Joachim Ringelnatz

 4.2 Sterne bei 191 Bewertungen
Autor von Sämtliche Gedichte, Gedichte und weiteren Büchern.
Autorenbild von Joachim Ringelnatz (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von Joachim Ringelnatz

Joachim Ringelnatz, wurde als Hans Gustav Bötticher 1883 in Wurzen bei Leipzig geboren und verstrab am 17. November 1934 in Berlin. Außer Schriftsteller war Ringelnatz noch Maler und Kabarettist. Seine humoristische Ader spiegelt sich auch in seinen Gedichten wider. Bekannt sind v.a. die Gedichte um "Kuttel Daddeldu".

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Joachim Ringelnatz: Wer hört ein Stäubchen lachen?

Erscheint am 07.10.2019 als Hardcover bei Nikol.

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Rezension zu "Wie ein Spatz am Alexanderplatz" von Joachim Ringelnatz

So neugierig und gewitzt wie ein Spatz
aus-erlesenvor 2 Monaten

Man stelle sich vor, dass man „uff’m Alex herumstromert“ und die Spatzen trällern Gedichte vor sich her. Was wären das für Gedichte? Schiller, Hölderlin oder gar Goethe? Wohl kaum! Eher Hans Gustav Bötticher, besser bekannt als Joachim Ringelnatz. Ein bisschen naseweiß, ein bisschen frivol, ein bisschen nachdenklich, aber immer echte Schenkelklopfer, die die Hirnwindungen in Schwingung versetzen. 
Die Gedichte von Ringelnatz sind das, was man getrost als Schatz bezeichnen kann. Nichts Hochtrabendes, mit Erkenntnissen überfülltes Wortgut, sondern Beobachtungen und mit viel Empathie und Wortwitz zu Papier gebrachte Gedanken. Sie laden zum Innehalten ein. Sich auf einer Bank niederlassen und ein-, zweimal umblättern bis man sich wieder erhebt und den Spaziergang fortsetzt. Im Kopf schallt es immer noch nach. Wie ein Vogelgezwitscher. 
Tja, die Spatzen (auf dem Alex) werden weniger. Das Verhältnis von Spatzen zu Ringelnatz-Verehrern schlägt immer mehr zu Letzterem aus. Auch und gerade wegen Büchern wie diesem. Als besonderes Bonbon gibt es im hinteren Teil des Buches das Fragment von Ringelnatz‘ „… liner Roma…“. Einem, oder besser, seinem BerLINER ROMAn. Polizeimeldungen eröffnen jedes Kapitel, und die wenigen Einführungszeilen jagen dem Leser einen Schauer über den Rücken. Raub und Leichen sind das Blut, das die folgenden Zeilen mit Leben füllt. 
Der Roman wurde leider niemals fertig. Als Ringelnatz 1930 endgültig aus München, wo er als Kabarettist Erfolge feierte, nach Berlin übersiedelte und mit seiner Frau, die er liebevoll Muschelkalk nannte, war ihm das Ausmaß dieses Ortswechsel noch nicht bekannt. Keine drei Jahre später wurde er mit Auftrittsverbot belegt und seine Bücher verbrannt. Im November 1934 starb der gebürtige Sachse an Tuberkulose. Zehn Jahre waren das die ersten Zeilen seines Romans schon alt. Zur Vollendung konnten sie nie gebracht werden. So bleiben uns auch fünfundachtzig Jahre nach seinem Tod so freundvolle Zeilen über die See, das Theater, Autorennen, Mode, das Leben an sich. 
Die Reihe „Berliner Orte“ hebt sich durch die Exklusivität der ausgesuchten Texte von so mancher Reihe um und über Berlin ab. Berlin ist immer gut für eine Anekdote, dieses Buch ist der gedruckte Beweis dafür. 

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Rezension zu "Ganz schön Ringelnatz" von Joachim Ringelnatz

Die Serie ist toll. Nur Ringelnatz liegt mir nicht
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Das Buch kann ich wärmstens empfehlen. Es bekommt von mir 4 Sterne.

Da ich aber Lovelybooks verlassen werde, weil die Seite momentan nicht userfreundlich ist, ziehe ich meine Rezensionen hier ab.
Die ausführliche Rezension auf anderen, wichtigen Verkaufs-Plattformen bleiben jedoch erhalten.
Vielen Dank für das Verständnis an den Verlag.

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Rezension zu "Ganz schön Ringelnatz" von Joachim Ringelnatz

Überall ist Wunderland oder Einer von uns.
wandabluevor 2 Jahren

Überall ist Wunderland oder Einer von uns.
Dem informativen kurzen Vorwort, so wie Vorworte nämlich zu sein haben, kann man entnehmen, dass der Herr Dichter alles und jedes und jede Kleinigkeit, die ihm vor und unter die Füße kam, bedichtete.

Mein Lieblingsgedicht ist „Im Park“ und handelt von einem Reh aus Gips.

Am bekanntesten wird der Kurzzeiler über den Bumerang sein: „War einmal ein Bumerang, war ein weniges zu lang. Bumerang flog ein Stück, aber kam nicht mehr zurück. Publikum – noch stundenlang – wartete auf Bumerang.“ Ob Heinz Erharts heiter-ironische Geistesblitze von Ringelnatzen inspiriert waren? Beide oft so lakonisch.

Immer wieder blitzt er nämlich auf in diesem Büchlein, der Schalk im Nacken seines Dichterherrchens. Ringelnatz ist aber nicht nur lustig, sondern auch melancholisch, liebevoll und pathetisch. Wie halt so ein Dichter ist, der alles bedichtet, was ihm vor Augen, unter die Nase und unter die Feder kommt, obs der Matrose auf Landurlaub ist, in Null komma nichts sternhagelvoll, das Melken einer Kuh, eigentlich eintönig, oder auch seinen Stapel an Büchern, „was kümmert mich die Zahl“, was einen leise glucksend an seinen eigenen Bücherstapel denken läßt, „Mir sind Bücher, was anderen Leuten Weiber, Tanz, Gesellschaft, Kartenspiel, Turnsport, Wein, und weiß ich was, bedeuten.“ Ringelnatz ist einer von uns. Er hatte womöglich sogar einen SuB (Stapel ungelesener Bücher).

Fazit:
Überall ist Wunderland, daran wird man erinnert, wenn man Ringelnatz liest.


Kateorie: Lyrik
Verlag: Ars Edition, 2017

Kommentare: 4
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Joachim Ringelnatz wurde am 06. August 1883 in Wurzen (Deutschland) geboren.

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