Noble Gesellschaft

von Joan Weng 
4,1 Sterne bei49 Bewertungen
Noble Gesellschaft
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Positiv (36):
engineerwifes avatar

Eine sehr talentierte und sympathische junge Autorin ... die Leserunde hat sehr viel Spaß gemacht ... :)

Kritisch (2):
H

Kein Spannungsbogen, verwirrend, eher ein Gesellschaftsroman als ein Krimi

Alle 49 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Noble Gesellschaft"

Der schönste Mann der UFA ermittelt wieder.

Berlin im Herbst 1925: In der noblen Gesellschaft ist ein Dienstmädchen verschwunden. Ein alter Bekannter erzählt Carl von Bäumer, Starschauspieler der UFA, bei einem Galadinner davon – und schon am nächsten Tag ist er tot. Handelt es sich wirklich um Selbstmord? Carl glaubt nicht daran und forscht nach den Hintergründen. Gemeinsam mit Kommissar Paul Genzer taucht er tief ein in Berlins Gesellschaft der Zwanziger Jahre. Und plötzlich befinden sie sich in einem Verwirrspiel aus Rache, Diamantenschmuggel und jahrzehntealtem Hass.

Ein Kriminalfall in der Welt der Goldenen Zwanziger.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746632766
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:19.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Nadezhdavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Als Krimi mittelmäßig, aber interessantes Setting und spritziger Schreibstil
    Als Krimi mittelmäßig, aber interessantes Setting und spritziger Schreibstil

    Ich muss gestehen, dass ich bei den vielen skurrilen, meist auch schwulen Von-und-Zus gleich mal den Überblick verloren habe; und da ich das eBook gelesen habe, war es mir zu mühsam, ständig ins Personenverzeichnis zurückzublättern.

    Mir hat in diesem Buch auch mal mindestens eine starke Frauenfigur zwischen all den Männern gefehlt, die sich nicht nur dämlich verhält, ihre Nägel pflegt oder dringend geheiratet werden möchte.


    WIE der Mord vonstatten gegangen war, wusste ich auch schnell (kann es sein, dass es einen Krimi mit einem ähnlichen Detail bei Sherlock Holmes gibt? oder irgendeinem anderen Klassiker? ich kannte es jedenfalls schon) - daher war ich zeitweilig etwas genervt von dem Buch.


    Nachdem ich irgendwann aber aufgegeben hatte, die Figuren sauber auseinanderzuhalten, und es mir daher letztendlich auch egal war, WER der Mörder war, habe ich den Krimi mit Genuss gelesen - aufgrund des Settings, der spritzigen Dialoge, der liebenswerten Nebenfiguren, des witzigen Ermittlerpaars, des süßen und wertvollen Katerchens - und nicht zuletzt, weil ich so gern wissen wollte, wie Willi Genzer jetzt sein Privatleben wieder organisiert kriegt. Die Lösung hat mir gefallen, denn Christine mochte ich sehr gern.


    Ich hatte also durchaus Lesespaß, was aber weniger an der Krimihandlung lag als vielmehr an der erfrischenden Schreibe von Joan Weng.

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    Antekvor einem Jahr
    Kurzmeinung: „Ganz großartig, besser wäre kaum auszuhalten!“
    „Ganz großartig, besser wäre kaum auszuhalten!“

    Joan Weng hat mich mit ihrem ersten Fall „Feine Leute“ gekonnt ins Berlin der 1920er Jahre entführt und mich mit ihrem Roman „Das Cafe unter den Linden“ regelrecht verzaubert. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, als ich entdeckt habe, dass es inzwischen auch einen zweiten Fall für Carl und Paul gibt und ich wurde nicht enttäuscht.

    Auch ein Starschauspieler der UFA muss beständig für Werbung sorgen und was bietet sich besser an als ein Galaabend für Kriegsblinde? Wohltätigkeit kommt immer gut an. Dort trifft er auf seinen alten Bekannten, das Fliegerass Max von Volkmann, dieses selbstgefällige Ekel. Von ihm erfährt er von einem verschwundenen Dienstmädchen in der noblen Gesellschaft. Äußerst seltsam daran ist, dass diese Lotti einer Esther, die vor Jahren spurlos verschwunden ist, so ähnlich sieht und die Viktor von Rossmann, Gerüchten zufolge, angestellt hat, weil es sich bei Esther um seine Jugendliebe gehandelt hat. Noch mysteriöser ist, dass ebendieses Fliegerass laut Paul am nächsten Tag Selbstmord begangen haben soll. Nie im Leben begeht ein solch selbstverliebter Mann, der zudem noch morgens Theaterkarten für den nächsten Tag bestellt hat und sowieso schon seit Wochen wusste, dass seine Exverlobte ein Verhältnis hatte, wegen der Nachricht, dass sie nun heiraten werde, Selbstmord. Paul, der auf Wunsch des Reichspräsidenten, dem Patenonkel des Toten, diskret mit den Todesumständen umgehen und das Andenken als Kriegsheld nicht gefährden soll, will sich nicht weiter mit dem Fall beschäftigen. Er lässt sich aber auf Zetern von Carl zu der Wette hinreißen, dass im Urlaub den Abwasch erledigen muss, wer Recht in der Frage Selbstmord, ja oder nein behält. Wer nun wissen will, wer sich, nach einigen weiteren Leichen, einem gestohlenen Rubin, aufgeschlitzten Katzen und  kniffeligen Ermittlungen, die Schlacht mit der eingebrannten Bratkartoffelpfanne liefern wird, muss selber lesen.

    Als Leser darf man die Ermittlungen der beiden begleiten. Da Carl großen Erfolg mit seiner Rolle als „Comte Le Juste“ hat, kann er unter der Tarnung, für seine Rolle als Meisterdetektiv die Ermittlungsarbeit zu studieren, Polizeiuntersuchungen begleiten und auch selbst ohne misstrauische Fragen Nachforschungen betreiben. Der Fall an sich ist spannend und ich war von Anfang an am Rätseln, war es Mord oder Verzweiflung, die dem Fliegerass das Leben gekostet hat, wer könnte für Mord infrage kommen, außer meinem einzigen Verdächtigen und was haben verschwundenen Mädchen mit dem Ganzen zu tun? Weitere Tote, vermeintliche Selbstmorde und ein Diamantenraub halten die Spannung konstant hoch und wenn man dann glaubt, der Fall sei gelöst, hat die Autorin noch einmal eine gehörige Überraschung in petto, die bis zum Ende einen fesselnden Krimi beschert. Nebenbei bekommt man einen Einblick ins Alltagsleben der Protagonisten, der mehr als gelungen, authentisch und amüsant ist und mir daher super gut gefallen hat.

    Der Sprachstil der Autorin liest sich einfach herrlich, locker leicht und man fliegt fast durch die Seiten. Man darf unheimlich viel schmunzeln, dafür sorgen viel witzigen Szenen wie z.B. Effis Geisterbeschwörung, schließlich muss man den spukenden Gnädigen doch „bitten nicht im Dienstbotenbad umzugehen, weil das gehörte sich wirklich nicht.“, oder Tippfräulein Gretas Reaktion, die  Pauls Kollege Alfred Kapp mit den Worten „Die Hölle brach los“, beschreibt. Richtig klasse sind auch die unzähligen schlagfertigen, spitzen Dialoge und Antworten, wie „Ich muss leider gehen Ihr Zynismus kotzt mich ganz kolossal an. Ich hoffe aufrichtig wir sehen uns nie wieder!“.

    Hier ermitteln der schönste Mann der UFA Carl von Bäumer und Kommissar Paul Genzer. Die beiden sind ein herrliches Gespann, glücklicherweise hält sie der Unzuchtsparagraph nicht davon ab ein Paar zu sein. Carl ist ein dickköpfiger, hübscher junger Mann, der manchmal ganz schön trotzig sein kann. Trotzdem seine „Sympathie natürlich nicht käuflich war, aß er für sein Leben gern sehr gern Nougat.“, sollte man vielleicht auch noch erwähnen. Paul Grenzer, ist der Ältere, Ruhigere und Gelassenere von beiden, schätzt Carls Unterstützung, aber ist auch immer wieder genervt von dessen Mordtheorien. Da kann schon einmal mit den Worten „Natürlich spielst du auf der Leinwand einen recht passablen Detektiv, aber deshalb bist du eben noch lange kein Polizist. Ich halte mich ja auch nicht für einen Schauspieler, nur weil ich auf der letzten Weihnachtsfeier ein Krippenschaf dargestellt habe.“ kommen, verbunden mit der Ansage, das Ermitteln doch den Profis zu überlassen. Auch die Nebendarsteller sind originell und äußerst liebevoll erdacht und gezeichnet, bei Effi angefangen, die fest von ihren Worten „Köchin, wach doch uff! Ick glob, ick hab ´nen Jeist jesehen!“ überzeugt ist, über den Drehorgelspieler mit seinem Äffchen Coco, dem Hüter der Sammelbüxe, der „je nach Großzügigkeit des Spenders elegante Kratzfüße ausführte, Damen die Hand küsste oder aber angewidert mit dem Säbel drohte.“, bis hin zu  Pauls Schwager Willi, den man am Ende der Geschichte endlich zu Weihnachten besuchen kann, ohne Magenkrämpfe zu bekommen.

    Joan Weng nimmt den Leser mehr als gekonnt mit nach Berlin und in die Welt der Goldenen Zwanziger. Affären, Mesalliancen stehen an der Tagesordnung, man tanzt in Seidenstrümpfen Shimmy und Charlston, Zuhause wird der rotseidene, mit Hermelin besetzte Hausrock getragen, Salz und Pfeffer Mäntel sind der Renner und die Stiefel des Herrn werden gewichst. Es gibt ein Fräulein von der Vermittlung bei Telefongesprächen und die nicht ganz so noble Gesellschaft muss sich im wollenen Jumper mit Malzkaffee und Schrippen zum Frühstück begnügen. Immer wieder darf auch jemand in Dialekt zu Wort kommen, so kann man auf dem Wochenmarkt schon einmal den guten Rat „Essen Se nur viel Zuckerzeugs so wir´s janz jewiss een Stammhalter. Die Jungen, die mengen´s süß.“ hören.

    Alles in allem bin ich auch von „Noble Gesellschaft“ regelrecht begeistert. Die Autorin hat mich mit liebenswerten, originellen und authentischen Darstellern gekonnt ins Berlin der 20er Jahre entführt und mit einem kniffeligen Fall von Anfang bis Ende spannend unterhalten.

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    EllenLavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ruhiger, sprachlich sehr schöner Kriminalroman. Intelligente Auflösung und stimmige Figuren.
    Hab ich sehr gerne gelesen

    Ich bin durch Zufall über den Krimi gestolpert und obwohl ich sonst kein Krimileser bin, fand ich ihn sehr überzeugend. Die Zeit wird gut uns stimmig eingefangen, die Ermittler sind symphatisch. Hat mir gefallen.

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    abetterways avatar
    abetterwayvor einem Jahr
    Noble Gesellschaft

    Inhalt:
    "Der schönste Mann der UFA ermittelt wieder. Berlin im Herbst 1925: In der noblen Gesellschaft ist ein Dienstmädchen verschwunden. Ein alter Bekannter erzählt Carl von Bäumer, Starschauspieler der UFA, bei einem Galadinner davon – und schon am nächsten Tag ist er tot. Handelt es sich wirklich um Selbstmord? Carl glaubt nicht daran und forscht nach den Hintergründen. Gemeinsam mit Kommissar Paul Genzer taucht er tief ein in Berlins Gesellschaft der Zwanziger Jahre. Und plötzlich befinden sie sich in einem Verwirrspiel aus Rache, Diamantenschmuggel und jahrzehntealtem Hass. Ein Kriminalfall in der Welt der Goldenen Zwanziger."

    Meinung:
    Obwohl man das erste Buch nicht gelesen hat kommt man gut in das Buch hinein obwohl durch die Figuren es am Anfang ein wenig schwer fällt, allerdings ist der Spannungsaufbau so gut das man das Buch nicht zur Seite legen kann.
    Ein wunderbarer Krimi mit dem Ambiente der 20er, wunderbar zum mitraten und das Buch hat einen ganz eigenen Charakter, welcher das Buch zu einer Besonderheit macht.

    Fazit:
    Wunderbares Buch. Ich werde das Buch weiterempfehlen.

