Joanne Bischof Weil du mir versprochen bist

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Inhaltsangabe zu „Weil du mir versprochen bist“ von Joanne Bischof

Ein harmloser Kuss mit dem egoistischen Mädchenheld Gideon wird der schüchternen Leonie zum Verhängnis. Ihr Vater zwingt die beiden zur Heirat. Leonies Zukunft sieht düster aus. Gideons Suche nach Arbeit führt die beiden ins Ungewisse. Als Leonie vor Erschöpfung zusammenbricht, taucht plötzlich ein menschlicher Engel auf … Sollte Gott ihren erzwungenen Ehebund am Ende doch segnen?

Ein wunderbarer Liebesroman, der einen in das Amerika des 19. Jahrhunderts erführt und mit der Protagonistin Leonie leiden und lieben lässt.

— TrustInTheLord

"Ein wunderbarer Roman von Hoffnung, Liebe und Freundschaft"

— leseratte69

Ein wunderschönes, tiefgründiges Buch.

— pallas

Was für ein Buch!! Unglaublich spannend, voller Tiefgang und mitreißend bis zur allerletzten Seite!

— Smilla507

Erinnert an Janette Oke, ist aber doch ganz anders. Ein Buch was ich nicht weglegen konnte!

— heaven4u

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  • ein wunderbarer Liebesraum zum Träumen und Schwärmen

    Weil du mir versprochen bist

    TrustInTheLord

    02. December 2017 um 15:37

    InhaltLeonie ist ein einfaches Mädchen aus dem 19. Jahrhundert und lebt mit ihren Geschwistern, ihrer willensschwachen Mutter und ihrem gewalttätigen Vater zusammen in Virginia. Nach einer Feier im Dorf soll ihr Bruder Leonie nach Hause begleiten. Doch dieser drückt sich davor und „zwingt“ den bekannten, jungen Frauenheld Gideon, Leonie nach Hause zu bringen.Auf dem Heimweg zeigt sich Gideon von seiner besten Seite, weshalb Leonie ihm einen Gute-Nacht-Kuss gewährt. Ihren ersten Kuss. Doch Gideon möchte noch weit mehr und küsst sie immer weiter. Leonie kann sich glücklicherweise aus der eisernen Umarmung befreien und ins Haus fliehen.Doch am nächsten Tag stellt sich heraus, dass ihr Vater diesen schrecklichen Zwischenfall mitbekommen hat und zwingt die zwei jungen Leute zu heiraten. Denn er behauptet, dass weit mehr zwischen den beiden vorgefallen wäre und nur auf diese Weise der Familie die Schande erspart bleiben kann.Und so beginnt Leonies unglückliche Ehe mit Gideon, der nur an sich selbst interessiert ist und Leonie kaum Beachtung schenkt. Doch als Leonie mit ihren Kräften absolut am Ende ist, taucht Jebediah auf und trägt sie zu sich und seiner Frau nach Hause. Leonies und Gideons Ehe erfährt durch dieses ältere Ehepaar eine zweite Chance, die Gideon nicht nur einmal aufs Spiel setzt …Meine MeinungWeil du mir versprochen bist ist ein historischer Liebesroman, der das romantische Herz höher schlagen lässt. Anfangs scheint alles nur schief zu gehen und immer schlechter zu werden, doch ab der Mitte des Buches werden mit dem Erscheinen von Jebediah Leonies Lebensumstände Stück für Stück besser. Es passiert einiges in dem Buch, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Und gleichzeitig ist diese Liebesgeschichte wie so oft im Großen und Ganzen vorhersehbar. Dennoch habe ich beim Lesen einige wunderschöne Stunden verbracht. Joanne Bischof versteht es nicht nur, das Herz einer Frau zu bewegen, sondern kann auch wunderbar schreiben. Mit Leonie hat sie eine starke Figur geschaffen, deren Stärke auf ihren Glauben und ihr Vertrauen in Gott beruht. Sie ist zwar eine gehorsame, geduldige und körperlich schwache Frau – ja lässt sogar fast alles mit sich machen. Doch sie weiß genau was Recht und Unrecht ist und geht dagegen an. Sie erduldet zwar viel, doch sie handelt nie unrecht. Darin und in ihrem starken Glauben spürt man ihren starken Charakter während jeder einzelnen Zeile. Ihr Glaube und ihr Vertrauen durchziehen die Geschichte und sind fast greifbar. FazitJoanne Bischof hat demnach einen wunderbaren, christlich geprägten Liebesroman geschrieben, der dem romantischen Frauenherz einige schöne Lesestunden beschwert. Doch man darf von einem Frauenroman auch nicht mehr erwarten, als wunderbare Lesestunden zu verbringen, während denen man vor sich hinträumen und sich verzaubern lassen kann.

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  • Eine sehr berührende und gelungene Geschichte!

