Durch diesen Roman habe ich mich zum ersten Mal mit der Tänzerin Anita Berber beschäftigt. Mit ihrer Persönlichkeit konnte man während des Lesens nicht warm werden, dennoch übt sie eine Faszination auf die Menschen aus, wie auch schon andere Ikonen aus den 20er Jahren (Marlene Dietrich, Josephine Baker etc.) Berlin war wohl ziemlich rau und wild, und das bekommt man als Leser zu spüren. Der Roman ist generell in einer düsteren Grundstimmung gehalten, die ganz gut die vergangenen Kriegsjahre und die Inflation widerspiegelt. Einige Gemälde von Otto Dix werden im Roman angesprochen, auch Johanna Ey hat einen kurzen Auftritt, was für Kunstfans interessant ist.
Ich fand den Roman gut und flüssig zu lesen, die Handlung blieb allerdings sehr oberflächlich (was eventuell auch der geringen Seitenanzahl geschuldet ist). Man langweilt sich nicht, es ist aber auch kein Roman, den man in Erinnerung behält.
























