Joanna Rakoff Lieber Mr. Salinger

(83)

Lovelybooks Bewertung

  • 88 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 43 Rezensionen
(23)
(38)
(18)
(2)
(2)

Inhaltsangabe zu „Lieber Mr. Salinger“ von Joanna Rakoff

Joanna hat den legendären Welterfolg "Der Fänger im Roggen" nicht gelesen, als sie frisch von der Uni im New York der 90er Jahre einen Job in der Agentur ergattert, die J. D. Salinger vertritt. Die junge Frau mit eigenen literarischen Ambitionen und kompliziertem Liebesleben glaubt sich dort in ein anderes Jahrhundert versetzt: eine strenge Agenturchefin, deren Briefe sie auf Schreibmaschine tippen muss und die sie ermahnt, niemals „Jerry“ anzurufen. Erst langsam begreift Joanna, wer Jerry ist, denn sie muss die Unmengen an Fanbriefen beantworten, die Salinger nicht sehen will. Neugierig geworden entdeckt sie endlich seine Bücher und erlebt, wie sie sanft, aber unerbittlich in ihr Leben eindringen und sie zwingen, sich selbst zu erkennen und erwachsen zu werden.

Ein wundervolles Buch über die Hürden des Erwachsenwerdens und die Liebe zur Literatur!

— missNaseweis
missNaseweis

Ein Buch nicht nur über Salinger & den Literaturbetrieb, sondern auch übers Erwachsenwerden & Träume verwirklichen. Sehr lesenswert!

— Cara_Elea
Cara_Elea

Sehr langweilig geschrieben und keine wesentliche Handlung

— Petra1984
Petra1984

Eine Liebeserklärung an die Literatur an sich und J. D. Salinger im Speziellen.

— Belladonna
Belladonna

Lesenswert!

— passionelibro
passionelibro

Eine wunderbare Geschichte über die Kanten des Leben und wie Literatur manches Leben vor diesen Kanten rettet.

— SophiaLaGrande
SophiaLaGrande

Ein Buch in das man sich fallen lassen kann und nebenbei noch viel über den Literaturbetrieb lernt. Nur ist manchmal zu chicklit-lastig

— Das_Leseleben
Das_Leseleben

Ein schöner Einblick in den Literaturbetrieb und das Leben als Berufseinsteiger_in in New York während der 90er. Sehr gut!

— Regenblumen
Regenblumen

Emotional, persönlich und manchmal fragt man sich, was man da überhaupt gelesen hat.

— Influenza-Bookosa
Influenza-Bookosa

Ein charmantes Debüt und ein Blick hinter die Kulissen des Literaturbetriebs in den 90er Jahren.

— littleowl
littleowl

Stöbern in Romane

Heimkehren

Beeindruckender Roman über das Leben zweier ghanaischer Familien, die untrennbar mit der Sklaverei und ihren Folgen verbunden sind.

Xirxe

Als die Träume in den Himmel stiegen

Man vermutet zunächst ein Happy End, liest aber immer mehr die tragische Geschichte eines jungen Mädchens.

Loooora

Swing Time

Ich wünschte, es hätte mich weniger gelangweilt, die Charaktere wären mir weniger unsympathisch gewesen. So schade!

once-upon-a-time

Das Mädchen aus Brooklyn

Guillaume Musso versteht es wie kein anderer Autor Genres verschmelzen zu lassen.

Almilozi

Der Sandmaler

Leider wieder viel zu aktuell.

Faltine

Das kalte Blut

Ein Meisterwerk! Keine Seite zu viel.

sar89

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Meine Rezension zu "Lieber Mr. Salinger"

    Lieber Mr. Salinger
    Belladonna

    Belladonna

    31. January 2017 um 08:45

    Beschreibung Direkt nach ihrer Uni-Zeit kehrt Joanna Rakoff in den 90er Jahren nach New York zurück um dort in der Literaturwelt Fuß zu fassen. Tatsächlich ergattert sie einen Job als Assistentin in einer Agentur, die wie aus einer längst vergangen Epoche entsprungen zu sein scheint. Joanna muss sich nicht nur auf das Tippen der über Diktafon diktierten Briefe auf einer nostalgischen Schreibmaschine einstellen, sondern sie bekommt auch noch spezielle Anweisungen von ihrer Chefin zu einem gewissen „Jerry“. Erst später wird Joanna klar, dass es sich bei „Jerry“ um den weltbekannten Autor J. D. Salinger handelt, der durch die Agentur vertreten wird. Bisher hat Joanna noch nie ein Buch Salingers gelesen und sieht sich nun mit den Marotten dieses speziellen Autors, der weder seine Fanpost weitergeleitet bekommen möchte noch mit sonst jemanden in Kontakt treten möchte konfrontiert. Joanna bringt es nicht übers Herz die ganze Fanpost mit einem vorgefertigten Musterbrief zu beantworten und so liest sie die unzähligen Briefe an Salinger um diese persönlich zu beantworten. Meine Meinung Joanna Rackoff berichtet in ihrem autobiographischen Roman „Lieber Mr. Salinger“ von ihrem Jahr in einer New Yorker Agentur in den 90er Jahren. Der flüssige Schreibstil entführt den Leser schnell in die aufregende Nach-Uni-Zeit, die Joanna Rackoff in ihrem ersten Jahr in einer New Yorker Agentur erlebte. Das ganze könnte man als eine Art Tagebuch betrachten, denn so ähnlich lässt sich dieser Roman lesen. In jahreszeitlichen Abschnitten erfährt man die wichtigsten Ereignisse in Joannas Leben, wobei ihre Arbeit eine große Rolle einnimmt. Die spezielle und sehr nostalgische Atmosphäre der Agentur gefällt mir auf Anhieb sehr gut. Ich empfand es außerdem als sehr interessant einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und mehr über die Arbeit in einer Agentur zu erfahren und somit tiefer in die Welt der Literatur einzutauchen. Schnell wird klar, dass Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte Mr. J. D. Saliger ist, und sich durch ihn und seine Werke so einiges in Joannas Leben verändert. Angefangen bei der Arbeit im Verlag, wo Joanna Telefonanrufe entgegennimmt und die Fanpost bearbeitet bis hin zu den Problemen in ihrem Leben. J. D. Salinger wird schon bald zu einem festen Bestandteil ihres Lebens, und das obwohl sie noch nie ein Buch des berühmten Autors gelesen hat. Als Joanna dies schließlich ändert, gelangt sie in ihrem Leben an einen Wendepunkt. Mit Joanna konnte ich mich schnell identifizieren, denn genau wie sie habe ich bisher noch keines von Salingers Werken gelesen, obwohl mir zumindest der Titel „Der Fänger im Roggen“ schon das ein oder andere mal zu Ohren gekommen ist. Mehr möchte ich über die Geschichte an dieser Stelle nicht verraten. Mich hat dieser kurzweilige Roman gut unterhalten und meine Lust auch einmal ein Buch von Salinger in die Hand zu nehmen definitiv geweckt! Ich vergebe für „Lieber Mr. Salinger“, der mich der Literaturwelt ein Stückchen näher gebracht hat, 4 von 5 Grinsekatzen. Über die Autorin Nach ihrem Studium an renommierten amerikanischen Universitäten stürzte sich Joanna Rakoff in die Welt der Literatur. Sie arbeitete als Kritikerin für die „New York Times“, die „Los Angeles Times“ und die „Vogue“ und veröffentlichte einen Roman („A Fortunate Age“), der zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Joanna Rakoff lebt in Cambridge, Massachusetts. (Quelle: Albrecht Knaus Verlag) Fazit Eine Liebeserklärung an die Literatur an sich und J. D. Salinger im Speziellen. ---------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 31.01.2017

