Joanne Harris Denk an mich in der Nacht

(70)

Lovelybooks Bewertung

  • 96 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 36 Rezensionen
(6)
(24)
(23)
(10)
(7)

Inhaltsangabe zu „Denk an mich in der Nacht“ von Joanne Harris

Die Malerin Alice leidet unter der Trennung von ihrer großen Liebe Joe. Es wird nicht besser, als er mit seiner neuen Freundin zurück in ihre Nähe zieht. Irgendetwas stimmt nicht mit der fast überirdisch schönen Frau. Als Alice bei ihr ein mysteriöses Tagebuch findet, ahnt sie, dass Joe und auch sie selbst in tödlicher Gefahr schweben: Es berichtet von Vampiren und ihrem blutigen Treiben. Alice weiß, dass sie den schrecklichen Fluch bannen muss, um Joe zurückzugewinnen. Eine fesselnde Geschichte über die dunklen Mächte in uns.

Musste mich erst in die Geschichte hineinfitzen. Es war schwer für mich einen zusammenhang zu finden, ebenso ist das Thema Vampire nebenbei

— Kallisto92

Ein schöner Roman, der allerdings erstaunlich wenig über Vampire verrät.

— Thaliomee

Leider empfand ich das Buch sehr aufwendig zu lesen.

— deadchief

Ein Gruselmärchen, das sich schleichend in den Gedanken festsetzt- und noch lange dort verweilt...

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Fantasy

Die Gabe der Könige

Einfach fantastisch.

Sago68

Flammenküsse

Ein wunderbarer Auftakt einer Reihe. Ich habe das Buch innerhalb eines Nachmittags verschlungen und kann es nur empfehlen.

Kikis_Bücherkiste

Rosen & Knochen

Eine nette kurzweilige Geschichte für zwischendurch. sehr düstere und traurige Adaption die ein paar Seiten mehr vertragen hätte.

rainybooks

Götterblut

Achterbahn durch die Welt der Götter

Sonnenduft

Gwendys Wunschkasten

Eine ganz nette Geschichte, aber kein großes Highlight.

TamiraS

Animant Crumbs Staubchronik

Ein genialer historischer Roman, der mich sentimental gemacht hat und ich vergöttere ihn.

travelsandbooks

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Saat des Bösen

    Denk an mich in der Nacht

    Giselle74

    26. September 2017 um 10:03

    Ich habe noch nicht viele Vampir-Romane gelesen, wenn man mal von den Büchern über Anton und Rüdiger und in jüngerer Zeit der Bis(s)-Reihe absieht. Ich mag aber sogenannte Gruselromane oder -geschichten, deren bekannster Vertreter wohl E.A. Poe wäre. Joanne Harris kenne ich durch "Chocolat", ein Buch, das ich wirklich gern gelesen habe, das aber ja eindeutig ein Liebesroman ist. Und so war ich sehr gespannt, inwieweit sich "Denk an mich in der Nacht" an schnulzige Liebesgeschichten mit Glitzervampirchen anlehnt und damit dem Trend folgt. Es war für mich daher eine freudige Überraschung zu lesen, daß es sich um eine Neuauflage eines älteren Werkes der Autorin handelt, das noch vor dem Vampir-Boom entstanden ist. Somit schien die Gefahr gebannt, daß hier jemand noch schnell mit heißer Nadel einen Roman zusammengesponnen hat, um auf einen fahrenden Zug aufspringen zu können... "Denk an mich in der Nacht" ist in zwei Erzählstränge aufgeteilt, einen, der in der Vergangenheit spielt und die Erlebnisse eines Daniel erzählt und einen Strang, der sich in der Gegenwart mit Alice beschäftigt. Beherrscht wird die gesamte Geschichte von einer Bande Wesen, die durch alle Zeiten überleben, gespeist von Blut und Erinnerung. Sowohl Daniel, als auch Alice müssen sich dem Kampf gegen sie stellen und machen dabei grausame Erfahrungen. Der Schreibstil ist anfänglich der jeweiligen Zeit angepasst. Daniel, der seine Geschichte selbst erzählt, schreibt zunächst blumiger und verschachtelter, der Part über Alice wirkt geradliniger und nüchterner. Im Laufe des Romans verwischt sich diese Idee leider. Der Text bleibt aber insgesamt flüssig und dicht und sehr angenehm zu lesen. Trotz der durchaus spannenden Idee und der auch nicht mißlungenen Umsetzung blieb die Geschichte mir seltsam fremd, die Figuren, obwohl klar charakterisiert, blieben blass. Vorallem die doch eigentlich alles beherrschende Rosemary/Ginny erschien mir recht leb-und farblos. Einzig bei Daniel gab es Momente, in denen er lebendig zu werden schien. Vielleicht lag es an den Unstimmigkeiten, von denen dieses Buch leider einige hat, daß ich nicht recht in einen Lesefluss kam. Was unterscheidet Rosemary von den anderen und führt zu ihrer Vormachtstellung? Wieso nimmt jemand nach drei Jahren ohne Kontakt die Freundin des Exfreundes auf, vorallem nach dem dieser nicht einmal sonderlich sympathisch auftritt? Wieso gibt es die Vampirgruppe nach Daniels Feuer noch? Andere Erzählstränge wurden nicht weiterverfolgt. Wieso erwählt Java Alice? Wozu dienen Whiskey und Drogen? Und wem gehört das weiße Gesicht im Hof kurz vor dem Showdown? Was wird aus Dr. Menezies und wozu war dieser Part überhaupt da? Für einen Debütroman ein sehr gelungenes Werk, mit interessanten Ideen, aber einer noch etwas holprigen Umsetzung. Für Harris-Fans ist es sicher toll, diesen Roman nun wieder lesen zu können. Ich frage mich allerdings, was die heute erfahrenere Autorin wohl  aus der Geschichte machen würde, schriebe sie sie gänzlich neu...

