Joanna Nadin

 4.8 Sterne bei 10 Bewertungen

Lebenslauf von Joanna Nadin

Die Schöpferin liebenswerter Chaosmagneten: Joanna Nadin ist eine britische Kinder- und Jugendbuchautorin. Bevor sie zum Schreiben kam war sie als TV-Journalistin und schließlich als Sonderberaterin des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair tätig. Seit dem Verlassen der Politik hat sie über 70 Bücher für Kinder und junge Erwachsene verfasst. In ihre Romane und Erzählungen fließen immer wieder auch Erfahrungen aus ihrer eigenen Kindheit im britischen Essex ein. Für Kinder erschienen von Joanna Nadin bereits eine Reihe an Schulbüchern wie Rumpelstilzchen und Aladdin und die beliebte Penny-Serie (im Original: Penny Dreadful), die 2011 für den Roald Dahl Funny Prize nominiert war. Die Protagonistin Penelope Jones, genannt Penny, ist ein bisschen schusselig und ein wahrer Magnet für Katastrophen. Doch trotz alledem ist Penny unglaublich liebenswert und sehr komisch. In jeder turbulenten Geschichte liefert Penny Überlebenstipps für Chaosmagneten, die garantiert jeden zum Lachen bringen. Joanna Nadin schreibt weiterhin Reden für Führungspersönlichkeiten und Politiker sowie Artikel für renommierte britische Zeitungen und Magazine wie „The Guardian“, „Red“ und „The Amorist“. Neben dem Schreiben mag sie besonders alte Lieder und den Geruch alter Bücher. Sie fühlt sich in London, New York, Essex und Cornwall wohl und hält sich dort gerne länger auf.

Alle Bücher von Joanna Nadin

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Cover des Buches Penny (ISBN: 9783868736663)

Penny

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Erschienen am 07.10.2013
Cover des Buches Geschichten aus aller Welt (ISBN: 9783619242023)

Geschichten aus aller Welt

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Erschienen am 09.01.2013
Cover des Buches Penny kommt in Teufels Küche (ISBN: 9783868737479)

Penny kommt in Teufels Küche

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Erschienen am 12.08.2014
Cover des Buches Der Tag, an dem Dido das Glück fand (ISBN: 9783809026877)

Der Tag, an dem Dido das Glück fand

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Erschienen am 25.06.2018
Cover des Buches Penny sorgt für neuen Wirbel (ISBN: 9783868736977)

Penny sorgt für neuen Wirbel

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Erschienen am 20.02.2014
Cover des Buches Penny ist an gar nichts schuld (ISBN: 9783868737585)

Penny ist an gar nichts schuld

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Erschienen am 12.02.2015
Cover des Buches The Facts of Life (ISBN: 9780192733801)

The Facts of Life

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Erschienen am 02.01.2014

Neue Rezensionen zu Joanna Nadin

Neu

Rezension zu "Meine Mutter, unser wildes Leben und alles dazwischen" von Joanna Nadin

…sprachgewaltige Darstellung einer Mutter-Tochter-Konstellation!
AndreasKueckvor 6 Monaten

Dido Sylvia Jones ist gerade erst 6 Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter Edie in das geerbte Haus in einer Kleinstadt in Essex zieht. In dieser geordneten, gutbürgerlichen Umgebung fällt die flippige Edie schnell auf und sorgt für Aufregung in der Nachbarschaft; sehr zum Leitwesen ihrer Tochter Dido, die so gerne ein etwas unauffälligeres Leben führen würde. Direkt nebenan entdeckt sie ihr persönliches Narnia: Durch eine Tür in der Gartenmauer schlüpft sie in die saubere und strukturierte Welt der Familie Trevelyan mit Vater, Mutter und zwei Kindern. Mit der gleichaltrigen Tochter Harry freundet sich Dido an. Für deren älteren Bruder Tom schwärmt sie vom ersten Moment. Edie kann die Begeisterung ihrer Tochter an dieser spießigen Bilderbuchfamilie nicht teilen: Sie zieht es vor, ihr Leben ohne Konventionen öffentlich zu zelebrieren und reizt damit den Widerstand ihrer Tochter, die Konventionen benötigt, um Halt in ihrem Leben zu finden. So verfliegen die Jahre, und jede für sich taumelt durch ihr Leben mit falschen Jobs, falschen Freunden, falschen Liebhabern, da das/der Richtige immer irgendwie abwesend zu sein scheint…!

