Joakim Zander Der Bruder

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Inhaltsangabe zu „Der Bruder“ von Joakim Zander

Wo du herkommst, gibt es keine Zukunft. Wo Du hingehst, gibt es kein Zurück

Yasmine Ajam ist der rauen Stockholmer Trabantenstadt Bergort entflohen, sie arbeitet als Trendscout in New York. Doch eine alarmierende Nachricht lässt sie nach Jahren zurückkehren: Ihr Bruder Fadi wird vermisst, angeblich ist er tot. Und in Bergort droht die Gewalt zu eskalieren. Hat Fadis Verschwinden damit zu tun? Yasmine gibt die Hoffnung nicht auf, ihren Bruder lebend zu finden.
Klara Walldéen forscht in London für eine Menschenrechtsorganisation. Im Vorfeld einer Sicherheitskonferenz wird ihr Computer gestohlen, kurz darauf kommt ein Kollege zu Tode. Dass ihre Arbeit brisant ist, weiß Klara. Aber wer würde dafür töten? Die Spuren führen nach Schweden.
In Stockholm begegnen sich die jungen Frauen: Beide auf der Suche nach der Wahrheit. Beide in höchster Gefahr.

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  • 2. Teil der Klara-Walldéen-Reihe

    Der Bruder

    SalanderLisbeth

    25. October 2017 um 12:28

    „Also, wie lang dauert es, Fuchs?“ Er zuckt mit den Schultern. „Zehn Sekunden für den Tankdeckel, ein paar Minuten für die Tür, mehr nicht.“ „Und dann?“ „Alles easy, nur ein paar Minuten. Chill, Alter. I get this.“ Wir sehen uns an und können uns das Grinsen nicht verkneifen, können nicht verbergen, wie sehr wir uns darauf gefreut haben, auf den Frühling, auf das Ghettoleben. Also schwärmen wir aus in das gelbe Licht des Parkplatzes und schweben lautlos auf den Audi zu, nur auf die Rache konzentriert, auf das Chaos. (Auszug Seiten 44/45)   Triste schwedische Vorstadt gegen New Yorker Lifestyle Die Geschwister Fadi und Yasmine Ajam leben mit ihren Eltern als afghanische Einwanderer in einem Stockholmer Vorort. Bergort ist eine triste und graue Trabantenstadt. Die Kinder sind sich meist selbst überlassen und haben eine enge Beziehung zueinander. Eines Tages flieht Yasmine aus diesem Ghetto und ihrem Leben als Migrantin. In New York arbeitet sie für eine PR-Agentur als Expertin für aktuelle Trends und lässt ihren geliebten kleinen Bruder zurück. Fadi verliert seinen letzten Halt und gerät in die Fänge von radikalen Islamisten. Bei der Terrorgruppe findet er Anerkennung, fühlt sich verstanden und will sogar in den „heiligen“ Krieg ziehen. Über den Umweg Türkei landet er ohne militärisches Training in Syrien mit dem Auftrag, einen Verräter zu identifizieren. Schnell folgt die Ernüchterung, als er bei einem Sprengstoffanschlag, bei dem seine gesamte Gruppe getötet wird, nur knapp mit dem Leben davon kommt. Fadi erkennt enttäuscht, dass ihnen eine Falle gestellt wurde und dass er von seinen angeblichen schwedischen Freunden instrumentalisiert wurde. Er kehrt heimlich nach Bergort zurück um sich zu rächen.   Ich weiß nicht, warum, aber mein Herz schlägt schneller. Sie überwältigen mich, diese Jungs mit ihren Masken und ihren schwarzen, staubigen Uniformen. Nicht mit dem, was sie sagen, denn es ist eigentlich nichts Neues, genau darüber jammern die Leute auf dem Platz schon seit hundert Jahren. Doch in dem Film jammern und zetern sie eben nicht. Sie sprechen Schwedisch wie ich, sie sind wie ich. Aber sie sitzen dort, im syrischen Staub, mit ihren Waffen und den schwarzen Uniformen, vielleicht sind sie gerade erst aus dem Kampf zurückgekehrt. (Seite 71)   Yasmine erfährt, dass ihr Bruder in Syrien als „Gotteskrieger“ umgekommen sein soll und reist sofort nach Schweden zurück. Kurz darauf erhält sie Fotos, die darauf hinweisen, dass Fadi noch lebt und sie beginnt ihn zu suchen. Was hat es mit dem Logo einer roten Faust auf sich, dass sich auf den Fotos und überall in den Straßen wiederfindet? Yazz gerät sofort in die eskalierenden Vorstadtunruhen denn in Bergort brennen die Straßen und die überforderte Polizei kämpft gegen radikalisierte Jugendliche. Diese haben sich bewaffnet und randalieren. Handelt es sich hier wirklich um spontane Jugendrandale oder wurden diese vielmehr planvoll von außen gesteuert? Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich immer mehr heraus, dass hier eine russische Sicherheitsfirma mit wirtschaftlichen Interessen im Hintergrund die Strippen zieht. Es werden gezielt Krawalle provoziert um ein bestimmtes gesellschaftliches Klima zu erreichen.   Showdown in Schweden Dieses wird abwechselnd in zwei Zeitebenen geschildert, die mit Datum und Namen überschrieben sind. Einmal wird aus Fadis Sicht vom Winter 2011 bis in die Gegenwart berichtet. In einem anderen, aktuellen Handlungsstrang erfährt der Leser von Yasmine und in einem weiteren Strang von Klara Walldéen, die der Leser noch aus dem ersten Teil der Reihe kennt. Die ehemalige EU-Referentin leidet immer noch unter den dramatischen Erlebnissen mit dem Killerkommando aus dem ersten Band. Inzwischen arbeitet sie in London für eine Menschenrechtsorganisation. Rund um ihr aktuelles Projekt, bei dem sie eine Expertise zu Sicherheitsfragen in der EU erstellen soll, geschehen seltsame Dinge. Unter anderem wird vor einer Konferenz in Stockholm ihr Laptop gestohlen, um kurz darauf wieder aufzutauchen. Als ein Kollege unter nicht ganz geklärten Umständen ums Leben kommt, führt eine Spur Klara nach Stockholm. Hier treffen die beiden Frauen zufällig aufeinander und geraten in große Gefahr.   Der schmutzige Lobbyismus Indem Zander über die Radikalisierung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in den Vorstädten berichtet, hat er eine aktuelle Thematik behandelt. Man sieht es vor sich, wie die Spannungen sich in sozialen Brennpunkten aufbauen und kann sich vorstellen, dass es in vielen Großstädten ähnlich zugeht. Eindringlich schildert er die anfänglichen Versuche dazuzugehören, gefolgt von der Frustration, wenn dieses nicht gelingt. Gespannt verfolgt man, wie dieser Handlungsstrang mit dem zweiten Thema, bei dem es wieder um Lobbyisten und die Durchsetzung ihrer Interessen geht, zusammengeführt wird. Ich war wirklich sehr neugierig, wie die unterschiedlichen Zeitachsen aufeinander treffen, muss aber eingestehen, dass die komplexe Story einem viel Konzentration abverlangt. Zander erzählt in kurzen Kapiteln, großem Tempo und sprachlich auf hohem Niveau. Trotzdem fehlte mir auf weiten Strecken das Krimielement, da hier die politischen und sozialen Verhältnisse stark im Vordergrund stehen.   Zum Schluss hängen alle Handlungsstränge irgendwie zusammen. Die inszenierten Jugendkrawalle, das manipulierte EU-Rechtsgutachten, die Geheimdienstaktivitäten, die von der Trend-Agentur etablierten Jugendtrends, die radikalen Islamisten sowie die privaten Sicherheitskräfte. Zander spielt mit den Gegensätzen, hier das New Yorker Bohème, der hippe Job des Trendscouts, dort die deprimierende Trabantenstadt. Der Handlung kann man problemlos folgen, ohne Band Eins gelesen zu haben, da es eine in sich abgeschlossene Geschichte ist. Die Charaktere sind glaubhaft und gut ausgeleuchtet, besonders Fadi, da aus seiner Perspektive erzählt wird. Klara wird als normaler Mensch mit Fehlern und nicht als perfekte Superheldin beschrieben. Ihre Figur ist noch komplexer geworden und sie hat inzwischen mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Es fällt auf, dass Zander viele starke Frauenfiguren in seine Thrillern installiert.   Der Auto wurde 1975 in Stockholm geboren und lebt heute mit seiner Frau und zwei Kindern in Lund. Zander, der ein großer Fan von Spionage-Storys ist, langweilte sich nach zehn Jahren in seinem Job für die EU und begann, sehr diszipliniert mindestens eintausend Wörter pro Tag zu schreiben. So entstand sein erster Thriller, der 2014 unter dem Titel 'Der Schwimmer' in Deutschland erschien. Die Heldin dieses Debüts, die EU-Referentin Klara Walldéen kommt auch in dem vorliegenden Nachfolgeroman vor, der für den Schwedischen Krimipreis nominiert wurde. Der Autor etablierte einen Schreib-Workshop in einem Vorort von Malmö und gab den Jugendlichen dieses sozialen Brennpunktes das erste Kapitel zu lesen, da ihm das Feedback, besonders in Bezug auf die Sprache, sehr wichtig war.  