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    Blausternvor einem Jahr
    Noble Gesellschaft

    Berlin im Jahre 1925: Carl von Bäumer besucht eine Wohltätigkeitsveranstaltung und trifft dort auf seinen Bekannten Max von Volkmann. Dieser erzählt ihm, dass ein Dienstmädchen verschwunden ist und ermordet wurde. Daraufhin ist am nächsten Tag auch Max tot, und alles sieht nach einem Selbstmord aus. Daran glaubt Carl jedoch nicht und stellt Nachforschungen an. Sein Freund Paul Grenzer, der Kommissar der Berliner Polizei und mit ihm heimlich liiert ist, steht ihm mit seiner Hilfe zur Seite. Weitere Verwicklungen machen die Sache schwierig und noch mehr Morde geschehen.
    „Noble Gesellschaft“ ist der 2. Band mit Carl von Bäumer und Kommissar Paul Grenzer. Um diesen zu verstehen, muss man aber nicht den ersten Band gelesen haben. Es geht hier zwar auch um Ermittlerarbeit, aber doch nur nebensächlich. Überwiegend kommt hier das Leben in den goldenen zwanziger Jahren mit der Oberschicht zu Wort, wie sie in Saus und Braus leben, in den Tag hinein, feiern, sich mit Drogen berauschen und lockeren Sexgelüsten nachgehen. Auf der Gegenseite werden die armen Leute dargestellt, wie sie ums Überleben kämpfen. Die Perspektiven wechseln ständig, dadurch muss man sich zwar sehr konzentrieren, macht das Ganze aber hochspannend. Auch für überraschende Wendungen ist gesorgt. Es spielen eine Menge Personen mit, die letztendlich alle irgendwie miteinander verbunden sind und absolut lebendig wirken. Wie gut, dass es ein Personenregister gibt. Carl und Paul leben in einer Beziehung, die damals noch verboten war. Carl kommt als ziemlich verzogener großer Junge rüber, während Paul sich wissender vorkommt. Der Schreibstil entspricht dem Jahrzehnt und auf humorvolle Weise ist er gut zu lesen.

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    EniFalkenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wow! Einfach ein Lesevergnügen!
    Wow! Einfach nur Wow!

    Wie einige der anderen Rezensenten durfte ich Wengs Krimi im Rahmen der Literatur AG meines Gymnasiums lesen und ich bin total begeistert. Der Roman ist sehr, sehr gut recherchiert und man spürt die Zeit richtig mit. Ich denke, das liegt an so kleinen Details und natürlich an der Sprache. Wow, schreibt die übelstgeil! Einfach krass, bei manchen Sätzen hatte ich Gänsehaut! Dazu die symphatischen Protagonisten, mein persönlicher Favorit war Carl und natürlich Horatio. Was mir auch sehr gefiel, ist, dass die Figuren leicht edgy waren, Willi, der Macho mit dem Kriegstrauma oder Alfred Kapp, der homosexuellen Hasser mit der jüdischen Freundin. Keiner, der so ein Schemareißbrettmensch ist.
    Und dann der Fall, einfach übelstgeil. Durchgehend spannend, ohne auf so peinliche Weise nach Effekten zu geifern. Wenn ich nochmal was über Psychophaten lesen muss, fang ich an zu kotzen!  Auch gut fand ich die Perspektivenwechsel - ganz ehrlich, wer's nicht schnallt, soll sich nicht beschweren. Ist ja peinlich! "Ich bin zu doof, ich versteh's nicht, das Buch ist schlecht!" ;) Mann, mann!

    Der Roman ist anders und bestimmt kein Einheitsbrei. Einfach super! Auch geil, dass der Verlag sich sowas traut, die hätten ja auch den 25757832587 Psychothriller einkaufen können. Ich hoffe, es gibt noch mehr!

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr interessanter historischer kriminalroman
    Sehr interessanter historischer Kriminalroman

    Noble Gesellschaft ist der zweite Teileiner Buchreihe.Man muss den Vorgänger aber nicht zwingend kennen,um diese Lektüre zu lesen.
    Wir schreiben das Jahr 1925 in Berlin.Der Schauspieler Carl von Baumer lebt in einer heimlichen Beziehung mit dem kommissar Paul Grenzer.Bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung trifft er seien alten Bekannten Max von Volkmann wieder.Dieser erzählt ihm das ein Dienstmädchen ermordet wurde.Am nächsten Tag findet man volkman tot auf.Doch Carl glaubt nicht an Selbstmord und beginnt eigenmächtig mit den Ermittlungen.Diese erweisen sich als sehr schwierig,denn weitere Morde geschehen.