    Mehr
  • denk bloß nicht an dieses Buch!

    Denk an mich in der Nacht

    angelj222012

    11. July 2016 um 14:26

    Abgrundtief enttäuschend. Ich bin so drum herum geschlichen und als es bei Veilandt im Angebot war hab ich es gekauft.... Es war furchtbar fast schmerzhaft. Es passiert kaum etwas und wenn mal etwas passiert hat man nicht genug infos. Ich wusste nicht mal ob das alles wirklich passiert oder ob die Hauptperson einfach nur halluziniert. Irgendwas mit Ophelia war da noch ... mit einem Bild ... Boar lieber wieder verdrängen

    Mehr
  • Der Vampir von Cambridge

    Denk an mich in der Nacht

    Thaliomee

    24. June 2016 um 00:04

    Mittlerweile ist Joanne Harris eine bekannte Autorin, dies ist ihr Erstlingswerk. Harris behandelt das Thema Vampire sehr klassisch, ohne sich dabei auf ein konkretes Bild festzulegen. Das Buch ist in zwei Erzählstränge gegliedert, die erst ganz am Ende zusammenlaufen. Zum einen gibt es Daniel, der kurz nach dem 2. Weltkrieg in Cambridge ein junges Mädchen vor dem Ertrinken rettet. Rosemarie ist rothaarig, wunderschön und von der Welt verlassen. Daniel verliebt sich in sie und ist ihr vollkommen hörig. Dann gibt es noch Alice, die im heutigen Cambridge lebt und immer noch ihrem Exfreund Joe hinterhertrauert. Doch Joe hat eine neue Freundin – Ginny. Ginny ist rothaarig, wunderschön und auch sie scheint von der ganzen Welt verlassen zu sein. Aber schnell merkt Alice, dass Ginny zwei Seiten hat. Alice ist eifersüchtig und enttäuscht, gleichzeitig möchte sie Ginny zur Freundin haben. Insgesamt ist dieses Buch gut geschrieben. Die beiden Perspektiven kann man einerseits durch die Sprache, andererseits durch die Kapitelüberschriften gut auseinander halten. Die Charaktere werden gut ausgearbeitet, an manchen Stellen hat das Buch aber durchaus Längen. Das Einzige, was mich an dem Buch gestört hat ist, dass man so gut wie nichts über Vampire erfährt. Die Dinge, die erklärt werden (z.B. wie man eine Vampir tötet und von den Toten zurückholt) wirken fast zu einfach, das meiste bleibt einfach ungeklärt. Hier hätte ich mir mehr gewünsch.

    Mehr
  • Kein leichter Lesestoff

    Denk an mich in der Nacht

    Schlafmuetz

    11. May 2015 um 16:08

    Es ist schon eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Aber hierbei handelt es sich um eine der Geschichten, die in einem nachhallen, sich sezten und Teil von einem werden. Trotz einiger Schwächen. Ich weiß noch, dass mich die Kapitelaufteilung verwirrt hatte und wie schwer es  war, in die Geschichte hineinzufinden. Aber es hat sich gelohnt, dranzubleiben, sonst wäre mir eine düster blutige Vampirstory entgangen, wie ich sie nie zuvor gelesen hatte.

    Mehr
  • Etwas verwirrend, aber gut

    Denk an mich in der Nacht

    Reneesemee

    04. March 2014 um 17:17

    Ich bin auf das Buch durch Vorablesen aufmerksam geworden und war schon so manches mal drauf und dran es mir zu kaufen, aber dank meiner lieben Bücherrei habe ich wieder einmal Geld gespart. Der Debütroman von Joanne Harris ist nun nach 17 Jahren endlich auf Deutsch erschienen ist und es fällt als erstes mit seinem außer gewöhnlichen Cover auf das Bild einer schönen rothaarigen Frau dass sich beim darüber streichen ganz anders anfühlt als der Rest des Umschlags. „Denk an mich in der Nacht“ wird in zwei Handlungssträngen erzählt was am anfang doch etwas verwirrend war, aber die beide in Cambridge spielt. Was am Anfang doch etwas verwirrend war, aber man kommt ganz schnell rein.Eins wird aus der Ich - sicht von Daniel Holmes erzählt und spielt 1948 und zwei spielt in der Gegenwart und handelt von der Malerin Alice die nach Jahren immer noch unter der Trennung von ihrem Freund Joe leidet. Während Daniel Holmes im Cambridge des Jahres 1948 eine junge Frau namens Rosemary aus dem Fluss rettet stellt Joe im heutigen Cambridge Alice seine neue Freundin mit Namen Ginny vor und schon bald stellt sich heraus, dass die Mädchen Rosemary und Ginny nicht nur Parallelen aufweisen. Sondern dass es sich bei den beiden um ein und dieselbe Person handelt. Was hat es mit dieser mysteriösen Frau auf sich? Die Liebe zu Rosemary ist dunkel und gefährlich. Als Daniel das erkennt versucht er dem Teufelskreis von Rosemarys ständiger Wiederkehr ein Ende zu bereiten. Im Laufe der Handlung verbinden sich die beiden Erzählstränge immer mehr miteinander bis sie im finalen Kapitel miteinander Verschmelzen. Joanne Harris hat eine Gruselmärchen geschrieben, deren Grauen leise und schleichend daherkommt. Die Erzählweise in zwei Handlungssträngen ist gut gewählt und hat mich ganz schön gefesselts so das ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Ich denke mal das die späte Veröffentlichung wohl dem derzeitigen Vampirboom zu verdanken haben. Wobei ich dieses Buch ausschließlich erwachsenen Lesern unter uns empfehlen kann, den jugendlichen Vampirfans denke ich könnte ewentuell die Action und die Liebe in diesem Buch etwas zu kurz kommen.

