Joachim Rangnick Winterstarre

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Inhaltsangabe zu „Winterstarre“ von Joachim Rangnick

Ein abgelegenes Hochtal in den Allgäuer Alpen – und ein grauenvoller Fund: In einer Hütte liegen mehrere Leichen. Wer sind die Toten? Der Rechtsmediziner stellt fest, dass die Leute mit einem bislang unbekannten Virus infiziert wurden. Kommissar Brunner gründet eine SOKO, der sich auch Walcher anschließt. Die Jagd nach einem Gegner, der an Gier und Grausamkeit kaum zu überbieten ist, beginnt.

Wer geht aus Profitgier über Leichen und schreckt selbst vor Massenvernichtung nicht zurück? Genial ist dieser Bezug zur Realität! Spannend!

— Synapse11

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    Winterstarre

    amena25

    02. May 2016 um 15:04

    Als Vater und Sohn Egger im Frühjahr ihre abgelegene Hütte in den Oberstdorfer Bergen aufsuchen, machen sie einen grausigen Fund. In der Hütte befinden sich mehrere in Säcken verschnürte Leichen – und das schon seit längerer Zeit, was ihr Zustand verrät. In einem Rückblick ins vorige Jahr erfährt man, wie die Brüder Karl und Jakob Hiemer nach dem Tod des Vaters den Hof im Mägertal übernehmen, der aber nur durch Landwirtschaft nicht viel abwirft. So beschließen sie, auf ihrem Hof Unterkünfte für junge Marokkaner einzurichten, die über eine Zeitarbeitsfirma als billige Arbeitskräfte nach Deutschland vermittelt werden. Der geniale Coup der Hiemer-Brüder entpuppt sich jedoch bald als Katastrophe, als ein Arbeiter nach dem anderen schwer erkrankt und bald darauf stirbt - bis auf einen, Tarik, der flieht und sich in den verschneiten Bergen in einer Hütte verstecken kann. Weitere Bewohner des Mägertals infizieren sich und sterben. Merkwürdigerweise wird die Epidemie von allen verantwortlichen Stellen totgeschwiegen und nicht einmal in der Presse erwähnt. Der freischaffende Journalist Robert Walcher bekommt Wind von der Sache und beginnt zu ermitteln. So interessant der Fall ist, so störend sind die vielen „Zufälle“, die Walchers Recherchen begleiten. So schleust sich ein Hacker in Walchers PC ein, um ihm geheimnisvolle Botschaften zu schicken. Auch Walchers bequeme, fast schon hausbackene Art nervt auf Dauer. Bei jeder Gelegenheit genehmigt er sich ein Glas Sherry oder plaudert über regionale Spezialitäten. Auch die Zeichnung der Figuren gerät stellenweise sehr holzschnittartig. So sind die Brüder Hiemer brutal, gewissenlos und natürlich dem Schnaps verfallen; die Dorfkrankenschwester Sophie badet im Kerzenschein im Kräuterbad oder trinkt selbst gemachten Kräutertee. Die Zahl der beteiligten Personen steigt im Laufe der Handlung ins Unübersehbare. Von den meisten erfährt man unnötig viele Details, da sie schon nach kurzer Zeit im Roman überhaupt keine Rolle mehr spielen, so wie z.B. Vater und Sohn Egger. Kann man lesen – muss man aber nicht.  

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  • Besser als der "Bauernfänger"

    Winterstarre

    Trucks

    15. June 2015 um 10:33

    In einer Hütte im Wald werden einige Tote gefunden. Ein Bauern-Brüderpaar wittert das große Geschäft mit Leiharbeitern - und hat nachher Probleme mit einer Seuche auf ihrem Hof... Ich hatte mir "Bauernfänger", den ersten Krimi mit dem Journalisten Robert Walcher als "Ermittler"/Hauptperson, ausgeliehen und war total enttäuscht, da das Buch für mich leider nicht die gewünschte Spannung aufbauen konnte. Als ich dann "Winterstarre" gewann, war ich natürlich gespannt und wollte dem Autor gern noch eine Chance geben, weil ich es schon oft erlebt habe, dass sich Autoren mit den Folgebüchern sehr steigerten, hatte aber ehrlich gesagt an sich keine hohen Erwartungen... Aber Joachim Rangnick hat mich überrascht, denn "Winterstarre" wartete mit einer durchaus interessant aufbereiteten, spannenden Geschichte auf und las sich auch viel flüssiger als der "Bauernfänger". Man erfuhr mehr über den Menschen Robert Walcher und bekam Informationen, die ich mir schon im ersten Krimi gewünscht hatte. Einige Längen gab es auch hier, aber ich hatte den Eindruck, dass der Autor es nun besser versteht, Handlungsstränge zu verknüpfen und den Leser "bei Laune zu halten". Dennoch fand ich "spitze", sprich vier Sterne, dann doch noch nicht angemessen, also vergebe ich ein nett gemeintes "gut" mit drei Sternen.

