Joan Aiken

 3.9 Sterne bei 610 Bewertungen

Lebenslauf von Joan Aiken

Joan Delano Aiken, † 4. Januar 2004 in Petworth, Tochter des amerikanischen Lyrikers Conrad Aiken, begann ihre literarische Karriere bereits im jugendlichen Alter: Als sie sechzehn war, wurde ihr erstes Gedicht veröffentlicht, zwei Jahre später ihre erste Geschichte. Inzwischen hat sich Joan Aiken im In- und Ausland einen breiten Leserkreis erobert - sowohl mit ihren aktionsgeladenen Kinder- und Jugendbüchern als auch mit ihren Romanen für Erwachsene, wie zum Beispiel mit dem Psycho-Thriller ›Die Kristallkrähe‹ und dem 1985 erschienen Roman ›Das Mädchen aus Paris‹. Die Autorin verstarb am 4. Januar 2004 in Petworth, West Sussex (England).

Alle Bücher von Joan Aiken

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Cover des Buches Du bist ich. Die Geschichte einer Täuschung9783866155176

Du bist ich. Die Geschichte einer Täuschung

 (57)
Erschienen am 21.07.2007
Cover des Buches Wölfe ums Schloss9783423071468

Wölfe ums Schloss

 (45)
Erschienen am 01.10.1974
Cover des Buches Die Kristallkrähe9783257238884

Die Kristallkrähe

 (26)
Erschienen am 17.12.2008
Cover des Buches Die jüngste Miss Ward9783257062335

Die jüngste Miss Ward

 (23)
Erschienen am 01.01.2000
Cover des Buches Das Mädchen aus Paris9783257213225

Das Mädchen aus Paris

 (20)
Erschienen am 01.01.2004
Cover des Buches Der Schmuck der Lady Catherine9783257062830

Der Schmuck der Lady Catherine

 (23)
Erschienen am 01.09.2001
Cover des Buches Geh, sattle das Meer9783570214077

Geh, sattle das Meer

 (11)
Erschienen am 01.05.2005

Neue Rezensionen zu Joan Aiken

Neu

Rezension zu "Elizas Tochter" von Joan Aiken

[Rezension] "Elizas Tochter" - leider enttäuschend
SicaUeevor einem Monat

Achtung: Da „Elizas Tochter“ ein sogenannter Komplementärroman zu Jane Austens „Verstand und Gefühl/ Sinn und Sinnlichkeit“ ist, wird die Rezension einige Spoiler zu letzterem Werk enthalten.

Die Geschichte von Eliza erfahren wir in „Verstand und Gefühl“ von Oberst Brandon, dessen Mündel sie ist. Er erzählt Elinor, dass das Mädchen, das ungefähr 16 oder 17 Jahre alt ist, von einem jungen Mann verführt und schwanger sitzengelassen wurde. Um das Kind, das sie austrägt (im Roman selbst wurde das Geschlecht des Kindes nicht erwähnt), geht es in diesem Roman.

Elizas Tochter, die ebenfalls Eliza heißt, wächst bei einer Amme in einem Dorf auf, das nur „Bankertheim“ genannt wird, da dort viele uneheliche Sprösslinge von hochstehenden Herren untergebracht werden. Eliza ist anders als die anderen, nicht nur ist sie sehr intelligent und lernbegierig, sondern auch sehr offensichtlich - äußerlich, denn ihre Hände sind unterschiedlich groß und an der größeren Hand hat sie zudem sechs Finger. Dieser Umstand wird im Laufe der Geschichte immer wieder eine Rolle spielen.

Schließlich kommt der Tag, an dem Eliza „Bankertheim“ verlassen muss und da ihr Vormund, Oberst Brandon, derzeit in Indien ist, kommt sie zunächst zu Elinor und Edward Ferrars. Dort bleibt sie nicht lange, nach einigen Jahren auf einer Mädchenschule wird ihr Weg sie zu verschiedenen Stationen und durch verschiedene Abenteuer führen.

Joan Aiken hat, neben einer ganzen Reihe an Romanen, auch einige Komplementärromane zu Jane Austens Werken geschrieben und manche davon sind besser als andere, „Elizas Tochter“ gefällt mir von allen aber am wenigsten. Zunächst muss ich sagen, dass ich die Idee an sich spannend finde. Einer Figur, die bei Jane Austen selbst nur erwähnt wird und deren Geschichte wir nur erzählt bekommen (bzw in diesem Fall erfahren wir die Geschichte der Mutter unserer Protagonistin), eine eigene Stimme, eine eigene Geschichte zu geben, ist mehr als interessant und bietet ungeheures Potential. 

