Joan Anderson Ein Jahr am Meer

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Inhaltsangabe zu „Ein Jahr am Meer“ von Joan Anderson

»Ich hörte ein Prusten und Schnauben, tauchte und schwamm in tieferes Wasser. Die Robben waren da - nicht eine, sondern viele! Sie schienen jetzt Vertrauen zu mir gefaßt zu haben. Auf jeden Fall lösten sie in mir einen Augenblick des Selbstvertrauens aus. Ich wagte es, ein bißchen näher zu schwimmen, denn sie zogen mich an wie ein Magnet. Ich unterlag ihrem Zauber und begann sie nachzuahmen, tauchte, ließ mich von den Wellen wiegen, ließ mich treiben - die Robben und ich, zeitlos im Raum.« Etwa im Alter von 50 - die Söhne sind aus dem Haus, die Ehe ist eher von Gleichgültigkeit geprägt, das Leben geht seinen Gang - tut Joan Anderson etwas, das für alle, nicht zuletzt sie selbst, völlig überraschend ist. Ohne einen äußeren Anlaß dafür zu haben, folgt sie ihrem Mann nicht zu seinem neuen Job an die Westküste, sondern reist ans Meer, ans Cape Cod, wo die Familie ein kleines Cottage hat. Sie tut es, weil sie einen neuen Lebensrhythmus finden will, und taucht mit einigen Befürchtungen, aber auch entschlossen in die neue Erfahrung ein - nicht ohne sich selbst gelegentlich zu fragen, ob sie nicht einfach ein verwöhntes Gör sei. Mit Robben zu baden, im dichtesten Nebel spazieren zu gehen und eine Bekanntschaft zu machen, Fische zu verkaufen und Muscheln zu suchen für den Lebensunterhalt, allein ihren eigenen Bedürfnissen zu folgen: Neugierig und nie frei von Selbstzweifeln meistert Anderson die Herausforderungen der selbstgewählten Einsamkeit. Sie gewinnt eine neue Sicht auf ihre scheinbaren Unvollkommenheiten, begreift das Leben als work in progress. Selbstbewußt und ohne das Gefühl, stets für alles verantwortlich zu sein, kann die Autorin wieder auf ihren Mann zugehen, als dieser beschließt, bei ihr im Cottage zu wohnen.

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    Ein Jahr am Meer
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    15. June 2015 um 17:18

    Mit Spoilern „Die Entscheidung, uns zu trennen, fiel sozusagen über Nacht. Mein Mann kam eines Tages von der Arbeit nach Hause und verkündete, er habe eine neue Stelle Hunderte von Kilometern entfernt angenommen. …" Es ist September, als Joans Mann sie mit der Tatsache konfrontiert, dass er eine neue Stelle angenommen hat. Für Joan hieß dieses aber, ihr bisheriges Leben, das Haus, in dem sie siebzehn Jahre mit der Familie, den beiden Söhnen verbracht hatte, aufzugeben. Doch das wollte sie nicht. Wieder ein neues Leben anfangen, ausgerichtet nach den Wünschen ihres Mannes, nebeneinander her leben. Denn mehr war es nicht mehr. Zitat S. 177 "Vielleicht waren wir zwei müde Seelen, die nur noch Kraft zur Trägheit hatten, sich beide verschlossen und ihre Gefühle für sich behielten." So beschließt sie, sich in die Cottage auf Cape Cod zurückzuziehen, versuchen allein zu leben, klar zu kommen. Aber vor allem herauszufinden, was sie wirklich wollte. Braucht es Mut oder nicht, solch einen Schritt zu gehen? Es ist das Innere, welches sich offenbart und dir sagt "Geh diesen Schritt". Den inneren dunklen Schatten zu überwinden, sich selbst zu finden, für mich ist dieses Buch ein kleines Juwel. Ausbrechen aus dem Alltag, der Beziehung, herauszufinden wer ich wirklich bin, was ich will. Seine eigenen Ansprüche herunterschrauben, von der Natur lernen. "Das Jahr am Meer" erinnert daran, dass unsere Reise nie endet. Es ist ein wunderbar reflektierendes Buch. Hervorheben möchte ich die Begegnung Joans mit den Seehunden, einmal zu Beginn ihres "Jahr am Meer" und dann wiederum fast ein Jahr später im August. Zu diesem Zeitpunkt lässt sie sich für 24 Stunden auf eine kleine Insel, mehr eine Sandbank, fahren. Zitat S. 185 "Ich habe gelernt, auf meine Instinkte zu hören und zu merken, wenn mich etwas beunruhigt … kurz gesagt, auf meine Gefühle und Emotionen zu achten und danach zu handeln, statt vor ihnen wegzulaufen. Das ist der Grund, warum ich mich am frühen Dienstagmorgen per Boot zur äußeren Sandbank fahren lasse, wo ich über Nacht bleiben will, … " Wenn du in deinem Leben eine Zwischenbilanz ziehst, erinnere dich daran, wer du bist und wer du werden möchtest ( - wenn überhaupt -). Joans Monate auf Cape Cod sind nicht einfach. Sie muss hart arbeiten, um ihren Lebensunterhalt kämpfen, doch sie hält durch. Sie macht die Bekanntschaft einer ungewöhnlichen Frau, Joan Erikson, eine alte, weise Frau. "Ein Jahr am Meer", der kurze Infotext zeigt nicht auf, was für ein Juwel sich hier verbirgt. Ein vielschichtiges Buch, getragen durch die Rückblenden, aber vor allem durch den Sprachschatz, die gewählten Worte der Autorin. Es ist ein Buch, das einen nicht los läßt, aber auch ein Mut machendes Buch. Denn wer die Hoffnung verliert, verliert sich selbst. Joan Anderson besitzt die Fähigkeit und den Anmut, ihre Gedanken aufzuschreiben, so dass ich am Ende nur sagen kann "Ein Jahr am Meer" sollte FRAU sich nicht scheuen und dieses Buch wenigstens einmal in ihrem Leben gelesen haben. "Ein Jahr am Meer" von Joan Anderson beginnt mit dem Kapitel "Ebbe" und endet ein Jahr später im September mit "Heimathafen". Zitat ""Würdest du mich zu den Seehunden mitnehmen?, fragt er. "Ich möchte verstehen, warum sie dir so viel bedeuten. Vielleicht reden sie ja sogar mit mir." "Das werden sie ganz bestimmt tun", antworte ich. Genau wie ich, befindet er sich auf einem neuen Weg. Ich kann nur dabeisitzen und dem, was unvollendet an ihm - an uns allen - ist, Ehre zu erweisen.  SEEHUNDFRAU - März Am Anfang war der Gedanke und sein Name war Frau. Sie ist die ALTE Frau, die das Feuer des Lebens schürt. Sie ist die ALTE SPINNENFRAU, die uns miteinander verwebt. Sie ist die älteste Göttin und diejenige, die sich erinnert und ZUSAMMENFÜGT. (Anonym)