    Mehr
  • Denk an mich in der Nacht

    Denk an mich in der Nacht

    mona_lisas_laecheln

    26. May 2013 um 11:23

    Das Buch "Denk an mich in der Nacht" handelt von Alice, einer mehr oder weniger erfolgreichen Künstlerin, die sich seit ihrem Beziehungsende mit Joe sehr zurückzieht. Als sie schließlich Joes neue Freundin Ginny kennenlernt, kommt ihr das überaus schöne und schüchterne Mädchen falsch vor, weswegen sie Nachforschungen betreibt und einer Gruppe von "Nachtschwärmern" rund um Ginny auf die Spur kommt.... Gleichzeitig wird auf einer anderen Zeitebene die Geschichte von Daniel und seiner Begegnung mit Rosemary erzählt, die Ginny in jederlei Hinsicht ähnelt. Zwar war die Geschichte vor allem mit ihrer düsteren Grundeinstellung nicht total schlecht, der Einstieg in das Buch war aber für mich sehr verwirrend und ich konnte dem Aufbau mit den Zeitsprüngen erst nach Ende des ersten Teils so richtig folgen. Auch vor allem Gegen Ende des Buches gibt es viele teilweise auch kurze Perspektivenwechsel, die mehr irritieren, als das sie Spannung aufbauen. Handlungsmäßig passiert eigentlich nicht allzu viel, vielmehr liegt der Schwerpunkt auf den Gedanken und Gefühlen der Charaktere, die aber ständig abschweifen und das Buch somit in die Länge ziehen. Ich konnte mich mit dem Buch leider nicht wirklich anfreunden, da es echt schwer war der Geschichte immer vollständig zu folgen und ich musste mich teilweise zwingen, weiterzulesen.

    Mehr
  • Empfehlung? Nein!

    Denk an mich in der Nacht

    bookaholic_

    21. April 2013 um 20:33

    Dieses Buch war ein absoluter Coverkauf, dessen Geschichte mich aber auch sehr interessierte. Mit spannender Erwartung nahm ich es nun zur Hand und muss leider sagen: enttäuschend. Die Charaktere sind schlichtweg oberflächlich und schlecht ausgebaut. Der Schreibstil kann sich zwar gut sehen bzw. lesen lassen, passte meiner Meinung nach aber nicht zur Story, denn die mystische Schreibweise verwirrte mich zunehmend, was daran lag, dass die Geschichte in 2 verschiedenen Handlungssträngen verläuft und ich zweitweise nicht mehr durchblicken konnte, welche Perspektive ich gerade las. Außerdem störte mich der Wechsel vom allwissenden Erzähler zur Ich-Perspektive sehr. Die Handlungen, in die wir eintauchen dürfen, spielen in der Jetztzeit und in der Vergangenheit (kurz nach dem II. Weltkrieg). Positiv anzumerken ist die Darstellung der Vampire, welche in ihrer konservativen Art “echt” sind, d.h. blutrünstig, machtbesessen, welche die Fähigkeit besitzen Sterbliche in eine Art Ekstase zu versetzen, die sie gefügig macht und einen allgemeinen Hang zum Wahnsinn haben – so wie sie in alten Vampirgeschichten zu finden sind. Besonders der Anti-Twilight-Fraktion könnte das gefallen. ;) Definitiv ist es kein Buch, das Lust auf mehr macht. Einmal unterbrochen/zugeschlagen ; kann es dann gut und gerne auch bleiben. Es erzeugte bei mir nie den Drang, es weiterzulesen. Der Endteil war ein nervendes Wirrwarr, das mich kein bisschen überzeugen konnte und mich nur unnötig irritierte. Wenn man von Beginn an weiß, dass es das Erstlingswerk der Autorin ist, kann man über das ein oder ander Manko hinweg sehen und das Buch als 3 Sterne-Buch durchgehen lassen, was es in meinen Augen nicht verdient. Ich wollte es einfach nur so schnell wie möglich fertig lesen und hatte dabei weder Spaß noch Spannung (Schokolade war auch nicht drin ;D ) während des Lesens. Fazit Absolut keine Empfehlung von mir! Das schlechteste Buch, das ich bisher in diesem Jahr gelesen habe. Pluspunkte für den netten Schreibstil (oder Übersetzung?!) und die konservativ gebliebenen Vampire, die mit dem alten Dracula mithalten können.

