Joan Didion Demokratie

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(0)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Demokratie“ von Joan Didion

Die Christians sind eine der reichsten und mächtigsten Familien auf Hawaii. Inez Victor, verheiratet mit einem US-Senator, führt ein glanzvolles Leben: öffentlich an der Seite ihres Mannes, der als Präsidentschaftskandidat für die demokratische Partei antritt, und heimlich an der Seite des zwielichtigen Charmeurs Jack Lovett, der sich in Waffenhändlerkreisen herumtreibt und mysteriöse Verbindungen zu internationalen Geheimdiensten unterhält. Doch hinter der Fassade von Erfolg und Glamour nimmt eine Familientragödie ihren Lauf, bestimmt von Affären, Extravaganzen und Lebenslügen. (Quelle:'Fester Einband/01.08.2007')

Stöbern in Romane

Die Lichter von Paris

Eine Reise ins Paris in der wilden 20er, ein literarischer Hochgenuss . Eine Familiengeschichte und drei berührende Frauen Schicksale

heidi_59

Die Phantasie der Schildkröte

Liebevolle Idee, interessantes Konzept, schöne Umsetzung — mit dem Wermutstropfen einer zu schnellen Charakterentwicklung.

killmonotony

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Ein hübsches Märchen um eine ganz besondere Lottofee

Bibliomarie

Und jetzt auch noch Liebe

Absolut chaotisch!

Lesezeichen16

Sonntags fehlst du am meisten

Über das Abrutschen in die Alkoholsucht und anschließend das zweite, selbstbestimmte Leben.

Waschbaerin

Die Schlange von Essex

statt intelligenter wissenschaftlicher Diskussion überwiegt zunehmend die Liebesgeschichte, die sehr blumige Sprache wirkt verwässert alles

mrs-lucky

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Demokratie" von Joan Didion

    Demokratie

    Holden

    16. March 2013 um 13:10

    Inez Victor, geborene Christian, entstammt einer reichen Hawaiianer Familie, und ist mit dem Kongreßabgeordneten Harry Victor verheiratet, gleichzeitig hat sie über Jahre eine Affäre mit dem zwielichtigen Charmeur Jack Lovett. Über die Jahre wird die desaströse Außenpolitik der USA, va in Südostasien (Vietnam), beleuchtet. Gleich zu Beginn fordert die Ich-Erzählerin "Nennen Sie mich die Autorin", und an zwei Stellen bekommen wir die Anleitung in einem Schreibseminar, den Stil von Joan Didion zu analysieren, alles stilistisch also sehr anspruchsvoll, ich habe vermutlich nicht alles verstanden, aber mit hats trotzdem gefallen.

    Mehr
  • Rezension zu "Demokratie" von Joan Didion

    Demokratie

    emeraldeye

    09. March 2011 um 16:14

    Wie so oft, bin ich auch auf Joan Didion durch Zufall gestossen. In meiner Stammbibliothek ist wieder einmal das Unterste zuoberst gekehrt und die gesamte Belletristik in einen viel größeren Saal verlegt worden. Statt gemütlicher, verwinkelter, mehr oder weniger umeinander gewundener Regale gibt es nun nur noch endlose, breite, stur hintereinander aufgestellte Regalwände. Einmal ordentlich dagegen getreten und sie fallen um wie die Dominosteine am "Domino-Day". Der tiefe Fall der schönen Literatur....nein, nein, so etwas würde ich niemals tun. Obwohl die Vorstellung schon ein leichtes Kitzeln in der Magengrube verursacht.... Doch zurück zu Joan Didion. Es gab eine ganze Reihe verschiedener Titel von ihr zur Auswahl, doch mich hat interessiert, was über Demokratie geschrieben werden kann, dass nicht in einem Sachbuch steht. "Demokratie" ist die Geschichte der traditionsreichen amerikanischen Familie Christian, die ihren Hauptwohnsitz auf Hawai hat. Inez Victor, die älteste Tochter steht im Zentrum der Handlung. Sie ist mit Harry Victor, einem US-Senator, unglücklich verheiratet und hat eine von langen Pausen unterbrochene Affäre mit Jack Lovett, einem undurchschaubaren Lebemann, der sein Geld mit Waffengeschäften verdient. Unentschlossen pendelt sie zwischen beiden Männern hin und her, versucht immer wieder den Ausbruch aus der Ehe und scheitert doch stets an den Zwängen der amerikanischen Gesellschaft der 50iger-70iger Jahre . Erst eine Familientragödie, die die Christians und damit auch ihre unheiligen Verbindungen und Geschäfte schlagartig in die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit rückt, gibt Inez die notwendige Kraft, zu gehen. Doch ihre Entscheidung wird sie nicht glücklich machen.... Das liest sich in der Zusammenfassung wie ein kitschiger Liebesroman, aber "Demokratie" könnte vom Kitsch nicht weiter entfernt sein. In einer harschen, kurz angebundenen Sprache verwebt Didion die inneren Brüche der Familie Christian mit den zum Teil extremen gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen im Amerika jener Zeit. Seien es die Atombombenversuche im Pazifik oder der Vietnamkrieg, alles wirkt sich auch auf die Christians und die sie umkreisenden menschlichen Trabanten aus. Und irgendwann ist alles verloren! Fast dokumentarisch erklärt uns Didion den Zerfall einer Familie. Beim Lesen habe ich so manches Mal überlegt, welche berühmte amerikanische Familie wohl für diesen Roman Pate gestanden hat. Unter dem ungewöhnlichen Erzählstil leidet jedoch der Erzählfluss. Zu oft finden Perspektivwechsel statt, auch die Erzählerin selbst taucht immer wieder als handelnde Person auf. Mal erlebt der Leser Inez Victor direkt, mal ist es das Alter Ego Didions, das darüber berichtet, was Inez ihr erzählt hat. Häufige Wiederholungen von Sachverhalten und Sätzen und die starke Verschachtelung der Handlung machen es nicht gerade einfacher, zu verstehen, worum es der Autorin eigentlich geht. Wer sich jedoch von dem anstrengenden Stil nicht abschrecken läßt, trifft auf eine virtuose Verbindung von Liebesgeschichte, Tragödie und Farce.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks