Vier Schwestern

von Joanna King 
3,6 Sterne bei12 Bewertungen
Vier Schwestern
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Positiv (6):
19angelika63s avatar

Wie sich die Trennung der Eltern auf Kinder/Geschwister auswirkt ... lesenswert!

Kritisch (1):
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Was war das? Nicht Fisch, nicht Fleisch - leere, poetische Worthülsen reihen sich aneinander. Anstrengend und enttäuschend.

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Inhaltsangabe zu "Vier Schwestern"

Vier Schwestern, die sich Jahre nicht gesehen haben, treffen sich zum gemeinsamen Sommerurlaub in einem Küstenort der Cinque Terre. Sie hoffen auf unbeschwerte Tage und Dolce Vita – bis eine der vier ohne Nachricht verschwindet. In den nervösen Stunden der Suche und des Wartens treten zwischen den anderen Spannungen zutage, die weit zurückreichen in die Zeit ihrer Kindheit und Jugend. Hätten die Schwestern den jahrelangen Streit ihrer Eltern beschwichtigen, vielleicht sogar deren Trennung verhindern können? Und sind ihre eigenen Ehen und Beziehungen wirklich so vorbildhaft, wie sie es sich gegenseitig glauben machen wollen?
Mit einem Mal scheint für alle alles auf dem Prüfstand zu stehen: Ehemänner und Geliebte, Wertvorstellungen und Lebensmodelle, Zukunftshoffnungen und die Vergangenheit der gesamten Familie.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866482685
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:mareverlag
Erscheinungsdatum:13.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    NiamhOConnors avatar
    NiamhOConnorvor 6 Monaten
    Familientreffen in den Cinque Terre

    Joanna King, das ist für Hörer*innen des österreichischen Radiosenders FM4 die angenehme Stimme, die die englischsprachigen Nachrichten präsentiert. Vor kurzem hat die aus Neuseeland stammende Journalistin, die auch für den Inhalt dieser Nachrichten verantwortlich zeichnet, ihren ersten Roman veröffentlicht.  Vier Schwestern, so der deutsche Titel ihres Debütromans Absence, treffen sich 18 Jahre nach der Scheidung ihrer Eltern  in Corniglia, einem Ort der Cinque Terre an der italienischen Riviera. Die Idee für das Treffen hatte Rose, die mit ihrem Ehemann Sam, einem erfolgreichen Architekten, in Florenz lebt. Jess, die Älteste, macht für zwei Wochen Urlaub von ihrer Karriere als Anwältin, ihrem Mann und ihrem 9jährigen Sohn in Neuseeland, und Ngaio, die Zweitälteste, ist gemeinsam mit ihrem Mann Haig ebenfalls aus Neuseeland angereist. Erzählt wird die Geschichte aus dem Blickwinkel der Jüngsten, einer in London lebenden Tänzerin, deren Namen wir nicht erfahren. Sie ist Rose immer schon besonders nahe gestanden, und daher weiß sie als Einzige der Schwestern über ein Ereignis aus der Zeit knapp nach der Scheidung der Eltern Bescheid, das Rose noch heute mit sich herumschleppt. Gleichzeitig ist Rose die Einzige, der die Jüngste von ihrem Verhältnis mit Adrian erzählt hat, einem Regisseur mit Frau und Kind in London.

    Als Rose nach der ersten gemeinsamen Urlaubswoche plötzlich spurlos verschwindet, sind die anderen zunächst bemüht, sich keine allzu großen Sorgen zu machen, aber nach einigen Stunden schlägt das Rätselraten doch in Panik um, und sie beschließen, mit Sam Kontakt aufzunehmen. Dieser lehnt es ab, die Polizei einzuschalten, und verspricht, von Florenz aus etwas in der Sache zu unternehmen und am nächsten Tag nach Corniglia zu kommen. Die Jüngste hat ihr Handy ständig in Griffweite: Einerseits wartet sie auf Nachricht von Rose, andererseits hofft sie auch, dass Adrian sich meldet.

    Meine Meinung: Die Ausgangssituation von Vier Schwestern würde sich ebenso gut für einen unbeschwerten Frauenroman wie für einen Psychothriller eignen, aber der Autorin gelingt etwas anderes: Sie liefert ein Kammerspiel, das auch ein tiefgründiges Theaterstück  à la Tennessee Williams oder einen französischen Film mit Anklängen an Der Swimmingpool abgeben würde. Die Haupthandlung konzentriert sich auf zwei Orte der Cinque Terre und wenige Tage, mit einigen Rückblenden in Form von Erinnerungen der Erzählerin, die letzten Kapitel haben den Charakter eines Epilogs. Die Rivalitäten und kleinen Gehässigkeiten zwischen den Schwestern, die unterschiedlichen Wahrnehmungen der vier Töchter zur Scheidung der Eltern und die widersprüchlichen Beurteilungen der jeweiligen Partner der anderen erzeugen beim Lesen eine Atmosphäre, als würde man bei einer Familienfeier mit am Tisch sitzen, bei der dicke Luft herrscht. Die Runde weckt vielleicht unangenehme Erinnerungen an die eigene Familie, aber man ist fasziniert von der aufgestauten Energie, neugierig auf Geheimnisse aus der Vergangenheit und gespannt, wie es weitergeht. Dann klärt sich das Verschwinden von Rose plötzlich auf. Diese durchaus überraschende Wendung ist ein mit gekonntem literarischem Understatement gelieferter Twist. Dieser mischt die Karten vollkommen neu, sorgt aber nicht für mehr Harmonie, und das Spiel geht munter weiter. 

