Joana A. Reiterer Hexenkind

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Inhaltsangabe zu „Hexenkind“ von Joana A. Reiterer

Mit 16 wird die Nigerianerin Joana von ihrem Vater als Hexe gebrandmarkt und verstoßen. Auch ihr späterer Ehemann beschuldigt sie eine Hexe zu sein und zwingt sie, sich einem qualvollen Ritual zu unterziehen. Dreizehn Jahre später kehrt Joana zurück nach Afrika, an den Ort ihrer schrecklichen Erinnerungen. Erschüttert sieht sie, dass sich nichts verändert hat. Doch diesmal nimmt sie den Kampf gegen Aberglauben und Gewalt auf. Bei einem Treffen mit ihrem Vater kommt es zum Eklat -

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  • Leserunde zu "Hexenkind" von Joana A. Reiterer

    Hexenkind
    Mia-S

    Mia-S

    18. March 2016 um 15:50

    Ich habe dieses Buch in verschiedene Module unterteilt. Immer in 5-Schritten lesen wir dieses Buch (letztes Modul sind es 6 Kapitel) und schreiben im passendem Tread unsere persönlichen Eindrücke dazu.  Das zu gewinnende Buch ist ein Mängelexemplar. Ausgelost wird am 25. März um 19 Uhr.

  • Als Aufklärung gut, als Buch naja

    Hexenkind
    anushka

    anushka

    17. November 2013 um 13:35

    Joana Reiterer, deren nigerianischer Name Adesuwa ist, begegnet nach 13 Jahren ihrem Vater das erste Mal wieder, nachdem er sie als 16-Jährige verstoßen hat, mit der Begründung, sie sei eine Hexe. Was für uns in westlichen Kulturen wie ein Witz klingt, hatte für Joana schwere Folgen, denn mit dieser Beschuldigung ist man in Nigeria stigmatisiert. Joana musste sich also allein durchschlagen und gelangte schließlich nach Österreich, wo sie eine Familie gründete, aber auch einen Verein zur Bekämpfung von Menschenhandel. In dem vorliegenden Buch berichtet sie von ihrer Reise nach Nigeria auf der Suche nach einer Erklärung für den Hexenwahn. Irgendwie blieb ich nach diesem Buch mit dem Gefühl zurück, einem kleinen Etikettenschwindel aufgesessen zu sein. "Die Geschichte einer Frau, die verfolgt wurde" ist ja tatsächlich so formuliert, dass es alles bedeuten könnten. Und in der Tat erfährt man eigentlich fast nichts von Joanas eigener Geschichte. Es wird ein wenig geschildert, wie ihr Vater sie hinauswarf, ihre Mutter beschuldigte, Joana unter einer Brücke schlafen musste und nun in Österreich lebt. Was nirgends deutlich wird und was ich nun durch Recherche herausgefunden habe ist, dass es schon ein früheres Buch von Joana mit dem Titel "Wassergöttin" gibt, dessen Beschreibung vermuten lässt, dass sie hier ihre Geschichte detailliert erzählt. In "Hexenkind" tut sie das jedenfalls nicht, sondern es werden Anspielungen und die gröbsten Zusammenhänge immer mal wieder unstrukturiert eingestreut. Tatsächlich geht es mehr darum, den Hexenwahn verstehen zu wollen. Und so besucht Joana zunächst zum ersten Mal wieder ihren Vater, doch dieses Treffen eskaliert. Danach fährt sie mit einer Filmcrew durchs Land und Ghana um Betroffene, Hilfsorganisationen und Priester zu treffen und zu befragen. Dabei schildert sie auch immer wieder erschreckende Einzelschicksale, jedoch eine solche Vielzahl und teilweise so verallgemeinert, dass es einem beim Lesen nicht schnell genug gelingt, sich einzufühlen. Etwas mehr Struktur hätte dem Buch wirklich gut getan. Letztlich bleibt die Erkenntnis, dass verschiedene Bedingungen den Aberglauben fördern, der sich immer wieder und in sehr schlimmer Weise vor allem auf Kinder auswirkt. Inzwischen gibt es ganze Dörfer mit sogenannten Hexenkindern, die das "Glück" hatten, die Anschuldigungen zu überleben. Mich hat das Geschilderte auch stark an die aktuellen Berichte über die Verfolgung von Albinos erinnert. Was in unserer Kultur Jahrhunderte her ist, ist in afrikanischen Ländern noch Alltag. Insofern hat mich dieses Buch schon sehr berührt und mir ein wichtiges Thema nahe gebracht. Abgesehen vom aufklärerischen Aspekt fand ich das Buch selbst von der Handlung und dem Stil her jedoch leider nur mittelmäßig. Für den aufklärerischen Wert und die Wichtigkeit des Themas gibt es einen Zusatzstern: also 3 Sterne + 1 Stern = 4 Sterne.

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