Das Jahr magischen Denkens

von Joan Didion 
4,3 Sterne bei54 Bewertungen
Das Jahr magischen Denkens
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EarlMobilees avatar

Unfassbar anrührend!

sabotage65s avatar

Das Meisterwerk einer grossen Schriftstellerin.

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Inhaltsangabe zu "Das Jahr magischen Denkens"

Die große amerikanische Schriftstellerin Joan Didion schreibt über die Trauer nach dem Tod ihres Ehemannes und über ihren Versuch, das Unfassbare begreiflich zu machen. Ein sehr offenes, sehr persönliches Buch, das zugleich von beeindruckender Allgemeingültigkeit ist. Joan Didion wurde dafür in den USA mit dem National Book Award ausgezeichnet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548612799
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:11.09.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 08.02.2007 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ferrantes avatar
    Ferrantevor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Jahr magischen Denkens" von Joan Didion

    Joan Didion verliert urplötzlich ihren geliebten Mann John - und schreibt einen Bericht über das Jahr, das darauf folgt. Unprätentios und mit ungetrübtem Blick legt sie Rechenschaft ab über die Trauer, ihre Gedanken und Gefühle, ohne in ihnen zu versinken. Ein trotz der schwierigen Thematik nicht belastendes Buch, das sich fast spannend liest und bereichernd ist aufgrund der tiefen Einsichten und Alltagsbeobachtungen, die die Autorin festhält.

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    S
    sternenhimmel6vor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Jahr magischen Denkens" von Joan Didion

    Eines der grossartigsten Bücher - vom grossen und kleinen Glück, von Mut und Vertrauen, Hoffnung und Verzweiflung, von allem, was das Leben mit sich bringt. Ergreifend und zutiefst berührend, zeigt dieses Buch, was grosse Literatur zu leisten vermag.

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    Claris avatar
    Clarivor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Jahr magischen Denkens" von Joan Didion

    In diesem so fein geschriebenen Buch verarbeitet Joan Didion den plötzlichen Tod ihres Mannes.

    Joan war vierzig Jahre mit dem Schriftsteller John G. Dunne verheiratet, als er am 30. Dezember 2003 an einem akuten Herzinfarkt verstarb.
    Die gemeinsame Tochter Quintana, erst 39 jährig, lag zum Todeszeitpunkt des Vaters nach einem septischen Schock infolge einer Lungenentzündung schon einige Wochen auf der Intensivstation eines New Yorker Krankenhauses und kämpfte um ihr Leben.
    In einer scharfen und sezierenden Beobachtungsweise beschreibt Joan ihr Verhalten im ersten Jahr nach Johns Tod.
    Dabei kommen Erinnerungen an ihr gemeinsames Leben, an Freunde, Reisen, ihre verschiedenen Domizile und Lebensgewohnheiten.

    Joan hatte eine intensive und sehr innige Beziehung zu John, da sie beide als erfolgreiche Schriftsteller arbeiteten.
    Das Jahr magischen Denkens ist ein von ihr genau reflektiertes Verhalten über die Zeit nach und vor dem Tod.
    Dass sie lange die Realität nicht wahrhaben wollte, auch glaubte, den Tod ungeschehen zu machen, wenn sie seine Hinterlassenschaften nicht anrührte oder gar entfernte.
    Sie mag nicht auf bekannten Strassen und Pfaden fahren oder gehen und sie vermeidet alles, was die Todesrealität manifest werden lassen kann.
    Sie ist eine intelligente und wissende, aber auch zarte und empfindsame Frau. Umso erstaunter zeigt sie sich selbst über ihre magischen Denkweisen, mit denen sie den Tod verleugnen möchte.
    Ungewöhnlich ist dieser sensible Erfahrungsbericht, der ohne je selbstmitleidig oder gar rührselig zu sein, die Empfindungen einer feinsinnigen Seele aufzeigt.
    Sie hat mit diesem Buch sicher ihre Trauer zu verarbeiten versucht. Am Ende bleibt die Gewissheit, dass der Verlust einer so sehr geliebten Person, mit der man in gemeinsamer langer Zeit durch Höhen und Tiefen gegangen ist, nie zu verwinden sein wird.
    Sie beschreibt ihr Weiterleben auf einer neuen Ebene, in der die verstorbene Person für immer einen Platz haben wird.

    Über das eigentlich Trauergeschehen hinaus vermittelt der Bericht Einblicke in eine amerikanische Schriftstellerehe und ihr Umfeld.
    Es ist ein tief anrührendes, weises, kluges und ehrliches Buch.

    Wem dieses Thema am Herzen liegt, dem wird Joan Didion viel zu sagen haben.