    Weil du mir versprochen bist

    Buchbloggerin

    10. April 2016 um 14:55

    Inhalt: Ein harmloser Kuss mit dem Mädchenschwarm Gideon wird der schüchternen Leonie zum Verhängnis. Um der Familie Schande zu ersparen und ein Maul weniger stopfen zu müssen, zwingt Leonies Vater die beiden jungen Leute zur Heirat. Leonies Zukunft mit dem egoistischen Gideon sieht düster aus. Um anderswo Arbeit zu finden, brechen die beiden ins Ungewisse auf. Gideon treibt seine junge Ehefrau durch Kälte und Hunger vorwärts. Doch als Leonie vor Erschöpfung zusammenbricht, taucht plötzlich ein menschlicher Engel auf: Jebediah. Zusammen mit seiner Frau Elsie nimmt er das junge Ehepaar bei sich auf und verändert Leonies und Gideons Zukunft grundlegend. Sollte Gott den Bund, den Leonie und Gideon eingegangen haben, am Ende doch segnen? Und wird Gideon sich Leonies Liebe als würdig erweisen? Meinung: Begonnen hat die Handlung aus der Sicht von Leonie, wodurch man gleich einen ersten Eindruck von ihrer Lebenssituation und ihren Charakter erhalten konnte. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und dadurch, dass sie es im Leben bisher sehr schwer hatte, empfand ich großes Mitleid für sie. Später wecheselte die Perspektive zwischen ihr und Gideon, was einem auch Einblicke in Gideons Innenleben ermöglichte. Die beschriebenen Lebensumstände schienen realistisch zu sein, auch wenn ich nicht mit Sicherheit sagen kann, wie es in der damaligen Zeit (19. Jh.) tatsächlich gewesen ist. Jedoch habe ich bisher nicht wenige historische Romane gelesen und im Gegensatz zu diesen hatte ich bei Weil du mir versprochen bist den Eindruck, dass es um Einiges realitätsnäher geschrieben ist. Man hat außerdem sehr schnell gemerkt, welche Stellung der Vater in der Familie einnahm. Heutzutage wird viel von Gleichberechtigung geredet und diese meist auch ausgelebt, doch damals ist es nicht so gewesen. Das sah man in diesem Roman vor allem an dem Respekt oder eher der Furcht, die die Familienangehörigen dem Vater gegenüber empfanden. Einen großen Kontrast bildeten Jebediah und Elsie, ein gläubiges älteres Ehepaar, aber auch Leonies Tante Sarah, ebenfalls eine Christin. Diese Menschen haben Leonie und später auch Gideon das Christenleben nähergebracht, indem sie es ihnen vorlebten. Das hat mir sehr gefallen, denn dadurch wurde deutlich, dass das junge Ehepaar mit dem Glauben an Gott alles würde durchstehen können. Der Schreibstil war sehr angenehm und fließend, sodass ich das Buch innerhalb eines Tages auslesen konnte. Außerdem finde ich das Cover sehr ansprechend, auch wenn es eine eher leichtere Lektüre vermuten lässt, was letztendlich nicht unbedingt der Fall war, denn die Protagonisten hatten in diesem Roman mit nicht wenigen Problemen zu kämpfen. Fazit: Dieser Roman ist, wie ich etwas überrascht feststellen musste, ein sehr gelungener und berührender. Nicht nur einmal las ich mit Tränen in den Augen, ob nun vor Freude oder Mitleid. Insgesamt hat er mir so gut gefallen, dass ich nicht anders kann, als 5 von 5 Sternen zu vergeben. Auf jeden Fall ein lesenswertes Stück!

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    • 2
  • "Wunderbar und einfach perfekt."

