Joanne Fedler Heißhunger

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Inhaltsangabe zu „Heißhunger“ von Joanne Fedler

Ein Urlaubsfoto öffnet Joanne die Augen: Sie erkennt sich selbst kaum wieder in dieser Frau, die mehr als nur »ein paar Pfund« zu viel auf den Rippen hat. Entschlossen, wieder die zu werden, die sie einmal war, sagt sie ihren Pölsterchen den Kampf an. Doch ihr überflüssiges Lebendgewicht hat Ursachen – und die sind mit Kalorienzählen allein nicht auszuräumen. Was mit dem Schlachtruf »Ich will meine Bikini-Figur zurück!« beginnt, wird zu einer Reise zu sich selbst ... »Joanne Fedlers frech-fröhlicher Selbsterfahrungsbericht öffnet die Augen für den Zusammenhang zwischen Hunger und Gefühl« Für Sie

Heißhunger”/Joanne Fedler/Rezension Jun 17 Joanne Fedler 36,Südafrikanerin, Exilaustralierin,Ehefrau,Mutter, übergewichtig, sieht ein Urlau

— Xeniana
Xeniana

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  • Heißhunger

    Heißhunger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. August 2013 um 21:20

    Ein Urlaubsfoto öffnet Joanne die Augen: Sie erkennt sich selbst kaum wieder in dieser Frau, die mehr als nur »ein paar Pfund« zu viel auf den Rippen hat. Entschlossen, wieder die zu werden, die sie einmal war, sagt sie ihren Fettpölsterchen den Kampf an. Rasch muss Joanne jedoch einsehen, dass es um mehr geht als ums bloße Kalorienzählen. Ihr überflüssiges Lebendgewicht hat Ursachen – und die gilt es aufzuarbeiten. Was mit dem Schlachtruf »Ich will meine Bikini-Figur zurück!« beginnt, wird zu einer Reise zu sich selbst .. Anfänglich hatte ich angenommen, dass es sich bei Heißhunger um einen ganz normalen Roman mit witzigen Szenen handelt. Ich wurde leider ziemlich enttäuscht. Das Ganze wirkt mehr wie eine deprimierende Gewichts-Biografie. Joanne beschreibt sich selbst in früheren Jahren, ihre Auswanderung von Südafrika nach Australien und wie sie sich anfänglich von einer Diät-Domina einschränken lässt. Zwar schreibt sie deutlich, dass dieses Buch kein Gewichtsratgeber ist, trotzdem aber finde ich, dass diese radikale Ernährungsumstellung ('14 Fussili Nudeln als Abendessen') nicht unbedingt ansprechend ist. Aber das ist Geschmackssache. Ich bin nicht wirklich von dem Buch überzeugt, positiv aber war, dass es sich recht einfach lesen ließ.

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  • Hunger nach Leben

    Heißhunger
    Xeniana

    Xeniana

    17. June 2013 um 21:11

    “Heißhunger”/Joanne Fedler/Rezension Jun17 Joanne Fedler 36,Südafrikanerin, Exilaustralierin,Ehefrau,Mutter, übergewichtig, sieht ein Urlaubsfoto von sich (im Bikini) und erstarrt. Das aber nur kurz , denn die Sichtung dieses Fotos ist Startschuß in eine kalorienärmere Zukunft und nicht nur das. Sie will ihre Bikinifigur wiederhaben und wendet sich zur Unterstützung an die “Diätdomina” eine Stabheuschrecke im Minirock, die ihr zukünftiges Opfer kurzerhand als partiell adipös bezeichnet. Fedler beschämt über ihr molliges Dasein, “kann sich kaum noch an die Kriegerin erinnern , die sie mal war.” “Ich hab es ziemlich schwer gehabt, seit wir aus Südafrika ausgewandert sind”,wimmert sie.”Ist das die Ausrede, die sie den Rest des Lebens vorschieben wollen?Ich bin dick,weil ich ausgewandert bin?, gibt die Stabheuschrecke gnadenlos zurück. Jonne Fedleer unterwirft sich ihrem strengen Regiment, zählt fortan Nudeln(14 zu Mittag sind erlaubt) und darf fortan nur essen , wenn sie wirklich hungrig ist. Allerdings gibt es ein kleines Problem. Sie hat vergessen wie sich Hunger anfühlt und begibt sich nach ihm auf die Suche. Sie findet auf dieser Suche nicht nur ihren Hunger wieder , sondern sich, und versteht erst spät den Ausspruch der Ernährungsberaterin “freunden sie sich mit ihrem Hunger an. Den  Kampf um ein schlankeres Ich, schreibt sie sich von der Seele. Trotzdem ist es kein Diättagebuch, sondern vorderhand ein Buch über das Leben und seine Herausforderungen.Es handelt von Heimweh, von Südafrika, von Gewalt, von Entwurzelung und dem Ringen um Verbindung. Der Hunger ihrer Seele dient ihr als Wegweiser auf einem Weg den sie zunächst behäbig Schritt für Schritt geht. Im Kokon des Wartens aber hat sich unterdes unbemerkt ein Schmetterling entwickelt. Leicht, humorvoll und gewichtig so empfand ich dieses Buch. Ich habe es kaum aus der Hand legen wollen. Joanne Fedler ist Autorin des Bestsellers “Weiberabend” . Erschienen ist das Buch “Heißhunger””  bei Knaur.