    Ich durfte den Roman im englischen Original lesen, das im deutschen Sprachraum nicht erhältlich ist, und möchte mich bei der Autorin für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar herzlich bedanken. 


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    milkysilvermoons avatar
    milkysilvermoonvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Kein süffiger, sehr gefälliger Roman, aber eine lesenswerte Geschichte über menschliche Beziehungen
    Über die Schwierigkeit menschlicher Beziehungen

    Vier Schwestern kommen zu einem Sommerurlaub in einem Küstenort der Cinque Terre zusammen. Sie sind in Neuseeland aufgewachsen und haben sich seit Jahren nicht mehr gesehen. Nun hoffen sie auf unbeschwerte Tage in Italien. Doch eines Abends ist eine von ihnen, Rose, verschwunden. Sie taucht zu der Essensverabredung nicht auf, ohne sich vorher abzumelden. Ist ihr etwas Schlimmes zugestoßen? Braucht sie Hilfe? Oder ist sie einfach abgehauen? Stundenlang warten ihre drei Schwestern in Corniglia auf sie, machen sich auf die Suche nach ihr. Dabei treten Spannungen zutage, die nicht nur auf die Sorge um Rose, sondern auch auf Erlebnisse und Erinnerungen aus ihrer gemeinsamen Kindheit und Jugend zurückzuführen sind…

    „Vier Schwestern“  ist der eindringliche Debütroman von Joanna King über Liebe, Verluste und tiefe Verletzungen.

    Meine Meinung:
    Der Roman besteht aus mehreren Kapiteln, die jedoch weder nummeriert sind noch über Überschriften verfügen. Erzählt wird aus der Sicht der jüngsten Schwester, einer namenlosen Ich-Erzählerin, die als Tänzerin in London lebt. Eingefügt sind etliche Rückblenden in die Vergangenheit der Familie, die allerdings nicht chronologisch angeordnet sind.

    Der Schreibstil ist ungewöhnlich. Mir fiel es anfangs dadurch etwas schwer, in die Geschichte zu finden. Dies liegt nicht nur daran, dass man direkt in das Geschehen geworfen wird. Auch sprachlich ist der Roman etwas anspruchsvoller und erfordert beim Lesen volle Aufmerksamkeit. Nach einer Eingewöhnungsphase hat mir der Stil mit seiner bildhaften, teils poetischen Sprache und tollen Beschreibungen aber sehr gut gefallen.

    Die Charaktere sind reizvoll gewählt und facettenreich. Es handelt sich um Menschen mit Fehlern und Schwächen und nicht um klischeehafte Romanheldinnen. Ihre Beziehungen zu Männern, aber auch untereinander werden psychologisch analysiert und nehmen viel Raum ein. Einerseits erfährt man dadurch viel aus dem Seelenleben der vier Schwestern. Andererseits bleibt trotzdem vor allem ein Großteil der Biografien von Jess und Ngaio dem Leser verborgen.

    Die Handlung ist weitgehend überschaubar. Durch das Verschwinden von Rose bleibt lange Zeit eine gewisse Spannung erhalten. Darüber hinaus ist es eher eine ruhige Geschichte. Und dennoch: Sie konnte mich besonders durch die beschriebenen Konflikte fesseln.

    Intensiv beleuchtet wird, wie sich das Verhältnis der Schwestern zueinander entwickelt hat. Aspekte wie Liebeskummer, die Trennung der Eltern, gescheiterte Beziehungen, gegenseitige Verletzungen und andere Ereignisse erzeugen Schwermut und sorgen dafür, dass das Buch alles andere als ein seichter Wohlfühlroman ist. Es ist eine unbequeme Lektüre, die zum Nachdenken anregt.

    Das Cover ist ansprechend und passend gewählt. Der deutsche Titel weicht zwar vom englischsprachigen Original („Absence“) ab, ist aber treffend formuliert.

    Mein Fazit:
    „Vier Schwestern“ von Joanna King ist kein süffiger, sehr gefälliger Roman, aber eine lesenswerte Geschichte über menschliche Beziehungen und die damit verbundenen Schwierigkeiten.