    Weil du mir versprochen bist

    leseratte69

    10. August 2015 um 18:43

    Klappentext Ein harmloser Kuss mit dem egoistischen Mädchenheld Gideon wird der schüchternen Leonie zum Verhängnis. Ihr Vater zwingt die beiden zur Heirat. Leonies Zukunft sieht düster aus. Gideons Suche nach Arbeit führt die beiden ins Ungewisse. Als Leonie vor Erschöpfung zusammenbricht, taucht plötzlich ein menschlicher Engel auf … Sollte Gott ihren erzwungenen Ehebund am Ende doch segnen? Über die Autorin Joanne Bischof lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in den Bergen Südkaliforniens. Wenn sie gerade keine Liebesgeschichten erzählt, bloggt sie Beiträge über den Glauben, das Schreiben und die Abenteuer des Landlebens, das ihre Geschichten inspiriert. ?Weil du mir versprochen bist? ist ihr erster Roman. Meine Meinung Story Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Brunnen Verlag bekommen. Ich hatte angefragt, weil mir das Cover sofort ins Auge gesprungen ist und der Klappentext hat mich dann vollends überzeugt. Die Geschichte handelt in Virginia im 19. Jahrhundert. Als Leser lernt man die 17 jährige Leonie kennen, die zu einer Zwangsheirat verdonnert wird, weil die Eltern glauben, das Gideon sie entehrt hat, was eigentlich nicht stimmt. Beide akzeptieren ihr Los. Doch Zuneigung und Liebe finden die beiden absolut nicht füreinander. Sie begeben sich auf eine Wanderschaft in eine andere Stadt um dort von neuem anzufangen. Der Roman lässt den Leser an den Gefühlen von Leonier, aber auch an denen von Gideon teilhaben. Gideon behandelt Leonie wirklich schlecht. Als sie all ihre Kraft verbraucht haben, bekommen sie in Form von Jebdiha und Elsie Bennet, einem älteren Ehepaar, die sie bei sich aufnehme, Hilfe. Von hier an spürt man, das die Gefühle von Gideon und Leonie langsam umschlagen und aus Freundschaft wird dann doch irgendwann Liebe. Die Spannung darf natürlich auch nicht fehlen, denn Gideon ist immer noch in zwielichtige Dinge verstrickt, die er gern ein für allemal hinter sich lassen würde. Die Autorin lässt den Leser an der Verwandlung von Gideon und Leonier teilhaben. Sie durchleben Hoffnung, Liebe und auch Verluste und mehr und mehr schweißt sie das Schicksal zusammen. Dabei spielt der Glaube an Gott und die Gastfreundschaft der Bennets eine große Rolle. Schreibstil Das Buch lässt sich wunderbar einfach und flüssig lesen. Die Autorin bringt durch den Wechsel der Blickwinkel, die Gefühle und Gedanken von Leonie und Gideon sehr gut zur Geltung. Der Glaube an Gott spielt natürlich auch eine große Rolle, da es sich ja um einen christlichen Roman handelt. Dennoch ist dieses so schön in die Geschichte eingebaut, dass es auch durchaus Leser lesen können, die damit nicht so viel zu tun haben. Charaktere Ich habe Leonie sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist ein so liebes und unschuldiges Wesen. Die Autorin hat sie sehr real und authentisch rüber gebracht, so das man sie einfach lieben muss. Gideon war mir am Anfang zuwider. Aber man merkt beim Lesen, das man ihn von Seite zu Seite mehr mag und ihn auch in sein Herz schließen kann. Man fühlt und durchlebt seine Veränderungen förmlich mit. Die Bennets sind für die Beiden soetwas wie Schutzengel, die ihnen das Leben zusammen erst möglich gemacht haben. Mein Fazit Ein absolut toller und einfühlsamer Roman, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat und mich bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die Charaktere sind stark und sehr real. Man muss sie einfach lieben. Ich vergebe hier volle fünf von fünf Sternen und ein dickes Plus dahinter. Natürlich gibts auch eine absolute Leseempfehlung von mir.

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  • Leserunde zu "Weil du mir versprochen bist" von Joanne Bischof

    Weil du mir versprochen bist

    Sonnenblume1988

    Diese Leserunde zum Buch "Weil du mir versprochen bist" von Joanne Bischof findet mit bereits feststehenden Lesern statt. Leser mit eigenem Buch, dürfen sich gerne anschließen. Vielen Dank an den Brunnen-Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Ein harmloser Kuss mit dem Mädchenschwarm Gideon wird der schüchternen Leonie zum Verhängnis. Um der Familie Schande zu ersparen und ein Maul weniger stopfen zu müssen, zwingt Leonies Vater die beiden jungen Leute zur Heirat. Leonies Zukunft mit dem egoistischen Gideon sieht düster aus. Um anderswo Arbeit zu finden, brechen die beiden ins Ungewisse auf. Gideon treibt seine junge Ehefrau durch Kälte und Hunger vorwärts. Doch als Leonie vor Erschöpfung zusammenbricht, taucht plötzlich ein menschlicher Engel auf: Jebediah. Zusammen mit seiner Frau Elsie nimmt er das junge Ehepaar bei sich auf und verändert Leonies und Gideons Zukunft grundlegend. Sollte Gott den Bund, den Leonie und Gideon eingegangen haben, am Ende doch segnen? Und wird Gideon sich Leonies Liebe als würdig erweisen? Die Originalausgabe ist für den Christy-Award nominiert.

