Joann Sfar

 4.2 Sterne bei 92 Bewertungen
Autor von Die Bar-Mizwa, Schinken und Schnittchen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Joann Sfar

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Joann SfarDie Bar-Mizwa
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Die Bar-Mizwa
Die Bar-Mizwa
 (7)
Erschienen am 01.03.2004
Joann SfarDonjon 2 – Der König der Krieger
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Donjon 2 – Der König der Krieger
Donjon 2 – Der König der Krieger
 (4)
Erschienen am 01.02.2008
Joann SfarSchinken und Schnittchen
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Schinken und Schnittchen
Joann SfarDonjon Parade 1 – Noch ein Donjon
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Donjon Parade 1 – Noch ein Donjon
Donjon Parade 1 – Noch ein Donjon
 (3)
Erschienen am 01.10.2010
Joann SfarDonjon Parade 3 – Der Tag der Frösche
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Donjon Parade 3 – Der Tag der Frösche
Donjon Parade 3 – Der Tag der Frösche
 (4)
Erschienen am 01.11.2005
Joann SfarDonjon 1 – Das Herz einer Ente
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Donjon 1 – Das Herz einer Ente
Donjon 1 – Das Herz einer Ente
 (3)
Erschienen am 30.05.2007
Joann SfarMalka, der Herr der Löwen
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Malka, der Herr der Löwen
Malka, der Herr der Löwen
 (3)
Erschienen am 01.03.2004
Joann SfarDie Tochter des Professors
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Die Tochter des Professors
Die Tochter des Professors
 (3)
Erschienen am 04.11.2010

Neue Rezensionen zu Joann Sfar

Neu
T

Rezension zu "Der Ewige" von Joann Sfar

Sinnlos brutal und verwirrend
Tammy1982vor 3 Jahren

Nach der Ankündigung auf dem Buchrücken "Vampire gibt es nicht. Psychoanalyse funktioniert nicht. Höchste Zeit, dass die beiden sich mal treffen." war meine Erwartung eine etwas satirische Geschichte über einen Vampir und seinen Psychologen (gerne in weiblicher Form) zu lesen. Bekommen habe ich ein Buch, dass mit einer unglaublichen Brutalität aufwartete und in dem es fast dreiviertel des Buches dauerte, bis überhaupt mal von Psychoanalyse die Rede war.

Erzählt wird die gesamte Geschichte von Jonas, der in der Ukraine Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Schlachtfeld stirbt und als Vampir wiederkehrt. Jedoch ist sein Dasein als Vampir nicht so einfach und zuerst gekennzeichnet durch seinen unglaublichen Blutdurst und schließlich davon, dass eine andere Vampirin ihn wieder zu einem ordentlichen Vampir erziehen möchte.

Dazwischen wird die Geschichte zum Teil mit Wörtern bildlich ausgeschmückt und zum Teil schwer verständliche Passagen integriert, die wohl der Historie des Autors als Comiczeichner geschuldet sind. Nach ruhigeren Passagen folgt dann wieder eine Szene unglaublicher Brutalität, wo ich gestehen muss, dass hier doch zum Teil meine Schmerzgrenze schon überschritten wurde.

Die Satire, die ich mir erhofft hatte, bleibt leider aus und von einer großen Liebesgeschichte, wie es das Cover des Buches vermuten lässt, habe ich auch nicht so viel mitbekommen. Die auftauchende Psychoanalystin hat genug eigene Probleme im Gepäck und das Zusammentreffen zwischen ihr und Jonas ist zwar zum Teil ganz lustig, jedoch auf Dauer v. a. nervenaufreibend.

Alles in allem war dieses Buch für mich leider eine komplette Enttäuschung und bekommt von mir gerade noch einen Stern für die zum Teil ganz guten Ideen.