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    nellsches avatar
    nellschevor 7 Monaten
    Vier Schwestern

    Vier Schwestern treffen sich nach vielen Jahren zu einem Wiedersehen und einem gemeinsamen Urlaub in Italien. Doch ein unbeschwerter Urlaub wird es nicht, denn eine der Schwestern verschwindet plötzlich. Während die anderen Schwestern auf eine Nachricht warten, treten Spannungen zutage, die in die Kindheit und Jugend der Schwestern zurückreichen. Die Eltern haben sich damals zerstritten und getrennt. Hätten die Schwestern die Trennung verhindern können? Und wie hat sich diese Trennung auf sie ausgewirkt?

    Die Beschreibung des Romans machte mich sofort sehr neugierig auf das Buch. Ich habe eine tiefgehende und emotionale Geschichte erwartet, die mich berührt. Tatsächlich empfand ich den Roman jedoch als belastend und schwer, da er hauptsächlich die Themen Verluste, Trennungen, Bindungsängste und Verbitterungen behandelt. Die Frage, was mit der verschwundenen Rose geschah, trat in den Hintergrund, um den anderen Themen Platz zu machen.
    Der Einstieg ins Buch gelang mir gut, da sich der Schreibstil flüssig lesen ließ. Zu Beginn gefiel mir die Geschichte gut, doch dann hat sie mich verloren und ich fand sie sehr anstrengend zu lesen.
    Die Geschichte wird aus der Sicht der jüngsten Schwester erzählt, die jedoch namenlos blieb. Mich hat es gestört, dass ich ihren Namen nicht erfuhr, da ich mir so kein richtiges Bild von ihr machen konnte. Insgesamt blieben die Schwestern recht blass für mich. Sie hatten zwar ihre jeweiligen charakterlichen Eigenarten, doch keine konnte mich so richtig fesseln und faszinieren. Das lag sicherlich zum größten Teil an der einseitigen Sichtweise durch die namenlosen Schwester.
    Was mir gut gefiel, waren die Rückblicke in die Kindheit und Jugend der Schwestern und wie sie die Trennung der Eltern miterlebt haben. Ein solches Erlebnis ist sicherlich nicht leicht für ein Kind, doch hier haben wirklich alle vier Töchter einen ordentlichen Knacks mitbekommen.
    Ich empfand es als traurig und bedauernswert, welche negativen Gefühle, auch unter den Schwestern, zu Tage kamen. Missgunst, Neid und gemeine Worte sind nicht schön. Eine Verbindung, wie sie zwischen Schwestern sein sollte, habe ich nur ansatzweise zwischen der Erzählerin und Rose gesehen.
    In diesem Roman gibt es einige poetische Passagen bzw. Sätze. Da dies grundsätzlich nicht mein Geschmack ist, gefiel mir das auch nicht so sehr. Wer jedoch gerne poetisch angeregte Literatur mag, wird sich hier bestimmt wohlfühlen.

    Insgesamt konnte mich der Roman nicht fesseln und überzeugen, auch wenn er stellenweise zum Nachdenken anregt. Ich vergebe 3 von 5 Sternen. 

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    Cellissimas avatar
    Cellissimavor 7 Monaten
    Vier Schwestern ...

    Vier Schwestern sind nach langer Zeit wieder vereint, wollen zwei gemeinsame Wochen in Italien verbringen.
    Die Eltern haben sich früh getrennt, ein traumatisches Erlebnis, das sie alle tief und nachhaltig geprägt hat - ihre eigenen Leben, ihre Beziehung zueinander, ihre Liebesbeziehungen.
    Vieles blieb unausgesprochen.
    Eine der Schwestern, Rose, verschwindet schon kurz nach der Ankunft spurlos. Unruhe und Sorge breiten sich aus, die Suche beginnt.
    Die Fassade lässt sich nicht lange aufrechterhalten, man kann einander nicht länger etwas vormachen, alte Konflikte flammen wieder auf, es brodelt unter der Oberfläche ... schon bald ist klar, dass nach diesem Treffen wohl nichts mehr so sein wird wie zuvor.