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    Schiller-Buchhandlungs avatar
    Schiller-Buchhandlungvor 8 Jahren
    Rezension zu "Das Jahr magischen Denkens" von Joan Didion

    "Das Leben ändert sich schnell.
    Das Leben ändert sich in einem Augenblick.
    Man setzt sich zum Abendessen, und das Leben, das man kennt, hört auf."
    Das waren die ersten Worte, die Joan Didion nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes schrieb. Und es waren für längere Zeit auch die Letzten.
    Mit diesen Worten beginnt auch ihr neues Buch, das sich intensiv und sezierend mit ihrer neuen Lebenssituation auseinandersetzt. Ihr Mann, der Schriftsteller John Gregory Dunne erleidet am 30. Dezember 2003 einen Herzinfarkt und stirbt. Ihre Tochter Quintana liegt mit einer lebensbedrohlichen Infektion auf der Intensivstation eines New Yorker Krankenhauses. 5 Wochen nach Erscheinen dieses Buches ist auch sie gestorben.
    Joan und ihr Mann waren vierzig Jahre miteinander verheiratet und haben ihr Leben intensiv miteinander geteilt. Anders als andere Paare konnten sie auch ihren Beruf, das Schreiben, immer in ihrem gemeinsamen Haus ausüben. Sie waren einander im Leben und in der Arbeit alles. Wie geht man mit so einem Verlust um, was macht es mit einem? Kann man einen Sinn darin finden?
    Als Intellektuelle und Schriftstellerin beginnt Joan Didion, Literatur zum Thema Krankheit, Tod und Sterben zu lesen und zitiert aus eine Vielzahl von Werken in ihrem Buch. Sie beschreibt ihre Hilflosigkeit und ihre anfängliche Verweigerung, den Tod Johns zu akzeptieren. Am Ende des Buches, genau ein Jahr nach Johns Tod schreibt sie:
    "Ich weiß, warum wir versuchen, die Toten am Leben zu halten: Wir versuchen sie am Leben zu halten, um sie bei uns zu behalten. Ich weiß auch, dass, wenn wir selbst leben wollen, irgendwann der Punkt kommt, an dem wir die Toten auslöschen müssen, sie gehen lassen, sie tot sein lassen müssen."
    Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so beeindruckt hat. Manche Sätze möchte man sich irgendwo aufschreiben, um sie nicht zu vergessen und sie sich immer wieder hervorholen zu können. Es ist ein Buch, das nicht nur einmal gelesen werden will und das mich sicher lange begleiten wird. (Susanne Martin)

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    Claris avatar
    Clarivor 8 Jahren
    Rezension zu "Das Jahr magischen Denkens" von Joan Didion

    In diesem so fein geschriebenen Buch verarbeitet Joan Didion den plötzlichen Tod ihres Mannes.

    Joan war vierzig Jahre mit dem Schriftsteller John G. Dunne verheiratet, als er am 30. Dezember 2003 an einem akuten Herzinfarkt verstarb.
    Die gemeinsame Tochter Quintana, erst 39 jährig, lag zum Todeszeitpunkt des Vaters nach einem septischen Schock infolge einer Lungenentzündung schon einige Wochen auf der Intensivstation eines New Yorker Krankenhauses und kämpfte um ihr Leben.
    In einer scharfen und sezierenden Beobachtungsweise beschreibt Joan ihr Verhalten im ersten Jahr nach Johns Tod.
    Dabei kommen Erinnerungen an ihr gemeinsames Leben, an Freunde, Reisen, ihre verschiedenen Domizile und Lebensgewohnheiten.

    Joan hatte eine intensive und sehr innige Beziehung zu John, da sie beide als erfolgreiche Schriftsteller arbeiteten.
    Das Jahr magischen Denkens ist ein von ihr genau reflektiertes Verhalten über die Zeit nach und vor dem Tod.
    Dass sie lange die Realität nicht wahrhaben wollte, auch glaubte, den Tod ungeschehen zu machen, wenn sie seine Hinterlassenschaften nicht anrührte oder gar entfernte.
    Sie mag nicht auf bekannten Strassen und Pfaden fahren oder gehen und sie vermeidet alles, was die Todesrealität manifest werden lassen kann.
    Sie ist eine intelligente und wissende, aber auch zarte und empfindsame Frau. Umso erstaunter zeigt sie sich selbst über ihre magischen Denkweisen, mit denen sie den Tod verleugnen möchte.
    Ungewöhnlich ist dieser sensible Erfahrungsbericht, der ohne je selbstmitleidig oder gar rührselig zu sein, die Empfindungen einer feinsinnigen Seele aufzeigt.
    Sie hat mit diesem Buch sicher ihre Trauer zu verarbeiten versucht. Am Ende bleibt die Gewissheit, dass der Verlust einer so sehr geliebten Person, mit der man in gemeinsamer langer Zeit durch Höhen und Tiefen gegangen ist, nie zu verwinden sein wird.
    Sie beschreibt ihr Weiterleben auf einer neuen Ebene, in der die verstorbene Person für immer einen Platz haben wird.

    Über das eigentlich Trauergeschehen hinaus vermittelt der Bericht Einblicke in eine amerikanische Schriftstellerehe und ihr Umfeld.
    Es ist ein tief anrührendes, weises, kluges und ehrliches Buch.

    Wem dieses Thema am Herzen liegt, dem wird Joan Didion viel zu sagen haben.