    Mehr
  • Leserunde zu "Game of Thrones - Der Winter naht" von George R.R. Martin

    Game of Thrones - Der Winter naht
    Pippo121

    Pippo121

    ** ACHTUNG: Dies ist KEINE Leserunde und es gibt keine Bücher zu gewinnen!  **                 "Game of Thrones" - Lesemarathon                                   (14.10-16.10)   Passend zur aktuellen Werwolf-Runde, startet nun auch ein GoT-LESEMARATHON! Also begrabt nun alle (zumindest) vorübergehend das Kriegsbeil und reist mit uns nach Westeros! Denn dieses Wochenende wollen wir ein weiteres Mal in die Welt von Game of Thrones reisen. Wir befinden uns in einer Zeit, in der der grausame König Joffrey, der erste seines Namens, auf dem Thron sitzt und Freund und Feind durch seine sadistische Art erzittern lässt. Das Land ist gespalten, einige bleiben den Lannisters treu und kämpfen an ihrer Seite, während andere Joffrey nicht als rechtmäßigen Erbe der Krone anerkennen. Neu ernannte Könige scheinen wie Pilze aus der Erde zu sprießen. Kriege erschüttern das Land. In dieser Zeit begeben wir uns auf Wanderschaft. Wir werden anfangen in Essos, wo wir auf Daenerys Targaryen stoßen. Diese empfängt uns sehr gastfreundlich und schenkt uns am Ende eine Kiste mit kleinen Dracheneiern. Ob diese echt sind? Weiter führt uns unser Weg zur roten Priesterin, bei der wir nur kurz verweilen. Samstag treffen wir dann in Königsmund ein und haben eine Audienz beim König. Anschließend werden wir auch den übrigen Lannisters und ihren Gefolgsleuten vorgestellt. Am letzten Tag wandern wir in den kalten Norden, wo uns die Starks herzlich begrüßen und uns Winterfell zeigen. ♦ Das Wochenende wird unter verschiedenen Häusern aufgeteilt.♦ Jeden Tag werden wir passend zu den ausgewählten Häusern alle ein, zwei Stunden Zitate posten und dazu eine Frage an euch stellen♦ Dieses Mal sammeln wir Dracheneier. Ihr bekommt pro 100 gelesene Seiten ein Drachenei geschenkt. Beim Erreichen des gesetzten Ziels schlüpfen die Drachen. Mal schauen, wer am Ende die größte Drachenarmee besitzt ;)   Wichtig: Die gestellten Aufgaben werden so weit wie möglich einen Bezug zu GoT haben, dies muss für die gelesenen Bücher natürlich nicht der Fall sein! Also mach es dir auf dem Sofa bequem und schließ dich unserem Lesemarathon an! Vielleicht entdeckst du ja so auch dein neues Lieblingsbuch! :)   Natürlich sind in dieser Gruppe alle Leser willkommen, nicht nur die Werwölfe oder die Mitglieder der Gruppe "Challenge: Zukunft vs. Vergangenheit"! Wir freuen uns über jeden aktiven Leser und hoffen auf ein entspanntes, gemeinsames Lesen!   *************************************************************** Wann geht es los?   Der Lesemarathon startet am 14.10. gegen 15 Uhr und endet am 16.10. um 24 Uhr.   Sinn und Ziel eines Lesemarathons ist es, sich einfach mal wieder Zeit für ein fesselndes Buch zu nehmen und sich mit netten Leuten auszutauschen. Um die Gespräche anzuregen, werden im Verlauf des Lesemarathons immer wieder Fragen oder Aufgaben eingestreut, die du dann nach Belieben in deine Lesestunden mit einbauen kannst.   Wer möchte, kann sich gleich zu Beginn des Lesemarathons ein Ziel setzen (zum Beispiel gelesene Seiten, oder etwas Kreativeres). Dies ist allerdings kein Muss. Es erlaubt dir lediglich nach dem Lesemarathon dein ganz persönliches Fazit deines Wochenendes zu ziehen. :)   *************************************************************** Du hast eine Idee, eine Anregung oder eine Frage die wir in den Lesemarathon einbauen könnten? Dann schick diese per PN an: - Mitchel06 - Vucha - Knorke oder SchCh121!   Wir freuen uns auf euch! *************************************************************** Teilnehmer: Vucha Snorki Isabellepf Knorke Katha Lrvtcb Mitchel SchCh Stebec Annika, Sternchen

    Mehr
    • 571
  • New York, 90er Jahre

    Lieber Mr. Salinger
    passionelibro

    passionelibro

    05. September 2016 um 13:02

    New York 1996, in Wandel zur Digitalisierung: Mit der Uni fertig schafft es die junge Joanna Rakoff einen heißbegehrten Job bei einer Literaturagentur zu finden. Sie liebt Bücher über alles und träumt heimlich selbst von einer Karriere als Schriftstellerin; ihr Freund schreibt an seinem ersten Roman, doch ihre Liebesbeziehung ist sehr durchwachsen. Und auch ihr Arbeitsalltag hat wenig Glamouröses: Meistens tippt sie auf einer alten Schreibmaschine die auf Band diktierten Briefe ihrer Chefin. Eines Tages dann gibt es eine neue Aufgabe, sie soll die Fanpost beantworten, die an den wichtigsten Kunden der Agentur, den zurückgezogen lebenden Erfolgsautor J.D. Salinger, geschrieben werden. Dafür gibt es eine Standardantwort, doch Joanna ist neugierig und fängt an, diese Briefe zu lesen und sie persönlicher zu beantworten, mit unterschiedlichen Reaktionen vonseiten der Fans. Dabei fängt sie auch an, über ihr eigenes Leben nachzudenken.Ein charmantes Debüt mit autobiografischen Zügen über die Kraft des geschriebenen Wortes, über das Erwachsenwerden und einen kleinen Einblick in den Literaturbetrieb Mitte der 90er.

    Mehr
  • Ein Buch über Bücher

    Lieber Mr. Salinger
    Das_Leseleben

    Das_Leseleben

    05. August 2016 um 16:53

    Bereits vor einem Jahr bin ich auf ‚Lieber Mr. Salinger‘ aufmerksam geworden, habe es aber erst nach einigen positiven Stimmen, welche ich sehr Schätze, als sehr lesenswert eingestuft. Zudem kam das ich immer öfter über den berühmt berüchtigten Mr. Salinger stolperte und ich mich so dem Autor annähern wollte. Ob es geklappt hat, lest selbst. Das Hardcover hat 304 Seiten und im Februar 2015 bei Albrecht Knaus Verlag erschienen. Inhalt: Joanna Rakoff ist grade mit ihrem Studium fertig, als sie im  New York der 90’er Jahre bei der Literaturagentur, die unter anderem J. D. Salinger unter Vertrag hat. Zu Joanna`s Aufgaben gehört es die Fanbriefe, mit einem Standardschreiben zu beantworten. Bald merkt sie jedoch das es ganze Geschichten hinter den Briefen gibt und beginnt eigenständig zu antworten. Im Zuge ihrer Arbeit lernt sie den Literaturbetrieb immer näher kennen. Meine Meinung: Ein Buch über die Liebe zur Literatur und den Einstieg ins Arbeitsleben. Für mich war es genau das richtige Buch, um ein gemütliches Wochenende damit zu verbringen. Der Schreibstil von Joanna Rakoff ist dabei locker und flüssig zu lesen Dieser. zeichnet sich aber nicht durch besondere Bildhaftigkeit oder anderen Besonderheiten aus. Von der Handlung her war ich will diesen immer zwiegespalten, Alles was den Literaturbetrieb betrifft Habe ich mit großem Interesse gelesen, manchmal sogar inhaliert. Der zweite Handlungsstrang hat mich jedoch überhaupt nicht von sich überzeugen können. Dieser erzählt das Privatleben der Autorin, vor allem von ihrem sehr eigenartigen Freund, der sie nicht besonders freundlich behandelt. Größtenteils war für mich dieser Handlungsstrang überflüssig und sogar ein Stück weit zu privat. Vor allem wenn man sich vor Augen führt, das jedes Geschehnisse genauso passiert sind. Wer sich jedoch ein Buch wünscht indem man viel über den Autoren J. D. Salinger erfährt, der wird von diesem Buch schwer enttäuscht sein. Am Rande spielt Salinger zwar eine große Rolle jedoch drehen sich nicht alle Ereignisse um den Autoren, des Buches „der Fänger im Roggen“. So nach und nach entdeckt Joanna Rakoff den Autor Für sich, Wie das geschieht müsst ihr selber lesen. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Agentur. “lieber Mr Salinger„ ist ein schönes Buch für entspannte Wochenenden, das in den guten Einblick in die Welt der Literatur gibt. Wer sich aber von dem Buch erhofft hat Mehr über Amerikas großen Autor zu erfahren, dem würde ich das Buch Nicht unbedingt empfehlen. Als Zwischendurch-Lektüre war es für mich durchaus in Ordnung und hat mi viel Freude beim Lesen bereitet. Inzwischen Habe ich auch“der Fänger im Roggen“ gelesen. Ich kann soviel verraten, dass mir J. D. Salinger ´s Werk gar nicht gefallen hat. Dies ist für mich kein Grund euch Joanna Rakoff´s Buch vorzuenthalten ;-)

    Mehr
  • Hommage an Salinger?

    Lieber Mr. Salinger
    Federfee

    Federfee

    21. July 2016 um 19:44

    Ein Roman aus dem New Yorker Literaturbetrieb, angeblich eine Hommage an die Literatur. Vielleicht ist es eine an Salinger, Autor des Klassikers 'Der Fänger im Roggen'. Eine junge Frau nimmt eine schlecht bezahlte Stelle in einer Agentur an, wo sie auch Salinger kennen lernt, hauptsächlich aber sich selbst. Was die Beziehung zu ihrem Freund anbetrifft, möchte ich sie manchmal schütteln und schreien: „Lass dir das doch nicht gefallen!“ Das Ende – Jahre später – wirkt ein wenig ‚angeklebt‘.

    Mehr
  • Briefe

    Lieber Mr. Salinger
    walli007

    walli007

    12. June 2016 um 15:26

    Überrascht so schnell ein Stellenangebot zu bekommen, sagt Joanna sofort zu. Nach dem Literaturstudium scheint es ideal, in einer Literaturagentur anzufangen. Auch wenn die Jobbeschreibung für ihre Eltern sehr nach Sekretärin klingt. Mitte der 1990er beginnt eine Zeit des Umbruchs, immer mehr Computer werden angeschafft, die analoge Welt wird mehr und mehr zurück gedrängt. Da wirkt die kleine Agentur wie ein Überbleibsel aus vergangenen Tagen. Dennoch fühlt es sich für Joanna an als sei sie angekommen. Erst nach einiger Zeit findet sie heraus, um wen es sich bei dem wichtigsten Klienten der Agentur handelt: J. D. Salinger. Unter anderem soll sich Joanna um die zahlreichen Briefe kümmern, die der Autor erhält. Wie es der Zufall will bekommt die junge Joanna gleich zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn mit einer der amerikanischen Literaturikonen zu tun. J. D. Salingers Roman „Der Fänger im Roggen“ ist weltberühmt. Der Autor selbst lebte allerdings sehr zurückgezogen und seine Agentur, in der Joanna arbeitet, soll unter anderem diese Zurückgezogenheit schützen. Dabei wirken die wenigen Augenblicke, in denen der Autor meist nur telefonisch auftaucht, zwar ein wenig schrullig, aber keinesfalls so weltabgewandt, wie man aus seiner Biografie herleiten könnte.  Interessant wie Joanna ihre ersten Schritte beschreibt, ihre Unsicherheiten der frühen Tage, wie sie langsam an Sicherheit gewinnt und über ihre Sekretärinnentätigkeit hinauswächst. Eine Zeit nach der Ausbildung während aus einer Jugendlichen langsam eine Erwachsene wird. Im Beruf die Frau zu stehen ist nicht alles, finanzielle Schwierigkeiten zu überwinden gehört dazu und auch die Erkenntnis, dass der Freund nicht immer ehrlich ist. Ein Jahr des Lernens, der Erkenntnisse, des Aufbruchs. Mit Herz und Mut geht Joanna an ihre Aufgabe, die sie für ihr weiteres Leben prägt und formt. Ein Sprungbrett in ein Leben in der Welt der Literatur, allerdings auch ein Sprungbrett aus einem melancholisch angestaubten Relikt der Vergangenheit in die schnelllebige Gegenwart.