    ******

    Sehr gut an diesem Roman gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin.
    Schnell entstehen die Atmosphäre und die Bilder eines italienischen Sommers, hört man das Rauschen des Meeres, sieht man die intensiven Farben des Sommers vor dem inneren Auge.
    Es ist eine schöne Sprache, der Stil ist ruhig und doch gewaltig, eindrucksvoll, manchmal fast zart und poetisch. Es gibt viele interessante Passagen, schöne Zitate, Stellen, die zum Innehalten, Nachdenken, zum Weiterspinnen der Geschichte, zur eigenen Interpretation einladen.
    Die Geschichte ist an sich auch durchaus spannend, in psychologischer Hinsicht, was diese Geschwister, diese Familie, ihre Vergangenheit, ihre Gedanken und ihre Beziehung zueinander betrifft, was Rose betrifft fragt man sich, was wohl mit ihr geschehen sein, wohin sie gegangen, was der Grund dafür gewesen sein mag.
    Leider ließ die anfängliche Spannung und Begeisterung dann nach.
    Mir persönlich fehlte der berühmte rote Faden, die große Linie.
    Die Figuren blieben viel zu distanziert, v.a. die erzählende Schwester, die in jeder Hinsicht anonym bleibt.
    So war diese Geschichte letztlich zwar nett zu lesen, konnte mich aber nicht wirklich fesseln. Zu oft hatte ich das Gefühl, dass sie etwas dahinplätschert. Es passiert viel und doch wenig.
    Manche Passagen waren auch etwas anstrengend, man musste sie wiederholt lesen, um sie wirklich zu verstehen.
    Vieles, etwa das Ende, blieb mir zu diffus und ließ mich unbefriedigt zurück.

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    Schmiesens avatar
    Schmiesenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Was war das? Nicht Fisch, nicht Fleisch - leere, poetische Worthülsen reihen sich aneinander. Anstrengend und enttäuschend.
    Leere Poesie und nichts dahinter

    "Warum können wir die Dinge nicht als Ganzes betrachten und als Ganzes begreifen? Wir begreifen nur Zerstörung."

    Vier Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen sich nach jahrelanger Trennung zu einem gemeinsamen Strandurlaub in Italien. Doch ausgerechnet Rose, die, die alle eingeladen hat, verschwindet nach ein paar Tagen. Dieser Vorfall lässt alle alten Konflikte wieder aufflammen, die ProtagonistInnen sehen sich unweigerlich mit sich selbt und ihren Beziehungen konfrontiert.

    Dieser Roman lässt mich ratlos zurück. Was ist sein Thema? Wovon erzählt er? Von Verlusten? Von Bindungs- und Trennungsängsten? Von geschwisterlichen Beziehungen? Von Ehen und Ehebrüchen? Von allem ein bisschen, von nichts so richtig. Der (deutsche) Titel lässt vermuten, dass es hauptsächlich um die vier Schwestern gehen wird, was allerdings nicht unbedingt der Fall ist. Ja, die namenlos gebliebene Ich-Erzählerin trifft sie zwar alle und die alten Konflikte beginnen erneut zu schwelen, aber nach der Lektüre dieses unruhigen Romans kann ich keiner der Frauen mehr als eine Charaktereigenschaft zuordnen, und die Erzählerin bleibt ein völliges Mysterium. Viel soll wohl durch die Dialoge ausgedrückt werden, doch ich empfand diese als unlogisch, unstrukturiert und sprunghaft. Oft drehen sie sich im Kreis, etwas Essenzielles erfährt man kaum.

    Das ist dann auch das einzige, was sich durch die gesamte Geschichte zieht - einen roten Faden gibt es nämlich nicht. Dafür viele poetische, leere Worthülsen. Oft habe ich Sätze zweimal gelesen, allerdings nicht, weil ich sie besonders schön gefunden hätte, sondern weil ich sie schlichtweg nicht verstanden habe. Die Ich-Erzählerin berichtet unzusammenhängend, mal faktisch distanziert, mal schwülstig kitschig, aber schlau bin ich aus diesem Gedankenwirrwarr nicht geworden.

    Ja, es gab also die Trennung der Eltern, die alle Schwestern in irgendeiner Form beeinflusst hat. Da werden aber so viele Gedanken gewälzt und gedreht, dass mir am Ende nicht klar war, was nun wirklich geschehen ist, wer was gefühlt und wer wem was angedichtet hat. Da zeigt sich der Nachteil einer so einseitigen Perspektive, wie sie durch eine einzige, subjektiv festgelegte Ich-Erzählerin entsteht. Außerdem wird das Buch einem grundlegenden schriftstellerischen Konzept nicht gerecht: Show, not tell! Das handhabt Joanna King genau umgekehrt. Episoden aus Gegenwart und Vergangenheit werden unzusammenhängend erzählt, die Figuren und ihre Geschichten bleiben in weiter Ferne. Weder haben sie mich interessiert, noch habe ich sie begriffen.

    Und dann ist da das immer wiederkehrende Thema der Beziehung zu Männern. Ehen, Affären, Liebeleien, nichts läuft so richtig gut, und im Grunde liegt der Fokus auf dem Umgang der verschiedenen Schwestern mit der Trennungssituation ihrer Eltern (Jess zum Beispiel ist ein Trennungsdrache, der keine weibliche Entscheidung in dieser Hinsicht akzeptiert und immer die "armen, armen Männer" bemitleidet) und ihren jeweiligen Beziehungen. Das läuft hinaus auf ausgediente oder überstrapazierte Ehen, die die Erzählerin mit scheinbarer psychologischer Schärfe zu durchleuchten meint, und die eigenen Beziehungsprobleme der Namenlosen, die sich im Wesentlichen darauf beschränken lassen, dass sie eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat und die Situation so nicht erträgt. Auf diese altbekannten Muster hat die Autorin leider kein neues, erfrischendes Licht geworfen, sondern sich lediglich in hohlen Phrasen verloren, die schnell ermüden und nerven.

