Joan Didion Blaue Stunden

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Inhaltsangabe zu „Blaue Stunden“ von Joan Didion

„In manchen Breitengraden gibt es vor der Sommersonnenwende und danach eine Zeitspanne, nur wenige Wochen, in der die Dämmerungen lang und blau werden. Während der blauen Stunden glaubt man, der Tag wird nie enden. Wenn die Zeit der blauen Stunden sich dem Ende nähert (und das wird sie, sie endet), erlebt man ein Frösteln, eine Vorahnung der Krankheit: das blaue Licht verschwindet, die Tage werden schon kürzer, der Sommer ist vorbei.“ Eine sehr persönliche Bilanz der großen amerikanischen Autorin und ein ehrliches Buch über Tod und Vergänglichkeit, Erinnerung und Alter, über das, was wir verlieren, und das, was bleibt. Backlist abbilden: Das Jahr magischen Denkens ((groß inszenieren oder als Stapel)) + eine Pressestimme dazu: Entweder »Es bricht uns das Herz.« Frankfurter Allgemeine Zeitung Oder "Die beste Feder der amerikanischen Intellektuellen." DER SPIEGEL

Eine Frau, die in kürzester Zeit ihre Tochter und ihren Mann durch Krankheit verliert

— schokoloko29
schokoloko29

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  • Blaue Stunden

    Blaue Stunden
    schokoloko29

    schokoloko29

    05. August 2017 um 19:37

    Joan Didion hat in kürzester Zeit ihren Mann durch Herzversagen und ihre Tochter durch Hirnblutung verloren. Sie beschreibt in einfachen und sehr prägnanten Sätzen den Verlust, das Älterwerden, die Mutter- Kind- Beziehung und die gemeinsame Zeit als Familie.Dieses Buch nimmt einen mit auf eine Reise. Es erzählt den Schmerz, den Verlust und die Verarbeitung der Trauer.Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Autorin vergeht nicht in Selbstmitleid. Sie erzählt in einer einfachen Sprache, wie ihre Tochter Quintana groß wird. Wie sie zur Frau heranwächst und wie sie nachdem sie zwei Jahre künstlich beatmet wird, dann stirbt.Ein sehr gut geschriebenes Buch mit einer ernsten Thematik!

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  • Rezension zu "Blaue Stunden" von Joan Didion

    Blaue Stunden
    Clari

    Clari

    01. March 2012 um 14:50

    Alter, Sterben und Vergänglichkeit: eine kontemplative Abhandlung. Wenn man glaubt, Joan Didion könnte ihre Erinnerungen an ihren Mann und dessen Tod in dem Buch "Das Jahr magischen Denkens" nicht übertreffen, der irrt gründlich. In dem vorliegenden Band mit Lebenserinnerungen an ihre verstorbene Tochter meint man erneut, einer durchsichtigen Seele zu begegnen. Die "blauen Stunden", mit deren Beschreibung Joan Didion ihre Aufzeichnungen einleitet, gibt es nur in bestimmten Regionen der Welt. In ihnen entfernt sich der Tag und geht langsam in die Nacht über, und letzte Sommertage kündigen den Herbst an. Synonym könnte man das Leben empfinden: ein unaufhörlicher Gang dem Tod entgegen. Mit zarten Worten, innigen Beschreibungen und zu Tränen rührender Diktion erinnert sich Joan Didion an ihre Tochter Quintana. "Lässt für die Sterblichen größeres Leid sich denken als sterben zu sehen die Kinder?" Zitiert Didion Euripides. Alles, was diesem Satz folgt, macht deutlich, wie tief der Verlust und wie schmerzvoll die Trauer ist, wenn man sein einziges Kind verliert. Quintana ist ein Adoptivkind und das große Glück und die Freude ihrer Eltern. Beide sind Schriftsteller und voll tiefer Zuneigung, Dankbarkeit und Bewunderung für dieses wunderbare Mädchen mit dem blonden Zopf und dem eigenwilligen Charakter. Zur Hochzeit von Quintana hielt John Dunne, der Adoptivvater, eine liebevolle Rede, in der er von diesem Glück und ihrer gemeinsamen Freude erzählt. Fast muss man von Schicksal sprechen, wenn man erfährt, dass Quintana kurz vor dem plötzlichen Herztod ihres Vaters im Jahr 2003 ins Koma gefallen war. Sie litt an einem septischen Schock als Folge einer Grippe. Nur anderthalb Jahre nach dem Vater stirbt auch Quintana. Die kleine Familie lebte im Dunstkreis von Hollywoodgrößen, Künstlern, Intellektuellen und einem Leben im Luxus. Malibu und New York sind wechselnde Orte, an denen sie sesshaft waren. Jetzt ist Joan Didion alt und befasst sich in ihren Gedanken mit dem eigenen Tod, an den sie in ihren glücklicheren Jugendjahren nie gedacht hat. Es ist die Zeit des Nachdenkens über all' das Vergangene, das gelebte Leben zu reflektieren und sich der Frage nach dem Altern mit allen seinen Beschwernissen zu stellen. "Altwerden ist keine Bagatelle" heißt die Überschrift zur Rezension in der Zeitschrift "Die Zeit,"und wahrlich: so ist es wohl! Joan Didions Erinnerungen sind ein Komplex aus Gedankenfetzen, Fragen, Nachdenken über das Altwerden, Vergänglichkeit und Sterben. Ängstlichkeit, Verzweiflung und Kummer aber auch das beschwörende Wort "in Schwung bleiben" charakterisieren die Jahre nach dem Tod der geliebten Menschen. In ihrer hinreißend feinfühligen Sprache vermittelt uns die Autorin das Glück vergangener Jahre. Szenen aus dem gemeinsamen Leben mit ihrem Mann und der Tochter, Fragen nach Versäumnissen und immer wieder der Unfassbarkeit dem erlittenen Leid gegenüber werden von den anrührenden Assoziationen gespiegelt, mit denen J. D. ihre Gedanken niederschreibt. In dieser Form ein Leben mit allen seinen Höhen und Tiefen zu reflektieren ist eine Kunst, die neben der Autorin Joan Didion ihresgleichen sucht. Man sollte das Buch lesen, denn es ist unvergleichlich sensibel, tiefsinnig, aufbegehrend und klar geschrieben.

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