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    • 71
  • In guten wie in schlechten Zeiten

    Weil du mir versprochen bist

    Sonnenblume1988

    03. August 2015 um 22:42

    "Wenn wir am Abend noch Weinen und traurig sind, so können wir am Morgen doch vor Freude wieder jubeln.“ Psalm 30,6 Virginia im 19. Jahrhundert: Die 17-jährige Leonie lernt auf einem Fest den gutaussehenden Musiker Gideon kennen. Als er ihr auf dem Weg nach Hause Schutz bietet, endet der Abend mit einem harmlosen Kuss, bevor Gideon Leonie anfängt zu bedrängen und diese ihn wütend stehen lässt. Doch Leonies Vater, der die Szene durch Zufall beobachtet und missinterpretiert hat, zwingt die beiden, zu heiraten. Gideon und Leonie können dem Plan nicht entfliehen und müssen sich nun einem gemeinsamen Leben stellen. Leonie leidet unter Gideons grober, unnahbarer und feindseligen Art. Doch als Leonie keinen Ausweg mehr weiß, kommt unerwartete Hilfe. Aus dieser Inhaltsbeschreibung geht bereits hervor, dass dieser Debütroman von Joanne Bischof durch das unglückliche junge Paar keine gewöhnliche Liebesgeschichte ist. Als Leser ist es schwer, für den hartherzigen Gideon Sympathie zu entwickeln und man kann sich kaum vorstellen, dass die Beziehung zwischen den beiden eine Chance haben könnte. Der Weg von Leonie und Gideon lässt sich leicht und schnell lesen, so dass das Buch eine gute Urlaubslektüre sein dürfte. Der Glaube an Gott ist in diesem Buch sehr präsent, jedoch nicht aufdringlich. Leonie hat während des ganzen Buches eine gute Beziehung zu Gott. Ihr einziger Trost nach der Hochzeit ist, dass Gott bei ihr ist und sie nicht vergisst. In verzweifelten Situationen betet sie viel und die Psalmen aus der Bibel geben ihr Halt. Am Ende des Buches ist klar, dass Gott auch in für uns ausweglosen Situationen Gebete erhört, wenn auch oft mit Umwegen und ganz anders, als vermutet. Insgesamt ein Mut machendes Buch über die Wahrheit von Gottes Zusagen, über Liebe, Veränderung und unfreiwillige Treue in guten wie in schlechten Zeiten.

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  • Im Sturm des Lebens schickt Gott uns einen Engel

    Weil du mir versprochen bist

    pallas

    02. August 2015 um 09:42

    Dieses Buch ist, der erste Teil einer Trilogie, ein hinreißender Roman aus der Feder von Joanne Bischof. Die Autorin war mir bislang nicht bekannt, schaffte es mit diesem Thema mich jedoch sogleich zu begeistern. Die Handlung spielt im 19. Jahrhundert in der ländlichen Gegend von Blue Ridge Mountains in Virginia. Die junge Leonie erlaubt sich nach einer Feier, dem Frauenschwarm Gideon O'Riley auf dem Nachhauseweg einen, aus ihrer Sicht gänzlich unbedeutenden, Kuss zu geben. Womit sie überhaupt nicht rechnete war, dass ihr Vater als er davon erfuhr verlangt, Gideon nun zu heiraten! So kommt es, dass sie schon nach wenigen Tagen Ehefrau ist und ihre sehr kurze Jugend und die damit verbundenen Träume ein jähes Ende nahmen. Nur ihre Tante Sahra vermag ihr Kraft und Trost zu spenden. Gideon zieht mit seiner jungen Frau fort um selbst ein Heim zu gründen und Arbeit zu finden. Völlig aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen verzweifelt die junge Frau. Nur das Versprechen Gottes "Ich bin bei Dir und lasse Dich nicht im Stich" bietet ihr einen Anker in der nun recht rauen See ihres Lebens.Die Anforderungen ihrer neuen Lebensumstände zehren sehr an Leonies Kräften und lassen sie erschöpft zusammenbrechen, bis ein "Engel" in Menschengestalt im Orkan ihres Lebens auftaucht. Er nimmt sie mit zu seiner Ehefrau, bei der sie Ruhe, Liebe und Gottvertrauen spürt und erfährt.  Ihr Ehemann Gideon, an das "alte Leben" gewöhnt , kommt mit der ermüdenden Farmarbeit nur schwerlich zurecht und steht Leonie nicht zur Seite.   Auf sehr spannende und mitreißende Weise beleuchtet der Roman das Thema "Liebe" aus einer besonderen Perspektive: Kann Liebe auch dann entstehen, wenn zwei grundverschiedene Menschen sogar über eine arrangierte, fast erzwungene Ehe aneinander geschmiedet sind? Die Wege Gottes sind uns all zu oft unbekannt, doch in all dem Schmerz und Leid, das wir Menschen auf unserem Lebensweg erfahren müssen, hilft uns zu glauben, dass Gott schon lange vor unserer Geburt das Sinnvolle und Bessere für uns bereit hält. Das Buch unterstreicht dies in nachdenklich stimmender Weise. Über seine tiefgründige Botschaft, seiner ansprechend leisen Stimmung, kraftvollen Aussagen über Sinn und Leben zweier Menschen, die in ihrer sozialen Gesellschaft eingespannt sind und daher nicht gänzlich frei handeln können, liegt hier ein Roman vor, den man während der Lektüre jeder einzelnen Seite zu schätzen lernt. Der Titel "Weil du mir versprochen bist" weist auf eine Wahrheit hin, die weit hinter unserem Leben verborgen ist. Es ist kein Werk, das man eben mal so liest und gleich wieder vergisst. Die Story besitzt Tiefe und lässt mich noch lange, sehr berührt, über dieses Thema nachdenken. In meinen Augen haben wir hier einen wundervollen Roman vor uns, der eine sensible Thematik authentisch darstellt, ohne jemals kitschig zu wirken. Ich bin sehr froh, "Weil Du mir versprochen bist" gelesen zu haben und freue mich schon sehr auf die nächsten beiden Romane dieser Trilogie  von Joanne Bischof.