    Mit "Vier Schwestern" ist Joanna King in meinen Augen kein großer Wurf in Sachen Familienliteratur gelungen. Dafür hinken die Dialoge zu sehr, die Erzählung verliert sich in abschweifenden Gedanken, jedes Ereignis wird nur geschildert, nicht bebildert. Ich konnte aus der Lektüre nichts mitnehmen, keine Erkenntnis, keine Freude über die schöne Sprache, da sie leer blieb, und vor allem keine gute Bewertung. Für die psychoanalytischen Ansätze vergebe ich aber mal großzügigerweise noch ein zusätzliches Sternchen.

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    camilla1303s avatar
    camilla1303vor 7 Monaten
    Verlust von vier Schwestern

    Der Roman „Vier Schwestern“ von Joanne King ist im mare Verlag erschienen und beschäftigt sich, wie der Titel schon sagt mit der Geschichte von vier Schwestern.

    Vier Schwestern aus Neuseeland, die sich seit mehreren Jahren nicht gesehen haben, treffen sich in der Cinque Terre zum gemeinsamen Italienaufenthalt. Doch eine der vier verschwindet ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Und während des Wartens werden den LeserInnen Spannungen und Beziehungskonstellationen offenbart, die weit in die Kindheit und Jugend zurückreichen, zu dem Zeitpunkt an dem sich die Eltern der vier Schwestern getrennt haben. Welchen Einfluss hat der Verlust des Vaters auf die eigenen Ehen und Beziehungen?

    Erzählt wird die Geschichte aus der namenlosen Ich-Erzählerin, der Schwester, die der verschwundenen am nächsten steht. Dass die jüngste Schwester namenlos bleibt, hat für mich ein sehr distanziertes Bild gezeichnet und ich konnte mich an keiner der Charaktere „anhalten“, habe keine Verbindung zu den ProtagonistInnen aufgebaut, weshalb ich in das Buch, trotz der pittoresken Sprache und den wunderschönen Beschreibungen der Region Cinque Terre, nicht wirklich eingetaucht bin. Viele Handlungsstränge und Verknüpfungen werden nicht aufgeklärt, viele Fragen bleiben unbeantwortet und laden zum Nachdenken an, für mich ergab es aber kein stimmiges Bild, weshalb ich das Buch auch nicht uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unruhiger Roman über die Erkenntnis, dass Liebe einfach kompliziert ist und ein Leben damit noch nie einfach war.
    Im Kampf um die wahre Liebe!

    Ein Ferienhaus, vier Schwestern und ein großes Beziehungsdrama. Joanna King erzählt uns die Geschichte aus der Perspektive der Icherzählerin, der jüngsten Schwester, welche früh vom vermeintlichen Zuhause floh und ihr Leben und die Liebe auf der Tanzfläche suchte.

    In Italien wollen die Vier ein wenig gemeinsam etwas Zeit verbringen, doch Rose, die zweitjüngste funkt gehörig dazwischen. Sie flieht aus diesem scheinbar trauten Heim. Während die drei übrig gebliebenen Schwestern sich den Kopf über Rose zerbrechen und sogar mit dem Schlimmsten rechnen, wird endlich alles auf den Tisch gepackt und Hass und Häme beschwören Ängste und ganz neue Einsichten herauf.

    Als Rose sich zu ihrem Liebhaber bekennt und eine gewagte Entscheidung trifft, vermuten die beiden älteren Schwestern, die verbittert und um die eigene Liebe buhlend, sich umgehend auf die Seite des Exmannes schlagen, ist Roses Liebesgeplänkel nur ein kleiner Zeitvertreib.

    Doch King spielt gekonnt mit den Vieren, lässt tief in die elterliche Beziehung blicken und weckt somit ein wenig Verständnis für das Handeln der jeweils Einzelnen.

    Ein unruhiger Roman über die Erkenntnis, dass Liebe einfach kompliziert ist und ein Leben damit noch nie einfach war.

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    isabellepfs avatar
    isabellepfvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Vier sehr unterschiedliche Schwestern, mit unterschiedlichen Beziehunsproblemen, der durch die Ich-Erzählerin sehr distanziert wirkt
    Vier Schwestern mit unterschiedlichen Beziehungsprobleme und Lebensmodelle

    Im Roman "Vier Schwestern" von Joanna King, verbringen vier sehr unterschiedliche Schwestern nach Jahren der Trennung einen gemeinsamen Urlaub in Italien, bis eine der Schwestern ohne eine Nachricht zu hinterlassen, verschwindet.

