Joachim Sartorius

 4,2 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor*in von Die Prinzeninseln, Atlas der neuen Poesie und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Joachim Sartorius, geboren 1946 in Fürth, wuchs in Tunis auf und lebt heute in Berlin und Syrakus. Er ist Lyriker und Übersetzer amerikanischer Dichtung, insbesondere von John Ashbery und Wallace Stevens. Er veröffentlichte Gedichtbände, zahlreiche Bücher, die in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern entstanden, und die Reiseerzählungen »Die Prinzeninseln« (2009), »Mein Zypern« (2013) und »Städte des Ostens« (2015). Sein lyrisches Werk wurde in vierzehn Sprachen übersetzt. Er ist Herausgeber der Werkausgaben von Malcolm Lowry und William Carlos Williams sowie der Anthologien »Atlas der neuen Poesie« (1995), »Minima Poetica« (1999), »Alexandria Fata Morgana« (2001) und »Niemals eine Atempause. Handbuch der politischen Poesie im 20. Jahrhundert« (2014). Er ist Mitglied des PEN und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Joachim Sartorius

Cover des Buches Die Prinzeninseln (ISBN: 9783866483699)

Die Prinzeninseln

 (3)
Erschienen am 05.04.2019
Cover des Buches Eidechsen (ISBN: 9783957577917)

Eidechsen

 (2)
Erschienen am 02.08.2019
Cover des Buches Das Meer tropft aus dem Hahn (ISBN: 9783929433302)

Das Meer tropft aus dem Hahn

 (1)
Erschienen am 01.01.2002
Cover des Buches Die Versuchung von Syrakus (ISBN: 9783866486768)

Die Versuchung von Syrakus

 (1)
Erschienen am 14.03.2023
Cover des Buches Ich habe die Nacht (ISBN: 9783832178338)

Ich habe die Nacht

 (1)
Erschienen am 28.08.2003
Cover des Buches Mein Zypern (ISBN: 9783866483682)

Mein Zypern

 (1)
Erschienen am 27.03.2019
Cover des Buches Minima Poetica (ISBN: 9783518455128)

Minima Poetica

 (1)
Erschienen am 23.07.2003
Cover des Buches Hôtel des Étrangers (ISBN: 9783462040326)

Hôtel des Étrangers

 (1)
Erschienen am 25.08.2008

Neue Rezensionen zu Joachim Sartorius

Cover des Buches Die Versuchung von Syrakus (ISBN: 9783866486768)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Die Versuchung von Syrakus" von Joachim Sartorius

Attenzione impressione
aus-erlesenvor einem Jahr

Reiseimpressionen sind immer ein Appetitmacher auf ein Reiseziel, bei dem man sich entweder nicht sicher ist, ob es das richtige ist oder sie sind der Tropfen, der das Fass der Sehnsucht zum Überlaufen bringt. Oft spaziert man neben dem Autor einher und nickt zustimmend – Ja, das sehe ich genau so. Und dann gibt es Reiseimpressionen, die packen einem am Schlafittchen und treiben einen in den Wahnsinn. Warum nur war ich nicht schon früher hier? Was habe ich schon alles verpasst? Wie um alles in der Welt konnte ich nur so lange warten? „Die Versuchung von Syrakus“ gehört eindeutig in die letzte Kategorie, wenn dieses Buch nicht sogar diese Kategorie auf ein neues Level hebt.

Joachim Sartorius, ehemaliger Intendant der Berliner Festspiele verbringt einen großen Teil seines Lebens in Syrakus aus Sizilien. Wie viel andere auch. Er muss also wissen, was man in der Stadt sehen muss, was sie erlebbar macht. So wie viele andere auch. Doch er schafft mit einer Leichtigkeit dem Leser, dem Sehnsüchtigen diese Stadt schmackhaft zu machen, dass man sich gar nicht getraut zur Serviette zu greifen und sich den Sabber vom Mund zu wischen.

Selbst so eine profane Handlung wie zum Friseur zu gehen, wird zu einer Sache, die man seiner To-Do-Liste unbedingt hinzufügen muss. Wer bisher dachte, dass sich der Ruhm der Stadt einzig allein auf „Heureka-Ich-Hab’s“-Archimedes gründet, wird schnell eines anderen belehrt. Einmal mit Joachim Sartorius durch de engen Gassen der Altstadt zu wandeln, gleicht einer 3D-Animation, in der man sich wie im bequemsten Federbett fühlt. Ortigia, die Altstadt, ist auf einer Insel der Stadt vorgelagert. Sie zu umlaufen, dauert nicht lang. Sie in sich aufzusaugen, ist eine Lebensaufgabe. Einen umfassenden Vorgeschmack bekommt man hingegen auf den reichlich einhundertsiebzig Seiten dieses Buches. Immer wieder streut der Autor kleine Anekdoten ein, verweist auf Eisdielen, Orte zum Erholen und Staunen und richtet den Blick auf großes Offensichtliches und die Kleinigkeiten, die zu einem Giganten anwachsen, wenn man sie entdeckt.

Bei jedem gelesenen Kapitel, bei jedem Umblättern möchte man einen Freudentanz aufführen, weil man sich nun zu hundert Prozent sicher sein kann, dass man den Besuch von Syrakus mit einem echten Kenner in der Hand vollends genießen kann.

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