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  • Ein gefühlvoller Liebesroman

    Weil du mir versprochen bist

    LEXI

    02. August 2015 um 00:08

    Ich muss zugeben, dass der Buchtitel mich ein wenig in die Irre geführt hatte. Die Aussage „Weil du mir versprochen bist“ symbolisierte für mich eine Liebe zwischen zwei jungen Menschen, die sich gegenseitig das Eheversprechen geben – und zwar aus freien Stücken und frohen Herzens. Leider gestalten sich die Voraussetzungen in diesem Roman für die 17jährige Leonie Sawyer ein wenig anders. Leonies Kindheit ist von der Alkoholsucht und Brutalität ihres Vaters gezeichnet, der gestohlene Kuss des lebenslustigen Mandolinenspielers und Frauenhelden Gideon O’Riley lässt die Situation eskalieren. Der „große Herzensbrecher von Rocky Knob“ wird unter Gewaltandrohung dazu gezwungen, Leonie zu heiraten, die ihrerseits ohnedies kein Mitspracherecht hat bzw. es auch niemals hatte. Um finanzielle Mittel und Platz ist es sowohl in Leonies, als auch in Gideons Familie knapp bestellt und die jungen Eheleute brechen auf in ein neues Leben, ins Unbekannte, auf der Suche nach Arbeit. Hunger, Erschöpfung und das unbarmherzige Verhalten Gideons führen schließlich zu Leonies Zusammenbruch, als unvermittelt ein alter Mann namens Jebediah auftaucht. Er und seine Ehefrau Elsie nehmen die O’Rileys bei sich auf und Leonie darf zum ersten Mal in ihrem Leben das Gefühl von Liebe und Geborgenheit bei den beiden warmherzigen Menschen erfahren. Doch Gideon schwankt immer noch zwischen seinem alten und dem neuen Leben und wird sich für eine dieser beiden Welten entscheiden müssen… Ich war ein wenig zwiegespalten in meiner Buchbewertung. Anfangs zeichnet die Autorin ein sehr deutliches Bild vom Leben ihrer beiden Protagonisten, die beide in ärmlichen Verhältnissen aufwuchsen, wobei Leonie abgesehen von Hunger und Einschränkungen auch noch die Unberechenbarkeit und Schläge ihres Vaters aushalten musste. Das Mädchen sehnte sich danach, endlich volljährig zu sein und zu ihrer liebenswürdigen Tante Sarah zu ziehen, die ihren Unterhalt durch die Herstellung von Seifen verdiente. Bei der gottesfürchtigen Frau fand Leonie stets Zuflucht und Trost, den Sarah ihr auch durch die gemeinsame Lektüre der Bibel vermitteln konnte. Die Fehlinterpretation eines erzwungenen Kusses, die zur Zwangsheirat führt, erweckte in Leonie den Eindruck, von einer Abhängigkeit in die nächste zu fallen, nahm ihr jegliche Hoffnung auf Freiheit und Glück. Die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Hauptakteure fand ich außerordentlich gut dargestellt – man konnte als Leser die persönliche Entwicklung besonders bei Gideon sehr gut miterleben. Etwas unglaubwürdig stellten für mich jedoch Gideons Handlungen dar. Seine in kursiver Schrift ausgedrückten Gefühle und Gedanken stehen in einigem Widerspruch zur Brutalität und Härte, mit der er seine junge Ehefrau behandelte. Bei manchen Passagen dieses Buches hatte ich beinahe den Eindruck, dass dieser Mann einen räudigen Hund wohl besser behandeln würde, als das unschuldige junge Mädchen, das ihm gegen seinen Willen angetraut wurde. Mit Jebediah und Elsie brachte Joanne Bischof ein wunderbares altes Ehepaar ins Spiel, zwei Menschen, die das Gute im Leben symbolisieren. Für Leonie war es ein Ankommen, Gideon wurde jedoch ein Spiegel vorgehalten, für ihn begann eine schwere Zeit des Arbeitens – nicht nur in körperlicher Hinsicht, sondern auch an sich selber. Die Geschichte an sich hat mich - abgesehen von Gideons eiskalter Lieblosigkeit und Grausamkeit – ansonsten vollends überzeugt, meine beiden favorisierten Figuren dieses Buches waren ohne Zweifel Jebediah und Elsie. Der innere Konflikt Gideons wurde ebenfalls sehr gut skizziert, mir wurde für meinen Geschmack jedoch zu wenig auf die Nebenfiguren eingegangen. Gerne hätte ich mehr über tief gläubige Sarah, Leonies Tante, erfahren. Das Verhalten von Gideons Mutter hinterließ bei mir ebenfalls offene Fragen… ihre deutlich spürbare Zuneigung zu ihrem ältesten Sohn steht in starkem Widerspruch zu ihrem Verhalten, eine angedeutete frühere Verliebtheit seiner Mutter bleibt ebenfalls im Raum stehen. Leonies Mutter wird zwar kurz erwähnt, bleibt jedoch weitgehend im Hintergrund. FAZIT: Mit „Weil du mir versprochen bist“ hat Joanne Bischof einen gefühlvollen Liebesroman verfasst, der den Leser gefangen nimmt. Man taucht ein in das harte Leben der ländlichen Bevölkerung dieser Zeit, in der die Menschen schwer arbeiten mussten, um ihre Familien ernähren zu können. Das Schicksal Leonies steht wohl sinnbildlich für die damals durchaus üblichen Zwangsheiraten, wobei es der Autorin vortrefflich gelungen ist, die inneren Kämpfe und die charakterliche Entwicklung und Läuterung ihrer Protagonisten darzustellen. Der Glaube spielt eine große Rolle im Buch und der einnehmende Schreibstil und die zum Teil äußerst liebenswerten handelnden Personen machten das Lesen zu einem Vergnügen. Abgesehen von kleinen, bereits erwähnten Kritikpunkten möchte ich dieses Buch von Herzen weiter empfehlen und würde in Form eines Nachfolgebandes gerne mehr über Gideon und Leonie erfahren.