Wenn eine Adaption aber nicht als Parodie angelegt ist, dann sollte der Geist des Originials, in diesem Fall Jane Austens, der ihrer Werke sowie der ihrer Zeit auch aufrechterhalten werden oder zumindest erkennbar sein – und das fehlt mir in „Elizas Tochter“. Alles erscheint mir als „zu modern“. Jane Austen selbst übte in ihren Werken immer eine Gesellschaftskritik und sehr subtil kann man einige feministische Ansätze herauslesen, es ist aber nie offensichtlich. Joan Aiken hingegen gibt ihrer Figur offen feministische Gedanken, so kritisiert Eliza die Gesellschaft immer wieder und bemängelt dabei vor allem die Situation der Frauen, die in jeder Gesellschaftsschicht sehr fragil ist; und was sie sagt, stimmt natürlich. Und dass eine Frau in Elizas Position, die sozusagen durch alle Raster fällt und in vielfacher Weise eine Außenseiterin ist, tatsächlich stark wahrnehmen muss, wie ungerecht die Gesellschaft Frauen gegenüber ist, diese kritisiert, ist nachvollziehbar, aber in der Art, wie sie es macht, liest man deutlich heraus, dass eine „moderne“ Schriftstellerin ihr diese Worte in den Mund legt.

Abgesehen davon störte mich auch gewaltig, dass die Original-Figuren, die hier auftauchen, kaum oder überhaupt nicht mehr erkennbar sind. Vor allem die Schwestern Elinor und Marianne, aber auch Edward, wirken eher wie bösartig verzerrte Karikaturen. Ich persönlich mag Edward nicht besonders, ich kann auch nicht so ganz nachvollziehen, was Elinor eigentlich in ihm sieht, aber sein Charakter wird bei Joan Aiken komplett gedreht und ihm werden Eigenschaften unterstellt, die er im Original nie zeigt, was ihn zu einer absolut unsympathischen, kleinlichen und eigensüchtigen Figur werden lässt. Elinor ist nur schwach erkennbar, aber es ist nicht vorstellbar, dass aus ihr ein derart verhuschtes Mäuschen wird. Und Marianne als dominante und irgendwie lieblose Ehefrau? Da fehlen mir die Worte...

Es wäre ein wirklich interessantes Werk, wenn es eine eigenständige Welt wäre oder aber wenn die Charaktere näher am Original geblieben wären. So aber hat „Elizas Tochter“ zwar einige starke Szenen, insgesamt aber wirkt es überzeichnet und unrealistisch (oh, denn natürlich lernt Eliza als Kind Samuel Coleridge und William Wordsworth bei ihren Spaziergängen kennen...). „Elizas Tochter“ ist eine durchaus unterhaltsame Lektüre, für die man als Jane Austen-Begeisterte stellenweise starke Nerven braucht, insgesamt ist es aber kein Buch, das man unbedingt lesen muss.

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Rezension zu "Die Hexe von Clatteringshaws" von Joan Aiken

Definitiv nicht meins
someone_out_therevor 2 Monaten

Inhalt: Simon ist der neue König von England doch die Regeln zu Hofe halten ihn gefangen und er wünscht sich nichts sehnlicher als in sein altes Leben zurück zukehren. Um ihrem Freund zu helfen, machen sich Dido und Piers auf den Weg nach Clatteringshaws um einen verschollenen Nachkommen des ehemaligen Königs zu finden. Schon bald geraten sie in einer verzwickte Lage...

Cover und Gestaltung: Das Cover zeigt die Hexe von Clatteringshaws und im Hintergrund das Dorf Clatteringshaws sowie das Ungeheuer dieser Gegend. Die Zeichnungen wirken antik und passen zur Zeit und zum Schreibstil der Geschichte, mich persönlich, spricht es jedoch nicht an. Im Buch findet man kaum Verzierungen, nur zum Beginn eines Kapitels und damit wirkt das Buch fast lieblos gestaltet. 