    Mehr
    • 2
  • Emotional, persönlich und nicht nur für Salinger-Fans

    Lieber Mr. Salinger
    Influenza-Bookosa

    Influenza-Bookosa

    25. January 2016 um 14:26

    „Lieber Mr. Salinger“ von Joanna Rakoff liest sich wie ein Tagebucheintrag. Emotional, persönlich und manchmal fragt man sich, was man da überhaupt gelesen hat. Letztlich schlägt man es mit einem positiven Gefühl zu und bedauert das Ende. Ein Buch für Salinger-Fans? Nicht unbedingt. Mich hat die Geschichte um Joanna Rakoff erst wirklich neugierig auf den verschrobenen Autor und dessen Werke gemacht. Ein Buch für Literaturliebhaber? Definitiv.

    Mehr
  • Was würde Salinger antworten?

    Lieber Mr. Salinger
    YukBook

    YukBook

    23. January 2016 um 12:17

    Joanna Rakoff erzählt in ihrem biografischen Roman, welch bedeutende Wende der Kultautor ihrem Leben gab. In den Neunzigern gelingt es der Ex-Studentin Joanna eine begehrte Stelle in einer New Yorker Literaturagentur zu ergattern. Dabei kennt sie sich weder in der Verlagsbranche noch mit der Arbeit einer Literaturagentin aus. Das stellt aber zunächst kein Problem dar, denn als Assistentin muss sie lediglich tagein tagaus Briefe tippen – und das auf einer altmodischen Schreibmaschine. Das einzig Interessante an ihrem Job: Es handelt sich um Salingers Fanpost, die sie beantwortet. Zwei Dinge treiben Joanna Rakoff in erster Linie an: zum einen der starke Wunsch, zu der Agentur zu gehören und ihre exzentrische Chefin zufrieden zu stellen; zum anderen die bewegenden Briefe von Menschen, die Trost in Salingers Bücher gefunden haben. Sehr bald antwortet sie nicht mehr mit dem herzlosen Standardbrief. Es ist interessant, dass Joanna Rakoff den Kultautor mehr durch die offenen und ehrlichen Briefe der Fans als durch seine Literatur kennenlernte. Erst nachdem sie mehrere Monate lang seine Fanpost beantwortet hat und es zu einer persönlichen Begegnung mit Salinger kommt, entschließt sie sich, den „Fänger im Roggen“, „Franny und Zooey“ und „Neun Erzählungen“ zu lesen und ist tief berührt. Die Autorin schildert den Arbeitsalltag in einer Literaturagentur, die schwierigen Lebensbedingungen im künstlerischen Milieu und die eigenen Träume authentisch und sehr unterhaltsam.

    Mehr
  • Lieber Mr. Salinger

    Lieber Mr. Salinger
    littleowl

    littleowl

    15. October 2015 um 11:00

    Worum geht’s? New York in den 90er Jahren: Frisch von der Uni tritt Joanna Rakoff voller Erwartungen ihren Job bei einer Literaturagentur an. Seit ihrer Kindheit liebt sie Bücher und träumt heimlich selbst von einer Karriere als Schriftstellerin. Zu ihrer Enttäuschung gestaltet sich ihr Arbeitsalltag anfangs wenig glamourös: Die meiste Zeit über ist sie damit beschäftigt, die Briefe ihrer Chefin auf einer praktisch antiken Schreibmaschine abzutippen. Ganz abgesehen davon plagen sie ständig Geldsorgen und zwischen ihr und ihrem Freund kriselt es gewaltig Doch dann wird sie gebeten, die Fanbriefe an den wichtigsten Klienten der Agentur, den zurückgezogen lebenden Erfolgsautor J.D. Salinger, zu beantworten. Eigentlich soll Joanna einfach einen nüchternen Standardbrief zurückschicken, doch das bringt sie angesichts so vieler berührender Botschaften oft einfach nicht über sich. Während sie, neugierig geworden, J.D. Salingers Bücher für sich entdeckt, fängt sie an, auch über ihr eigenes Leben nachzudenken. Meine Meinung Zu Beginn dieser Rezension muss ich ein kleines Geständnis machen: Ich mochte „Der Fänger im Roggen“ nicht. Joanna Rakoffs Faible für Salinger und seine Bücher kann ich leider nicht so ganz verstehen, vielleicht werde ich es irgendwann nochmal mit einem anderen Werk des Autors versuchen. Nichtsdestotrotz liebe ich es, Bücher über andere Büchermenschen zu lesen, und fand es ganz wunderbar, mit wieviel Leidenschaft die Autorin über Literatur spricht. Obwohl ich die Begeisterung von Salingers Fans nicht teile, konnte ich sie absolut nachvollziehen. Dieses Gefühl, wenn man ein Buch liest und sich wirklich verstanden fühlt oder eine Figur so sehr ins Herz schließt, dass man noch lange nach dem Lesen manchmal an sie denken muss, ist einfach magisch. Rakoff zeigt aber auch, dass es ganz unterschiedliche Herangehensweisen an Literatur gibt. Für ihre Chefin in der Agentur beispielsweise sind Bücher auch ein Teil ihres täglichen Lebens, trotzdem ist sie einfach mehr Geschäftsfrau als passionierte Leserin. Besagte Chefin steht auch kurz vor Beginn der digitalen Revolution dem technischen Fortschritt noch skeptisch gegenüber. Obwohl Kollegen im New Yorker Literaturbetrieb schon über die „steinzeitlichen Verhältnisse“ schmunzeln, beharrt sie weiterhin auf Karteikarten und Schreibmaschinen. Für ihre Mitarbeiter ist es ein großer Augenblick, als endlich ein (!) Computer in der Agentur aufgestellt wird. Ich hatte sehr viel Spaß daran, mich von der Autorin auf eine Zeitreise mitnehmen zu lassen. Mit ihrem wunderbaren, oft sehr poetischen und nachdenklichen Schreibstil fängt Rakoff das Lebensgefühl der 90er Jahre perfekt ein. In ihrem Roman berichtet die Autorin über ihre eigenen Erfahrungen zu Beginn ihrer Karriere. Ich fand, dass sie auf sehr sympathische Weise von ihrem jüngeren Ich erzählt. Joanna ist eine unglaublich liebenswerte junge Frau und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren, nicht nur, weil wir beide Leseratten sind. Fazit Ein charmantes Debüt mit einem interessanten zeitgeschichtlichen Hintergrund, das besonders Bücherwürmern, die selbst „was mit Büchern“ machen wollen, gefallen wird.