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  • Ein mitreißender Pageturner

    Weil du mir versprochen bist

    Smilla507

    Blue Ridge Mountains im 19. Jahrhundert: Es ist ein lauer Sommerabend, es wird getanzt, gesungen und gelacht. Wider besseres Wissen lässt sich die 17jährige Leonie von Frauenschwarm Gideon abends nach Hause begleiten. Bei der Farm ihrer Eltern raubt der 22jährige ihr einen Kuss. Einen Kuss, der Folgen hat, denn Leonies Vater hat die beiden beobachtet und verlangt nun dass die beiden heiraten. Zwei Tage nach dem verhängnisvollen Kuss sind Leonie und Gideon ein junges, überrumpeltes und völlig unerfahrenes Ehepaar. Gideon erhofft sich eine Anstellung in der nächstgrößeren Stadt und so beginnt eine beschwerliche Reise zu Fuß durch die Berge. Gideon treibt seine Frau unerbittlich weiter, die sich an die Zusage ihrer Tante Sarah klammert: „Du bist ein geliebtes Kind Gottes“. Wenn schon ihr Mann sie nicht liebt, dann wenigstens Gott! Doch wie kann er ihr dies alles zumuten? Ist Gott wirklich noch bei ihr? Als Leonie zusammenbricht und wirklich gar nichts mehr geht kommt ihnen ganz unerwartet jemand zu Hilfe... Während die meisten (Liebes-)Romane mit der Hochzeit enden, startet dieser mit der Hochzeit und zeigt auf, welche Hürden es zu Beginn geben kann – vor allem für junge Paare, wie Gideon und Leonie, die völlig überrascht sind von der Wendung, die ihr Leben plötzlich genommen hat. Joanne Bischof beschreibt auf einfühlsame Weise, dass der Start in die Ehe sehr holprig sein kann, wenn man nicht aus Liebe heiratet. Dass es gut ist Hilfe dabei zu haben und an der Ehe zu arbeiten, vor allem, wenn beide aus "zerrütteten" Familienverhältnissen stammen. So ist dieses Buch auch ein Plädoyer für die Ehe. Gideons Egoismus und Selbstsucht erschweren Leonie das Leben als Ehefrau. Er war mir zu Beginn ziemlich unsympathisch und ich hätte ihm am Liebsten die Bratpfanne um die Ohren gehauen! Mit Leonie habe ich mitgelitten und -gebangt. Es ist total anrührend zu lesen, wie sich beide entwickeln und verändern. Eine besondere Rolle dabei hat der „menschliche Engel“, der mir äußerst sympathisch war. Ich konnte dieses Buch nur schwer aus der Hand legen und war total überrascht, als ich es schon zu Ende gelesen hatte. Die Handlung ist mitreißend, tief gehend, birgt einige Überraschungen und zeichnet das reale Leben auf einer Farm in den Bergen. Abwechselnd taucht der Leser in Gideons und Leonies Perspektive ein. Dabei stechen der Glaube an Gott und das Thema Vergebung immer wieder hervor. Nach 330 Seiten fiel es mir sehr schwer mich von Gideon und Leonie zu trennen. Auch wenn das Ende nicht offen ist möchte ich unbedingt wissen wie es mit ihnen weiter geht. Ich hoffe sehr, dass der Brunnen Verlag auch die beiden Folgebände der Trilogie („The Cadence of Grace“) veröffentlichen wird. „Weil du mir versprochen bist“ ist ein Pageturner, ein rührender Roman mit Tiefgang und eine absolute Leseempfehlung! Er findet nun einen Platz neben "Neues Glück für Susannah“, „Ein Bräutigam aus gutem Hause“ und Romanen von Janette Oke, die mir genauso gut gefallen haben.