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    Girl56

    Girl56

    10. January 2013 um 08:32

    Dies ist kein Buch über das Abnehmen!!! Matt, erkältet und vollgefuttert schlenderte ich zwischen den Jahren in eine kleine Buchhandlung und sah plötzlich das Buch "Heisshunger" von Joanne Fedler. Als dieser Titel bei Lovelybooks Thema war, hatte er mich nicht interessiert, doch nun blätterte ich und fing an zu lesen und habe schnell gemerkt, dass es nicht um das übliche Abnehmenthema geht, sondern um sehr viel mehr, und dieses Mehr fand ich interessant und auch bewegend zu lesen. Joanne Fedlers autobiographische Erzählung von ihrem südafrikanisch-jüdischem Leben hat mich sehr beeindruckt und auch nachdenklich gemacht. Ihre Flucht mit Mann und zwei kleinen Kindern aus einem immer gewaltätigerem Südafrika nach Australien und der damit einhergehende Verlust von Familie und Freunden beschreibt sie sehr eindringlich, und dass ihre wachsenden Pfunde viel mit ihrem Lebensentwurf zu tun hatten, war für mich als Leserin absolut nachvollziehbar. Etwas mehr Struktur im Text und weniger esoterische Inhalte hätten dem Buch vielleicht ganz gut getan, und das der Knaur-Verlag mit den Worten "... ein frech-fröhlicher Selbsterfahrungsbericht..." wirbt, ist ein Ärgernis, das aber nicht der Autorin zuzuschreiben ist. Alles in allem war "Heisshunger" eine interessante Lektüre, gerade auch weil ich mich immer wieder mit Südafrika beschäftigt habe.

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    Lotty_91

    Lotty_91

    28. October 2012 um 19:32

    Abgebrochen!
    Ich bin mehr als enttäuscht das dieses Buch nicht das ist was es vorgiebt! Man wird durch aufmachung und klappentext in die irre geführt und deshalb bin ich nicht bereit das Buch weiterzulesen.

  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    KathyC

    KathyC

    20. April 2012 um 08:30

    Die Inhaltsangabe klang für mich sehr vielversprechend. Ich habe eigentlich mit einem lustigen Buch gerechnet. Doch nach einigen Seiten war mir klar, dass ich mir das Falsche von dem Buch erhofft habe. Joanne Fedler schreibt in ihrem Buch über den Versuch eine Diät zu machen und schweift zwischendurch zur Geschichte ihrer Familie ab. Dieser Wechsel hat mir überhaupt nicht gefallen. Auch mit dem Schreibstil kam ich überhaupt nicht klar. Ich habe mal gelesen, dass man einem Buch die Chance von 80 - 100 Seiten geben soll. Ich habe mich diesem Buch 130 Seiten lang gewidmet, dann habe ich es aufgegeben, denn es gibt noch viele Bücher, die lesenswerter sind.

