Joan Rylen

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Autor von Getaway Girlz.

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Joan RylenGetaway Girlz
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Getaway Girlz
Getaway Girlz
 (1)
Erschienen am 13.04.2012

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Rezension zu "Getaway Girlz" von Joan Rylen

unausgereiftes Buch über seltsame Frauenstereotypen
takarondevor 4 Jahren

Fangen wir mit der Geschichte an, die es zu erzählen gilt: Ein Frau reist mit ihren Freundinnen nach Mexiko, um Urlaub nach einer stressigen Scheidung zu machen. Sie lernt dort einen Seifenopernstar kennen, der am nächsten Morgen tot aufgefunden wird. Prompt steht sie unter Mordverdacht und ihre Freundinnen tun alles, um sie aus diesem Dilemma heraus zu holen.

Das erste, was mir an diesen Damen aufgefallen ist, ist ihre Art mit fremden Menschen umzugehen. Besonders wie sie sich in Mexiko den Angestellten gegenüber verhalten ist unmöglich. Angeblich sind sie alle jenseits der Zwanzig, vom Verhalten her erscheinen sie mir aber wie Teenager, die endlich sturmfreie Bude haben. Springbreak für Erwachsene - anders ist für mich der Alkoholkonsum nicht erklärbar.

Die Story schreitet langsam voran und man fragt sich seitenweise, wann denn der Krimiteil endlich anfängt. Das dauert, weil man sich erst einmal durch sämtliche Vorgeschichten der beteiligten Hauptakteure arbeiten muss. Irgendwann kommt dann auch die Meldung, dass der Seifenopernstar tot ist. Jedoch mit wenig Elan oder irgendwie so gar nicht geheimnisvoll.

Die ganze Geschichte verläuft sich immer wieder in Nebensächlichkeiten. So versuchen die vier Damen einer vermeindlichen Täterin zu folgen und landen auf einem Markt. Statt sich auf die weitere Suche nach der Täterin zu machen, geraten die Damen in einen Kaufrausch. Und die Autorinnen mit ihnen, anders sind die detaillierten Beschreibungen der gekauften Artikel nicht zu erklären. Da gerät doch glatt zur Nebensache, dass man in Mexiko festsitzt und wahrscheinlich bleibt, wenn niemand anderes als Täter gefunden wird.

Realismus ist in diesem sowieso Buch nicht zu finden. Stattdessen wird jedes (aber auch tatsächlich jedes) mögliche Klischee bemüht. Bis zur Genüge werden Männer mit ein bisschen Augenaufschlagen und Powackeln um den Finger gewickelt, bis zum Erbrechen wird gebechert und schlussendlich wird auch noch jeder herumlaufende Einheimische mit Pseudospanisch genervt. Mir kommen die Hauptakteurinnen vor wie die Stars einer billigen Seifenoper als Leser fühlt man sich wie vor einer solchen. Man sieht hin obwohl man weiß, dass man es besser nicht tun sollte. Dieses Buch ist genau so. Man liest, doch man sollte es eigentlich nicht tun.

Für den Leser meiner Meinung nach ein Zumutung. Dazu kommen dann noch diverse Schreibfehler, falsche Satzkonstruktionen und ein wohl komplett fehlender Editor. Gepaart mit einen Schreibstil, an den ich mich nicht gewöhnen konnte und auch nicht wollen würde.

Alles zusammen Gründe genug das Buch nicht beenden zu wollen, doch die Neugier nach dem tatsächlichen Täter lässt einen das Buch nicht weglegen. Wird er schließlich entdeckt, ist es das aber auch. Meiner Meinung nach ist nicht einmal der Plot in sich stimmig.

Sagen wir es mal so: Das Autorenteam kann sich noch gewaltig steigern. Ich werde jedenfalls mit dem nächsten Buchkauf warten, bis die Steigerung tatsächlich eingetreten ist, um zu vermeiden noch so einem Werk wie diesem zu begegnen.

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