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    • 3

    Smilla507

    30. July 2015 um 10:36
  • Wenn ein Augenblick alles verändert

    Weil du mir versprochen bist

    SiCollier

    28. July 2015 um 15:27

    Das war die Rettung, um die sie gebetet hatte. Sie hätte nie gedacht, dasss ein Engel nach Pfeifentabak riechen und ein Gewehr tragen könnte. (Seite 113) Meine Meinung Manchmal sind es gerade die kleinen, unbedachten Momente, die dem Leben eine völlig andere Wendung geben, die alles auf den Kopf stellen. Ein solcher unbedachte Moment ist, als Gideon Leonie nach Hause bringt und küßt. Deren Vater ist das, was man einen Wüterich bezeichnen könnte, eher gefürchtet, sicher nicht geachtet, und zwingt die beiden zu heiraten. Wobei auch Gideons Eltern nicht ganz unfroh sind, auf diese Art einen Esser weniger versorgen zu müssen. Denn dort wohnen die beiden nach der Hochzeit vorübergehend und bekommen deutlich zu spüren, daß sie überflüssig sind. So machen sie sich auf den beschwerlichen Fußmarsch ins entfernte Stuart, wo sie Arbeit und Unterkunft zu finden hoffen. Unterwegs wird Leonie immer schwächer, und als sie am Ende ihrer Kräfte ist, scheint alles aus zu sein. Aber genau da, am Tiefpunkt, kommt die Wendung zum Besseren, auch wenn Gideon das zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht einsehen will. Denn für ihn wird die Zeit bei den Bennetts eine harte Schule werden, und über weite Strecken ist nicht klar, ob er seine Lektion lernen wird. Ungleich zu vielen anderen Romanen des Genres zeigt die Autorin deutlich auf, in welch teilweise ärmlichen und harten Verhältnissen die Menschen seinerzeit lebten. Ein Kind war oft nur ein Esser mehr, der zu versorgen ist. Und bloß, weil man in die Kirche ging, hieß das noch lange nicht, daß man außerhalb christlich lebte, wofür Leonies Vater ein drastisches Beispiel ist. Als Gideon und Leonie zu Jebediah und Elsie Bennett kamen, wird ein deutlicher Kontrast zu der Welt, die sie bisher kannten, sichtbar. Manchmal habe ich mich gefragt, ob die Bennetts nicht zu gut, zu abgeklärt sind. Aber auch sie, es wird im Verlauf klar, mußten eine harte Schule des Lebens durchlaufen, bevor sie ihre „Altersweisheit“ erreichten. Es gibt eben immer mehrere Möglichkeiten und Wege, mit den Dingen, die einem zustoßen, umzugehen und zurechtzukommen. Man kann daran zerbrechen, auf die schiefe Bahn geraten - oder eben dadurch wachsen. Und das ist auch eines der Hauptthemen des Buches, denn Gideon war ein Leichtfuß und als Frauenheld bekannt, dem es nie in den Sinn gekommen war zu heiraten oder gar eine Familie zu gründen. Es ist Jebediah, der ihn immer wieder mit mehr oder weniger Zwang darauf hinweist, daß er nun Verantwortung übernehmen - und sich seine Frau „verdienen“ muß. Für Gideon beginnt ein harter Lernprozeß, und immer wieder hat er mit Dämonen aus seiner Vergangenheit zu kämpfen. Aber auch Leonie hat ihren Packen zu tragen; bei ihr ist es aber eher ihr eigener Dickkopf, vielleicht sogar Stolz, die ihr immer wieder im Weg stehen. Und die Frage, ob und inwieweit Vergebung notwendig ist, will man ein neues Leben beginnen und das alte hinter sich lassen. Gut gefallen hat mir die langsame Annäherung von Leonie und Gideon. Zur Ehe gezwungen - und in jenen Tagen galt so ein Versprechen noch etwas, selbst unter solchen Bedingungen - müssen sie miteinander auskommen. Die Entwicklung war nachvollziehbar beschrieben, nur wenige Male hatte ich den Eindruck, als ob es (etwas) zu schnell ginge bzw. nicht alles geschrieben war, was passierte. An vielen Stellen erfährt man beider Sicht auf eine Situation, was uns als Leser - meist - Verständnis entwickeln läßt, auch wenn man Gideon manchmal vielleicht schon gerne in den Hintern getreten hätte. Aber das hat Jebediah meist auf seine ganz eigene Art erledigt. Das Buch ließ sich gut lesen, bisweilen hatte ich das Gefühl, es ist so rauh wie die Geschichte, die erzählt wird. Form und Inhalt entsprechen sich, was nicht allzuoft vorkommt, her aber die Figuren noch näher brachte und lebendiger werden ließ. Am Ende hätten es zum Ausklang gerne noch ein, zwei Seiten mehr sein dürfen, dennoch habe ich das Buch zufrieden geschlossen. [i]Diese[/i] Geschichte ist erzählt, und wie es Gideon und Leonie weiter ergeht, kann man im hoffentlich bald auch auf Deutsch erscheinenden Fortsetzungsband lesen. Kurzfassung Der Roman so rauh, wie die Geschichte, die in ihm erzählt wird, versetzt den Leser in die Welt der Apalachen und der Menschen, die dort vor rund 120 Jahren lebten. Eine Geschichte um Geister der Vergangenheit, Vergebung, Neubeginn.