Dieses Jahr steht bei mir anscheinend ganz im Zeichen der Mutter-Tochter-Konflikte: Nach Anne Enrights "Die Schauspielerin" und "Zwei Wochen im Juni" von Anne Müller flutsche mir nun mit diesem Werk die dritte literarische Umsetzung zu diesem Thema zwischen die Finger. Joanna Nadin lässt in ihrem komplexen Roman die Geschehnisse aus der Sicht von Dido Revue passieren. Dieser Roman wirkt beinah wie ein scheinbar nie enden wollender Brief, den Dido ihrer Mutter Edie schreibt. So sind die Zeilen natürlich sehr persönlich gefärbt und spiegeln die jeweilige Lebenssituation von Dido wieder, offenbaren aber auch peu à peu die Geschichten ihrer Mutter und der Menschen in ihrem Umfeld.

Die Autorin entblättert Seite für Seite die zarte Seele eines Kindes, das auf der Suche nach Liebe, Halt und Anerkennung ist. Dies kann sie allerdings bei ihrer eigenen Mutter nicht finden, da diese selbst an den Wunden ihrer verletzte Seele krankt. So sind Missverständnisse und gegenseitig zugefügte Kränkungen zwangsläufig unabwendbar. Wie Naturgewalten prallen diese Frauen aufeinander, die so unterschiedlich sind aber gleichzeitig so vertraut miteinander, dass jede die wunden Punkte der anderen nicht bloß kennt sondern auch zielsicher trifft. Doch gerade diese Vertrautheit wirkt wie ein eng geknüpftes Band: Mutter und Tochter sind untrennbar miteinander verbunden!

Joanna Nadin erzählt ihre Geschichte in einer wunderschönen Sprache, die vor Energie strotzt und mit ihren Worten Bilder malt. Sie schafft es, dass ihre Leserschaft nie Mitleid aber immer Mitgefühl für die Protagonist*innen entwickelt. Alle agieren nachvollziehbar im Rahmen ihres vorgegebenen gesellschaftlichen Gefüges. Niemand wird bloßgestellt! In Nadins Charakterzeichnungen spürte ich sehr viel Herz und Verständnis für die Fehler „ihrer“ Menschen. Trotz aller vorhandener Ernsthaftigkeit mit ihrem Drama und den Tränen entlockten mir die humorvollen Beschreibungen der skurrilen Situationen, in die Dido, Edie & Co. stolpern, durchaus auch ein Lächeln.

Dido ist schonungslos – mit ihrer Mutter aber auch mit sich selbst. Doch am Ende steht die weise Erkenntnis, dass alles im Leben einen Sinn ergibt und erst mit dem Verzeihen die eigene innere Ruhe einkehren kann.

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Rezension zu "Meine Mutter, unser wildes Leben und alles dazwischen" von Joanna Nadin

Ein Leben wie im Märchen nur ohne Magie und guter Fee
Taluzivor 6 Monaten

Dido lebt mit ihrer jungen Mutter in hippiehaften Verhältnissen. Regeln, gesunde Ernährung und ein aufgeräumtes Zuhause kennt die 6jährige Dido nicht. Trotzdem ist ihre Mutter Edie irgendwie cool. Die kleine Familie zieht von London in eine Kleinstadt in Essex, weil Edie dort das Haus ihrer Oma geerbt hat. Bei einem Streifzug durch die neue Gegend entdeckt Dido die perfekte Familie. Hinter einem Tor leben die Trevelyans: Vater, Mutter und Sohn und Tochter. Dido ist fasziniert von deren Leben mit Regeln, vollem Kühlschrank, sauberer Wäsche und anständiger Ausdrucksweise.

Tom und Harriet dagegen sind von dem Leben was Dido führt fasziniert. 

Von nun an sind ihre Leben mit einander verstrickt und ihr Schicksal wird sie ein Leben lang begleiten. 

Welches Leben wird das bessere und perfektere Leben sein?


„Meine Mutter, unser wildes Leben und alles dazwischen“ von Joanna Nadin ist ein berührender Roman über zwei völlig verschiedene Lebensstile.

Dido, die bei ihrer jungen Mutter völlig unkonventionell aufwächst. Oft ist das Geld für Lebensmittel knapp. Alkohol und Drogen benötigt die Mutter um als Künstlerin ihre Visionen umzusetzen. Dido ist viel auf sich alleine gestellt und wünscht sich eine ganz normale Kindheit. Eine Kindheit wie sie es bei Tom und Harriet beobachtet. Mutter Angela ist für ihre Kinder da, bringt pünktlich das Essen auf den Tisch und sagt, was man zu machen hat und was nicht. 