    Mehr
    • 2
  • Lieber Mr. Salinger <3

    Lieber Mr. Salinger
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    In der Literatur wie auch im echten Leben gibt es manchmal keine richtigen Antworten. - Seite 231 Joanna hat den legendären Welterfolg Der Fänger im Roggennicht gelesen, als sie in New York der 90er-Jahre einen Job in der Agentur ergattert, die J.D. Salinger vertritt. Die junge Frau mit eigenen literarischen Ambitionen und kompliziertem Liebesleben glaubt sich dort in ein anderes Jahrhundert versetzt: eine strenge Agenturchefin, deren Briefe sie auf Schreibmaschine tippen muss und die sie ermahnt, niemals "Jerry" anzurufen. Erst langsam begreift Joanna, wer Jerry ist, denn sie muss die Unmengen an Leserbriefen beantworten, die der Autor nicht sehen will. Neugierig geworden entdeckt sie endlich seine Bücher und erlebt, wie sie sanft, aber unerbittlich in ihr Leben eindringen und sie zwingen, sich selbst zu erkennen und erwachsen zu werden. Meine persönliche Meinung:Ich muss gestehen, dass ich Bücher, die eine literarische Geschichte beinhalten, unbedingt haben muss. Und wenn das Buch nur einen buchigen Titel besitzt oder gar Bücher am Cover abgebildet sind, wird es schon ganz weit oben auf meine Wunschliste gesetzt. Ich liebe Bücher in denen es ebenfalls um Bücher geht. Lieber Mr. Salinger musste somit auch sofort in mein Regal einziehen. Der Autor J.D. Salinger sagte mir absolut nichts. Als ich dieses Buch aus meinem Briefkasten gefischt hatte, wusste ich ebenfalls noch nicht, dass diese Person doch tatsächlich real ist. Schnurstracks hab ich auf Amazon nachgesehen um seine Bücher etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Nach Lieber Mr. Salinger bin ich nun richtig neugierig auf eines seiner Werke. Ich werde definitiv das ein oder andere lesen und berichten. Er wollte keine Freunde haben, die cremefarbene Brooks-Brothers-Hemden und College-Krawatten trugen, Freunde, die eine Krankenversicherung und Harvard-Diplome besaßen, Freunde, die gerade ihre ersten Stadtgespräch-Beiträge veröffentlicht hatten, Er umgab sich mit Narren - mit Gebrochenen, Versagern, Menschen, die traurig waren oder labil -, damit er ihr König sein konnte. Was ihn fraglos zum König der Narren machte. - Seite 185 Ich konnte mich daher mit Joanna sofort sehr gut identifizieren. Auch sie kannte keines seiner Werke, als sie in der New Yorker Agentur zu arbeiten begonnen hatte. Als sie das erste mal mit Salinger telefonierte und seine vielen Leserbriefe laß und beantwortete, erkannte sie, dass eine ganz besondere und bemerkenswerte Person hinter diesem Autorennamen steckt. Joanna hat es in New York nicht leicht. Sie ist Berufsanfängerin, hat eine Assistentenstelle und verdient daher einfach nur mehr als schlecht. Ihre kleine Bruchbude hat kein Spülbecken und keine Heizung. Drei viertel ihres mickrigen Gehalts gehen trotzdem für diese winzige Wohnung drauf. Sie ernährt sich von Äpfeln und Kaffee und versucht zu sparen wo sie nur kann. Der Leser erhält sehr viele Einblicke in Joannas Leben. Ihre Geschichte ist in vier Jahreszeiten unterteilt. Nebenbei bekommt man einen wunderbaren Einblick in die Abläufe einer Literaturagentur. Wir befinden uns im Jahre 1996 und somit im Wandel der Digitalisierung. Ich fand es großartig zu lesen, wie vieles noch mit der Schreibmaschine geschrieben wurde, und nach und nach gerade erst der Computer in Mode kam. In den ersten Büros werden ausschließlich Emails versendet. Recherchen werden immer mehr mit Hilfe des Internets getätigt, in das man sich jedoch erst einwählen musste. Verträge und Manuskripte konnten mittlerweile fotokopiert werden. Das mehrmalige abtippen mit der Schreibmaschine wurde somit erspart. Eine grandioser Einblick in ein Leben, das nun schon 20 Jahre zurück liegt. Ein wunderbarer Schreibstil der mich vom Anfang bis zum Ende fesselte. Eine absoluter Buchtipp für alle Salinger Fans, aber auch für alle, die es noch werden wollen. Eine ganz besondere Liebe zu einem ganz besonderen Autoren. Eine Geschichte die vom Erwachsen werden und von Lebensträumen erzählt. Ein Roman, bei dem einen nichts anderes übrig bleibt, als ihn zu verschlingen. Für alle, die die Literatur lieben und diese Liebe heimlich schon immer zum Beruf machen wollen.

    Mehr
    • 4
  • Haben Sie Salinger gelesen?