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  • Ein gut durchdachter Roman über Geld und Gier

    Winterstarre

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. April 2014 um 15:26

    Zum Buch Der Allgäu-Krimi "Winterstarre" wurde von Joachim Rangnick geschrieben und erschien 2011 im List-Verlag. Er handelt von Robert Walchers neuestem Fall, der sich um die gierigen Machenschaften eines Pharamkonzerns dreht. Das Cover passt sehr gut zu dem Inhalt des Buches, denn es stellt eine verlassene Hütte irgendwo in den Bergen dar. Leider passt aber der Klappentext nicht sehr gut zum Inhalt des Buches, denn aufgrund des Textes erwartet man etwas ganz anderes von dem Buch. Persönliche Stellungnahme Das Buch ist sehr verständlich und flüssig geschrieben, man hatte keine Schwierigkeiten, das Geschehen zu verstehen. Leider war genau das mein Problem, denn mir war das Buch zu flüssig geschrieben. Es ist in reiner Erzählform geschrieben fast ohne Dialoge und in kurze und knappe Kapitel mit eindeutigen Überschriften eingeteilt. Gleich zu Anfang hatte ich das Gefühl, das Buch bereits durchschaut zu haben, denn man erfährt, wer die Leichen entsorgt hat, wer die Toten sind und dergleichen. Von einem Rätsel-Krimi kann also nicht die Rede sein. Die Geschichte an sich war sehr gut durchdacht, jedoch hätte man mehr aus ihr machen können, weshalb es auch dafür einen Punkt Abzug gibt. Trotzdem waren die Charaktere sehr liebevoll durchdacht, bei Robert Walcher angefangen über Komissar Brunner bis hin zu Dorfschwester Sophie und man konnte sich leicht in sie hineinversetzen. Fazit Nicht ganz gelungen, doch sehr durchdacht!

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    anyways

    16. August 2012 um 15:53

    Um das Überleben ihres Hofes im Mägertal zu sichern, kommen die Brüder Hiemer durch einen Bekannten, auf die Idee marokkanischen Gastarbeiter aufzunehmen und sie den umliegenden Höfen als billige Arbeitskräfte anzubieten. Alles ganz legal, anscheinend. Die große Organisation IFAM kümmert sich um alles. Gesagt, getan. Kurze Zeit später reisen die Ersten an, unter ihnen Tarik. Ein Marokkaner der kurz vor der Vermählung steht und noch einiges für die Aussteuer verdienen muss, damit er die ihm angedachte Samira auch wirklich ehelichen kann. Und wo lässt es sich leichter Geld verdienen als in Europa. Da er als einer der Einzigen seine Deutschkurse regelmäßig besucht hat, fungiert er bald als Dolmetscher zwischen seinen Landsleuten und den Hiemer-Brüder. Doch nachdem die anfänglichen Hürden wie Sprache, Essen und Unterkunft einigermaßen behoben wurden, wird ein Gastarbeiter krank und verstirbt kurze Zeit später. Die Krankheit ist äußerst ansteckend und weist eine hohe Letalität auf, die nicht nur bei den Gastarbeitern grassiert sondern auch unter den Bewohnern des abgeschiedenen Mägertales für deutliche Verluste sorgt. Kommissar Brunner bittet Walcher sich den Hiemer-Hof mal genauer anzusehen, nicht wegen der Gastarbeiter, sondern weil ein Nachbar die Brüder verdächtigt, ihren Vater vielleicht ermordet zu haben. Brunner selbst kann nicht, da es nicht sein Einsatzgebiet ist. Na da Walcher dem Kommissar freundschaftlich verbunden ist, schnallt er sich die Ski unter und macht sich auf den beschwerlichen Weg, denn selbst das Allgäu erlebt einen sehr frühen, strengen und schneereichen Winter. Weit kommt er nicht und eh er sich versieht liegt er mit Waden- und Schienbeinbruch im Krankenhaus. Währenddessen spitzt sich die Lage auf dem Hof zu und auch im Dorf kommt es zu unzähligen Erkrankten. Erst im Frühjahr wird das Ausmaß der Tragödie sichtbar, als in einer alten Berghütte unzählige Leichen gefunden werden. Doch was verbirgt sich dahinter? Brunner und Walcher nehmen die Ermittlungen gemeinsam in der neu gegründeten SOKO „Winterstarre“ auf. Mein „dritter“ Fall mit Walcher und er wird mir zunehmend sympathischer. Sein Hang zu bizarren Storys, seiner Liebe zu Hof und Getier, Bewohner eingeschlossen, und sein Hang zum guten Tropfen haben einen hohen Wiedererkennungswert. Auch der, ich will meinen, leicht schnoddrige Erzählstil des Autors gefällt mir zunehmend. Ragnick greift auch in seinem neuesten Walcher-Krimi ein brisantes Thema auf, die Panikmache der Pharma- und Gesundheitsindustrie und deren maßlose Gier nach immer höheren Profiten ausgelöst durch die Angst vor gefährlichen Krankheiten. Man denke da wirklich nur an die letzte Welle ausgelöst durch die Schweinegrippe.Leider muss ich Ragnick, trotz seiner guten Recherche über die sensiblen Bereiche auch ein paar Pünktchen abziehen, da er mir leider nur zu oberflächlich die Details schildert. Warum erkranken nur Männer an Ragnicks Virus. Das ist unlogisch und wird von Autor leider nicht näher erklärt. Auch das ein Infizierter gar keine Symptome zeigt entspricht nicht der Realität. Hervorragend dargestellt finde ich allerdings die Vetternwirtschaft in Politik, Wirtschaft, der Executive wurde infiltriert. Auch seine fulminante Steigerung der Geschichte zum Ende hin ist spannend und sehr unterhaltsam. Also bis auf ein paar kleine Schwächen ein sehr empfehlenswerter Krimi.

