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Cover des Buches Le Sud (ISBN: 9783791393377)
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Rezension zu "Le Sud" von Rebekah Peppler

Gwhynwhyfar
Die Provence-Alpes-Côte d’Azur und ihre vielfältigen Koch- und Esstraditionen mit saisonalen Zutaten ausgerichtet.

«Alle Klischees, die du je über den Süden Frankreichs gehört hast, sind wahr. Das Licht verändert sich stündlich und verleiht den einfachsten Dingen Schönheit. Es gibt Märkte unter freiem Himmel, die vor frischen Produkten nur so strotzen; das überraschend laute, verblüffend beruhigende Zirpen der Zikaden im Sommer; hektarweise Olivenhaine, Lavendelfelder und Sonnenblumen; Klippen in salziger Brise, die zu türkisfarbenen Buchten hin abfallen. Und erst das Essen!» (Rebekah Peppler)


Das Savoir-vivre Südfrankreichs in 80 köstlichen Rezepten und stimmungsvoller Fotografie: Von erfrischenden Cocktails und kleinen Snacks über Vorspeisen, Hauptgerichte und Beilagen, bis hin zu Käse und Desserts, alles, was Südfrankreichs Küche zu bieten hat. Die Provence-Alpes-Côte d’Azur und ihre vielfältigen Koch- und Esstraditionen mit saisonalen Zutaten ausgerichtet. Was auch immer auf den Tisch kommt – ob Gemüse oder Fisch, Wein oder Käse–, ist von hoher Qualität, dabei aber einfach und unprätentiös. Rebekah Pepplers Liebe zu Südfrankreich entstand über viele Jahre, in denen die gebürtige Kalifornierin die Region erkundete. Ihre Auswahl von 80 Rezepten folgt dem Tageslauf: von erfrischenden Cocktails und kleineren Snacks am Nachmittag und zwischendurch über Vorspeisen, Haupt- und Beilagengerichte bis hin zum Käse und zum Dessert, alles begleitet von Küchengeschichten.


Nach einer kurzen Einführung geht es zum ersten Kapitel, Apéritifs und Coctails, weiter zu den Vorspeisen. Oliven einlegen, Tapenade und andere Dips folgen, ebenso die buttrige Crudités und Beurre pommade; Radieschen mit Pesto; Frittierte Zucchiniblüten oder einfach mal in Öl eingelegte Sardinen aus der Dose nachwürzen. Saucisson (franz. Salami) mit mariniertem Gemüse oder Gebäck mit Sardellenfilet gebacken; Aioli; eingelegte Zitronen, kandierte Walnüsse, Banon (Ziegenkäse) mit gebratenen Pilzen. Das alles kommt sehr einfach daher, für meinen Geschmack sehr einfach, denn die Rezepte sind bekannt bzw. sehr einfach herzustellen – dafür benötige ich eigentlich kein Kochbuch. Doch danach macht das Kochbuch Freude. Es geht weiter mit Fisch und Meeresfrüchten. Ein Hähnchen vom Markt mit Kartoffeln, Knoblauch-Hähnchen oder Pastis-Hähnchenschenkel; ein Griff zu den Meeresfrüchten mit frisch geernteten Moules in Aïoli; Venusmuscheln in Raito; eine Paella Camarguaise oder eine Fischsuppe, eine La Bourride. Fisch aus dem Ofen oder pochiert, nie darf eine gemörserte Soße oder eine Aioli fehlen. Geschmortes Rindfleisch, eine Daube Provencale oder eine Broufade. Auch Pasta gehört in diese Küche, Pasta mit Venusmuscheln und Zitrone oder Pappardelle mit Sardellenfilets und Dosen-Sardinen und ein Rezept für selbstgemachte Nudeln, die man wunderbar mit den Soßen kombinieren kann. 