    Das Buch hat mich gleich in den Bann gezogen.Der Schreibstil ist leicht und flüssig und man kommt mit dem Lesen gut voran.Einmal angefangen mit Lesen möchte man nicht mehr aufhören.
    Die Protoganisten werden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir bildlich gut vorstellen.Besonders Carl fand ich sehr sympatisch.
    Viele Szenen werden sehr detailliert beschrieben und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mit ermittelt und mit nachgeforscht.
    Der Autor versteht es sehr gut uns in die Welt der noblen Gesellschaft zu verführen .Durch die guten Recherchen erfahren wir viel über das Leben der reichen Leute zu jener Zeit.Da stehen Partys,Drogen, heimliche Machenschaften und Intrigen auf der Tagesordnung.Währenddessen musste das arme Volk in Armut leben.
    Die Spannung bleibt von Anfang bis Ende erhalten und so kommt nie Langeweile auf.


    Das Cover finde ich auch sehr interessant.Es passt genau zum Buchtitel und der Geschichte.


    Mir hat das Lesen dieses Buches sehr viel Freude bereitet und ich wurde in eine vergangene spannende Nobelwelt entführt.Dieses Buch ist sehr lesenswert.

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    BuchNotizens avatar
    BuchNotizenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eher ein Gesellschaftsroman, als ein spannender Krimi.
    Mord in der noblen Gesellschaft von Berlin

    „Noble Gesellschaft“ wird vom Verlag als ein Kriminalroman verkauft. Viele Krimifans könnten enttäuscht sein, den die Ermittlerarbeit kommt eindeutig zu kurz. Dafür lohnt es sich, in das Berlin der zwanziger Jahre und der noblen Gesellschaft einzutauchen. Die Autorin Joan Weng hat den Zeitgeist der Weimarer Republik gut eingefangen. Die Lösung des Falls geschieht eher zufällig. Die Auflösung ist stimmig und glaubwürdig.

    In den ersten Kapiteln werden viele neue Figuren eingeführt. Gut, dass die Autorin daran gedacht hat, eine Namensliste mitzuliefern, die gleich am Anfang des Buches steht. Die Figuren sind gut beschrieben, hätten aber etwas mehr in die Tiefe gehen können. Mit den Hauptprotagonisten Carl und Paul musste ich erst warm werden. Carl benimmt sich zeitweise, wie ein verwöhntes Kind und Paul, der ein paar Jahre älter ist, behandelt ihn manchmal von oben herab. Carl und der rothaarige, sommersprossige Bilderbuchsozialist Paul, sind ein Paar. In der Familie gehen sie damit offen um, in der Öffentlichkeit bemühen sie sich um Distanz, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen. Paul kann es nicht riskieren, wegen § 175 angezeigt zu werden. Der § 175 stellte Homosexualität als Straftat dar und wurde als „Unzuchtsparagraf“ bezeichnet, der zum „Schutz der Volksgesundheit“ eingeführt wurde.

    In den zwanziger Jahren ging es in Berlin in der oberen Schicht ziemlich locker zu. Die Oberschicht war erfolgsverwöhnt und gelangweilt, schlürfte Champagner und schnupfte Kokain, nahm es mit der Treue nicht so ernst und suchte nach immer neuem Kick. Mit dem Proletariat wollte sie nichts zu tun haben und die sozialistische Bewegung war ihnen suspekt. Beim Lesen gewann ich den Eindruck, dass jeder etwas zu verbergen hat.

    Wenn Carl, als ein Teil dieser gelangweilten noblen Gesellschaft, nach Informationen sucht, braucht er sich nur an seine Schwester Urte zu wenden, die immer bestens informiert ist. Willi, Pauls älterer Bruder dagegen kann mit vielen Informationen aus der Berliner Unterwelt dienen, da er es mit seinen Geschäften nicht so ganz genau nimmt. Muskel-Adolf, der Herr über diese Unterwelt macht Geschäfte mit und durch die noble Gesellschaft.

    Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und humorvoll und sprachlich dem Zeitgeist angepasst.

    Die „Noble Gesellschaft“ ist bereits das zweite Buch mit dem Filmstar Carl von Bäumer und dem Kommissar Paul Genzer. Der erste Fall der beiden wird in „Feine Leute“ geschildert.

    „Noble Gesellschaft“ ist eher ein Gesellschaftsroman, als ein spannender Krimi. Wer in die Goldenen Zwanziger in Berlin eintauchen möchte, liegt mit diesem Roman richtig. Das Buch mit den amüsanten Verwicklungen und etlichen Toten lässt sich schön lesen.