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    kassandra1010

    08. June 2012 um 20:55

    Lange erwartet und schon gleich verschlungen. Diesmal endet für eine kleine Familie der Aufstieg in ihre Wochenendhütte in einem großen Ehestreit und nur Vater und Sohn machen die Tour. Doch im Haus finden sie nicht wie erwartet die große Stille, sondern abertausende von schwarzen Fliegen und mehrere Säcke mit Leichenteilen. Gleichzeitig finden seltsame Visionen in Walchers Haus statt, dort sieht man Dünen und Muselmänner. Doch es kommt nicht wie vermutet in allen Zeitungen und News, was Kommissar Brunner stutzig macht. Der kann es nicht lassen und bittet Walcher um seine Spürnase. Daraufhin gerät eigentlich alles aus den Fugen und die schöne Alpwelt sowie Walcher sind des Todes geweiht.... Sehr sehr spannend und mal wieder extra gut erzählt!

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    Honigmond

    10. May 2012 um 21:41

    Der Rechtsmediziner stellt fest, dass die Leute mit einem bislang unbekannten Virus infiziert wurden. Kommissar Brunner gründet eine SOKO, der sich auch Walcher anschließt. Die Jagd nach einem Gegner, der an Gier und Grausamkeit kaum zu überbieten ist, beginnt. Mein Urteil: Die Leseprobe war schon interessant und hat neugierig auf mehr gemacht, zumal auch das Buchcover sehr schön gestaltet und passend zum Buchinhalt gewählt wurde. Als das Buch dann zu lesen begann, war ich Anfangs sehr enttäuscht und verwirrt. Das sollte ein Krimi sein, gut der Prolog ließ darauf schließen, aber die ersten 50 Seiten waren für mich Quälerei. Mag sein, dass es daran lag, dass ich die vorherigen Bücher des Autors nicht kenne und somit meine Schwierigkeiten mit seinem Schreibstil hatte. Doch dann wurde es langsam interessant, als sich die Leichen begannen zu Häufen. Zeitweise wurde das Buch dann so fesselnd, dass ich trotz großer Müdigkeit weiterlesen mußte. Das Buch ist zwar letztlich nicht ganz so wie erwartet gewesen, aber mal etwas anderes als die sonst typischen Krimis und es sieht gut aus, dass ich ein weiteres Buch des Autoren lesen werde.

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    monja1995

    01. May 2012 um 14:54

    Klappentext: Ein abgelegenes Hochtal in den Allgäuer Alpen – und ein grauenvoller Fund: In einer Hütte liegen mehrere Leichen. Wer sind die Toten? Der Rechtsmediziner stellt fest, dass die Leute mit einem bislang unbekannten Virus infiziert wurden. Kommissar Brunner gründet eine SOKO, der sich auch Walcher anschließt. Die Jagd nach einem Gegner, der an Gier und Grausamkeit kaum zu überbieten ist, beginnt. Mein Umriss: Ein neuer Fall für den Journalisten Walcher, den er gemeinsam mit seinem Spezl Brunner zu lösen hat. In einer hochgelegenen Hütte finden der Inhaber und dessen Sohn mehrere in Säcken verschnürte Leichen. Wie kamen sie dorthin, wer versteckte sie dort und woran starben sie? Dieses Rätsel versuchen Walcher und Brunner in Zusammenarbeit zu lösen. Wie es aussieht verstarben die gefundenen Toten an einem unbekannten Virus. Dessen Herkunft gilt es herauszufinden, denn nur wenn die beiden das erfolgreich klären, können sie den Fall lösen. Aber es bleibt nicht bei den Leichen in der Hütte, auch im kleinen Tal verbreitet sich der Virus, sodass am Ende 17 Tote zu beklagen sind. Durch Zufall kommt Walcher dahinter, dass weltweit an verschiedenen Orten derartige Epidemien aufgetreten sind und ihnen nur Männer zum Opfer fielen. Die Zeit scheint Walcher und Brunner davonzulaufen. Mehr zu verraten wäre nicht fair, also lasse ich es bei diesem kleinen Einblick. Mein Eindruck: Schon zu Anfang wird mit dem Leichenfund vorgegriffen, sodass man als Leser den Eindruck gewinnt, dass es im weiteren Verlauf nur noch um die Klärung dieses Falles geht. Aber weit gefehlt, Joachim Rangnick setzt zwar den Leichenfund gleich an den Anfang, aber damit und im Verlauf dessen Klärung kommt die Spannung nicht zu kurz. Rangnick schreibt in einem flüssigem, leicht verständlichen Stil, bleibt durchwegs am Ball und neigt nicht dazu inrgendwas unnötig zu verschnörkeln. Diese klare Schreibweise hält den Leser am Geschehen und durch die immer wieder eingebrachten Spannungsspitzen kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Mein Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Kriminalroman, der hart an der Realität geschrieben ist und den ich guten Gewissens empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    hanniball