    Mehr
  • Rezension zu "Denk an mich in der Nacht" von Joanne Harris

    Denk an mich in der Nacht

    BlueNa

    15. September 2012 um 23:07

    Eine Geschichte, dunkel wie die Nacht . Alice wird nach zwei Jahren Trennung mit ihrem Exfreund Joe konfrontiert. Er bittet sie, seine neue Freundin Ginny bei sich wohnen zu lassen. Alice ist fasziniert und abgeschreckt zu gleich von der rothaarigen Schönheit, die sich plötzlich ganz anders benimmt, wie wenn Joe bei ihr ist. Auch Ginnys merkwürdige Freunde weisen auf ein ernstzunehmendes Problem der Schönen hin. Auch Daniel Holmes kämpft im Jahr 1948 in Cambridge gegen (seine) Dämonen… . Joanne Harris hat ihr Erstlingswerk „Denk an mich in der Nacht“ mit 17 Jahren geschrieben, doch erst vor wenigen Jahren wurde diese düstere Geschichte ins Deutsche übersetzt. Die Handlung ist in Cambridge angesiedelt, der Universitätsstadt in England. . Ich mochte den Schreib- und Erzählstil der Autorin von Anfang an. Das Buch las sich gut und die Stimmung, die vor allem den ersten der beiden Erzählstränge durchdringt, dunkel und unheilvoll, war zum Greifen nahe. 1948 rettet Daniel Holmes eine schöne junge Frau namens Rosemary aus dem Fluss. Er ist der Held, wird aber krank und als er wieder genesen ist, hat sein Freund Robert ihm die rothaarige Schöne vor der Nase weggeschnappt. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Auch in der Gegenwart merkt Alice schnell, dass mit Joes neuer Flamme irgendwas nicht stimmt und nimmt die Spur von Ginny und ihren Freunden auf. Nebeneinander fließen die beiden Erzählstränge her, kommen sich immer näher, um zum Schluss in einander überzugehen. Und hier kommen wir auch schon zum größten Manko des Buches: Im letzten Teil ändert sich der Stil völlig, er wird einfach nur total wirr und undurchsichtig. Ich habe zum Teil überhaupt nicht mehr verstanden, was nun gerade passiert. Das ist es, was mich am meisten an der Geschichte stört, und nicht, dass sehr schnell klar ist, wer oder was Rosemary eigentlich ist. Die Protagonisten gefallen mir alle sehr gut. Rosemary haben mehr gemeinsam, als es zuerst den Anschein hat und sie treiben ein perfides Spiel mit ihren Opfern. Alice, eine junge Malerin, wir sehr kreativ, um ihren Exfreund Joe aus den Fängen von Ginny zu befreien und das, obwohl er ihr nicht glaubt, ihr sogar droht. Sie ist mir sehr sympathisch gewesen und ich konnte ihre Gefühle immer voll nachempfinden. Nur manchmal fand ich sie zu leichtsinnig, ich würde nicht nachts allein in dunklen Gassen herumschleichen. Joe ist eigentlich ein unbezähmbarer Freigeist, der sich der Musik verschrieben hat. Doch nun ist er ganz verändert. Daniel Holmes ist ein junger Mann, ein Student in Cambridge. Er ist sehr klug, doch er hat noch keine Lebenserfahrung und blickt zu seinem Freund Robert auf. Robert wird von Rosemary verführt und ist ihr bald ebenso hörig, wie Joe seiner Ginny. Das Hardcover besticht mit einer ungewöhnlichen, aber sehr schönen und stimmigen Umschlaggestaltung. Eine rothaarige junge Frau mit schneeweißer Haut, die Rosemary/Ginny darstellen soll liegt mit geschlossenen Augen auf dem Rücken. Die Haare breiten sich bis zum unteren Buchrand aus. Das rote Kleid, das sie trägt bringt ihre geheimnisvolle Ausstrahlung richtig zur Geltung. Mir gefällt es sehr gut! Insgesamt hat mir „Denk an mich in der Nacht“ von Joanne Harris gut gefallen, die Story nahm schnell Fahrt auf und konnte mich begeistern. Doch der Schluss hat mich so verwirrt, dass ich keine Ambitionen mehr hatte, ihn zu Ende zu lesen (was ich natürlich trotzdem getan habe). Deshalb vergebe ich „nur“ drei von fünf Sternen.