    Vier sehr ungleichen Schwestern, die sich der Trennung nicht gesehen haben, beschliessen einen gemeinsamen Sommerurlaub in einem Küstenort der Cinque Terre, zu verbringen. Sie hoffe auf ein glückliches Wiedersehen, ein paar unbeschwerte Tage und Dolce Vita, in Italien.
    Doch dann bereitet das Nachrichtenlose verschwinden, einer der Schwestern für grosse Besorgnis und Spannungen untereinander, die bis in ihre Kindheit und Jugend zurückreichen. Während des Wartens, kommt der Streit ihrer Eltern und das verlassen ihres Vaters, wieder zur Sprache und die Schwestern zerbrechen sich den Kopf darüber, ob sie die Trennung ihrer Eltern hätten verhindern können.
    Doch sind ihre eigenen Beziehungen und Ehen wirklich so vorbildlich, wie vorgeben zu sein?
    Mit einem Mal scheint für alle alles auf dem Prüfstand zu stehen: Ehemänner und Geliebte, Wertvorstellungen und Lebensmodelle, Zukunftshoffnungen und die Vergangenheit der gesamten Familie.

    Die Geschichte wird aus der Sicht der Jüngsten Schwester beschrieben, die auch das beste Verhältnis zu der verschwundenen Schwester Rose hatte. Doch obwohl man eine von ihr, gut dargestellte Sichtweise erhält, bleibt sie während der Geschichte Namenlos, wodurch die Geschichte auf mich einseitig und ziemlich distanziert wirkte.
    Als sehr spannend hingegen, empfand ich die Rückblicke in die Kindheit und Jugend der Schwestern, die mir einen tiefen Einblick in deren Vergangenheit und erlebten Verluste, vermitteln konnten. Denn wie es scheint, wurden die Frauen, aus heiterem Himmel von ihrem Vater verlassen, das sowohl ihre Mutter als auch sie selbst nie wirklich verarbeiten konnten.
    In den Stunden des Banges um ihre Schwester, kommt wieder der Verlust der Vergangenheit, ihre eigenen Beziehungen und Wertvorstellungen, zur Sprache und haben für gewaltige Spannungsmomente und böse Zungen untereinander gesorgt. Doch auch ein unausgesprochenes Geheimnis zwischen der Ich-Erzählerin und Rose bleibt den restlichen Familienmitgliedern, gänzlich verborgen, das die beiden Schwestern im Bezug auf ihre Beziehungen verbindet. 
    Recht bald wird ebenfalls klar, das beide Schwestern ein schwieriges Verhältnis zu ihren jeweiligen Partnern haben, die sie am Schluss, auf ihre ganze persönliche Art und Weise lösen.

    Obwohl der Anfang spannend beginnt, indem das Verschwinden der Schwester im Mittelpunkt stand, konnte mich der weitere Verlauf der Geschichte, nicht weiter mitreisen und begeistern. Denn für meine Begriffe waren die Schwestern viel zu besorgt um ihre Schwester, das fast schon ein bisschen zu übertrieben dargestellt wurde. Das die ganze Handlung einnah und zu wenig Handlungsstränge folgten. Auch die beiden älteren Schwestern werden am Schluss nicht mehr erwähnt und haben mich nicht nur im Bezug auf die Ich-Erzählerin, sondern auch auf den weiteren sehr offen gehaltenen Verlauf, etwas ratlos zurück gelassen.
    Ich hätte mir mehr offene Wort und Klarheit in der Familiengeschichte gewünscht.

    Eine gute Idee, die eher durchschnittlich und zu distanziert umgesetzt wurde.

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Verlassen, Verlassenwerden und alte Verletzungen - ein empfehlenswerter Familienroman um vier sehr unterschiedliche Schwestern.
    Die Folgen des Verlassens und Verlassenwerdens

    Eine junge Frau, gemalt vom amerikanischen Pop Art-Künstler Alex Katz, schmückt das Cover des Debütromans „Vier Schwestern“ der in Neuseeland geborenen Autorin Joanna King. Es scheint die jüngste der vier Schwestern sein, die namenlose, in London lebende Ich-Erzählerin. Ihre Augen sind hinter der Sonnenbrille nicht zu erkennen, ihr Gesichtsausdruck ist ein wenig geheimnisvoll. Aus ihrer Sicht erfahren wir, was sich beim Treffen der vier Schwestern in der malerischen Landschaft der Cinque Terre abgespielt hat. Aber nicht nur das, auch Rückblicke in die Jugend gewährt sie uns und berichtet, wie es nach dem Treffen für sie und die zweitjüngste Schwester Rose weitergegangen ist.