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    Gracey_V

    Gracey_V

    05. June 2011 um 23:51

    Vom Titelbild und der Inhaltsbeschreibung her hätte ich eigentlich etwas anderes von diesem Buch erwartet, aber ich hatte dennoch meinen Spaß daran. Was nämlich anfängt, wie ein humorvoller Bericht davon, wie die Autorin sich an einer Diät versuchte, wird zu einer etwas ausschweifenden Erzählung von allerhand Ereignissen aus dem Leben der Autorin - unter anderem davon, wie sie versuchte, sich nach ihrem Umzug in einem anderen Land zurecht zu finden. So gesehen liest sich dieses Buch größtenteils wie eine Familiengeschichte - gewürzt mit ein wenig Humor. Wahrscheinlich ist da einfach der deutsche Titel irreleitend, der ein reines Diät-Buch (inkl. Rückschlägen) erwarten lässt, denn den englischen Titel könnte man auch anders auslegen. Allerdings müsste man genau dasselbe über die deutsche Inhaltsangabe und das (eigentlch gelungene) Titelbild sagen. Nun, ja. Was im deutschen aus dem Buch gemacht wurde, ist also eine ziemliche Mogelpackung und wer eine locker-leichte Geschichte über ihre Frau und ihre Figurproblemchen sucht, wird dies hiermit nicht finden. Ebenso wenig ist das Humor so humorvoll, wie versprochen wird. Den Leser erwartet hier vielmehr ein ernstes Buch, das sich mit Veränderungen im Leben - den Problemen, die dadurch aufkommen, aber auch den schönen Seiten daran beschäftigt. Für mich war das hier - nach anfänglicher Überraschung - eine spannend zu lesende Autobiographie, die mich gepackt hat.

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    smaragdeidechse

    smaragdeidechse

    26. May 2011 um 23:11

    Ist schon nicht ganz einfach , überflüssige Pfunde zu verlieren , vor allem muss dabei der innere "Schweinehund" überwunden werden . Dieses Buch ist keine Anleitung zum Abnehmen , sondern vielmehr ein Leitfaden um seinem Leben einen besseren Sinn zu geben ! Mit viel Selbstkritik und Humor schafft es die Autorin auf philosophische Art uns Weise uns an ihrem Leben teilhaben zu lassen . Ich konnte mich oft in ihren Schilderungen "wiederentdecken" ! Das Buch hat mich in meinem tiefsten Inneren berührt und ich würde es jederzeit wiederlesen , nicht zuletzt , weil ich dadurch viel über mich und auch über andere Kulturen erfahren habe ! Habe mich nach unserer "Auswanderung" auch oft so gefühlt , schlimmer noch , sie kannte die Sprache , ich nicht !!! Für jeden der gerne mal was "NEUES" wagen möchte , echt hilfreich !!! Ein richtiges HIGHLIGHT !

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. May 2011 um 21:41

    Dieses Buch ist, wie es Gabriella Engelmann so schön ausdrückte, eine Mogelpackung. Wer dieses Buch kauft, weil er auf Grund des Klappentextes eine Mischung aus 'Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück' und 'Moppel-Ich' erwartet, wird so bitter enttäuscht werden, wie jemand, der eine Schacxhtel Pralinen kauft und in der Verpackung Salzstangen und Chips vorfindet. Dieses Buch ist kein netter amüsanter Frauenroman und kein Helfer gegen die überflüssigen Pfunde, obwohl der eine oder andere enthaltene Tipp sicherlich nützlich sein kann. Ich hätte das Buch im Regal stehen gelassen und ich bin sehr froh, dass ich nicht auf den Klappentext und die sicherlich sehr schöne Aufmachung hereingefallen bin. Dieses Buch ist eine großartige Autobiographie einer mutigen Frau, die die Geschichte ihrer jüdischen Familie erzählt. Die Auswanderung ihres Großvaters nach Südafrika um dem Nazi-Regime zu entgehen und ihrem Alltag in diesem Land, dass sie von ganzem Herzen liebt aber auch fürchtet. Joanne Fedler ist Anwältin. Sie arbeitete in Johannesburg als Rechtsberaterin für eine Organisation, die sich für die Gleichberechtigung der Frauen einsetzt. Sie wird dort mit Vergewaltigung, Mord, Hunger und häuslicher Gewalt konfrontiert und dem ohnmächtigen Gefühl nicht wirklich helfen zu können. Als immer mehr Menschen, denen sie Nahe steht, ermordet werden, wird ihre Angst um das Leben und die seelische und körperliche Unversehrtheit ihrer Kinder immer größer und sie wandert mit ihrem Mann und den Kindern nach Australien aus. Doch Australien erscheint ihr nicht wie das Land, in dem Honig und Milch fließen und sie müssen sich finanziell sehr einschränken. Es ist für sie hart sich einzuleben und den großen Verlust ihrer Heimat, ihrer Freunde und Familie zu verarbeiten. Zudem verliert sie fast ihre Identität. Sie wird von einer geschätzten Anwältin zur 'Nur Hausfrau' und mit den Problemen kommt das Hüftgold. Ihre Diät mag die Rahmenhandlung sein, aber diese Buch ist so viel mehr. Fazit: Wer nicht einen seichten Frauenroman erwartet, wird mit einer tiefgreifenden, gefühlvollen und wundervollen Autobiographie belohnt, die mit Herzblut und einem Lächeln geschrieben wurde.