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J

Rezension zu "Der Ewige" von Joann Sfar

Als ob man den falschen Text zwischen die Buchdeckel gedruckt hat.
jahfabyvor 3 Jahren


Was zum Teufel? Was soll das denn bitte? Vor einiger Zeit sehe ich in diesem Internet dieses Cover und denke, ja, das könnte cool sein. Dann lese ich den Klappentext und denke, yeai, das wird eine unterhaltsame, seichte Lektüre:

In New York begibt sich ein junger Ukrainer in die Psychoanalyse, er will endlich seine Biografie aufarbeiten. Am Anfang des letzten Jahrhunderts starb er auf einem Schlachtfeld in Europa - nur um kurz darauf als Vampir wiederaufzuerstehen. Ein Zustand, mit dem er sich nie anfreunden konnte, der ihm zuwider war, der ihn von seiner großen Liebe entfernte und der neben dem ungemütlichen Blutsaugen auch noch andere Unannehmlichkeiten mit sich brachte. Der so höfliche, wohlerzogene Mann verliebt sich nun hundert Jahre später in seine Therapeutin. Beiden ist nicht bewusst, wie verwoben ihre Geschichten sind und in welcher Gefahr sie schweben.

Aber dann schlägt man das Buch auf und alles kommt anders. Achtung, Spoiler.

Erst die Geschichte. Die erste Hälfte des Romans ist die Geschichte von Jonas, wie er ein Vampir wird und in Europa versucht, sich um die Liebe seines Lebens zu kümmern. Problem ist aber, diese Liebe hat ihn eigentlich nie geliebt. Und dann kommt dazu, er "entfernt" sich von seiner Liebe, weil sie von einem anderen Vampir getötet wird. Achja, und weil sein Bruder sie heiratet. Was passiert hier eigentlich? Und nach rund 200 Seiten bricht alles ab, wir springen knapp 100 Jahre und ein paar tausend Kilometer in die Vereinigten Staaten zu der Psychoanalytikerin, deren Fähigkeiten darin zu bestehen scheinen, ziemlich große Brüste zu haben. Natürlich treffen sich die Beiden auch, aber alles, was man mitbekommt, sind drei Tage, in denen so viel krudes Zeug passiert, das nichts mit dem Klappentext zu tun hat. Ich habe schon viel komische und unpassende Klappentexte gelesen. Aber das hier toppt alles um Längen!

Und dann die Sprache. Auch hier: Was soll das denn bitte? Da versucht der Autor (vielleicht auch der Übersetzer), einen relativ literarischen Stil beizubehalten und der Geschichte, die überhaupt nicht literarisch ist, vielleicht doch ein wenig einen seriösen Anstrich zu geben. Und dann tauchen alle paar Seiten plötzlich so Worte wie "schlabberte" und "Möse" drin auf, dass so fehl am Platz wirkt, dass ich über jedes dieser Worte gestolpert bin. Genauso wie die Geschichte hat auch die Sprache nicht funktioniert.

Ich kann es wirklich nicht fassen. Ich will gar nicht über Joann Sfar schreiben. Ich kenne seine Filme und seine Comics nicht. Und nach diesem Buch habe ich keine Eile, sie kennenzulernen. Vielleicht gibt es für diese Art von Roman eine Zielgruppe, die ihn feiern. Aber sie werden ihn nie lesen, denn niemand vermutet dieses Buch hinter dem Umschlag und dem Klappentext. Und diejenigen, die gerne geliefert haben wollen, was der Umschlag und Klappentext versprechen, die werden enttäuscht. Nene, lest lieber was anderes. Aber lasst die Finger hiervon. 

Der Ewige von Joann Sfar wurde übersetzt von Thomas Brovot und erschien bei Eichborn.

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B

Rezension zu "Der Ewige" von Joann Sfar

Der Ewige
bookstarsvor 4 Jahren

"Vampire gibt es nicht. Psychoanalyse funktioniert nicht. Höchste Zeit, dass die beiden sich mal treffen!"
INHALT
Anfang des 20. Jahrhunderts stirbt der junge Ukrainer Jonas auf dem Schlachtfeld – und muss mit Erschaudern feststellen, dass er als Vampir wiederaufersteht. Doch die neue Existenz widert ihn an, er kann sich nicht damit abfinden; schließlich entfremdet sie ihn von seiner großen Liebe Jelena. Und auch das Blutsaugen findet er barbarisch.
Hundert Jahre und dramatische Verwicklungen später begibt er sich in Behandlung bei Rebecka, einer New Yorker Psychoanalytikerin. Die langjährige Biografie muss aufgearbeitet werden. Doch regen sich zwischen beiden bald zärtliche Gefühle. Ihnen ist nicht bewusst, wie verwoben ihre Geschichten sind und in welcher Gefahr sie schweben.
(Quelle Eichborn-Verlag)