Meinung: Meine Meinung zu dem Buch ist nicht sonderlich überragend. Gleich zu Beginn schreckte mich der Schreibstil ab, denn die Sätze waren teilweise so lang und schwierig, dass man den Inhalt mancher Stellen gar nicht oder nur mit Mühe verstehen konnte. Auch die vielen englischen und schottischen Ortsbezeichnungen wirken auf den Leser verwirrend und sind zu viel. Die Geschichte konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Teilweise wird sie aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, aber es wirkt so als stünde dahinter kein Plan, denn diese Sichtweisen werden weder mit der Zeit gut zusammengefügt, noch ergänzt sich das Geschehen in irgendeiner Weise. Zwischen drin gibt es immer mal wieder Stellen, an denen ich die Hoffnung hatte, dass es nun besser wird, doch meistens wurde diese Hoffnung schnell wieder von einer unlogischen Handlung zerstört. Manchmal wirken Textstellen als sollten sie lustig sein, aber sie sind so gezwungen auf lustig gemacht, dass es nicht recht funktioniert. Das Ende kommt schnell und plötzlich und ohne den größten Teil der Handlungsstränge aufzulösen.

Fazit: Bei diesem Buch konnte mich weder der Schreibstil noch die Handlung überzeugen. Am Ende bleibt man zurück ohne wirklich sagen zu können, worum es in der Geschichte überhaupt ging und was der Grund der Geschehnisse war und im Nachwort wirkt es so, als wüsste die Autorin das teilweise selbst nicht so ganz. Ich kann dieses Buch nicht empfehlen und gebe ihm einen verdienten Stern, da mich einige Handlungen doch zum schmunzeln bringen konnten und ich manche Ansätze in der Geschichte gut fand.

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Rezension zu "Die Kristallkrähe" von Joan Aiken

Ungewöhnlicher Krimi - für Krimi-Liebhaber interessant
Stephanusvor 3 Monaten

Charles erhält von seiner Schwester, die Ärztin ist, die Diagnose, dass er nur noch kurze Zeit zu Leben hat. Beide kaufen ein Haus in Cornwall und ziehen von London dorthin. Die Erzählerin und ihre Freundin besuchen die beiden und verbringen einige Wochen dort. Im dörflichen Leben ergeben sich erste Risse und die Erzählerin gerät zwischen die Fronten zur Schwester von Charles. Diese scheint die Fäden zu ziehen und allmählich stellt sich heraus, dass diese offenbar geisteskrank ist und sich panisch an Charles klammert. Die Erzählerin befindet sich in einem abschließenden Showdown in Lebensgefahr, bevor es schließlich doch noch zur Rettung kommt.

Aus der Ich-Perspektive erzählt die Autorin eine ungewöhnliche Krimi-Geschichte. Diese ist detailliert ausgearbeitet und erzeugt eine stetige Spannung. Etwas ungewöhnlich ist die Handlung und die Einordnung ins Krimi-Genre. Ich fand es aber ein interessantes Buch mit einer ungewöhnlichen Konstellation und Handlung.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die jüngste Miss Wardundefined
sknaerzle und ich aus der Gruppe "Regency Romane" möchten den Roman "Die jüngste Miss Ward" von Joan Aiken lesen. Die Autorin gilt gemeinhin als "Weiterspinnerin" der Jane Austen Romane. Hier geht es um eine Fortsetzung von "Mansfield Park". Joan Aiken hat den Ward Schwestern noch eine kleine Schwester hinzugefügt.

Weitere bekannte Romane wären z.B.:
Jane Fairfax (anlehnend an Emma)
Emma Watson ( eine Vollendung von den Watson)
Elizas Tochter (Colonel Brandons Mündel aus Verstand und Gefühl)

Klappentext:
Joan Aikens Heldin, Hatty Ward, lebt nicht wie die Schwester in Mansfield Park: Da Hatty weder über eine große Mitgift noch über herausragende Schönheit verfügt, findet sie sich schon bald in der Rolle einer Gouvernante wieder. Und doch werben viele um sie, denn an Tatkraft und Herzensgüte steht sie so schnell niemandem nach. Im Gegenteil, wohin es sie auf Ihrer Odyssee durch die reichen Häuser auch verschlägt, sie fügt sich ein und bewährt sich.

Wir möchten am 11. Februar starten und freuen uns über jeden, der Lust hat, mitzulesen. 
26 Beiträge
Letzter Beitrag von  Tinkenvor einem Jahr

Zusätzliche Informationen

Joan Aiken wurde am 04. September 1924 in Rye (Sussex) (Vereinigtes Königreich) geboren.

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