     

    Rose war die Initiatorin des Wiedersehens nach langer Zeit. Sie, die mit ihrem amerikanischen Ehemann in Florenz lebt, hatte die beiden älteren Schwestern Jess und Ngaio aus Neuseeland und – mit einigen Schwierigkeiten – auch die Ich-Erzählerin für zwei Wochen in den Küstenort Corniglia gelockt. Ungeachtet alter Spannungen, die sich aus ihrer Verschiedenheit, aber vor allem auch der Trennung der Eltern und der unterschiedlichen Parteinahme der Schwestern ergab, sollte ein entspanntes Wiedersehen gefeiert werden. Anders als die drei älteren Schwestern bezieht die Ich-Erzählerin aus Vorsicht eine separate Unterkunft und vermeidet von Beginn an, mit Jess und Ngaio alleine Zeit zu verbringen. Rose und sie blieben damals im Alter von 17 bzw. 14 Jahren bei der traumatisierten Mutter zurück, als der Vater nach jahrelangen Auseinandersetzungen die Familie verließ, und sie teilen ihre Geheimnisse. Jess und Ngaio wohnten bei der Trennung der Eltern vor 20 Jahren bereits nicht mehr zuhause und hatten einen anderen Blick auf die Ereignisse. Jess, als erklärter Liebling des Vaters, schlug sich eindeutig auf dessen Seite und gibt der Mutter bis heute die Schuld an der „Vertreibung“ des Vaters.   

     

    Eine Woche lang geht alles gut, nach der Wiedersehenseuphorie bleiben Streitereien zunächst aus. Doch dann verschwindet plötzlich Rose. Alles scheint möglich: ein absichtliches Verschwinden, ein Missverständnis, ein Unfall oder sogar Selbstmord. Nicht nur über die Bedeutung und die Gründe für ihr Verschwinden herrscht Uneinigkeit unter den drei Zurückgebliebenen, plötzlich sind alle alten Konfliktpunkte wieder da.

     

    Sosehr es sich anhört, als ob das zentrale Thema dieses teilweise sehr fesselnden Romans die Spannungen unter den Schwestern wäre, für mich standen vielmehr die Themen „Verlassen“ und „Verlassenwerden“ im Mittelpunkt. Jede der vier Protagonistinnen und der Personen in ihrem Umfeld hat solches erlebt, alle haben unterschiedlich darauf reagiert und Verletzungen davongetragen, die nicht verheilt sind.

     

    Gehadert habe ich manchmal mit der strikten Ich-Perspektive, zu gerne hätte ich auch die Sicht von Jess und Ngaio oder die eines neutralen Beobachters erfahren.

     

    Ich kann diesen stilistisch guten Roman, den ich gerne gelesen habe, allen empfehlen, die die pittoreske Landschaft der Cinque Terre erleben, in die Dynamik menschlicher Beziehungen eintauchen und über viele interessante Sätze nachdenken möchten, und die nicht erwarten, dass am Ende jeder Schicksalsfaden abschließend verknüpft ist.


    http://xn--mit-bchern-um-die-welt-wlc.de/joanna-king-vier-schwestern/

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wundervoller Stil- ein Buch, das nachhallt, zum Nachdenken einlädt - dennoch eine gewisse Distanz beim Leser erzeugt
    Ein wundervoller Stil- ein Buch, das nachhallt, zum Nachdenken einlädt