    23. April 2012 um 11:07

    *Menschenhandel und biologische Geschäftsführung* Walchers neuer Fall, natürlich wieder mitten im Allgäu, führt ihn diesmal in die Welt des organisieten Menschenhandels und in die Welt skrupelloser Pharmazieunternehmen. Die Hiemer-Brüder, beide geistig nicht unbedingt voll entwickelt, erben den Hof ihres Vaters, ihre Tante und ein Sparbuch mittlerer Größe, gerade genug, um mal so richtig über die Stränge zu schlagen, das Geld in der großen, weiten Welt zu verjubeln und Blut zu lecken: Es muss doch mehr Möglichkeiten geben im Leben, als sich auf dem Hof den Buckel krumm zu arbeiten. Mit Hilfe einer neuen Bekanntschaft steigen sie in das Geschäft mit illegalen Zeitarbeitern aus Marokko ein, richten über dem Kuhstall zwei Zimmer notdürftig her und stellen jeweils 5 Betten hinein. Fertig ist das Arbeiterwohnheim und die Muselmanner, wie die Tante der Hiemer-Brüder sie nennt, können kommen. Anfangs geht auch alles gut, zwar murren die "Gäste" etwas über die Unterkunfts- und Verpflegungsqualität, aber alle finden Arbeit und so ist fast alles in schönster Ordnung. Aber dann erkrankt erst einer der Marokkaner an einem mysteriösem Fieber und so nach und nach sterben im Mägertal nicht nur die Marokkaner. Walcher steigt, zusammen mit Kommissar Brunner, in die Ermittlungen ein und findet bald Verbindungen zu einer der weltgrößten Pharma-Unternehmen. Bloß, was haben die mit illegalen Arbeitsmigranten zu tun, und woher kommt das Fieber? Die Geschichte ist spannend, die Charaktere sind glaubwürdig, auch wenn mir manches etwas überzeichnet scheint. Und man muss diesen bewusst langsamen Rangnick-Stil mögen, um mit dem Buch warm zu werden. Aber dann lässt es einen auch nicht mehr los.