    Lieber Mr. Salinger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. July 2015 um 12:53

    Soeben hat Joanna ihr Studium in England beendet, ist wieder nach New York zurückgekehrt und sucht nun einen Job in der Literaturbranche, bevor sie selbst einmal ihre Werke veröffentlichen kann. Sie hat Glück und bekommt promt eine Stelle als Sekretärin, Verzeihung ich meine natürlich als Assistentin, in einer Literaturagentur. Wie sich herausstellt, vertritt die Agentur den berühmten Schriftsteller J.D. Salinger. Joannas Chefin wird daher nicht müde ihrer neuen Angestellten immer wieder zu erklären, dass sie unter keinen Umständen Jerrys Adresse oder Telefonnummer weiter geben dürfe. Überhaupt sei es ohnehin besser, Jerrys Anrufe sofort an sie durchzustellen. Mit dieser Information beginnt das erste Arbeitsjahr der jungen Frau. Doch auch im privaten Bereich stehen Joanna einige Herausforderungen bevor. Denn das "Studentendasein" ist definitv vorbei. Meine Meinung: Die autobiographisch angehauchte Geschichte der Autorin dreht sich sowohl um Salingers Werke als auch um dessen Person. Und das tut Frau Rakoff mit einer enormen Leidenschaft, die den Leser mitreißt. So schreibt sie über die Literaturszene im Allgemeinen und über Salingers Werke im Besonderen, so dass man sofort Lust bekommt "Den Fänger im Roggen", "Franny und Zooey" oder eines der anderen Bücher zu lesen. Neben den beruflichen Aspekten muss sich die Protagonistin natürlich auch mit anderen Dingen des Erwachsenwerdens herum schlagen. So ist sie plötzlich stolze Mieterin einer Wohnung ohne Heizung im Winter, darf sich von ihrem Freund die Attraktivität anderer Frauen erklären lassen und bekommt vom ihrem Vater die Auflistung ihrer Schulden, die während des Studiums entstanden sind, zur Abzahlung überreicht. Fazit: Ein schöner Roman, der den Lesern den Zauber von J.D. Salingers Büchern verdeutlicht und einen Einblick in die Literaturszene Mitte der 1990er Jahre gewährt.

    Mehr
  • Lieber Mr. Salinger

    Lieber Mr. Salinger
    Traumfeder

    Traumfeder

    05. July 2015 um 10:08

    Inhalt Joanna Rakoff ist gerade mal 24, fertig mit dem Studium und gestrandet in New York. Damit sie nicht ewig bei ihren Eltern lebt, nimmt sie das Angebot einer Freundin an und bewirbt sich bei einer Literaturagentur. Als Assistentin einer berühmten Agentin, lernt sie den beschwerlichen Job in einem unzeitgemäßen Büro kennen. Zwischen der Fanpost an den bekannten Autor Salinger und den eigenen finanziellen Sorgen, beginnt Joanna zu begreifen, was sie wirklich will. Nie hätte sie ahnen können, dass die Assistentenstelle aber auch Salinger ihr Leben so verändern würden. Meine Meinung Zu Beginn des Buches gibt Joanna Rakoff an, dass die beschriebenen Ereignisse tatsächlich so stattfanden, einzig die Namen sollen geändert worden sein. Diese Ereignisse sollen innerhalb eines Jahres abgelaufen sein, zwischen 1996 und 1997. Joanna Rakoff hat gerade ihren Abschluss an der Uni gemacht und braucht einen Job. Dank einer Freundin erhält sie die Chance in einer Literaturagentur zu arbeiten. Schnell muss Joanna aber feststellen, dass die Zeit im Büro stehen geblieben zu sein scheint. Das neueste Gerät im ganzen Büro ist nämlich einzig und allein der Kopierer. Wo andere bereits mit Computern arbeiten und per Mail miteinander kommunizieren, wird hier auf einer Schreibmaschine getippt und alles per Brief geregelt. Obwohl Joanna sich schnell an die Arbeit gewöhnt, hat sie erstmal keine Ahnung, wer von der Agentur alles vertreten wird. Erst nach und nach wird ihr klar, welche bedeutenden Autoren alles für sie schreiben. So lernt sie auch den Autor Salinger kennen, der vor allem durch sein Werk "Der Fänger im Roggen" berühmt ist. Zwar bekommt sie nur ab und zu Telefonate mit ihm, doch persönlich kennen lernen, ist erstmal nicht. In ihrem Salingerjahr, wie sie es nennt, lernt sie vor allem die Auswirkung seiner Bücher kennen. Durch die vielen Fanbriefe wird ihr klar, dass viele Menschen in den verschiedenen Büchern sich selbst erkennen und ihr Leben davon beeinflussen lassen. Joanna Rakoffs Buch erzählt von ihrem Jahr in der Agentur. Sie erzählt von dem technischen Rückstand dort, von ihren Aufgaben, aber auch von ihrem Leben und den damit verbundenen Problemen. Joanna lernt viel, bekommt ein Gespür für Geschichten, merkt aber auch, dass manche Menschen mehr verbergen, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Allerdings lernt sie auch sich selbst kennen und beschließt, dass sich etwas ändern muss. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich während dem Lesen auch immer wieder über den Titel nachgedacht. Weshalb dieser Titel? Erst später ging auf, dass er im Zusammenhang mit den Fanbriefen stand. Bevor ich zum Buch griff, hatte ich keine Ahnung wer Salinger ist. Ich wusste nicht was er geschrieben hatte und wie er viele beeinflusste. Da ging es mir ähnlich wie Joanna, doch anders als sie, verspüre ich nicht das Bedürfnis zu seinen Werken zu greifen. Das Buch ist wirklich gut geschrieben, es ist nicht actionreich oder spannend, doch irgendwie fesselnd. Es erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die man ein Jahr lang begleitet. So lebensnah in Worte gefasst, dass man glaubt dabei zu sein und es wie einen Film vor sich zu sehen. Am Ende hat mich dieses Buch aber doch etwas enttäuscht. Joanna soll ja in einer Literaturagentur arbeiten, doch davon, was diese tut, wird so gut wie nichts gesagt. Klar, Joanna ist nur eine Assistentin, aber es kann doch nicht sein, dass sie nur Briefe abtippt und Fanpost beantwortet. Ich hätte mir wirklich mehr Informationen über die Arbeit eines Agenten gewünscht. Fazit Obwohl einige Kleinigkeiten verändert wurden, soll Joanna dieses Jahr, wie hier beschrieben, erlebt haben. Es ist ein Jahr voller Hochs und Tiefs, voller Veränderungen, aber auch ein Jahr mit dem Autor Salinger. Obwohl an der ein oder anderen Stelle mehr Informationen wünschenswert wären, war das durchaus fesselnd und lesenswert.