    Die Rezi darf schon vor dem Erscheinungsdatum erscheinen, mit Erlaubnis des Verlages, nur zur Info.
    Ein Familientreffen in Italien. 4 Schwestern. Erzählt wird aus der Sicht der jüngsten der Schwestern. Sie berichtet als Ich –Erzählerin.
    4 Schwestern, die sich zu einem Familientreffen in Italien in einem Haus versammeln. Das Meer ist immer in der Nähe dieser Familie, die doch so viele Abgründe hat. Eine der Schwestern verschwindet. Rose. Was ist mir ihr passiert? Es beginnt eine Suche, die auch die Vergangenheit, in die Kindheit der Schwestern führt.
    Anfangs fand ich fast wenig zu ausführlich beschrieben, diese Sorge um das Verschwinden der Schwester Rose, das immer wieder Nachfragen, da hat die Autorin dann aber für mich im perfekten Moment eine Lösung gefunden, weil ich merkte beim Lesen, das ich mich zwingen musste, weiterzulesen. Aber dann gab es eine Szene, die die Spannung weckte bei mir als Leser.
    Vielleicht ist auch der Erzählstil gewesen, der auf mich eine gewisse Distanz und Kühle in der Erzählung übertragen hat. Das zog sich durchaus auch durch das Buch, aber dennoch konnte mich die Geschichte in ihren Bann ziehen.
    Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Verwendung einer wundervollen Sprache. Es gibt tolle Sätze im Buch, die die Figuren beschreiben. Die Autorin entwickelt Szenen, die die Ich- Erzählerin beobachtet und beschreibt, alltägliche Szenen aus der Umgebung, die aber dennoch wie eine Art Bild wirken, das eine Botschaft zu den Verhaltensweisen der Figuren darstellt. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.
    Sehr gelungen fand ich die Darstellung der Umgebung. Das Meer, das immer wieder im Mittelpunkt steht, oder eine Art Kulisse dieses Dramas der Schwestern bildet, das gefiel mir sehr.
    Die Ich Erzählerin, sie erhält keinen Namen, auch keine Ansprache mit Namen durch die anderen Figuren im Buch. Für mich blieb sie ein wenig außen vor, wirkt ein wenig geheimnisvoll. Aber der Leser erfährt auch von ihrem Liebesleben, ihre Beziehung zu einem Mann. Vielleicht ist sie eine Art namenlose Figur, die für die Konflikte zwischen Beziehungen steht- das zeigt wie dieses Buch zum Nachdenken, Interpretieren einlädt.
    Die Beziehungen zu Männern, die Beziehung zu den Eltern, die Trennung der Eltern, die Beziehung zwischen den Schwestern, das sind die großen Themen im Buch.
    Für mich war das Buch manchmal etwas erdrückend, aber dennoch fesselnd. Erst das Verschwinden von Rose, der Schwester. Die Suche, Spekulieren, Verdächtigungen. Dann die Spannungen die zwischen den Schwestern auftauchen. Aber auch die Beziehungen zu ihren Männern. Für mich waren die Schwestern gut dargestellt. Je länger man liest, umso mehr kleine Details werden deutlich, kommen ans Licht, verflechten die Beziehungen der Schwestern untereinander.
    Es war ein intensives Eintauchen in das Leben der Schwestern. Für mich gab es wundervolle Sätze, die nachhallen, zum Nachdenken einladen und auch wenn anfangs mir fast ein wenig lang wurde mit dem Szenen rund um das Verschwinden von Rose, finde ich das Buch sehr gelungen. Es ist anspruchsvoll, lädt ein, sich die wundervollen Sätze zu notieren, nachzudenken. Ein Buch, das nachhallt beim Leser.
    4, 5 Sterne

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Mare_Verlags avatar

    Liebe Lovelybooks-Leserinnen und Leser,


    neues Jahr, neue Bücher! Unser Frühjahrsprogramm steht in den Startlöchern und wartet darauf, den Weg in Eure Bücherregale zu finden. Mit dabei ist in diesem Jahr Vier Schwestern von Joanna King, das am 13. Februar erscheint. Wer das Buch vorab schon lesen möchte, ist hier genau richtig: Noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin verlosen wir 10 Exemplare.


    Zum Buch:


    Vier Schwestern treffen sich zum gemeinsamen Sommerurlaub an der malerischen Küste der italienischen Cinque Terre. Jahre sind vergangen, seit sie sich zuletzt gesehen haben, in Neuseeland, wo sie ihre Kindheit verbrachten. So könnten es unbeschwerte Tage werden, voller Wiedersehensfreude und Dolce Vita. Doch dann verschwindet eine der Schwestern, und in den angespannten Stunden der Suche und des Wartens betrachten die Zurückgebliebenen sich und ihre Vergangenheit plötzlich in einem neuen Licht. Hätten die Schwestern den jahrelangen Streit ihrer Eltern beschwichtigen, vielleicht sogar deren Trennung verhindern können? Welche Verletzungen hat jede von ihnen in dieser Zeit erlitten, was haben sie inzwischen aus ihrem Leben gemacht, was einander anvertraut – und was verschwiegen? Und sind ihre eigenen Ehen und Beziehungen wirklich so vorbildlich, wie sie es sich gegenseitig gerne glauben machen wollen?


    Mit einem Mal scheint für alle alles auf dem Prüfstand zu stehen: Ehemänner und Geliebte, Wertvorstellungen und Lebensmodelle, Zukunftshoffnungen und die Vergangenheit der gesamten Familie.


    Hier geht’s zur Leseprobe.


    Um an unserer Leserunde teilzunehmen und einer von 10 Vorablesern zu werden*, bewirb Dich bis zum 29. Januar und beantworte einfach folgende Frage: 

    In dem Roman Vier Schwestern geht es um den gemeinsamen Sommerurlaub vier sehr unterschiedlicher Schwestern an dem italienischen Küstenstreifen Cinque Terre.

    Habt Ihr schon Pläne für Eure Ferien? Wenn ja, wo geht die Reise hin?


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    Euer mareverlag



    * Bedingung ist, dass Ihr Euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

    Bitte veröffentlicht Eure Rezension nicht vor dem 13. Februar 2018 auf anderen Seiten als lovelybooks.de.

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    Letzter Beitrag von  milkysilvermoonvor 7 Monaten
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