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  • Brisantes Thema

    Der Bruder

    Duffy

    14. June 2017 um 09:26

    "Never change a winning team", heißt es so schön, hier könnte man es abwandeln und sagen "Never change a successful concept". Zweiter Roman des Schweden Zander, der sich in den Fußstapfen von Stig Larsson bewegt.Yasmin, Flüchtling aus Syrien, hat sich aus der Stockholmer Vorstadt gelöst und ihren Bruder Fadi zurückgelassen. Der wird radikalisiert und als die Botschaft seines Todes bei Yasmin ankommt, kehrt sie zurück und sieht sich dem Chaos randalierender Banden gegenüberstehen. Dennoch glaubt sie, dass ihr Bruder lebt, weil es ein Foto gibt, das ihn im Zusammenhang mit einem rätselhaften Enblem zeigt, das überall in Stockholm gesprayt wird. Sie macht sich auf die Suche und trifft dabei auf Klara Walldéen, die für eine Londoner Menschenrechtsorganisation einen Bericht über die Privatisierung einiger Teile der Polizei co-verfassen. Eine seltsame Organisation namens Stirling Security spielt plötzlich eine große Rolle und als ein Kollege ermordet und ihre Chefin korrumpiert wird, rutscht Klara immer tiefer in die Machenschaften von Lobbyisten, Staat und Polizei. Yasmin und Klara verknüpfen ihre Informationen und langsam ergibt sich ein Bild.Zander arbeitet wie in seinem ersten Roman "Der Schwimmer". Abgesehen davon dass seine Klara schon aus dem ersten Roman bekannt ist, lässt er wieder von drei verschiedenen Seiten die Stränge zusammenlaufen und ins Grand Finale münden. Er arbeitet auch wieder bewusst mit Cliffhangern und das Ergebnis gibt ihm recht, denn man kann den Roman kaum aus der Hand legen.Das Hauptthema, die Radikalisierung Jugendlicher zum IS ist natürlich ein schmaler Grat, Zander hat sich abgesichert und verwendet für seinen Plot nur die Zutaten, die relevant sind. Allzu tief dringt er in die Materie nicht ein, beschränkt sich auf die emotionalen Momente des Bruders Fadi, der zum IS überläuft und überschreitet dadurch keine Grenzen. Natürlich ist das Thema vielschichtiger, aber ganz sicher nicht geeignet, aus Spekulationen (die es zum größten Teil bleiben müssen) einen Thriller zu "basteln". Auf diesem Level aber ist es gut, die Figuren können ihre Transparenz behalten, auch wenn das ganze Gerüst (die russiche Unterwanderung und die Reaktion des Geheimdienstes) so manches Mal auf wackeligen Füßen steht. Doch das zu hinterfragen ist müßig, hier handelt es sich um Fiktion und Zander hat sich nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt, als das man ihm gravierende inhaltliche Schnitzer vorwerfen kann.So ist auch dieser Roman wieder gelungen und die Spannung hält an bis zum Schluss. Thrillerherz, was willst Du mehr? Der dritte Band ist angekündigt und es bleibt abzuwarten, ob der Autor bei seinem stilistischen Schema bleibt. Das könnte dann irgendwann abgenutzt sein. Bis dahin ist Zander der neue Stern am skandinavischen Thrillerhimmel.

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  • Durchwachsen

    Der Bruder

    nicekingandqueen

    26. April 2017 um 13:50

    Leider hat mich dieses Buch schwer enttäuscht. Als erstes hat das Werk die ersten Kapitel große Zeit- und Ortsprünge, dass es mir schwer gefallen ist mitzukommen. Als sich dies langsam eingependelt hat, wurde klarer, worauf die Geschichte zusteuert. Leider verspricht die Inhaltsangabe aber mehr zu sein als es faktisch ist. Die zwei Frauen begegnen sich erst gegen Ende des Buchs, wobei die eine ihr persönliches Problem schon ziemlich gelöst hat. Zudem würde ich im Nachhinein erst mit dem ersten Werk von Zander beginnen.