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    cybersyssy

    03. February 2012 um 10:15

    ** Inhalt ** Im Prolog steigen Vater und Sohn zur eigenen Hütte auf und finden dort mehrere verweste Leichen. Teil eins „ Bergwinter“ verrät dem Leser, dass die Brüder Hiemer, Bergbauern im Mägertal, illegale marokkanische Leiharbeiter organisiert haben, um das große Geld zu machen. Doch es läuft nicht wie geplant. Die Leiharbeiter sind nicht so blöd und primitiv wie erwartet und haben auch Ansprüche. Der krasse Klimaumschwung von Hitze und Wüste zu tiefem Winter in den Allgäuer Alpen macht ihnen zu schaffen und nicht zu letzt ist die Arbeit hart und menschenunwürdig. Als die Marokkaner hohes Fieber bekommen, welches mit massivem Durchfall einhergeht, nimmt die Tragödie ihren Lauf. Im zweiten Teil „Frühling“ gründet Kommissar Brunner eine SOKO wegen der Leichen in der Berghütte, denn diese sind mit einem bislang unbekannten Virus infiziert. Er zieht auch den Journalist Robert Walcher hinzu. Stimmt ja, der ist ja wohl die Hauptperson, denn der Untertitel des Buches lautet „ Ein neuer Fall für Robert Walcher“. Wer jetzt hinter diesem Virus steckt und wer alles in diesen Fall verwickelt ist, soll nun herausgefunden werden. So, mehr will ich nicht verraten, obwohl das Buch mehr als vorhersehbar ist. ** Mein Meinung ** Als ich die ersten 24 Seiten in der Leseprobe las, fand ich das Buch absolut lesenswert und spannend. Ich hoffte, ein Gratisexemplar zu erhalten, um das Ende zu erfahren. Damit ist ja schon mal klar, dass Buch beginnt mit einem Knaller, dem Leichenfund, und startet somit auf sehr hohem Spannungsniveau. Es war zu erwarten, dass dieses Niveau nicht kontinuierlich zu halten ist, aber ich hatte schon angenommen, dass es sich mindestens in Wellen weiter bewegt und ich das Buch deshalb nicht aus der Hand legen kann. Aber leider kam diese Welle nicht in Wallung. So hoch der Spannungseinstieg auch war, so tief ist er gefallen. Im Laufe des Buches kamen ein / zwei Situationen, die ich noch als recht interessant empfand, aber im Vergleich zum Einstieg, war das nicht mal die Hälfte der Spannung. Das ausführliche und sehr bildliche Erklären empfand ich zu Beginn als sehr angenehm. Führte es doch den Leser sehr anschaulich in die Gegend und die Handlung ein. Auch die Charaktere wurden in vielen Facetten vorgestellt. Nicht nur ihr jetziges Erscheinungsbild, nein, auch ihr Denken und Teile ihrer Vergangenheit sollten das Bild der einzelnen Personen abrunden. Doch dies ist Rangnick bei mir nicht gelungen. Einerseits wurden die Erklärungen schnell langatmig und für mich langweilig und andererseits konnte er mir die Charaktere nicht wirklich nahe bringen. Ich betrachtete sie nur aus der Beobachter-Perspektive und warm geworden bin ich mit keiner Person, geschweige denn, dass ich mich mit einer hätte anfreunden oder sogar identifizieren können. Mit keiner Person konnte ich mitleiden, es nahm mich einfach keine gefangen. Es liegt eventuell auch daran, dass die Figuren doch recht klischeehaft rübergebracht wurden. Im Mägertal wohnen die Bauern, die doof sind und Konsequenzen nicht bedenken und Kommissar Brunner und Journalist Walcher sind die, die die Logik und Schlauheit mit Löffeln gefressen haben. Allerdings muss ich Rangnick zugute halten, dass sein Schreibstil gut und flüssig zu lesen ist. Es gibt zwar nicht nur kurze Sätze, aber auch die über 5 Zeilen gehenden Sätze lassen sich leicht lesen, weil sie gut strukturiert sind. Auch inhaltlich ist das Buch recht schlüssig, wenngleich es mir doch schleierhaft ist, warum eine Informantin Walchers vorhersehbar kurz nach der Informationsübergabe bei einem Unfall ums Leben kommt und er selber trotz seiner penetranten und direkten Art noch nicht mal ansatzweise verletzt wird. Auch wenn das Buch heiße Themen wie illegale Leiharbeiter, kriminelle Machenschaften der Pharmaindustrie und undurchsichtige Firmenkonglomerate aufgreift, konnte es mich nicht überzeugen und in seinen Bann ziehen. Ich habe das Buch nur zu Ende gelesen, weil ich die Rezi schreiben wollte, nicht, weil ich das Ende erfahren wollte. ** Fazit ** So klasse das Buch begann, so klasse hat es mich enttäuscht. Die anfängliche Spannung wird nie wieder erreicht und die langatmigen Beschreibungen, die nach einiger Zeit echt langweilig sind, tragen auch zum Spannungsabfall bei. Bis auf ein / zwei Situationen, in denen ich weiter las, um den Fortgang der Geschichte zu erfahren, gab es gar keine Spannung mehr. Es war eine Aufzählung der Dinge. Okay, der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, aber ich hatte häufig das Gefühl, ich lese einen Zeitungsartikel, so „dröge“ kam alles rüber. Die Handlung ist vorhersehbar und die Charaktere konnten mich trotz ausführlicher Beschreibung nicht in ihren Bann ziehen. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich das Buch geschenkt bekam, denn ich hätte mich sonst über die 8,99 Euro echt geärgert. Ich kann das Buch nicht empfehlen und meine Bewertung ist mit viel Wohlwollen ein Stern.

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    horrorbiene

    29. January 2012 um 17:47

    Winterstarre ist der bisher neuste und achte Band der Krimi-Serie um den Allgäuer Investigativ-Journalisten Robert Walcher. Die ersten sechs Bände sind zunächst im Selbstverlag erschienen und werden nun nach und nach bei List neu aufgelegt. Als nächstes erscheint der dritte Teil - Teil zwei wird eigenartigrweise vom Verlag übersprungen. Hier eine Liste der bisher erschienen Fälle. In Klammern steht der alte Titel soweit vorhanden. 1. Teil Bauernfänger (Die Lotto-Company) 2. Teil tba. (Die Austräger) 3. Teil Falkenjagd (Frische Hühnchen) (Erscheint September 2012) 4. Teil tba. (Viren-Mafia) 5. Teil tba. (Sonniger Herbst) 6. Teil tba. (Alte Kameraden) 7. Teil Der Ahnhof 8. Teil Winterstarre Die Krimis von Herrn Rangnick sind keine klassischen Krimis. Statt eines ermittelnden Kriminalbeamten ist die Hauptperson der investigativ Journalist Robert Walcher  und Hauptperson ist zeitweise wirklich übertrieben, denn im ersten Teil des Buches ist Walcher alles andere als die Hauptperson. Doch nicht alle seine Romane sind so gestrickt. Rückwirkend betrachtet ist wirklich jeder drei bisher bei List erschienenen Bücher für sich gesehen anders. Dies finde ich sehr erfrischend: Im Prinzip weiß man, was man bekommt. Eine umfangreich gestaltete Kriminalgeschichte um Walcher im beschaulichen Allgäu mit Alpenpanorama. Und doch kommt alles ganz anders. Im ersten Teil des Buches erlebt der Leser sozusagen die Vorgeschichte mit um dann im zweiten Teil der Sache mit Walcher auf den Grund zu gehen. So etwas habe ich bisher noch nicht gelesen, vor allem, da der zweite Teil erst auf Seite 191 beginnt. Nach einer so langen Vorgeschichte muss der Leser doch alles wissen  so dachte ich zunächst, doch weit gefehlt. Die Geschichte ist so komplex, dass eine solch ausufernde Vorgeschichte sinnvoll ist und auch aufgrund des Charmes, den er versprüht (eingeschneite Berglandschaftsidylle vs. Kriminalität) sehr schön zu lesen. Rangnick hat sich hier wieder einmal eine sehr vielschichtige Geschichte ausgedacht, die, wie er im Nachwort selbst sagt, zwar Fiktion ist, doch genauso gut grausame Realität sein könnte. Diesen politischen Spiegel, den der Autor uns vorhält, schätze ich an seinen Büchern sehr. Sie sind nicht einfach inhaltlich flach, sondern tiefgründig und gesellschaftskritisch. Leider schafft er es dadurch nicht immer einen durchgehenden Spannungsbogen zu kreieren. Dennoch reißt gerade diese Geschichte mit. Ich persönlich liebe es Romane aus meiner liebsten Urlaubsregion zu lesen und nebenbei die Wanderkarte auszubreiten und Orte zu suchen und Wege nachzuvollziehen. Hier wurde vom Autor natürlich wieder einiges angepasst, dennoch finde ich gerade diesen Teil wirklich sehr gelungen. Rangnick fällt durch seine kritischen Romane und Walcher jedenfalls aus dem typischen Allgäu-Krimi-Schema heraus und bietet somit eine gelungene Abwechslung. Fazit: Winterstarre ist ein gesellschaftskritischer Roman mit einer opulent gestalteten Geschichte, die wirklich aus dem Leben gegriffen scheint. Leider leidet unter der Zweiteilung der Spannungsbogen etwas, dennoch finde ich Winterstarre wirklich gelungen. Ein starker Krimi im wunderschönen Allgäu.