    Mehr
  • Eine Liebeserklärung an die Literatur

    Lieber Mr. Salinger
    catbooks

    catbooks

    23. May 2015 um 19:58

    “Lieber Mr. Salinger” ist eine Liebeserklärung an die Literatur, an die Autoren und an die Menschen, die im Hintergrund an den Fäden ziehen, damit die Manuskripte einmal zu Büchern werden. ♥ Joanna Rakoff schildert hier ihre eigene Geschichte und ihren Werdegang in einer Agentur für Autoren, der wahrlich kein Zuckerschlecken ist. Es ist nicht alles Gold, das glänzt und das merkt man auch in dem New York der 90er Jahre. Joanna hat kaum Geld um wirklich zu leben, wohnt in einer “Bruchbude” mit ihrem Freund, der mir schon die ganze Zeit etwas unsympathisch war und arbeitet jetzt in einer Agentur, die DEN Autoren schlechthin vertritt: J.D. Salinger! Doch als Assistenz darf sie nur Briefe vom Band schreiben oder Leserbriefe an Salinger beantworten. Es scheint alles unter keinem so guten Stern zu stehen… Die Autorin gibt uns hier einen spannenden Einblick in ein Leben in New York, das sich sehr viele wünschen, aber dank vieler Problematiken gar nicht führen können. Ohne Geld und einen guten Job geht besonders in einen großen Stadt wie NYC nichts… Hinzu kommen auch die Hintergrundinformationen, wie es hinter den Kulissen einen solchen Literaturagentur läuft, auch wenn dies nur ein Beispiel von vielen anderen guten Agenturen ist. Besonders in den 90er Jahren hat die Digitalisierung einen weiten Sprung nach vorne gemacht, der auch hier deutlich spürbar ist. Alles ist neu und ungewohnt. Die Chefin sträubt sich doch sehr vor dem Einsatz des neumodischen “Zeugs” und möchte lieber weiter die Briefe mit der Schreibmaschine schreiben und die Recherchen in der Bibliothek durchführen… Doch auch sie merkt schnell welche Vorteile dies für ihre Arbeit mit sich bringt. Auch wenn ich damals erst 7 Jahre alt war, erinnere ich mich auch gerne zurück wie spannend der erste Computer zu Hause war. Zeiten, die heute unvorstellbar sind. Leider! Genauso wie Joanna, habe auch ich noch nie einen Roman von J.D. Salinger gelesen. Viele lieben ihn, viele aber auch nicht. Doch Dank dieses Romans weiß ich, dass ich unbedingt “Der Fänger im Roggen” oder “Franny und Zooey” lesen möchte. Es war so schön zu sehen, wie Joanna in den Büchern, die sie dann auch endlich gelesen hat, versunken ist. Ein Gefühl, dass ich mit seinen Büchern auch gerne haben möchte. ;) Innerhalb des einen Jahres merkt man doch deutlich, dass Joanna eine reifere Persönlichkeit geworden ist. Sie hat durch ihre Arbeit, den Büchern und den vielen Kontakt viel dazu gelernt und dabei haben die Fanbriefe von Salinger und seine Bücher selbst einen großen Anteil. :) Ich liebe dieses Buch, unbekannterweise auch jetzt schon die Bücher von Salinger und den schönen poetischen Schreibstil, der mich einfach nicht mehr losgelassen hat. ♥♥