Sonnengereifte Tomaten mit Sardellen-Aïoli oder gefüllt im Ofen gebacken. Wunderbar gewürzte Sommergemüse div. eingelegt oder mit Pistou, bei Raumtemperatur serviert oder Ratatouille und das verwandte La Bohémienne, ein Gazpacho mit Cantaloupe-Melone, alles erfrischende Sommergerichte. Im nächsten Kapitel geht es um Salate. Das meiste ist recht bekannt, interessant der Radicchio-Salat mit pochierten Quitten oder ein Sellerie-Fenchel-Salat mit gebratenen Datteln. Dann geht es zu den Desserts, wie Erdbeer-Gâteau oder Tarte au Citron. Am Ende finden wir ein Schlagwortverzeichnis, das nach Namen und Schlagwörtern geordnet ist. Zu jedem Rezept gibt es von Rebekah Peppler ein paar persönliche Worte und Küchengeschichten. Wo hat sie das Rezept kennengelernt, gibt es dazu eine Tradition, Tipps, eine Geschichte usw. Wird ein Hähnchen gebraten, so bedeutet es nicht ausschließlich, dass es auf dem Mittagstisch landet. Kalt aufgeschnitten als Snack, zum Salat oder als Sandwichauflage eignet es sich wunderbar in der Sommerküche. Auch wenn viele der Rezepte zunächst sehr einfach klingen, andere bekannt sind, so ist dieses Kochbuch eine pure Inspiration für die mediterrane Sommerküche, Gerichte, die in der Hitze funktionieren und erfrischend sind. Südfrankreich pur, Gerichte mit viel Geschmack durch Aïoli, Tapenade usw. leichte, einfache und schmackhafte Rezepte; Vorrang vor komplizierten Techniken und aufwändiger Präsentation. Fotos die den Hochgenuss spüren lassen, fotografiert in die Totale, inspirierendes Sommerleben am Meer.



Rebekah Peppler, Autorin und Stylistin lebt in Paris und ist spezialisiert auf Themen aus den Bereichen Kochen und Lebensgenuss. «Die Küche der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur ist ländlich, städtisch, maritim und alpin zugleich. Und wie in so vielen Gegenden, in denen unterschiedlichste Landschaften fröhlich ineinander übergehen, ist die dortige Esskultur dynamisch und aufregend, neu und alt – und sie ist es ohne Frage wert, dass man ihr ein Buch widmet.» Rebekah Peppler ist Verfasserin mehrerer Bücher im Bereich Kochen und Lebensgenuss. Sie schreibt regelmäßig für die New York Times. Ihre Rezepte, Genuss- und Reisereportagen sind unter anderem in Condé Nast Traveler, Vanity Fair, Bon Appétit und Food & Wine erschienen. Wenn sie nicht arbeitet, kann man sie im 18. Arrondissement, wo sie mit ihrer Partnerin lebt, beim Kochen, Essen und Genießen antreffen.


Cover des Buches Le Sud (ISBN: 9783791393377)
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Rezension zu "Le Sud" von Rebekah Peppler

Nil
Ein Buch voller Flair!

Kochbücher sind einer meiner Leidenschaften und ich liiiiiiebe es sie nach Rezepten zu durchforsten. Dabei dürfen sie gerne ansprechend gestaltet sein und mich komplett einnehmen. Soviel zur Vorrede. Nun zu diesem Kochbuch le SUD von Rebekah Peppler mit Fotografien von Joann Pal.

Hier bin ich in einem starken Zwiespalt, seit einer Woche blättere ich darin herum versinke in den MEGA tollen Fotografien und liebe einfach den nonchalanten Vibe dieses Buches. Einfach traumhaft bei Hitze hier zu blättern und sich in Südfrankreich wieder zu finden. Die Gestaltung, das Flair, die Fotografien, toll in Szene gesetzt. Das hat Joann Pal super gut gemacht.

Nun kommen wir zum Rest. Also gut, dass über dem Titel Rezepte und Geschichten aus Südfrankreich steht. Es ist aus meiner Sicht mehr Coffeetable Book und ein tolles Geschenk für Südfrankreich Liebhaber als ein brauchbares Kochbuch. Warum? Weil ich für „La Piscine“ kein Buch brauche: Glas, Eiswürfel und dann den Wein. Was hier aber auch passiert. Ist eine Erzählung in Speisen und Genuss. Das ist wiederum toll.

Ihr seht ich bin amivalent was dieses Buch angeht. Würde aber sagen: Tolles Geschenk, liest und schaut sich gut an. Aber bitte nicht als praktisches Kochbuch verstehen.

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