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    urmeli

    26. January 2012 um 09:41

    Nach der Schneeschmelze wandern Vater und Sohn hinauf zu ihrer einsam gelegenen Berghütte in den Allgäuer Alpen. Der kleine Sohn öffnet die Tür - und läuft schreiend davon. In der Hütte befinden sich mehrere Leichen in Müllsäcken verpackt. Wenige Seiten später erfährt der Leser wer die Leichen sind und wie sie gestorben sind. Nachdem Karl und Jakob Hiemer nicht nur den Hof sondern auch etwas Geld von ihrem Vater geerbt haben und die Reisen und Bordellbesuche auch nach Verbrauch des Geldes weitergehen sollen bauen sie ihren Bauernhof mit Fremdenzimmern aus. Die dort wohnenden 10 Marokkaner sind keine Touristen, sie hofften, ein paar Jahre in Deutschland arbeiten zu können um mit dem verdienten Geld ein besseres Leben in ihrer Heimat verbringen zu können. Die Arbeitsbedingungen bei der Zeitarbeitsfirma sind katastrophal, ein Hungerlohn für lange, schwere Arbeit. Und auch Karl und Jakob haben mit mehr Geld gerechnet. Sie haben den Marokkanern Unterkunft, Essen und den Weg zur Arbeit zu ermöglichen. Als dann der erste Marokkaner mit hohem Fieber erkrankt und kurz danach verstirbt wollen Karl und Jakob heraus aus diesem Geschäft und merken mit wem sie sich eingelassen haben. Nach und nach erkranken und sterben die Muselmannen an der seltsamen Krankheit - bis auf Tarik, ihm gelingt die Flucht mitten im Winter. Aber nicht nur die Marokkaner erkranken, der plötzliche Tod greift im ganzen Mägertal um sich. Vom Gesundheitsministerium wird der Grund vertuscht. Der freischaffende Journalist Robert Walcher wird in die SOKO Winterstarre zur Aufklärung der Todesfälle eingebunden. Er untersucht das Reiseunternehmen, dass die Marokkaner ins Land geholt hat und wer alles ein Interesse an der Vertuschung der Vorfälle hat. Ein hochspannender Thriller, der nicht davon lebt, wie jemand getötet wurde - das wird früh geklärt - sondern welche Organisationen, welche Machenschaften und Seilschaften dazu geführt haben. Joachim Rangnick gelingt es mit wenigen Sätzen, dass man sich in die unterschiedlichsten Personen hinein versetzen kann, egal ob es der Wirtschaftsboss, der Staatsanwalt, der Landarzt, die Kleinbauern im Mägertal oder der Marokkaner Tarik ist. Vom Schreibstil ein sehr gutes Buch.

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    flyingmouse88

    18. January 2012 um 15:41

    Inhalt: Im Mägertal sterben plötzlich marokkanische Leiharbeiter an einem mysteriösem Virus, schon bald darauf sterben auch Einheimische daran. Kommissar Brunner gründet daraufhin die SOKO Winterstarre, bei der auch der Journalist Robert Walcher mitarbeitet. Meine Meinung: Nach der Leseprobe war ich wirklich schon sehr gespannt auf das Buch und konnte es kaum erwarten mit dem Lesen zu beginnen. Umso größer war die Enttäuschung! Bereits im Vorfeld wird klar wer die Leichen in der Almhütte sind und wie es dazu gekommen ist, jegliche Spannung wird dadurch vorweg genommen und meine Leselust sank ins Unermessliche. Im weiteren Verlauf wird die Fallaufklärung behandelt. Die Protagonisten des Buches wurden ganz gut dargestellt und auch die Umgebung konnte man sich bildlich vorstellen, der Autor ging wirklich in kleinste Details. Allerding hinderte das kaum den Lesefluss, es ist sehr flüssing und leicht geschrieben, wäre es spannender, könnte ich es kaum weglegen. Fazit: Das Buchcover ist schön gelungen, die Beschreibungen sind detailiert, doch das wichtigste fehlt in diesem Krimi - die Spannung! Ich würde das Buch nicht noch einmal lesen, ich lese lieber Bücher in denen die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht bleibt. Meiner Meinung ist das Buch zu langweilig und eher etwas für Krimifans mit ganz schwachen Nerven :)