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    finns avatar
    finnvor 9 Jahren
    Rezension zu "Das Jahr magischen Denkens" von Joan Didion

    reflektionen, trauerarbeit, erinnerungen vortrefflich verwoben in zwei leben

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    Babschas avatar
    Babschavor 10 Jahren
    Rezension zu "Das Jahr magischen Denkens" von Joan Didion

    Die amerikanische Schriftstellerin Joan Didion beschreibt in ihrem autobiographischen Buch die Umstände des Todes ihres Mannes, der Ende 2003 einen Herzinfarkt erleidet, kurz nachdem beide aus dem Krankenhaus kommen, in dem ihre gemeinsame Tochter auf der Intensivstation um ihr Leben kämpft.

    In diversen verschachtelten Rückblenden über ihres und das Leben ihrer Familie gewährt Didion dem Leser tiefe teils philosophisch anmutende Einblicke in ihr Seelenleben und erzählt davon, wie sie im Jahr nach dem Tod ihres Mannes in einer permanenten Zerrissenheit zwischen Verzweiflung und dem Wunsch das Geschehene zu begreifen und zu verarbeiten ihr tägliches Leben meistert.

    Die gut aufbereiteten Informationen und Schilderungen der einzelnen Geschehnisse, auch bzgl. ihrer schwerkranken 39-jährigen Tochter, können begeistern. Etwas ermüdend die zeitweise übermäßigen Zitate und Querverweise auf eigene und sonstige themennahe Literatur, wobei man bedenken muss, dass man es hier mit einer hochintellektuellen Schriftstellerin zu tun hat. Lesenswert.

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    udevor 10 Jahren
    Rezension zu "Das Jahr magischen Denkens" von Joan Didion

    Joan Didion und John Gregory Dunne sind beide bekannte Schriftsteller in New York. Plötzlich stirbt John. Joan aber, eine Intellektuelle durch und durch, begreift es nicht. Immer wieder ertappt sie sich bei dem, was sie magisches Denken nennt: beim Versuch, die Kette von Ursache und Wirkung durch Gedanken und symbolische Handlungen zerreißen zu wollen. Dieses Buch ist ein Bericht gemeinsamen Lebens, kein Roman, sondern eine Reportage unmäßigen Leids, ein Rapport der Verwirrung. Ein modernes Tibetanisches Totenbuch.

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    KarlMays avatar
    KarlMayvor 11 Jahren
    Rezension zu "Das Jahr magischen Denkens" von Joan Didion

    "Das Leben ändert sich schnell.
    Das Leben ändert sich in einem Augenblick.
    Man setzt sich zum Abendessen, und das Leben, das man kennt, hört auf."

    Das waren die ersten Worte, die Joan Didion nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes schrieb. Und es waren für längere Zeit auch die Letzten.
    Mit diesen Worten beginnt auch ihr neues Buch, das sich intensiv und sezierend mit ihrer neuen Lebenssituation auseinandersetzt. Ihr Mann, der Schriftsteller John Gregory Dunne erleidet am 30. Dezember 2003 einen Herzinfarkt und stirbt. Ihre Tochter Quintana liegt mit einer lebensbedrohlichen Infektion auf der Intensivstation eines New Yorker Krankenhauses. 5 Wochen nach Erscheinen dieses Buches ist auch sie gestorben.

    Joan und ihr Mann waren vierzig Jahre miteinander verheiratet und haben ihr Leben intensiv miteinander geteilt. Anders als andere Paare konnten sie auch ihren Beruf, das Schreiben, immer in ihrem gemeinsamen Haus ausüben. Sie waren einander im Leben und in der Arbeit alles. Wie geht man mit so einem Verlust um, was macht es mit einem? Kann man einen Sinn darin finden?

    Als Intellektuelle und Schriftstellerin beginnt Joan Didion, Literatur zum Thema Krankheit, Tod und Sterben zu lesen und zitiert aus eine Vielzahl von Werken in ihrem Buch. Sie beschreibt ihre Hilflosigkeit und ihre anfängliche Verweigerung, den Tod Johns zu akzeptieren. Am Ende des Buches, genau ein Jahr nach Johns Tod schreibt sie:
    "Ich weiß, warum wir versuchen, die Toten am Leben zu halten: Wir versuchen sie am Leben zu halten, um sie bei uns zu behalten. Ich weiß auch, dass, wenn wir selbst leben wollen, irgendwann der Punkt kommt, an dem wir die Toten auslöschen müssen, sie gehen lassen, sie tot sein lassen müssen."

    Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so beeindruckt hat. Manche Sätze möchte man sich irgendwo aufschreiben, um sie nicht zu vergessen und sie sich immer wieder hervorholen zu können. Es ist ein Buch, das nicht nur einmal gelesen werden will und das mich sicher lange begleiten wird.

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    Boriss avatar
    Borisvor 11 Jahren
    Rezension zu "Das Jahr magischen Denkens" von Joan Didion

    Alle die dieses Buch so hoch loben haben wahrscheinlich recht. Alles
    stimmt: sehr einfühlsam, etc... Ich kann es trotzdem nicht zu ende lesen. Alle Krankenhäuser in Manhattan: TRAUERARBEIT in XXL. Vielleicht gibt es Momente in denen ich nach genau DIESEM Buch suche. Aber nicht jetzt! Sorry!

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