    Mehr
  • Rezension zu "Denk an mich in der Nacht" von Joanne Harris

    Denk an mich in der Nacht

    Alchemilla

    23. March 2012 um 10:11

    Einleitung: Da mich schon seit Jahren das Vampirfieber gepackt hat, war ich sehr erfreut in der Bücherei bei den Neuerscheinungen das Buch „Denk an mich in der Nacht“ zu entdecken. Auf den ersten Blick versprach es mir einen anspruchsvollen Vampirroman, weitab der gängigen Klischees und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden in keinster Weise enttäuscht. Die Autorin: Die Autorin Joanne Harris lieferte die Romanvorlage zum Kinofilm „Chocolat“. Vor ihrem Durchbruch als Autorin arbeitete sie fünfzehn Jahre lang als Lehrerin. Wer mehr über die Autorin wissen möchte, wird auf der Seite www.joanne-harris.co.uk fündig. Das vorliegende Buch ist das erste, welches ich von ihr gelesen habe. Auf www.ullsteinbuchverlage.de kann man sich über ihre weiteren Werke informieren. Fakten zum Buch: Das gebundene Taschenbuch erschien 2010 beim List- Verlag (Ullstein Buchverlage). Es umfasst 432 Seiten und ist im Buchhandel für 19,95 Euro zu haben. Die deutsche Ausgabe wurde von Adelheid Zöfel übersetzt. Das englische Original trägt den Titel „The evil seed“, was übersetzt die böse Saat bedeutet. Dieser Titel passt meiner Meinung besser zu dem Buch, auch wenn sich mir der Sinn des deutschen Titels bei der Lektüre des Buches durchaus erschließt. Die Gestaltung des Buches: Das Cover des Buches ist in dunklen Farbtönen gehalten. Im Zentrum des Covers sieht man eine junge rothaarige Frau, welche mit geschlossenen Augen auf etwas zu liegen scheint und nur von einem dunkelroten Stoff verhüllt wird. Man erkennt ihre helle Haut, der Stoff zeigt einen Ansatz ihres Halses und des Oberkörpers und als Betrachterin habe ich das Gefühl, dass die Frau gleich die Augen aufschlagen wird. Die Gestalt der Frau wird mit aufgeprägten Blumenranken umgeben. Unterhalb des Bildes steht mit weißer Schrift der Name der Autorin und darunter mit verschnörkelter, kalligraphisch wirkender Schrift der Titel „Denk an mich in der Nacht“. In einem blasseren Weiß steht der Hinweis darauf, dass es sich bei dem Buch um einen Roman handelt. Auf der Unterseite des Titelbildes steht in roten Buchstaben „Das Debüt der Bestsellerautorin erstmal auf Deutsch“. Auf dem Buchrücken mischen sich ein dunkles Rot und ein mattes Schwarz mit leichten Lichtreflexen. Darauf stehen erneut der Name der Autorin und der Titel. Untermalt wird das Ganze von aufprägten Blumenmustern, einem Muster aus Kreisen und Herzen. Ein wenig wundere ich mich über die Zuordnung der Bibliothekare, die das Buch als Liebesroman einstufen. Bei dem Buch handelt es sich um einen dunkel-düsteren Fantasy - Horror- Roman, aber keinesfalls um einen Liebesroman. Wer also einen seichten Vampir-Liebesroman erwartet, sollte sich lieber nach einem anderen Buch umschauen! Die Rückseite des Buches ist in einem matten Schwarz mit leichten dunkelroten Einschlägen gehalten. In schnörkeliger weißer Schrift steht dort „Der große Vampirroman der Bestsellerautorin“. Darunter findet man eine kleine Inhaltsangabe sowie zwei kurze Buchkritiken der Zeitschriften „Style“ und „Freundin“. Etwas verwunderlich finde ich, dass sich die Buchkritik der „Freundin“ auf Joanne Harris Buch „Himmlische Wunder“ bezieht und nicht auf das vorliegende Buch. Der Verlag über das Buch: Die Malerin Alice ist eifersüchtig, als sie die neue Freundin ihrer großen Liebe Joe kennenlernt. Ginny ist eine fast überirdische Schönheit, überlegen, kühl und manipulativ. Alice ist verunsichert und hat gleichzeitig Angst um Joe. In Ginnys Wohnung findet sie ein Tagebuch aus den vierziger Jahren. Es gehörte Daniel, der in den Aufzeichnungen von seinem Freund Robert berichtet und von einer geheimnisvollen Frau- Rosemary Virginia Ashley. Ihr Grab ist Alice bereits aufgefallen, denn es ist ungewöhnlich für den alten Friedhof von Grantchester. Ohne Geburtsdatum nennt es nur den Todesmonat August 1948. Daniel schildert die teuflischen Spiele einer Gruppe von Vampiren, die seit Jahrhunderten ihr Unwesen in der kleinen englischen Stadt treiben. Alice hat mit ihren Nachforschungen deren Aufmerksamkeit auf sich gezogen und sie ahnt, dass Ginny, eine von ihnen ist. Bald geht es um weit mehr, als allein um Joes Leben. Die Geschichte und meine Meinung dazu: Die Geschichte beginnt mit einer Einleitung, in der zunächst unbekannte Daniel Holmes ein Bildnis von Proserpina beschreibt, wie sie mit schwer deutbarer Ausstrahlung auf den Betrachter wirkt. Manch einer von euch kennt vielleicht die düstere Geschichte aus der römischen Mythologie, in welcher die Göttin Proserpina von Pluto hinab in die Unterwelt entführt wurde. Anders als in der mir bekannten mythologischen Auslegung sieht die erfundene Gestalt Daniel Holmes in seiner Arbeit „Das Edelfräulein – The Blesses Damozel“ eine zweigesichtige, düstere Verführerin. Was es mit seinem Werk und seiner Sicht auf diese Frau auf sich hat, erfahren wir im Laufe der Geschichte. Weiter geht’s mit einem Prolog, welcher mit einem kurzen Zitat aus „Hamlet“ beginnt. In diesem Prolog schildert Daniel in Ich-Form die Beerdigung einer Frau namens Rosemary. Er beschreibt deren morbiden Charakter und ihre Wirkung auf andere Menschen so interessant, dass mein Interesse an ihrer Person stetig zunimmt. Nun folgt das erste Kapitel, welche die Überschrift „1“ trägt. Es wiederholt sich im Buch mehrmals, da es die jeweiligen Erzählungen Daniels kennzeichnet. Wir werden Zeugen von Rosemarys Beerdigung und ich frage mich, was an dieser geheimnisvollen Frau den Erzähler über die Maßen beunruhigen könnte. Wenig später schildert er den Verlauf der Ereignisse, welche im Frühjahr 1947 ins Rollen kamen, als er die vermeintlich ertrinkende Rosemary aus dem Fluss rettete und sie wenig später seinem Freund Robert vorstellte. Daniel war ein fünfundzwanzigjähriger Student, welcher in Cambridge gerade seine Doktorarbeit über die Präraffaeliten schrieb und in Grantchester eine kleine Wohnung hatte. Durch seine Erzählungen tauche ich ein in das England vergangener Jahre, verspüre den Charme von Teashops, kultivierten Gesprächen und richtigen Gentlemans. Daniels Leben verlief bis dato recht vorherbestimmt und so brachte es ihn völlig aus dem Konzept, als sich die junge Schönheit Rosemary mit ihrer schüchternen Art in sein Herz schlich und schließlich auch seinen besten Freund betörte. Das nächste Kapitel trägt die Überschrift „2“ und kennzeichnet die Erzählungen der jungen Alice, welche in der Moderne unserer Zeit in Cambridge als Malerin arbeitet und ihrer großen Liebe Joe nachtrauert. So ganz konnte sie ihn nach all den Jahren nicht vergessen und hing gemeinsamen Erinnerungen nach. Während eines kreativen Tiefpunktes ging sie in ein Cafe und nahm Reißaus, als sie dort Joe mit einer anderen Frau sah. Ihre ungestüme Flucht führte sie an den Friedhof von Grantchester, wo sie ein altes Grab mit folgender Inschrift magisch anzieht: Etwas in mir erinnert sich und wird nicht vergessen Rosemary Virginia Ashley August 1948 Meine Neugier ist geweckt! Ist es Zufall oder Vorsehung, dass Alice ausgerechnet dieses Grab findet? Handelt es sich bei der Verstorbenen um die Frau aus Daniel Holmes Erzählungen? Ihr Fund inspiriert Alice zu einem wie im Wahn entstandenen Bild von einer rothaarigen Frau, gemalt im Stil von Daniel Holmes erforschter Malrichtung. Sie nennt das Bild „Erinnerung: Der Wahnsinn der Ophelia“. Wieder kehren wir zu Daniels Erzählungen in Ich-Form zurück, welche sich das ganze Buch über mit den Erzählungen über Alice abwechseln. Nach und nach erfahren wir die unglaubliche Geschichte von ihm, Rosemary und Robert und beginnen zu erahnen, um welch teuflische Persönlichkeit es sich bei Rosemary handelt. Indes geht Alice getrieben von einer inneren Unruhe ihrem Tagewerk nach. Das subtile Gefühl, dass bald etwas Schlimmes passieren wird, wird von einem spontanen Telefonanruf Joes unterbrochen, der nun plötzlich wieder in ihr Leben tritt und eine ungewöhnliche Bitte äußert: Seine neue Freundin Ginny soll vorübergehend bei ihr wohnen. Alice verhaltene Begeisterung kann ich gut nachvollziehen. Als sie Ginny kennenlernt ist sie verwirrt von deren unterwürfiger Art, ihrer umwerfenden Schönheit und beginnt zu verstehen, was Joe an dieser fasziniert. Die positiven Gefühle Ginny gegenüber halten nicht lange an, als Alice merkt, dass diese sich ihr gegenüber wie ausgewechselt benimmt, ja sogar gänzlich zu einem anderen Menschen wird. Aus anfänglichem Misstrauen wird großes Unbehagen und so folgt sie Ginny bei deren nächtlichen Abenteuern. Dabei lernt sie Ginnys vermeintlichen Freunde kennen und gleitet immer tiefer hinab in einen Strudel aus Gewalt, Blut, verworrenen Erinnerungen und tagtraumähnlichen Zuständen. Allmählich spürt sie, dass Ginny eine große Gefahr darstellt und beginnt Nachforschungen anzustellen, welche sie selbst in große Gefahr bringen. Sie findet das Tagebuch