen vor die man hin und wieder nachschlagen muss – Tipp am Schluss des Buches im Glossar sind viele Begriffe beschrieben was ich sehr gut finde. Danke an den Autor. Fazit: Ich hatte mich auf einen ländlichen Krimi eingestellt und bin mitten in einem spannenden Thriller aufgewacht. Wow das Buch ist genial geschrieben. Es ist kein Thriller den man mal schnell so im Bus und zwischen durch lesen sollte. Es ist ein Buch das sehr gut und spannend geschrieben wurde. Es werden sehr viele Informationen sehr genau beschrieben und das ist auch gut so, denn nur so kann man den Sinn und auch die versteckte Wahrheit verstehen. Als ich mit dem Buch fertig war, tja da habe ich wirklich überlegt, habe ich jetzt ein Buch gelesen oder einen Bericht aus der wahren Welt. Ich finde der Autor hat es perfekt geschafft einen Thriller mit ganz viel Spannung, mit meines Erachtens beängstigten Wahrheit und Phantasie zuschreiben. Ein Buch das ich wirklich von ganzem Herzen empfehlen kann

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  • Rezension zu "Lämmerweid" von Joachim Rangnick

    Lämmerweid

    bine525

    26. February 2013 um 11:02

    Das Wichtigste zuerst: Für mich der mit Abstand beste Walcher-Krimi !!! Das Buch fesselte mich schon nach den ersten Buchseiten und ich konnte es einfach nicht mehr zur Seite legen. Joachim Rangnick hat einfach die perfekte Mischung aus Spannung, leichter Ironie und Familiensinn gefunden gefunden die für mich perfektes Lesevergnügen bringen. Leider ist der Allgäu-Krimi nicht allzu dick, aber dennoch steckt er voller Handlung und Hintergrundwissen. Nachdem der geheime Informant Walchers auf der Lämmerwiese ermordet aufgefunden wird und Walcher diese grausame Tat ganz offensichtlich untergeschoben werden soll, beginnt er wieder einmal auf eigene Faust zu recherchieren. Die kräuterliebende Haushälterin Mathilde hat immer wieder mal eine ihrer merkwürdigen Visionen, Kater Bärendreck stinkt wie immer einfach fürchterlich und Rolli bekommt überglücklich eine Freundin. Frau Zehneder mit ihrem Kramerladen kommt wieder vor und Irma wird langsam erwachsen. Nur der Kommissar Brunner schlägt diesmal ganz und gar aus der Reihe. Er lässt nicht davon ab Walcher zu verdächtigen und Walcher muss diesmal auf seine Unterstützung verzichten. Während Walcher unermüdlich recherchiert, wird im Umfeld fleissig teils aufs Grausamste weitergemordet und Walcher erhält zum Glück Hilfe von unerwarteter Seite... Wie von Joachim Rangnick gewohnt gibt es wieder viele teils ultrakurze Kapitel die zwischen den verschiedenen Handlungen hin und her springen und mich immer wieder verleitet haben, "nur noch ein Kapitel" zu lesen. Den sporadisch eingefädelten Allgäuer Dialekt zu lesen finde ich als Bayerin einfach köstlich und lebensecht. Und für alle Nordlichter oder weniger sprachbegabten Lesern gibt es zum Glück hinten im Buch eine Übersetzung vieler verwendeter Wörter. Der ideale Begleiter zu diesem hervorragenden Krimi ist übrigends ein biologischer Kräutertee ...natürlich mit Zucker und ohne Aspartam

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