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  • Weniger ist mehr

    Der Bruder

    Gwhynwhyfar

    04. April 2017 um 15:13

    Der Politthriller ist in zwei Zeitebenen gegliedert, die mit Datum versehen sind. Wir beginnen mit Fadi im Winter 2011. Parallel dazu Yasmine und andere am 13. August 2015. Die Erzählstränge nähern sich immer weiter an, enden am 26. August 2015. Fadi ist tot, so wurde es der Familie mitgeteilt. Verstorben im Kampf gegen die Ungläubigen in Syrien. Doch dann erhält Jasmine, die in New York lebt, als Trend Scout für eine Event-PR-Agentur arbeitet, die Nachricht ihrer Mutter, sie hätte ein Foto zugespielt bekommen: Fadi lebt, er ist zurück nach Schweden gekommen. Jasmine fährt nach Hause und sucht ihren Bruder. In einem dritten Strang wird der Menschenrechtlerin Klara Walldéen der Laptop in Stockholm gestohlen, kurz vor einer wichtigen Sicherheitskonferenz. Laut Klappentext begegnen sich die beiden Frauen in Stockholm. Nun ja ... auf den letzen Seiten, sie haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Hier ist der Klappentext schlicht verwirrend, wohl um mit der Protagonistin des letzten Buchs zu werben.Die Familie von Fadi ist eine afghanische Einwandererfamilie, lebt in der Stockholmer Vorstadt Bergort. Fadi bringt nichts auf die Reihe, ist arbeitslos, verdingt sich als Kleinkrimineller, während seine Schwester den beruflichen Aufstieg geschafft hat. Fadi gerät in die Fänge von Islamisten, die ihn immer mehr faszinieren, die sein Gehirn umdrehen. Unter den »Brüdern« findet der junge Mann Halt und Anerkennung und er entschließt sich, im Namen Allahs, in den heiligen Krieg zu ziehen. In Bergort brennen die Straßen, radikalisierte Jugendliche randalieren, bewaffnen sich, die Polizei scheint mit dieser Situation überfordert. Ein russisches Sicherheitsunternehmen bietet sich an, die Polizei professionell zu unterstützen. Wer steckt hinter den Randalierern? Fadi wird zunächst durch seine »Brüder« in die Türkei geschickt, und später weiter nach Syrien. Er hat aus Schweden den Auftrag erhalten, einen Verräter zu identifizieren, hat daher ein Satellitentelefon von den Schweden zugesteckt bekommen. Wem kann er trauen, wem nicht? Wer ist der Verräter in den eigenen Reihen?Wer spielt hier wen aus und was ist die Wahrheit? Ein spannender, gut konstruierter Thriller zeigt auf, wie Manipulation funktioniert. Zusammenspiel von Geheimdienst und Terroristen, Regierungen und Privatorganisationen, wer ist der »Gute«, wer der »Böse«? Viele Organisationen stecken ihre Finger hinein, für mich waren es zu viele.Joakim Zander versucht zu erklären, was einen jungen Mann dazu antreiben könnte, sich zu radikalisieren. Das könnte eine Erklärung sein, aber sicher nur eine von vielen Faktoren, die Facetten der Radikalisierung sind vielschichtig. In diesem Roman werden verschiedene Szenarien angesprochen, miteinander verwoben. Ich will nicht zuviel verraten. Ein spannender Plot, aber insgesamt für meine Begriffe einfach zu kompakte Pakete, Thema für drei oder vier Bücher. Die einzelnen Themen finde ich interessant, glaubwürdig, jedoch in der Masse auf einen Plot zugespitzt, wird genau das ein wenig fragwürdig. Den Strang mit Klara Walldéen hätte man meiner Meinung nach ganz herauslassen können. Musste sie hinein, weil sie im letzten Buch von Zander die Hauptperson war? Dafür hätte ich mir mehr von Fadi gewünscht, dieser Protagonist, die Hauptperson, kommt mir ein wenig klischeehaft herüber. Insgesamt ist dies ein Thriller, den es sich lohnt zu lesen, der viele Aspekte anspricht, die einem schwindelig werden lassen. Die Gesamtthematik ist böse, unvorstellbar, aber keineswegs von der Hand zu weisen. Ein Politthriller, der die großen Zusammenhänge aufdeckt, wie sie durchaus vorstellbar sind.