Daniel Holmes und langsam aber sicher erkennt sie die unglaubliche Wahrheit, die so grausam ist, dass sie fast daran zerbricht. Aus anfänglicher Neugier liest sie das Buch mit verzweifeltem Überlebenswillen und gerät immer mehr in Bedrängnis. Wer ist Freund und wer ist Feind und wie bekämpft man eine gefährliche unmenschliche Macht, die Menschen einem Puppenspieler gleich wie Marionetten behandelt? In einem finalen Showdown wechseln sich die Erzählperspektiven bzw. die Erzähler immer schneller ab, sodass es mir schwerfällt, dem Handlungsstrang zu folgen. Das Ende des Buches hat mich sehr überrascht, ist es doch so völlig anders als die gängigen Vampirklischees. Hier eine kurze Leseprobe (aus „Denk an mich in der Nacht“, S.148), um das subtile Grauen, welches von Rosemary/Ginny ausgeht zu beschreiben: Ich bitte um Erbarmen, aber ich höre nur das Heulen und Zähneklappern im Abgrund unter mir, meine Worte sind totes Latein in meinem verdorrten Mund, und das Kruzifix verwandelt sich unter meinen Lippen zu Blut. Gott ist heute nicht zu Hause. Er macht einen Ausflug mit Rosemary. Mein Fazit: Eines vorweg: Das Buch ist düster, erotisch, blutig und stellenweise brutal und so sicherlich nichts für zarte Gemüter. Der Charme des nebligen Englands wird hier vermischt mit einer Vampirgeschichte, die gefährlich und zeitlos zugleich ist. Die im Buch vorkommenden Vampire sind grausam, unmenschlich und unberechenbar. Ihre äußere Schönheit täuscht den flüchtigen Betrachter über ihre dunkle Natur hinweg, doch wer genauer hinsieht, den packt das tiefe Grauen. So habe ich mir Vampire immer vorgestellt. Nicht als treudoofe Hollywood-Beaus, die durch die Liebe zu einem Sterblichen bekehrt werden, sondern als blutgierige, machthungrige Untote, die seit Jahrhunderten ihr Unwesen treiben und denen selbst die raffiniertesten Entwicklungen der Menschen nichts anhaben können. Joanne Harris Vampire sind zügellos, machthungrig und überaus manipulativ. Sie dringen in die Gedanken und Gefühle der Menschen ein und manchen sie zu willenlosen Hüllen, dahinwankend zwischen Erkennen, Ekstase und Wahnsinn. Die Autorin nutzt den Mythos der rothaarigen Schönheit und entwickelt daraus das Bild einer gefährlichen, nahezu unbesiegbaren Vampirin, welche bar jeder menschlichen Gefühlsregung durch die Zeit wandert und ihren Weg mit Leichen und gebrochenen Herzen pflastert. Geschickt wechselt sie die Erzählperspektive und gibt so Einblicke in das Leben zweier unterschiedlicher Menschen, welche einen gemeinsamen Feind haben. Der Erzählstil ist einfach und lässt sich flüssig lesen. Die Charaktere werden detailliert dargestellt und ergeben ein umfassendes Bild von den jeweiligen Personen zum Zeitpunkt, in welchem die Geschichte spielt. Sowohl Alice als auch Daniel waren mir auf Anhieb sympathisch und so kam ich nicht umhin mich für den Fortlauf der Geschichte zu begeistern. Anfangs noch etwas schleppend gewann die Geschichte zunehmend an Tempo und fesselte mich bis zum Schluss. Alle die auf der Suche nach einem Null acht fünfzehn Happy End sind, wird das Ende des Buches nicht zufrieden stellen. Nach der Lektüre des Buches blieb ich nachdenklich zurück und dachte noch einmal über die im Buch gesponnenen Schicksalsfäden nach. Viele Zusammenhänge im Buch werden mit Vorsehung und Bestimmung in Zusammenhang gebracht und so manche Inhalte bleiben rätselhaft. In einer Anmerkung gegen Ende des Buches beschreibt die Autorin das vorliegende Werk als hartnäckigen Verfolger. Sie hat es vor mehr als zwanzig Jahren geschrieben und es nun neu aufgelegt. Sicherlich ist der aktuelle Vampirhype mit ausschlaggebend dafür gewesen, ein für die Autorin doch recht ungewöhnliches Thema zu behandeln und herauszugeben. Interessant ist, dass das Buch an real existierenden Orten spielt. Die Autorin selbst hat an der Universität in Cambridge studiert und den geheimnisvollen Grabstein mit der Inschrift aus dem Buch in Grantchester entdeckt. Ihr Erstlingswerk wurde von einem interessierten Leser entdeckt, welcher für eine Literaturagentur arbeitete. Sie beschreibt ihr Buch als „Geschichte über Vampire, ohne je das Wort Vampire zu verwenden, eine Geistergeschichte ohne Geister, eine Horrorgeschichte, in der das Alltägliche gespenstischer ist als jeder Mythos“. Ich kann euch das Buch nur Wärmstens empfehlen, sein schleichender Horror passt gut zum nasskalten, düsteren Wetter der gegenwärtigen Jahreszeit. Viel Spaß beim Lesen, Bewerten und Kommentieren wünscht Alchemilla