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    Literatur

    07. January 2012 um 21:40

    "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." Joachim Rangnick bezieht sich auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, als er dieses Zitat seinem Kriminalroman "Winterstarre" voranstellt. Dieses Zitat verdeutlicht, wie schnell dieses wichtige Grundgesetz von den Figuren seines Romans, sowohl von einfachen Menschen als auch von großen Institutionen, verletzt wird und wie wenig ein Menschenleben in unserer Welt zählt. Der Journalist Robert Walcher unterstützt die SOKO "Winterstarre" bei deren Ermittlungen zu einem grauenvollen Leichenfund: In einer abgelegenen Hütte im Mägertal, einem Hochtal in den Allgäuer Alpen, werden im Frühjahr mehrere zu Bündeln verschnürte verweste Leichen gefunden. Todesursache ist ein bislang unbekanntes Virus, das im Winter auch einige Menschenleben der Mägertaler Bevölkerung gekostet hat. Schnell wird deutlich, dass hinter diesen Todesfällen ein riesiger Skandal steckt, den mächtige Institutionen vertuschen möchten. Der Kriminalroman ist fesselnd und informativ geschrieben, wobei er sich in zwei Handlungsstränge aufteilt: In der ersten Hälfte erlebt der Leser nach einem Kapitel über den Leichenfund die Ereignisse des Winters hautnah mit. In kurzen Kapiteln, die den Fokus auf die einzelnen Protagonisten legen, erfährt der Leser von der illegalen Arbeitsvermittlung einer marokkanischen Reisegruppe im Mägertal, von der Erkrankung eines Mannes, der innerhalb kürzester Zeit seine Kollegen und Teile der Mägertaler Bevölkerung tödlich infiziert. Man spürt die Angst der Marokkaner vor Krankheit, Tod und Abschiebung, die Angst der Brüder, die die Marokkaner beherbergen, vor Entdeckung und Bestrafung, die Angst der Bevölkerung vor dem Fremden. Und es wird deutlich, dass die Ereignisse sich rasch zuspitzen und sofort vertuscht werden. Die Menschenrechte und das Grundgesetz werden trotz besseren Wissens schnell aufgrund der eigenen Ängste verdrängt. Erst in der zweiten Hälfte wird die SOKO aktiv und entdeckt die wahren Hintergründe der Allgäuer Ereignisse des Winters, die noch skandalöser und unmenschlicher sind als bereits die schockierenden Taten im Winter. Diese Aufteilung ist dem Autor sehr gut gelungen und bietet dem Leser zwei interessante Perspektiven, wobei der Leser jederzeit bereits viel mehr weiß als die einzelnen agierenden Figuren. Das Thema ist sehr gut gewählt, aktuell und sehr gut erarbeitet. Dennoch habe ich drei Kritikpunkte, die mein Gesamturteil etwas mindern: Erstens erinnert mich der Computerspezialist und dessen wichtige Rolle bei der Enttarnung der Drahtzieher zu sehr an Lisbeth Salander. Zweitens fällt die Spannung am Übergang zwischen der ersten und der zweiten Hälfte kurz ab, da die Ermittler sich zunächst Wissen aneignen müssen, das der Leser bereits hat. Drittens hat mich der Bezug zu den Menschenversuchen der Pharmaindustrie wiederum an Henning Mankells "Kennedys Hirn" erinnert. Winterstarre ist ein hervorragender Kriminalroman, der Spannung, interssante Charaktere und informative Hintergründe mit brisanter Aktualität in sich vereint, und ist folglich sehr zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    PrinzessinAnne

