Joachim Wagner Richter ohne Gesetz: Islamische Paralleljustiz gefährdet unseren Rechtsstaat

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Inhaltsangabe zu „Richter ohne Gesetz: Islamische Paralleljustiz gefährdet unseren Rechtsstaat“ von Joachim Wagner

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    Richter ohne Gesetz: Islamische Paralleljustiz gefährdet unseren Rechtsstaat
    Duffy

    Duffy

    14. September 2011 um 10:10

    Ein Dilemma. Während Begriffe wie Migration, Integration oder Parallelgesellschaft hierzulande zu bedeutungslosen Worthülsen verkommen sind, hat sich auf der anderen Seite längst eine Realität etabliert, die man nicht mehr ignorieren kann. Durch das ständige bequeme Übersehen einer Entwicklung in dieser Gesellschaft hat sie sich längst ihren festen Platz in diesem Land erobert: Die abgegrenzte und ihren eigenen Gesetzen gehorchende Gemeinschaft der Muslime. Immer gut dafür, schnell mit Klischees und Vorurteilen ein Bild zu vermitteln, das wie viele andere Projektionen, unzureichend darstellt, um was es dabei wirklich geht. Die real existierende Parallelgesellschaft funktioniert. Mit allen Konsequenzen, so auch als Bereich mit eigenen Regeln und Gesetzen. Darum geht es in diesem Buch, in dem mit einer schon erschreckenden Klarheit eine Paralleljustiz mit ihren Organen, Mechanismen und der Fähigkeit, die deutsche Strafjustiz zu unterlaufen, beschrieben wird. Dass dies einiges von dem bestätigt, was der Laie vermuten kann, ist nicht das gravierende an diesem Buch. Das Wichtigste ist die Kompaktheit der Methoden, mit der die strafrechtliche Justiz dieses Landes unterhöhlt wird und - noch viel erschreckender - dass sich die Politik und der Justizapparat das in weiten Teilen gefallen lässt. Das Buch bietet einiges an interessanten Statistiken. Fallbeispiele, in denen gezeigt wird, wie und in welchem Maße die Paralleljustiz arbeitet, sowie einen Ausblick auf die Zukunft, der nicht besonders rosig ausfällt, aber man kennt das ja, politische Entscheidungen zu treffen ist schwer, wenn man über Jahrzehnte die Augen vor sich anbahnenden Problemen verschlossen hat. Es sind Bücher wie das der Jugendrichterein Heisig, die unbequeme Dinge beim Namen nennen und eindeutige Konsequenzen fordern. Ein Sarrazin hat zumindest - wenn auch verbal nicht immer glücklich - eine Debatte über ein "Tabuthema" losgetreten. Und auch Wagners Buch gehört in diese Kategorie. In allen Büchern findet man Wahrheiten, Diskussionsanstöße und Handlungsvorschläge. Material auf 200 bis 300 Seiten, für die ein aufgeblähter politischer Apparat wahrscheinlich 5 Jahre "Arbeit" und zehn Ausschüsse benötigen würde. Warum nicht diese Grundlagen benutzen und anfangen zu handeln? Denn eines hat Wagner unmissverständlich herausgearbeitet: Wird nichts unternommen, wird die deutsche Strafjustiz als Handwerkszeug zur Erhaltung der öffentlichen Ordnung und zum Schutz der Millionenen gesetzeskonform lebender Bürger in diesem Land nicht mehr die Wirksamkeit haben, für die sie angeschafft wurde. Immerhin ist auch das ein Pfeiler zum Funktionieren einer Demokratie, für die sich dieses Land entschieden hat.

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