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    luoliahn

    luoliahn

    07. April 2011 um 17:24

    Heisshunger? Hmm.. man bekommt Heisshunger auf den Inhalt dieses Buches, wenn man das Cover betrachtet. Doch leider irretiert das Cover den Leser, denn der Inhalt dieses Buches hat nicht wirklich was damit zu tun, dass eine Frau versucht abzunehmen und dabei immer wieder rückfällig wird. Die Autorin erzählt dem Leser etwas über das Judentum, über Südafrika, über Australien, über Buddismus und über so einiges mehr. Joanne erzählt zum größten Teil von Ihrer Vergangenheit, die Gegenwart wird dabei in den Hintergrund gestellt, man erfährt nicht sehr viel über Ihren Alltag, was ich persönlich sehr schade finde. Dieses Buch würde ich nicht wirklich weiter empfehlen, es ist kein Muss !!! Wegen dem Cover gibt es von mir drei Sterne für dieses Buch.

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    eiertanz30

    eiertanz30

    07. April 2011 um 16:34

    Die Inhaltsangabe hinten auf dem Klappentext klingt sehr humorvoll. So humorvoll ist das Buch aber nicht. Das Buch handelt auch nicht vorrangig über eine Frau die Probiert durch eine Ernährungsumstellung Pfunde zu verlieren, sondern vielmehr um eine Umsiedlung von Südafrika nach Australien. Das Buch war schon lesenswert, aber man sollte den Klappentext dann doch anders formulieren. So wird der Leser doch etwas in die Irre geführt. Was ich wirklich toll fand: Das Buch besteht aus sehr vielen Kapiteln und am Anfang jedes Kapitels steht ein Sprichwort. Eine sehr schöne Idee der Autorin.

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    chaosbaerchen

    chaosbaerchen

    28. March 2011 um 14:39

    Auch ich habe mich von Titel und Buchrücken in die Irre leiten lassen. Das Buch hat mit einem "Diätbuch" oder einem Ratgeber à la Moppel-Ich herzlich wenig zu tun. Es geht letztlich weniger um Diäten, Essen und Abnehmen als solches, als vielmehr um das Phänomen "(Heiß)Hunger" in all seinen Facetten, nicht nur in Bezug auf Nahrung. Letztlich handelt es sich um eine mehr oder weniger tiefgründige Autoiographie einer jüdischen Weißen, die aus Südafrika nach Australien auswandert und ihre damit verbundenen Verluste unter die Lupe nimmt. Ja, sie geht zur Ernährungsberatung, und ja, sie hat Übergewicht und will abnehmen (bzw. meint, dies zu müssen). Aber das ist nur Thema am Rande. Es geht mehr um die Gefühle des Verlustes von Vertrautem, des Loslassens von Liebgewonnenem. Ich bin zwiegespalten, was die Bewertung anbelangt, weil das Buch absolut nicht das ist, was es vorgibt zu sein: statt einer leichten Frauenlektüre für den Strand bekommt man buddhistische Lebensweisheiten sowie Gewalt und Elend in Südafrika vor die Füße geworfen, gepaart mit dem Verzicht auf Schönes ohne Sinn und Zweck.

