Joanna Trollope Bruder und Schwester

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Inhaltsangabe zu „Bruder und Schwester“ von Joanna Trollope

David und Nathalie sind Adoptivkinder, sie haben verschiedene Mütter, wuchsen aber wie Geschwister auf. Als sie bereits erwachsen sind und eigene Kinder haben, entscheiden sie sich, ihre wahren Mütter ausfindig zu machen, und es beginnt ein schmerzhafter Prozess: für die Partner, die Adoptiveltern und besonders für die leiblichen Mütter, die in all den Jahren ein völlig anderes Leben geführt haben. Joanna Trollope vermag es, die schwierige Suche nach der verloren geglaubten Identität behutsam und pointiert auszuleuchten.

Bruder & Schwester ist eine spannende, psychologisch dicht gestaltete Familiengeschichte, in der das Thema Adoption verhandelt wird.

— BluevanMeer
BluevanMeer

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  • Rezension zu "Bruder und Schwester" von Joanna Trollope

    Bruder und Schwester
    SuSa

    SuSa

    25. August 2012 um 09:19

    Kurzer Einblick David und Nathalie sind Adoptivkinder, sie haben verschiedene Mütter, wuchsen aber wie Geschwister auf. Als sie bereits erwachsen sind und eigene Kinder haben, entscheiden sie sich, ihre wahren Mütter ausfindig zu machen und es beginnt ein schmerzhafter Prozess: für die Partner, die Adoptiveltern und besonders für die leiblichen Mütter, die in all den Jahren ein völlig anderes Leben geführt haben… Bewertung Die meisten Menschen kennen ihre Vergangenheit, wissen, woher sie kommen und wer ihre Eltern sind. Doch was ist mit den Kindern, die adoptiert worden sind? Bleibt hier immer eine gewisse Leere in ihnen, wo eigentlich die Gewissheit der elterlichen Liebe ihren Platz haben sollte? Nathalie und David haben schon immer gewusst, dass Lynne und Ralph nicht ihre richtigen Eltern sind. Trotzdem schaffen sie es, mit diesem Wissen gut zu leben, bis sie selbst eigene Kinder haben. Doch als Nathalies Tochter wegen einem kleinen angeborenen Gehörschaden operiert werden muss, bringt das ihr jahrelang durch Verdrängung aufgebautes Weltbild zum Einsturz und sie will endlich erfahren, wer ihre leiblichen Eltern sind. Ihr Bruder weigert sich trotz ihrer Bitte zunächst standhaft, auch seine Mutter zu suchen, doch allein das Zurückbringen der Vergangenheit lässt die sehr gut beschriebene Wut und Erniedrigung darüber, als Baby nicht gewollt und weggegeben worden zu sein, in ihm wieder aufkommen. Diese Entwicklung verändert ihn so dermaßen, dass er sich seiner Frau und den drei eigenen Kindern nicht mehr als Ehemann und Vater zuwenden kann und aus diesem Grund begibt er sich auf Drängen seiner Frau letztendlich ebenfalls auf die Suche nach Antworten. Damit beginnt jedoch nicht nur für Nathalie und David eine unglaublich emotionale Odyssee, sondern auch für ihre Familien und den leiblichen Müttern, welche ebenfalls mit Höhen und Tiefen ihr eigenes Leben meistern. Die Protagonisten kommen dabei so natürlich und lebensecht mit all ihren Stärken und Schwächen herüber, dass ich mich jedes Mal mit ihnen freuen, aber auch den inneren Schmerz nachempfinden konnte. Joanna Trollope schafft es aber hervorragend, dabei nicht ein einziges Mal übertrieben auf die Tränendrüsen zu drücken. Bei einigen Personen hätte ich mir aber gewünscht, dass der Handlungsstrang noch weiter ausgebaut worden wäre, da es oft zu einem sehr abrupten Abschluss der Entwicklungen zueinander kam. Dies zieht sich leider bis zum wiederum sehr abrupten offenen Ende hin. Grundsätzlich habe ich nichts gegen offene Enden, da sie die Fantasie positiv ankurbeln, doch hier hatte ich ein etwas flaues Gefühl wegen dem Verhältnis von Nathalie zu ihrem Lebenspartner und wäre mit einem schönen abgerundeten Happy End zufriedener gewesen. Was genau zwischen den beiden vorgefallen ist, soll an dieser Stelle aber nicht verraten werden, um die Spannung nicht zu verderben. Fazit Da dies mein erstes Buch von der Autorin war, weiß ich nicht, ob es ein generelles Stilmittel von ihr ist. Der Lesespaß wurde dadurch schon ein wenig geschmälert. Die liebevoll und sehr detailliert herausgearbeiteten Charaktere machen diesen Umstand aber durchaus wieder wett, so dass ich „Bruder und Schwester“ ruhigen Gewissens weiterempfehlen kann.

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  • Rezension zu "Bruder und Schwester" von Joanna Trollope

    Bruder und Schwester
    Koryphel

    Koryphel

    20. June 2012 um 20:25

    brennendes Interesse... ...machte sich bei der Thematik nicht von Anfang an bei mir breit. Nathalie und David, beide vordergründig in wohlgeordneten und komfortablen Verhältnissen lebend, sind unabhängig voneinander als Kinder von einem liebevollen Paar adoptiert worden und haben bei diesem eine glückliche Kindheit verbracht. Beide wussten immer, dass sie adoptiert sind und diese Tatsache hat sie beide nicht sonderlich bewegt. Bei einer Routineuntersuchung ihrer Tochter Polly überkommt Nathalie allerdings das Bedürfnis, ihre Wurzeln zu erforschen und sie überredet den zunächst zögernden David, das Gleiche zu tun. Und plötzlich ist man von der Geschichte gefesselt! Es werden eine Menge Charaktere beschrieben, die zu Nathalie und David in Beziehungen stehen und es stellt sich heraus, dass manch einer von ihnen ebenso wie die beiden Probleme mit seiner Identität hat oder Meister der Verdrängung ist. Das Ganze ist sehr interessant erzählt, man kan sich in die Figuren hineinversetzen und Verständnis für sie aufbringen, auch wenn man ihre Handlungsweise nicht immer nachvollziehen kann. Bei manchem hätte ich mir noch etwas mehr Information gewünscht, einige Entwicklungen von Personen hätten noch etwas detaillierter dargestellt werden können. Alles in Allem aber ein unterhaltsames Buch, für das ich eine Kaufempfehlung gebe.

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