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    S
    Sanya03vor 2 Jahren
    Überraschend gut

    Ein Buch, dass mich wirklich überrascht hat.
    Carl von Bäumer, berühmter Schauspieler und in einer Beziehung mit Kommissar Paul Genzer, erfährt von einem alten Bekannten, dem Fliegerass Max von Volkmann, vom Verschwinden eines Dienstmädchens. Am nächsten Tag ist Max tot. Alles deutet auf einen Selbstmord hin, doch die Geschichte ist wesentlich komplizierter als sie zunächst scheint.
    Man kann kaum eine Rezension verfassen, ohne zu viel zu verraten. Aber dieses Buch hat mich wirklich überzeugt. Es treten zahlreiche Figuren auf, die aber alle irgendwie miteinander zusammenhängen. Teilweise werden die Verknüpfungen erst später klar, aber niemand kann einen Schritt machen, ohne dass ein anderer Charakter davon beeinflusst wird. Ein Mädchen, das vor Jahren verschwand, vier Freunde, die sie alle kannten und vielleicht zu ihrem Verschwinden beigetragen haben und eine Geschichte, die sie alle ins Verderben reißen wird. Eine Geschichte voller Wendungen vor dem beeindruckenden Hintergrund der gesellschaftlichen Konventionen der 20er-Jahre, die ich ohnehin faszinierend finde. Ein Werk, dass mich wirklich beeindruckt hat und für mich nur eine kleine Schwäche hatte, nämlich dass es aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wurde und man wirklich dran bleiben musste, um die Figuren gerade am Anfang auseinanderzuhalten. Es hat dennoch einfach viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, weil es einfach immer wieder neue Überraschungen bereithielt.

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    LisaMartinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein mörderisch guter Gesellschaftsroman!
    Ein mörderisch guter Gesellschaftsroman

    Die "Noble Gesellschaft" von Joan Weng hat mich restlos überzeugt, auch wenn ich gegen die Lektüre in unserem Leseclub gestimmt habe. Um ehrlich zu sein, habe ich nach dem Cover einen langweiligen Krimi erwartet und ich lese keine Krimis, für so ein bisschen Mörderjagd ist mir meine Zeit zu schade. Aber Wengs Werk ist mehr ein sehr vielschichtiges Gesellschaftsporträt das durch eine Reihe von Verbrechen zusammengehalten wird. Die Sprache ist wunderschön, die Zeit wird eindringlich und sehr detailreich geschildert, die Protagonisten sind teilweise sehr liebenswert, teilweise auch starke Kinder ihrer Zeit. Ich persönlich mochte vor allem Willi Genzer, aber natürlich auch Carl sehr. Die Auflösung der Morde war beeindruckend logisch und wenn man, wie wir es getan haben, das Buch gründlich bespricht, auch sehr gut im Text vorbereitet. Ich mochte auch die mutliperspektivische Erzählweise, da so ein tiefer Einblick in die Psyche der Zeit möglich war.

    Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich viel Vergnügen an diesem anspruchsvollen Roman hatte.  Ich hoffe, Frau Weng schreibt schnell weiter!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Joan9114s avatar

    Liebe Lovelybooks Leser,

    heute ist „Noble Gesellschaft“ erschienen – der zweite Band der historischen Krimiserie um den Stummfilmstar Carl von Bäumer. Ich möchte euch ganz herzlich zu meiner Leserunde einladen und darum geht es im Roman:

    Berlin im Herbst 1925: In der noblen Gesellschaft ist ein Dienstmädchen verschwunden. Ein alter Bekannter erzählt Carl von Bäumer, Starschauspieler der UFA, bei einem Galadinner davon – und schon am nächsten Tag ist er tot. Handelt es sich wirklich um Selbstmord? Carl glaubt nicht daran und forscht nach den Hintergründen. Gemeinsam mit Kommissar Paul Genzer taucht er tief ein in Berlins Gesellschaft der Zwanziger Jahre. Und plötzlich befinden sie sich in einem Verwirrspiel aus Rache, Diamantenschmuggel und jahrzehntealtem Hass.

    Ein Kriminalfall in der Welt der Goldenen Zwanziger.

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    Der Aufbau Verlag verlost unter allen Bewerbern, die sich bereit erklären, aktiv an der Leserunde teilzunehmen und das Buch zu rezensieren, 25 Exemplare.

    Ich bin schon sehr gespannt auf die Leserunde!

    Ich freu mich auf euch,
    Joan Weng

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