Dagegen leidet Harriet unter ihrer strengen Mutter und den vielen Regeln. Sie beneidet Dido um die Mutter. Edie wird für Harriet eine wichtige Bezugsperson während sie heranwächst. 

Der Schreibstil der Autorin Joanna Nadin ist märchenhaft, emotional und fesselnd. Als Leser erfährt man wie die Kinder aufwachsen, welche Träume und Nöte sie haben, aber auch wie eng ihre Freundschaft ist. Dies spiegelt sich auch im Schreibstil wieder, der aus der Sicht von Dido geschrieben ist. Dido erinnert sich an ihre Kindheit und erzählt Edie nach vielen Jahren von ihren Träumen, Ängsten, Freuden und ihrem Frust. Obwohl Dido ein distanziertes Verhältnis zu ihrer Mutter hat, so sind sie dennoch ein Leben lang verbunden.

Diesen Roman bekommt von mir 4 Sterne, da ich das Ende zu schnell und kurz empfand.

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Rezension zu "Meine Mutter, unser wildes Leben und alles dazwischen" von Joanna Nadin

Ein Buch über Familie und Liebe zum Mitfühlen, Mitlachen, Mitweinen, Mitleiden, Mitfreuen
Lesezauber_Zeilenreisevor 7 Monaten

Dido ist sechs Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter Edie von London in eine Kleinstadt (Saffron Walden)  in Essex zieht – dort hat Edie ein kleines Häuschen geerbt. Edie ist die coolste Mutter überhaupt, wenn auch etwas verrückt, und sie ist die einzige Familie, die Dido je hatte. Trotzdem fehlt ihr etwas. Auf einem Streifzug durch die neue Nachbarschaft entdeckt das neugierige Mädchen hinter einem Tor zum Nachbarsgarten ihr ganz persönliches Paradies: die perfekte Familie. Mutter, Vater und zwei Kinder – die Trevelyans sind alles, was sie sich immer erträumt hat. Von diesem Moment an ist Didos Schicksal untrennbar mit ihnen verbunden, doch welche Familie ist schon wirklich perfekt?

Dieses Buch ist sehr berührend und keine leichte Kost, obwohl es wunderbar leicht geschrieben ist. Erzählt wird alles von Dido selbst, die sich damit eigentlich direkt an ihre Mutter wendet, um ihr zu erklären, was es bedeutete, mit ihr zusammen zu leben. Es beginnt 1976 und endet im Jetzt. Ich habe Dido durch ihre Kindheit und Jugend begleitet, die alles andere als unbeschwert war. So manches Mal habe ich Edie verflucht und mir gewünscht, Dido vor dieser trinkenden, unordentlichen Mutter, für die Erziehung und Regeln ein Fremdwort sind, retten zu können.

Dido findet in den Trevelyans ihre Ersatzfamilie, die in ihren Augen perfekten Eltern. Deren Tochter Harry fühlt sich jedoch mehr zu Edie hingezogen. Das Gras auf der anderen Seite ist halt immer grüner. Und dann ist da noch Tom Travelyan, in den sich Dido quasi auf den ersten Blick verliebt hat.

Es ist eine wahre Achterbahn der Gefühle, Dido durchs Leben zu begleiten. Es gibt viel zu lachen, aber auch zu weinen. Ich hätte Dido gern geholfen, ihr aber auch manchmal am liebsten den Kopf gewaschen. Dann wiederum empfand ich so viel Mitleid mit ihr, nur um mich im nächsten Moment wieder unsagbar mit ihr zu freuen.

Joanna Nadin hat es mit ihrem fesselnden Schreibstil geschafft, mich völlig in ihren Bann zu ziehen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, Dido´s Leben. Und was aus allen wird, die darin eine Rolle spielen. Da Dido gerade einmal 3 Jahre vor mir geboren wurde, habe ich so einiges aus Ihrer Kindheit/Jugendzeit wiedererkannt und konnte mich einfach gut in sie hineinversetzen.

Ein unfassbar gutes, fesselndes, bewegendes Buch über das Leben, die Liebe und die Tatsache, dass das Gras auf der anderen Seite eben nicht immer grüner ist, sondern vielleicht nur so erscheint.

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