Joana Adesuwa Reiterer Die Wassergöttin

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Inhaltsangabe zu „Die Wassergöttin“ von Joana Adesuwa Reiterer

Joana Adesuwa ist noch ein kleines Mädchen, als eine Dorfpriesterin ihr sagt, sie sei eine »Wassergöttin« und werde ihren Mann einmal reich machen. Für Adesuwas Vater ist klar: Seine Tochter ist eine Hexe! Er verstößt Joana, die nun ganz auf sich alleine gestellt ums Überleben kämpft. Eines Tages begegnet sie dem charismatischen Tony, in den sie sich auf Anhieb verliebt. Doch Tony verlangt von ihr ein Zeichen ihrer Liebe: Sie soll an einem geheimnisvollen Voodoo-Ritual teilnehmen, das sie »zur Frau« machen wird. Sieben Tage dauert die magische Zeremonie – Tage zwischen Trance und Besinnung, zwischen Phantasie und Realität. Zutiefst verstört kehrt Adesuwa davon zurück und erkennt, dass es nur einen Weg gibt, sich vom Fluch, der auf ihr lastet, zu befreien: Sie muss die magischen Gesetze des Voodoo brechen …

Unglaubliche Geschichte!!

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  • Rezension zu "Die Wassergöttin" von Joana Adesuwa Reiterer

    Die Wassergöttin
    WildRose

    WildRose

    18. March 2011 um 12:54

    Die Geschichte war wirklich ungewöhnlich und auch tragisch. Meine Deutschlehrerin gab meiner kleinen Schwester das Buch, ich las es dann auch. Ich heiße auch Adesuwa - mit zweitem Vornamen - und mein Vater kommt aus Nigeria, der Heimat der Autorin. Daher fand ich es spannend und auch erschütternd zu erfahren, wie man dort mit Joana Adesuwa Reiterer umgegangen ist, was manche der Menschen dort tatsächlich glauben. Hat mich auch ganz schön schockiert. Kleiner Minuspunkt: Stellenweise war es etwas langatmig.

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  • Rezension zu "Die Wassergöttin" von Joana Adesuwa Reiterer

    Die Wassergöttin
    Bücherwahnsinn

    Bücherwahnsinn

    11. February 2010 um 18:31

    Zum Buch Die Geschichte beginnt da, als die Autorin 18 war. Dem Tag als sie ihren Vater das erste mal seit langem wieder sah. Diese Erzählung beginngt gleich mit den abivalenten Gefühlen die ihr Leben so lange schon prägen und noch lange prägen werden. Einerseits hasst sie ihren Vater, für alles was er ihr, und der familie angetan hat, andereresseits liebt sie ihn über alles, sie hat Angst und doch fühlt sie sich verpflichtet zu ihm zu gehen, ihm vielleicht zu verzeiehen, ihm eine Chance zu geben. Hätte sie doch auf ihren Bauch gehört, dann wäre dass, was danach kam vielleicht nie passiert. Sie hätte ihre kleinen Schwester so viel Angst und schmerz ersparen können. Nigeria, ein Land voller Tradition, Gewalt, Frauenhandel. Es gibt Christen, den traditionellen Glauben, Vermischtes, und doch scheint die "Zifilisation" da auch schon lange angekommen zu sein wie Autos, Handys, Internet... Und doch sitzen die alten Bräuche noch serh tief. Voodoo, der Oberbegriff für den traditionelle Glaube, pervertiert zu einem Machtinstrument um andere Menschen zu manipulieren, abzuzocken, zu missbrauchen, zu unterdrücken. Einst war Voodoo dazu da um zu heilen, zu schützen. Aber davon sieht und merkt man nicht mehr viel. Genau wie im Christentum hat man das ganze verdreht um im Namen von Gott / den Göttern abscheuliches zu tun und hier rein wurde Adesuwa geboren. Immer wieder lehnte sie sich gegen all die ihr verhassten Traditionen auf, und immer wieder wurde sie von ihnen eingeholt, brachten sie an die Grenzen des ertragbaren. Aber sie war stark, sehr stark, sie ging nicht unter wie manch andere Kinder oder Frauen. Immer wieder gab es kleine Lichtblicke, Ereignisse die ihr die Kraft gaben weiter zu machen, sich wieder aufzurappeln und weiter zu kämpfen. Klar blieben da einige Dinge auf der Strecke wie, Liebe, Sicherheit, Geborgenheit oder gar Vertrauen. Und doch konnte sie sich soweit retten, das sie in Sicherheit war, sie jemanden gefunden hat wo sie endlich all ihre Geheimnisse anvertrauen konnte, wo sie lernen konnte das sie noch immer fähig war zu lieben, zu vertrauen und vor allem das sie von all dem keine Angst mehr haben muss. Einst als Wassergöttin oder Hexenkind verschriehen, gequält und misshandelt weil sie sich nicht zur Gottnatur bekannte, weil sie ihre magische Macht nicht für das Gute, heisst, für die anderen einsetzte um sie reich, fruchtbar und glücklich zu machen. Findet nach einer langen Odysse in Österreich ihr Glück und ihre Kraft von früher wieder. Erster Satz: Du bist eine Ogbaje, eine Wassergöttin, erklärte die Pristerin. Mein Fazit: Eine wirklich tragische Lebensgeschichte, eine von vielen und doch von eine von wenigen, denn Joana Adesuwa Reitener war stärker als viele andere, hatte trotz allem mehr Glück als so viele Frauen und Mädchen, und vor allem fand sie zu sich selber zurück. Sie konnte sich von den alten Traditionen und die damut verbundenen Ängste befreien, mehr oder weniger, vieles liegt noch ganz tief in der Seele begraben, will nicht ans Licht gezärrt werden, noch nicht. Sie hat alles überstanden, die Gewalt des Vaters, das erste Ritual, die Vergewaltigung, die Morddrohungen, der Verlust der ersten grossen Liebe, die erste Ehe, das Ritual das sie gemacht hat um ihre Gottnatur zu erkennen, ihre Wahre Natur. Und vieles mehr das sie noch gar nicht erzählen will, erzählen kann. Sie schreibt einfach, authentisch, und doch merkt man eine gewisse Distanz heraus. Es macht nachdenklich warum Frauen auf Frauenhändler reinfallen... ich denke, weil die Frauen oder Mädchen einfach nur noch aus dieser Hölle weg wollen, sie hoffen dass das, was sie in der unbekanten Ferne erwartet das kleiner Übel ist, sie hoffen das die Versprechungen die ihnen die eigenen Landsmänner da auftischen etwas Wahrheit enhalten, denn was kann schlimmer sein als ausgestossen, verachtet, geschlagen, gedehmütigt zu sein? Was kann schlimmer sein als unter freiem Himmel schlafen zu müssen? Jeden Tag angst zu haben erwordet oder vergewaltigt zu werden? Lieber einen wild fermden Mann heiraten und in Sicherheit sein. Liebe? Die gibt es eh nicht. Also nimmt man es auf dich schulden zu machen im Wert von über 30.000 €, denn soviel kostet angeblich ein gefälschter Pass, ein gefälschtes Visum. So stehen sie Jahrelang in der Schuld des Schleppers, oder konkreter, des Frauenhändlers. Aber sie flüchten von einer Hölle in die andere. Sie werden zur Prostitution gezwungen, damit sie das Geld beschaffen das sie schulden. Sie werden klein gehalten mit Schlägen, mit Flüchen und Drohungen mit Mord. Sie lassen sich das gefallen, weil... Weil keiner sie zu Hause vermissen wird. Sie sind Verstossene. Mich hat das Buch tief berührt, ich mein, klar wusste oder weiss ich wie sehr der traditionelle Glaube noch sehr verhaftet ist. Ich wusste auch, das Voodoo nicht mehr ganz dem entspricht was er mal war. Ich wusste wie viel Macht das diese Art von Magie auf Menschen ausüben kann, oder dachte es auf alle Fälle. Denn man hört eigentlich viel zu wenig darübr im Fernsehen, wenn dann sind es ethnische Dokumentarfilme, über den Voodoo allgemein, die Götterwelt. Vieles bleibt aber unter der Decke der Verschwiegenheit. Einfach auch, weil die Rituale für nicht Gläubige Tabu sind. Man hört nichts von den sogenannten Wassergöttinnen oder Hexenkinder. Von alle den Frauen die von ihren eigenen Männern geschlagen wedren weil sie ihre Macht verläugnen und ihnen nicht zum Wohlstand verhelfen wollen. Nichts von den Mädchen die eingespert und durch rituelle Handlungen gequwält werden nur weil ein Vater für sein Unglück oder misservolg lieber dem Mädchen oder der Frau die sShuld geben weil sie ihn angeblich verhext hätte! Irgendwie bin ich noch immer sprachlos. Aber dennoch kann ich jedem das Buch ans Herzlegen. Es Zeit ein winziger Auschnitt der nigerianischen Kultur, Religion und Tradition. Es lässt erhanen was andere Mädchen und Frauen erdulden, übersich ergehen und erleben müssen. Und das ohne die Hoffnung daraus entkommen zu können.

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