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. March 2011 um 19:06

    Dass das Wort "Hunger" nicht zwingend sofort bedeuten muss, dass einem der Magen knurrt, zeigt die Autorin Joanne Fedler in ihrem Roman ganz deutlich. Außerdem weiß sie zunächst nicht einmal, wie sich Hunger anfühlt und auf der Suche nach dem unangenehmen aber doch wichtigen Magenknurren deckt sie noch ganz andere Hunger auf... . "Ehe du anfängst zu essen, nimm dir die Zeit, dem Essen zu danken." Eine Autobiographie über sich selbst, was, wie die Autorin am Anfang des Buches anmerkt, ein rechter Kraftakt war und in ihrem Alter eigentlich verboten sein sollte. Doch das Ergebnis lässt sich lesen. Ein Werk voller Humor, Tiefgang, kleinen Weisheiten, voller Grübeleien und Lösungen, Erkenntnissen, Entscheidungen. Auch Sehnsüchte, Bedürfnisse, Schmerzen, Ängste, Sorgen, Probleme etc. fehlen hier nicht. Was zunächst wie eine lustige Erzählung über die Höhen und Tiefen eines Abnehmprozesses wirkte, entwickelte sich zu einer nachdenklichen Geschichte, in der die Autorin auf der Suche nach sich selbst zu sein scheint, Hindernisse überwindet, lernt, was loslassen und wiederfinden bedeutet, wie es ist, zurückzukehren und wie viele Parallelen es im Leben gibt, was alles miteinander verbunden und verwoben ist. Die Protagonistin lässt den Leser an ihrer Suche nach mehr teilhaben und gibt diesem dadurch gleich etwas mit. Sie erkennt, dass Bewusstsein Zufriedenheit hervorruft, Freiheit und Ausgeglichenheit. Sie beschreibt ihr Leben, ihren Weg, ihr Suchen und Finden und diejenigen, die ihr dabei geholfen haben und allerlei andere Hilfsmittel, Stützen und Trost. Das Buch hat mich überzeugt. Es ist intelligent, witzig und gleichzeitig tiefsinnig. Nichts daran ist überflüssig, kein Gramm wiegt dieses Werk zu viel. Die Autorin hat wirklich nicht zu dick aufgetragen. Mir gefielen beim Lesen die kleinen Weisheiten zu Beginn jedes neuen Kapitels, außerdem das Wechselspiel zwischen Hier und Damals, zwischen dem vorgegebenen Inhalt des Buches und dem nachdenklicheren Teil. Es hat etwas von einer wahren Geschichte (ist es ja auch) und etwas von einem Art Ratgeber, auch etwas Philosophisches. "Muss man diese Parallelen nicht einfach herrlich finden? Egal ob wir das Brustschwimmen erlernen, unsere Essgewohnheiten umstellen oder auch die vielen Wege entdecken, die uns dahin bringen, Gottes sanfte Führung zu spüren - wenn wir erst einmal die Regeln kennen, müssen wir die Reise allein bewältigen."

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    Debora

    Debora

    26. March 2011 um 22:55

    Achtung! Denn Kover und Klappentext führen den Leser auf die falsche Fährte. Das Buch enthällt nämlich kaum putzige Anekdoten übers Abnehmen oder einen Erfahrungsbericht über Diäten und Hüftspeck. Es ist vielmehr eine Autobiographie mit sehr viel Tiefgang. . Die Autorin Joanne Fedler schreibt über ihre Erfahrungen als Frauenaktivistin in Afrika, ihre damit verbundene Angst und ihren daraus entstehenden Wunsch auszuwandern. Sie hat die zermürbende Aufgabe, sich zwischen ihrem (unsicheren und brutalen, aber trotzdem geliebten) Heimatland Afrika und ihrem Wunsch nach Sicherheit zu entscheiden. Die sensibele Joanne zerreist beinahe innerlich, als sie sich für oder gegen eine Auswanderung nach Australien aussprechen muss. . Wie schon gesagt, ist der Abnehmversuch von Joanne eigentlich Nebensache. Die kleinen Geschichtchen über Kohlenhydrate und fettige Familienessen fließen nur ein, um den sonst nachdenklichen Roman aufzulockern. Joanne philosophiert genauso gekonnt über Gott, Heimweh und Afrika, wie über Kalorien und Wiegetermine. Doch manchmal übertereibt sie es auch mit ihren Überlegungen und weiterspinnenden Gedanken. . Ob das der Grund ist, warum ich mich mit dem Buch nicht so anfreunden konnte? Ich weiß es nicht. Warscheinlich konnte ich mich einfach nicht in die Autorin hineinversetzen oder ich bin mit falschen Erwartungen an die Lektüre herangegangen. Trotzdem ist es auf jeden Fall freundlich, unterhaltsam und sehr oft tiefgründig. Es ist ein gutes Buch. Und solide.