    04. January 2012 um 21:48

    Worum geht es: Merle wächst mit der Vorstellung auf, dass ihre Eltern sie nicht wollten. Sie wird als Säugling auf einem der Kanäle in Venedig, ausgesetzt in einem Körbchen gefunden, und wächst fortan in einem Waisenhaus auf. Mit 14 Jahren bietet sich ihr allerdings eine Chance, um die sie viele der Kinder im Heim beneiden: Sie darf raus, und eine Ausbildung beim Zauberspiegelmacher Acrimboldo anfangen. Zusammen mit der blinden Junipa beginnt sie ihre Lehre und muss schon bald feststellen dass dort nicht alles so ist, wie es zu sein scheint. Meine Meinung: Kai Meyer versteht es wirklich einem Buch Leben einzuhauchen. Von der ersten Seite an ist man mittendrin, riecht das brackige Wasser Venedigs, sieht die Gondoliere und sitzt neben Junipa im Boot. Die ganze Atmosphäre ist so magisch und abstoßend zugleich, dass man einfach weiter lesen muss. Man wird quasi in den Bann von diesem verzauberten Venedig gezogen, in dem man sich vor fliegenden steinerden Löwen und dem Belagerungsring der Ägypter in Acht nehmen muss. Genrell ist die ganze Geschichte einfach nur fantastisch. Es ist spannend, schön und so bezaubernd. Wunderschön. Einzig die Tatsache, dass ich es nicht als Triologie sondern als eine zusammenhängende Geschichte, gesplittet in drei Bücher bezeichen würde, stört mich. Das Buch ist jetzt nämlich nicht abgeschlossen, sondern unterbricht mitten in der Handlung.Würde man das alles in ein großes dickes Buch packen, wäre "Die fließende Königin" der Prolog oder Auftakt, kann aber nicht mehr für sich alleine stehen. Weil das Buch aber so so toll war, und sicherlich auch nicht nur was für Kinder und Jugendliche ist, kann ich darüber hinweg sehen, und werd mir so schnell wie möglich die anderen beiden Bände kaufen ♥

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  • Rezension zu "Winterstarre" von Joachim Rangnick

    Winterstarre

    Ani

    03. January 2012 um 10:05

    Markus Egger steigt mit seinem Sohn zum ersten Mal nach dem langen Winter zur Berghütte der Familie auf. Doch statt der erwarteten Erholung werden die beiden mit dem absoluten Grauen konfrontiert. In der Hütte herrscht ein entsetzlicher Geruch und Fliegenschwärme bevölkern das Urlaubsdomizil. Schnell ist der Grund dafür gefunden - Plastiksäcke mit verwesenden Leichen stapeln sich im Innern und verwandeln die Ankunft somit in ein Horrorerlebnis. Rückblende: Um ihre Finanzen aufzubessern, kommen zwei Bauernsöhne auf den Gedanken, Zimmer auf ihrem Hof illegalenen Zeitarbeitern aus dem Ausland zur Verfügung zu stellen. Die einsame Lage des Gehöfts scheint ideal für das Vorhaben zu sein. Doch dann erkrankt einer der Arbeiter an einem aggresiven Virus und ringt mit dem Tod. Schon bald greift die Krankheit weiter um sich. Als einige Bewohner des abgelegenen Bergtals sterben, wird eine Sonderkommission gegründet. Kommissar Brunner kann auch den Journalisten Robert Walcher dafür gewinnen. Gemeinsam decken sie Geheimnisse von unglaublichem Ausmaß auf.... Meine Meinung "Winterstarre" ist der neueste Fall für den Journalisten Robert Walcher. Da die Handlungen in sich abgeschlossen sind, können die Bände unabhängig voneinander gelesen werden. Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt mühelos, da der Prolog, in dem die verwesenden Leichen in der Hütte entdeckt werden, sofort das Interesse an den Hintergründen weckt. Die aufgebaute Spannung kann allerdings nicht lange gehalten werden. Die Erzählung plätschert leider ohne große Höhen und Tiefen vor sich hin. Durch den flüssigen Schreibstil und die relativ kurzen Kapitel lässt sich das Buch dennoch angenehm lesen. Man ahnt bereits früh, wie die Leichen in die Berghütte gelangt sind. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn nach und nach gelangen ungeahnte Machenschaften ans Tageslicht. Denn die Ausbeutung der illegalen Arbeiter ist nur eine traurige Facette der Handlung. Denn den Hintermännern geht es noch um viel mehr. Der Autor beschreibt dabei die Tätigkeiten der involvierten Organisationen sehr ausführlich, sodass man das Gefühl hat, dass es sich tatsächlich so zugetragen haben könnte. Das Thema ist sicher aktuell und interessant. Doch leider wirkt diese Informationsflut manchmal recht langatmig und geht so zu Lasten der Spannung. Die Beschreibung der jeweiligen Handlungsorte ist dem Autor hervorragend gelungen. Man kann sich das eingeschneite Mägertal sehr gut vorstellen und bei manchen Szenen schon fast den eisigen Winterhauch spüren. Die unterschiedlichen Charaktere der Handlung wirken allerdings nicht ganz so lebendig. Denn leider erscheinen sie, bis auf wenige Ausnahmen, recht blass. Selbst der Hauptprotagonist Walcher gibt nur wenig von sich preis und wirkt nicht präsent, sondern eher nebensächlich. Zum Ende hin steigt die Spannungskurve etwas an. Doch leider wirken die beschriebenen Szenen auf mich schon sehr konstruiert und stellenweise sogar unglaubwürdig. Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen recht gut unterhalten. Nicht weniger - doch leider auch nicht mehr. Die Hintergründe der Handlung regen mich zum Nachdenken an, doch die Umsetzung konnte mich nicht ganz überzeugen. Denn die Spannung war über weite Teile nicht vorhanden und bei einem Krimi erwarte ich diese einfach. Ich vergebe dennoch drei von fünf Bewertungssternen, bin aber momentan noch unentschlossen, ob ich weitere Fälle des Journalisten lesen werde.

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