Joan Fr. Casey Ich bin viele

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Inhaltsangabe zu „Ich bin viele“ von Joan Fr. Casey

Eine junge Frau steht am Fenster und spürt den Wunsch in sich aufsteigen, einfach hinauszuspringen. Sie kann sich den Grund für ihre Selbstmordgedanken nicht erklären und sucht deshalb Hilfe bei einer Therapeutin. Deren Diagnose lautet "Multiple Persönlichkeit". Die beiden Frauen begeben sich nun gemeinsam auf einen langen Weg... "In Joan Frances Caseys Buch berührt einen sowohl der außergewöhnliche Mut der Patientin wie die Hingabe einer Therapeutin und deren Überzeugung, daß die Persönlichkeit dieser jungen Frau, so zerstört sie auch sein mag, in einer liebevollen therapeutischen Beziehung die Kraft hat, sich zu integrieren und wieder ganz zu werden." (New York Times Book Review.)

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  • Rezension zu "Ich bin viele" von Joan Fr. Casey

    Ich bin viele
    tintenmaedchen

    tintenmaedchen

    28. February 2012 um 18:39

    Eine junge Frau steht am Fenster und hat plötzlich das Bedürfnis zu springen. Woher dieses Bedürfnis kommt weiß sie nicht doch sie weiß dass sie Hilfe braucht. So wendet sie sich an eine Therapeutin die ihr mit der Zeit die Multiple Persönlichkeitsstörung diagnostizert. Die beiden arbeiten miteinander und bauen eine tiefe und innige Freundschaft zueinander auf. Der gemeinsame Weg ist lang und steinig doch beide sind bereit ihn zu gehen. Ich habe schon mehrere Bücher zu dem Thema Dissoziative Identitässtörung (früher Multiple Persönlichkeitsstörung) gelesen und Ich bin Viele ist mittlerweile eines der besten die ich kenne. Es reiht sich nicht ein traumatisches Ereignis an das nächste, tatsächlich sind die eigentlichen Traumata eher im Hintergrund der Erzählung. Therapeutin und Patientin entwickeln eine tiefe Freundschaft obwohl immer wieder davon abgeraten wird aber letztendlich ist es genau das was immer wieder hilft. Ein faszinierendes Buch über zwei faszinierende Menschen.

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  • Rezension zu "Ich bin viele" von Joan Fr. Casey

    Ich bin viele
    Flumi

    Flumi

    19. January 2008 um 12:57

    Ein krasses Buch! Es beschreibt die Therapie einer multiplen Persönlichkeit abwechselnd aus der Position der Therapeutin und des "Schwarmes", der/den Patientin/nen. Es handelt sich hierbei um eine zu der Zeit (80er) noch nicht allgemein anerkannte psychische Erkrankung, bei der sich durch Kindheitstraumen in einem Menschen verschiedene Persönlichkeiten entwickeln. Jede von ihnen hat eine individuelle Art zu denken, zu sprechen und sich in ihrem "Heimatkörper" zu verhalten. Teilweise bleiben sie auf einem Altersniveau stehen, teilweise entwickeln sie sich weiter. Bei dieser Patientin bekommt nur eine Persönlichkeit mehr oder weniger alles mit, was passiert, auch wenn sie gerade nicht selbst "draussen" ist. Die anderen Persönlichkeiten haben meist große amnestische Phasen, sind aber innerhalb ihrer Aktivität deswegen nicht weniger leistungsfähig und geben z.B. Unterricht oder schreiben eine Doktorarbeit. Durch die Spaltung ist die Patientin wesentlich leistungsfähiger als nicht kranke Menschen und schläft z.B. nur 4-5 Stunden am Tag. Natürlich machen ihr die pathologischen Verhaltensmuster einzelner Persönlichkeiten und der vielen Persönlichkeiten untereinander schwer zu schaffen. Letztlich wird jedoch das große therapeutische Ziel, die Integration aller Persönlichkeiten und damit psychologisch gesehen die "Gesundung", in Frage gestellt, da die Patientin -wie mir scheint zu Recht- Angst hat, viel zu verlieren. Der Erfahrungsbericht beschreibt sehr deutlich die verschiedenen Entwicklungsphasen der Persönlichkeiten, die sich emotional und psychisch vom Kleinkindalter über eine schwierige Pubertätsphase letztendlich zum Erwachsensein entwickeln. Sehr interessant ist auch die Therapeutin zu beobachten: Es ist die erste "Multiple", die sie behandelt und sie entwickelt innerhalb eines Jahres eine Art Mutterrolle, ohne die therapeutische Arbeit aus den Augen zu verlieren. Diese Zweischneidigkeit ist sehr gefährlich und sie kommt dadurch auch sehr deutlich an ihre menschlichen Grenzen. Sie betont, dass die Behandlungsmethode dadurch zustande kam, dass dies ihr erster Fall dieser Art war und es keinesfalls als üblich und "Exempel" anzusehen ist. Das Buch gibt einen sehr guten Einblick in das Störungsbild, das man sich als Unbeteiligter nur sehr schwer vorstellen kann und es zeigt meiner Meinung nach sehr deutlich die ethische Problematik der Behandlung dieser Störung auf - ist Integration der Persönlichkeiten um jeden Preis richtig und anstrebenswert? Wieviele Seelen können gleichzeitig in einer Brust leben? Wie kann man die authentischen, gesunden Teile der Persönlichkeiten "hinüberretten" in die Integration, wie kann der Patient gleichzeitig seine Eigentständigkeit behalten während dieser emotional extrem schwierigen Entwicklung?

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