MEINE MEINUNG
Der Franzose Joann Sfar gehört sicher zu den interessantesten, produktivsten und vielseitigsten französischen Comiczeichnern und wurde für seine Arbeiten mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 

Mit „Der Ewige“ ist sein Debütroman nun auch in deutscher Übersetzung herausgekommen.
Im Mittelpunkt steht darin der junge Ukrainer Jonas, der als jüdischer Offizier der während des Ersten Weltkriegs den Tod findet, seitdem als traumatisierter Vampir mit seiner Existenz als blutsaugender Unsterblicher nicht zurechtkommt und fortan mit seinem Vampirdasein auf Erden zu hadern hat.
Der äußerst irreführende Klappentext, der ein „romantisches, abgedrehtes und skurriles Romandebüt“ angekündigt, weckt zusammen mit dem Buchcover, auf dem eine Comiczeichnung eines verliebten Vampirs mit roten Herzchen in den Augen abgebildet ist, allerdings eine völlig falsche Erwartungshaltung beim Leser. Wer neugierig ist auf ein amüsantes Zusammentreffen von Vampir und Psychoanalytikerin, wird sehr enttäuscht sein, da dies nur äußerst wenig Raum einnimmt und der angekündigte Zeitsprung in die Gegenwart erst nach 200 Seiten im mit „Rebecka Streisand“ betitelten, zweiten Teil des Buchs erfolgt.
Der Autor versteht es, mit seinem hervorragenden, bildhaften Schreibstil, eine einzigartige düster unheilvolle Atmosphäre heraufzubeschwören und ein farbenprächtiges, faszinierendes Kopfkino in Gang zu setzen, das ich allerdings bei vielen sehr eindringlich beschriebenen Passagen über brutale, blutrünstige Gemetzel und barbarische Gräueltaten lieber ausgeblendet hätte.
Bei der Lektüre erlebt der Leser eine wahrhaftige Achterbahnfahrt an unterschiedlichen Eindrücken und Gefühlen. Während man begeistert ist von Sfars ausgeprägtem Sprachgefühl und brillant geschilderten Szenen, fühlt man sich gleichermaßen von derben, zotigen und sehr splattermäßigen Szenen sowie detailliert beschriebenen Sexszenen abgestossen. Äußerst amüsant hingegen sind Szenen, in denen der Sarkasmus und tiefschwarze Humor des Autors aufblitzt, und die einen sogar zum Schmunzeln bringen. Kurzzeitig nachdenklich stimmen auch einige philosophisch angehauchte Momente und eingeflochtene Passagen zur jüdischen Kulturgeschichte.
Mit äußerst hohem Tempo, vielen plötzlichen Zeitsprüngen und raschen Wechseln der Handlungsstränge und Schauplätze treibt Sfar seine sehr abstruse und skurrile Handlung voran.
Schon bald kann man der verworrenen Geschichte nicht mehr ganz folgen, sucht vergeblich einen roten Faden und fragt sich irritiert, wohin die verrückte, planlose Reise unseres unglücklichen, getriebenen Vampirs überhaupt noch hinführen soll. Langeweile kommt beim Lesen der zahllosen aberwitzigen Abenteuer jedenfalls keine auf.
Darüber hinaus führt Sfar immer neue Charaktere ein, so begegnet man neben einigen aus seinen Comics bekannten Figuren vielen skurrilen Gestalten wie dem Horrorschriftsteller H.P. Lovecraft, aber auch einigen Fantasywesen wie beispielsweise einen sprechenden Galgenbaum, eine sehr vereinnahmende Alraune und einen triebgesteuerten Werwolf. Insgesamt wirken die Figuren jedoch recht oberflächlich und skizzenhaft, so dass ihre Motivation leider im Verlauf der Handlung kaum nachvollziehbar ist.

FAZIT
Der Debütroman „Der Ewige“ von Joann Sfar war für mich eine ganz besondere Leseerfahrung – kurzweilig, abgedreht, skurril und oft auch abstoßend! 
Abschließend kann ich nur sagen, dass mir der Roman trotz tollem Kopfkino und einigen sprachlich brillanten Passagen leider nicht besonders zugesagt hat!

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