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  • Aktueller und politisch brisanter Thriller

    Der Bruder

    Lesenisttoll

    03. February 2017 um 23:10

    Wie schon in seinem ersten Buch "Der Schwimmer" schafft es Joakim Zander in diesem Buch, mehrere Handlungsstränge auf virtuose Weise miteinander zu verknüpfen. Da ist zunächst Yasmin, die vor einigen Jahren den Absprung aus der tristen Vorstadt Stockholms geschafft hat und heute als Trendscout die Welt bereist. Ihr jüngerer Bruder Fadi, der immer noch in der Hölle dieser hoffnungslosen Vorstadt gefangen ist und dem sich die Erlösung in Gestalt von gläubigen Muslims offenbart. Und Klara Walldéen, die wir bereits aus dem ersten Buch kennen und die mittlerweile bei einer Menschenrechtsorganisation in London arbeitet. Sie alle kommen mit Machenschaften in Berührung, die sie in höchste Gefahr bringen... Der Bruder ist ein erschreckend aktueller und realistischer Thriller, unbedingt empfehlenswert!

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  • Radikalisierung von Jugendlichen ...

    Der Bruder

    C59

    28. October 2016 um 14:02

    Ein sehr aktuelles Thema und wie mir scheint, ist dem Autor eine sehr realistische Beschreibung darüber gelungen, wie schnell sich Jugendliche, die nicht wirklich integriert werden, zu einsamen Verlierern werden und in ihrer Perspektivlosigkeit so etwas wie  Selbsttötung für Allah in Betracht ziehen. Dass die Handlung in Schweden spielt bringt erst recht mit sich, dass man glauben mag, dass es diese Geschichte so und nicht anders gegeben hat.    

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  • Spannend und ungemein aktuell

    Der Bruder

    leserattebremen

    19. August 2016 um 13:44

    Yasmine ist vor ihrem Leben als Migrantin in einer schwedischen Vorstadt Bergort nach New York geflohen. Ihren kleinen Bruder Fadi hat sie damals zurückgelassen, doch eines Tages erfährt sie, dass Fadi tot sein soll. Ihre Mutter jedoch beharrt darauf, dass er in der Vorstadt gesehen wurde und noch lebt. Yasmine fliegt also zurück, um ihren Bruder zu suchen und gerät dabei in die Schusslinie einer kriminellen Bande, die ihr Leben bedroht. Parallel dazu verläuft die Geschichte von Karla, einer schwedische Wissenschaftlerin, die in London lebt und an einem Institut für Menschenrechte arbeitet. Doch rund um ihr neustes Projekt geschehen seltsame Dinge, die auch sie in Gefahr zu bringen scheinen. In was für eine Geschichte sind Karla und Yasmine hineingeraten?Joakim Zander beschreibt in „Der Bruder“ auf sehr eindrucksvolle Art das Leben der Migranten in Bergort, ihren anfänglichen Versuch dazu zu gehören, gefolgt von Verzweiflung und dem Glauben, nie wirklich ankommen zu können und gleich zu sein. Mit diesen Gefühlen wachsen auch Yasmine und Fadi auf und eben dieses Leben erträgt Yasmine nicht mehr als sie flieht. Sie will neu anfangen, auch wenn sie dafür ihren geliebten Bruder zurücklassen muss. Spannend beschreibt der Autor wie sich Fadis Leben danach entwickelt, als auch sein letzter Haltepunkt verloren geht und wie er versucht, einen neuen Lebensinhalt zu finden. Die Geschichten von Fadi, Yasmine und Karla werden auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, so dass man sich beim Lesen immer wieder klar machen muss, wo man gerade hingesprungen ist und was die Figuren schon wissen können und was nicht. Erst ganz am Schluss treffen alle Zeitachsen aufeinander und der spannend konstruierte Knoten löst sich auf. Zanders Charaktere kommen einem dabei sehr nah, selbst wenn man nicht all ihre Handlungen unterstützen und gutheißen kann, schafft er immer, sie nachvollziehbar und glaubwürdig zu gestalten, so dass man ihnen sehr gut durch die Story folgen kann. Auch wenn die Geschichte für mich am Anfang noch sehr kompliziert wirkte, hatte sie mich sehr schnell in ihren Bann gezogen und ich konnte es gar nicht abwarten, die Verstrickungen aufzulösen und endlich den Hintergrund des Ganzen zu erfahren. „Der Bruder“ von Joakim Zander ist ein außergewöhnlicher Thriller, der seine Spannung nicht aus simplen Verfolgungsjagden und Schießereien zieht, sondern einen subtil in die Welt von Yasmine, Fadi und Karla mitnimmt. Ehe man es wirklich merkt, ist man völlig gefangen und kann nicht mehr aufhören zu lesen - ein wirklich aufregendes Leseerlebnis. 

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