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  • Wenn das Leben ganz anders verläuft als erwartet...

    Weil du mir versprochen bist

    heaven4u

    20. July 2015 um 13:31

    Viginia, 19. Jahrhundert: Auf einem Fest soll die 17jährige Leonie auf der Bühne singen und lernt dort Gideon näher kennen. Als er sie nach Hause bringt, kommt es zu einem harmlosen Kuss, den ihr Vater heimlich beobachtet und ganz anders auslegt. Da er sie sowieso loswerden will, zwingt er Gideon sie zu heiraten. Auch seine Familie ist wenig begeistert, als sie nun noch eine mehr durchfüttern müssen. So macht sich der selbstsüchtige Gideon mit Leonie auf den Weg in die nächste größere Stadt um dort Arbeit zu finden. Doch es kommt ganz anders als erwartet. Leonie ist erschöpft und kann keinen Schritt mehr gehen, dennoch treibt Gideon sie weiter voran. Da treffen sie den alten Jebediah, der beide kurzerhand in sein Haus mitnimmt. Was wird die beiden dort erwarten? Und werden sie endlich ihre Freiheit finden, die beide so sehr herbeisehnen? "Weil du mir versprochen bist" ist der Debütroman von Joanne Bischof, mit dem sie ordentlich vorlegt. Sie nimmt uns mit in das Leben von zwei Menschen, die es schon immer schwer hatten. Leonies Vater hat sie immer mehr wie ein Gegenstand behandelt und nur herumkommandiert, Gideons Eltern sind auch oft nur damit beschäftigt, alle ihre Kinder durchzufüttern. Doch beide wollen diesem Leben entfliehen. Gideon jedoch eher, in dem er mit hübschen Mädchen flirtet und als Frauenheld in der ganzen Gegend bekannt ist. Wie kann so ein Mann plötzlich treuer Ehemann sein? In christlichen Büchern bisher wenig thematisiert, erfährt man hier etwas über die sogenannte "Shotgun-Wedding" - heißt der Vater der Braut würde beide sogar trauen mit einer Waffe im Rücken, wenn der junge Mann sich weigern würde. Das fand ich sehr spannend und unglaublich zugleich. Dieses Buch hat mich seit langem mal wieder echt überrascht, es ist auf keiner Seite vorhersehbar. Wenn man vermutet, jetzt endlich wird das Leben besser, kommt doch wieder etwas dazwischen. Die Kapitel sind sehr kurz und der Schreibstil sehr angenehm, so dass man immer wieder verführt wird noch ein Kapitel zu lesen und dann noch eins. Man erfährt auch viel über das harte Leben im 19. Jahrhundert fernab der Adeligen und reichen Familien in der Stadt. Hier geht es oft darum, wie man die nächste Mahlzeit für die Familie zusammen bekommt. Der Glaube spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte, wird aber nicht in den Fordergrund gestellt. Leonie hat weder eine Bibel noch geht sie zur Kirche, weil das einfach zu weit weg ist. Dennoch hat sie ein sehr starke Gottvertrauen, das spürt auch Gideon obwohl sie nie darüber geredet haben. Der Glaube gehört einfach selbstverständlich dazu. Obwohl es im Englischen zwei weitere Bände gibt (die hoffentlich auch übersetzt werden) hat das Buch ein abgeschlossenes Ende, das gefällt mir sehr gut, weil ich es immer traurig finde, wenn man dann so im dunkeln stehen gelassen wird. Das ist hier nicht so. Ein bisschen erinnerte mich die Geschichte an Jannette Oke, dennoch ist es inhaltlich ganz anders und überraschend. Ein Buch, was nicht die schnulzige Liebesgeschichte in den Vordergrund stellt, sondern das Leben selbst. Wunderbar!

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