    Mehr
  • Jerry beantwortet keine Briefe

    Lieber Mr. Salinger
    Bri

    Bri

    04. May 2015 um 10:49

    Hand aufs Herz: Wer von uns Bibliomanen träumt nicht selbst davon, entweder ein Buch zu schreiben, in einem Verlag oder einer Agentur zu arbeiten oder sich mit Autoren geliebter Geschichten austauschen zu können. Zum Teil bloggen wir sicher auch aus einem dieser Gründe. Wir lieben Geschichten, und deren Urheber und Bücher sind für uns wie die Luft, die wir zum Atmen brauchen. Manchmal geht diese Manie - nennen wir das Kind ruhig beim Namen - soweit, dass wir auch unsere Ausbildung, unser Studium darauf auslegen, einmal direkt dazu zugehören. So ganz. Nicht nur für ein paar Tage auf einer Messe oder ein paar Stunden bei einer Lesung oder Buchpräsentation. Die Leidenschaft, das Hobby zum Beruf mit Berufung machen. Ob das dann alles noch so reizvoll ist, wie aus der Ferne betrachtet - das steht in den Sternen. Joanna Rakoff hat mittlerweile einige der Stufen im Kreis der Erlauchten erklommen. Die erste direkt nach ihrem Studium, in einer Agentur für Autoren. Aber nicht nur in einer x-beliebigen, sondern in der Agentur, die den geistigen Vater Holden Coulfields, den großen J. D. Salinger persönlich, vertritt. Dass dem so ist, wird ihr allerdings erst nach und nach bewusst, hat sie selbst zu diesem Zeitpunkt weder Der Fänger im Roggen noch eines der anderen Bücher Salingers gelesen, sich aber angeblich an einem Tag durch David Foster Wallace' Unendlicher Spaß "gefräßt" ... Was Rakoff sofort auffällt, ist die Tatsache, dass die Agentur einen Dornröschenschlaf schläft, was die technischen Entwicklungen der Neuzeit angeht: Kein einziger Computer ist vorhanden, alles Schriftliche wird über Diktaphon und Schreibmaschine auf dem postalischen Weg erledigt. E-Mail gibt es nicht. Aber im Laufe ihres Agenturjahres wird sich einiges ändern. Ein - in Worten EIN - Computer wird angeschafft, für die gesamte Agentur, E-Mails werden möglich und zentral verwaltet. Einer der Agenten - jung, dynamisch, äußerst erfolgreich - stellt sogar die bisherige Arbeitsweise, ein Manuskript einem Verlag gezielt anzubieten, komplett in Frage und versteigert die Manuskripte seiner Autoren meistbietend. Nicht nur Agenturen, auch Verlage und Buchhandlungen ticken anders, als alle anderen Branchen, die eine Ware an den Mann oder die Frau bringen wollen. Denn Bücher zu verkaufen ist weit mehr, als nur eine Ware zu vertreiben. Bücher bieten Geschichten, die uns neue Welten bereisen lassen, unseren Horizont erweitern, mehr Verständnis für andere Lebensweisen wecken und - im besten und schönsten Fall für mich - finden wir uns selbst wieder zwischen den Zeilen, in den Bildern, die sich in unserem Kopf zur Melodie des Geschriebenen abspielen. Es gibt Autoren, die Geschichten zu Papier bringen, die ein so hohes Identifikationspotential für die unterschiedlichsten Menschen bergen, dass eben diese Geschichten von Generation zu Generation weitergegeben und innerhalb eines Lebens immer wieder neu und anders gelesen werden. J. D. Salinger ist einer dieser begnadeten Schriftsteller, die vielen Menschen so nah kommen, dass es fast schmerzt. "Wenn man Salinger liest, ist es nicht so, als läse man eine Erzählung; es ist, als flüsterte einem Salinger höchstpersönlich seine Geschichten ins Ohr." (Seite 240) Direktheit, so nah, dass es weh tut. Unverhüllte Figuren, kein geheimer Gedanke, alles liegt bloß vor uns. Manchmal kaum auszuhalten, aber eben nur kaum. "Seine Figuren sitzen nicht herum und denken über Selbstmord nach. Sie nehmen Pistolen und schießen sich in den Kopf." (S. 240) Die Grenze des Aushaltbaren so auszureizen und sie doch nicht zu übertreten, ist eine große Kunst und J. D. Salinger war einer der Meister. Die andere Seite des Sichnäherkommens der Leser und Figuren (und damit für die meisten Leser auch zwischen ihnen und dem Autor) ist der Wunsch, einen tatsächlichen, persönlichen Kontakt herzustellen: "Und so kommt es natürlich, dass bei seinen Lesern der Wunsch entsteht, ihm nahe zu sein. Ihm zu sagen, 'da tut es weh' oder 'hier hast du mir Linderung gebracht'." (S. 240) Allerdings ist es wohl gerade für kunstschaffende Menschen schwer, diese ganz persönliche Nähe auszuhalten und den eigenen Anspruch, angemessen auf die dargebrachte Verehrung zu reagieren, zu erfüllen. Vielleicht ist es auch so, dass Menschen, die uns auf der Bühne, im Film oder durch ihre Bücher so nah und extrovertiert erscheinen, im Privaten eher schüchterne Wesen sind. Und so sollen im Falle J. D. Salingers stapelweise vom Verlag an die Agentur weitergeleitete Fanbriefe mit einem Standardbrief beantwortet werden. Was als Verschrobenheit des Starautors gilt, ist doch menschlich nur zu gut nachvollziehbar. Was diese Nähe tatsächlich auslöst, erfährt Rakoff an nur einem Wochenende, an dem sie sämtliche bisher erschienenen Werke Salingers inhaliert. Sein Schreibstil, seine Figuren, seine Geschichten - alles fasziniert, begeistert und berührt sie in tiefstem Maße. Die Verweise und die Dringlichkeit der Fanbriefe werden klarer für sie. Der Wunsch Salingers, nichts (mehr?) mit diesen Briefen zu tun zu haben aber auch, denn ein angemessenes Reagieren ist nicht denkbar. "Man kann nicht rumrennen und aller Welt seine verfluchten Gefühle zeigen." (S. 241) Es gibt sie, diese Bücher, die einen ein Leben lang begleiten und in den unterschiedlichen Lebensphasen neue Erkenntnisse gewinnen lassen. Für Joanna Rakoff waren es alle Bücher Salingers. Diese Liebe zur Literatur im Allgemeinen beschreibt sie neben den authentisch geschilderten Problemen des "Erwachsenwerdens" mit großer Herzenswärme und sehr authentisch. Nebenbei gelingt es ihr auf großartige Weise, den Wunsch zu wecken, wieder einmal eines von Salingers Meisterwerken in die Hand zu nehmen und nichts anderes zu tun, als zu lesen und genießen. "Haben Sie Salinger gelesen? Wahrscheinlich schon. Können Sie sich daran erinnern, wie es war, als Sie Holden Caulfield zum ersten Mal begegnet sind? Wie es Ihnen den Atem verschlug, als Sie erkannten, dass dies ein Roman war, eine Stimme, eine Persönlichkeit, eine Art, Geschichten zu erzählen, und ein Blick auf die Welt wie er Ihnen bis dahin noch nie begegnet war?" (S. 237) Bei mir liegt gerade Franny und Zooey - meine absoluten Lieblinge - bereit. Ein altes, zerschlissenes Taschenbuch ... und die Neuübersetzung ... mal sehen, ob und was sich zwischen den Buchdeckeln und in den Jahren bei mir verändert hat.

    Mehr
  • Leserunde zu "Lieber Mr. Salinger" von Joanna Rakoff

    Lieber Mr. Salinger
    TinaLiest

    TinaLiest

    „Eine Liebeserklärung an die Zeit kurz vor der digitalen Revolution und an die immerwährende Kraft der Literatur.“ Die Liebe zum Lesen und der Literatur kennen wir doch alle, oder? Wir möchten in Geschichten abtauchen, uns den ganzen Tag mit Büchern umgeben und vielleicht sogar selbst einmal in die Tasten hauen und ein Stück Literatur erschaffen, mit dem tausende von Lesern erreicht werden. Joanna Rakoff stillt ihr Sucht nach dem Lesen und die Sehnsucht nach der ersten eigenen Veröffentlichung mit ihrem Job bei einer Literaturagentur - und macht dabei Bekanntschaft mit dem kuriosen Bestsellerautor Jerry: J.D. Salinger. Ihre Erlebnisse während der Zeit bei der Agentur bringt Joanna Rakoff in ihrem Roman "Lieber Mr. Salinger" zu Papier. Mehr zum Inhalt: Von ihnen gibt es Hunderte: blitzgescheite junge Frauen, frisch von der Uni und mit dem festen Vorsatz, in der Welt der Bücher Fuß zu fassen. Joanna Rakoff war eine von ihnen. 1996 kommt sie nach New York, um die literarische Szene zu erobern. Doch zunächst landet sie in einer Agentur für Autoren und wird mit einem Büroalltag konfrontiert, der sie in eine längst vergangen geglaubte Zeit katapultiert. Joanna lernt erst das Staunen kennen, dann einen kauzigen Kultautor – und schließlich sich selber. Hier geht es zur Leseprobe! Möchtet ihr in den Büroalltag einer Literaturagentur der 90er Jahre abtauchen und mit Joanna ihre ersten Schritte in der Buchbranche gehen, mit skurilen Autoren und schwierigen Chefs, aber auch der Liebe zur Literatur? Dann bewerbt euch gleich für die Leserunde! Wir vergeben gemeinsam mit dem KNAUS Verlag 25 Exemplare von "Lieber Mr. Salinger" von Joanna Rakoff für eine Leserunde. Was wäre euer Traumjob, der mit Büchern zu tun hat, und warum? Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur aktiven und regelmäßigen Teilnahme am Austausch über das Buch in allen (!) Leseabschnitten und zum Schreiben einer Rezension zu "Lieber Mr. Salinger" verpflichtet. Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr im Zeitraum der nächsten 4-6 Wochen Zeit habt, das Buch zu lesen und es gemeinsam mit den anderen Testlesern hier in der Leserunde aktiv zu besprechen und zu rezensieren.

    Mehr
    • 587
  • weitere