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    Ein Jahr am Meer
    Ingrid-Konrad

    Ingrid-Konrad

    28. April 2015 um 23:27

    Nicht ganz so wunderbar wie der dritte Band, aber eine echte Bereicherung. Joan nähert sich dem vermutlich schwierigsten Abschnitt eines weiblichen Lebens. Behutsam und mit Einfühlung. Auch wenn die Geschichte auf der anderen Seite des Atlantiks spielt, frau findet sich hier wieder. Und kann sich verstanden fühlen. Dank der richtigen Worte, die Joan für uns findet. Tröstlich.

  • Rezension zu "Ein Jahr am Meer" von Joan Anderson

    Ein Jahr am Meer
    sanrafael

    sanrafael

    06. March 2013 um 13:09

    Als Joan's Mann einen neuen Job in einer anderen Stadt angeboten bekommt, beschließt sie nicht mit ihm zu gehen, sondern sich in ihr Cottage am Meer zurückzuziehen. "Ein neuer Anfang an einem altbekannten Ort." Sie verkaufen das gemeinsame Haus und Joan nutzt die Zeit über ihr Leben nachzudenken, sich 'selbstzufinden': "Ich war mir selbst noch nie so nahe, doch irgendwie schaffen wir es nicht, Freunde zu werden." ... "Der Nebel legt sich um unsere Gedanken, damit sie Halt finden." Irgendwann pleite, sucht sie sich einen Job im Hafen bei einem Fischhändler. Sie durchstreift die Gegend, telefoniert ab und zu mit ihrem Mann - der ihr trotz der Entfernung immer noch 'fremd' erscheint - und weiß am Ende nicht, ob es ihr recht ist, dass er nach einem Jahr zu ihr ziehen will. ~~~ Langweilig ohne Tiefgang ist alles was man zu diesem Buch sagen kann.

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  • Rezension zu "Ein Jahr am Meer" von Joan Anderson

    Ein Jahr am Meer
    Morella

    Morella

    28. January 2012 um 16:28

    BC ID: 407-10411417
    http://www.bookcrossing.com

  • Rezension zu "Ein Jahr am Meer" von Joan Anderson

    Ein Jahr am Meer
    Lumina156

    Lumina156

    12. August 2010 um 17:53

    Das Buch wurde mir von einer ganz lieben Freundin zugeschickt. Ich habe es gleich heute gestartet und bin BEGEISTERT... Wenngleich ich noch auf den 1. Seiten bin, "durchlebt" man gemeinsam mit Joan Anderson Gefühle, Emotionen, Gedanken, Fragen, Zweifel..... und findet hier und da eigene Gedankengänge wieder.

    Komplette Rezi folgt nach Abschluß der Lektüre ,-)

  • Rezension zu "Ein Jahr am Meer" von Joan Anderson

    Ein Jahr am Meer
    lavendelfreund

    lavendelfreund

    18. July 2010 um 20:36

    "Wir können nichts in Wasser schreiben..., wir können nichts in Wasser meißeln. Die Eigenschaft des Wassers ist das Fließen, und genau so sollten wir das Leben betrachten..., die Empfindungen, negative oder positive. Lehne sie nicht ab, sondern lasse sie stets durch dich hindurch und von dir fließen." Ein Jahr am Meer - das ist nicht nur eine Geschichte einer unvollendeten Frau, es ist ein Seelenfutter für Frauen, die auf der Suche nach sich selbst sind, nach einer Zeit, in welcher sie stets für andere Menschen da waren und sie ihr Leben nach anderen Menschen ausrichteten!!! Gedanken durchziehen diese Geschichte, die meine eigenen sein könnten, nur fehlte mir die Fähigkeit, diese so auszudrücken und festzuhalten. Joan trennt sich für ein Jahr der festgefahrenen Ehe, dem Alltag und erkundet sich selbst neu, indem sie in Einsamkeit der Natur lauscht, sie beobachtet und im Einklang mit ihr lebt. Sie kümmert sich selbst um ihren Lebensunterhalt und lernt auch eine Seelenverwandte kennen, die trotz oder gerade wegen ihres hohen Alters Joan mit Erfahrungen auf diesem Weg der Selbstfindung begleitet.

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