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    Sikal

    Sikal

    21. March 2011 um 18:25

    Oder die Kunst, das Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Joanne stammt aus einer jüdischen Familie und ist in Südafrika aufgewachsen, behütet in einer Großfamilie. Sie hat Jura studiert und anfangs gedacht, sie könne die Welt verändern und den Frauen ein besseres Leben in Afrika bescheren. Leider musste auch sie sich eingestehen, dass dies alles nicht so einfach ist. Als die Sicherheit in Südafrika immer unbeständiger wird und Gewalt auch im engsten Freundeskreis ein Thema wird, treffen Joanne und ihr Mann die Entscheidung mit den Kindern auszuwandern. Nach bereits längerer Zeit in ihrer neuen Heimat, Australien, stellt Joanne plötzlich fest, sie hat ziemliches Übergewicht. Sie sucht zuerst Hilfe bei einer Ernährungsberaterin, von ihr liebevoll als Diät-Domina bezeichnet und merkt schließlich, dass sie ihre Vergangenheit von Grund auf aufarbeiten muss – das Heimweh macht ihr mehr zu schaffen als ihr lieb ist. Das Cover und auch der Klappentext versprechen einen amüsanten Roman rund um das Lieblingsthema der Frauen – das Abnehmen. Doch die Diät ist nur eine Nebenhandlung in dem Buch, denn das Hauptthema beschäftigt sich um den langwierigen Prozess der Umsiedelung. Die Kapitel über Südafrika waren sehr interessant und angenehm zu lesen, was leider nicht für das gesamte Buch spricht. Ein Großteil des Buches hält solche Zeitsprünge parat, dass ich teilweise doch sehr verwirrt war. Fazit: Die Erkenntnis – wenn man mit einer falschen Erwartung ein Buch liest, kann es noch so gut geschrieben sein, man wird sich nicht hineinfinden…

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  • Rezension zu "Heißhunger" von Joanne Fedler

    Heißhunger
    Martinchen

    Martinchen

    21. March 2011 um 13:18

    Joanne Fedler, 40 Jahre, Mutter von zwei Kindern, von Südafrika nach Australien ausgewandert, schreibt eine Autobiographie über die ersten Jahre im neuen Land. Aufhänger ist ihr Übergewicht, dass ihr beim Betrachten eines Fotos schlagartig bewußt wird. In ihrem Buch geht sie der Frage nach, wie es dazu kommen konnte und wie sie dieses Problem lösen kann. Sie nutzt dazu parallele Erzählstränge. Ihre Familiengeschichte, ihre eigene Biographie und der Versuch, mit Hilfe einer Ernährungsberaterin (Diät-Domina) abzunehmen, werden abwechselnd erzählt. Viel Religion (Joanne Fedler ist Jüdin) und Spiritualität runden die Geschichte ab. Das Buch gibt viel Stoff zum Nachdenken. Joanne Fedler beschreibt gut lesbar, an einigen Stellen sehr humorvoll. Sehr gut gefallen mir die Zitate/Sprichwörterm, die jedem der 64 kurzen Kapitel vorangestellt sind. Auch der Anhang (Eine Meditation über das Essen (nicht nur darüber), ein Rezept für Hühnersuppe (der Tröster in allen Lebenslagen), eine Bibliographie und ein Glossar, um die jüdischen Ausdrücke zu erläutern) sind ausgezeichnet. Irreführend sind Cover, Klappentext und die Kennzeichnung als Roman. Der Klappentext suggeriert ein leichtes Lesevergnügen, das die Autorin bei ihren Diätversuchen begleitet. Unterstützt wird dieser Eindruck durch das (sehr schöne) Cover mit lauteren netten essbaren Kleinigkeiten, vor allem jenen, die dann am Körper haften bleiben. Das Buch ist eben keine leichte Urlaubslektüre, sondern greift handfeste Probleme und Schwierigkeiten auf, die Joanne Fedler und ihre Familie in Südafrika (die zunehmende Gewalt) und in Australien (fremdes Land, ohne Familie und ohne Freunde) zu meistern haben. Auch die Bezeichnung "Roman" scheint mir falsch gewählt, handelt es sich doch um einen Erfahrungsbericht, möglicherweise an der einen oder anderen Stelle überzeichnet, dennoch aber gut nachvollziehbar beschrieben ist. Fazit: Ein gut lesbares Buch über mit sehr persönlichen Informationen über das Leben in Südafrika und Australien und über den Weg der Autorin zu sich selbst - aber keinesfalls ein "netter Frauenroma" wie man von Cover und Klappentext erwarten könnte.

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