    Mehr
  • Rezension zu "Denk an mich in der Nacht" von Joanne Harris

    Denk an mich in der Nacht

    Toschi3

    14. September 2011 um 10:24

    Perfekte Neuauflage Das Buch „Denk an mich in der Nacht“ ist das Debüt der Autorin Joanne Harris. Nun wurde es auf Wunsch vieler Leser– leicht überarbeitet – wieder aufgelegt. Die Geschichte um eine unheimliche Schöne spielt auf zwei Ebenen: In den 1940er Jahren, erzählt in Tagebuchform von einem Mann, und in der heutigen Zeit, erzählt von einer jungen Frau. Beide werden auf ihre Art Opfer der selben bezaubernden, gefährlichen jungen Frau und verstricken sich in deren Intrigen. Denn diese Frau hat nur ein Ziel: unerkannt zu bleiben und sich am Blut ihrer Opfer zu laben. Das Buch hat etwas von den romantischen Schauergeschichten aus dem 19. Jahrhundert. Geschickt versteht es die Autorin, sanft und doch unheimlich die Spannung ansteigen zu lassen. Etwas verwirrend ist anfangs, dass die beiden Erzählstränge mit „eins“ und „zwei“ überschrieben sind und nicht zum Beispiel mit den Namen der Person, aus deren Perspektive erzählt wird. Aber daran hat man sich doch recht schnell gewöhnt. Ansonsten bedarf es keiner unglaublichen Actionszenen oder blutrünstiger Beschreibungen, um die geheimnisvolle Gefahr, in der sich beide Hauptpersonen befinden, förmlich greifbar werden zu lassen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, gut lesbar und die relativ kurzen Kapitel erleichtern das Lesen noch mehr. Alles in allem ein gelungenes Comeback des Erstlings. Und passend, wo doch momentan Vampir- und Schauergeschichten eine Hoch-Zeit haben.

    Mehr
  • Rezension zu "Denk an mich in der Nacht" von Joanne Harris

    Denk an mich in der Nacht

    Nefret

    04. April 2011 um 21:42

    Als Alice die neue Freundin ihres Ex-Freundes Joe kennenlernt, hat sie schnell den Verdacht, dass mit Ginny etwas nicht in Ordnung ist. Die scheinbar brave Ginny führt ein Doppelleben. Doch es dauert eine Weile, bis Alice heraus bekommt, was Ginny wirklich ist. Bei "Denk an mich in der Nacht" handelt es sich um das Erstlingswerk von Joanne Harris, das wieder hervorgeholt wurde. Es ist sicherlich kein Meisterwerk, muss sich aber vor der breiten Masse an Vampirromanen nicht verstecken. Die Vampire sind hier im klassischen Sinne böse und nicht wie vielen aktuellen Romanen missverstandene Helden, die vom Schicksal gestraft wurden. Das ist eine nette Abwechslung, auch wenn ich mir die Blutsauger wesentlich unheimlicher gewünscht hätte. Die Handlung wird aus zwei Perspektiven erzählt, deren Protagonisten zu unterschiedlichen Zeiten leben. Das sorgt am Anfang etwas für Spannung, da dem Leser nicht sofort klar ist, um wen es in den einzelnen Kapiteln geht. Leider schwächelt das Buch in der Mitte etwas. Wenn Alice endlich klar wird, dass Ginny ein alter Vampir ist, der schon seit Jahrzehnten sein Unwesen treibt, hofft der Leser, dass es endlich zur Sache geht. Doch die Handlung zieht sich bis zum Showdown am Ende hin.

    Mehr
  • Rezension zu "Denk an mich in der Nacht" von Joanne Harris

    Denk an mich in der Nacht

    Sonna1902

    21. November 2010 um 20:42

    Rosemary und Ginny Joanne Harris erzählt die Geschichte „Denk an mich in der Nacht“ aus zwei verschiedenen Perspektiven. Zum einen geht es um die Tagebucheinträge eines Daniel Holmes, die in den 40er Jahren verfasst wurden. Darin beschreibt Daniel, wie er 1947 eine junge Frau, Rosemary vor dem Ertrinken rettet. Er fühlt sich sofort von ihr magisch angezogen. Alle Kapitel dieser Sichtweise tragen die Überschrift „Eins“. In der anderen Perspektive geht es um die Malerin Alice, die immer noch in ihren Ex-Freund Joe verliebt ist. Die beiden sind jedoch schon seit ca. drei Jahren getrennt und Joe hat inzwischen eine andere Freundin, Ginny. Als die beiden Frauen sich kennen lernen, kommt Ginnys Verhalten Alice sehr merkwürdig vor. Eines Tages findet sie dann in Ginnys Zimmer Daniel Holmes´ Tagebuch. Schnell ist sie davon überzeugt, dass Rosemary und Ginny dieselbe Person sein müssen. Diese Kapitel sind mit „Zwei“ überschrieben. Die Einteilung der Kapitel ist am Anfang sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich schnell daran. Letztendlich hilft sie dem Leser, sich zu orientieren, sodass man immer weiß, in welcher Zeitebene man sich gerade befindet. Die Idee, diesen Vampirroman aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu schreiben, gefällt mir gut. Es geht es um die zwei Frauen Rosemary und Ginny. Die beiden scheinen vom Wesen her sehr unterschiedlich zu sein, aber es handelt sich wohl um ein und dieselbe Frau. Daniel Holmes` Gefühle in Bezug auf Rosemary sind zwiespältig. Einerseits war sie für ihn wie eine Gestalt aus einem Märchen „eine weiße Ophelia“ (S. 51), andererseits spürte er ihren „Hass. Ihre höhnische Ironie.“ (S. 31). Auch Joe ist Ginny verfallen; Alices Warnungen, bezüglich seiner Freundin, schlägt er in den Wind. Joanne Harris baut gekonnt Spannung auf, indem sich beide Handlungsstränge immer mehr einander annähern. Die Autorin hat einen sehr schönen, detaillierten Schreibstil, der den Leser gut unterhält. Für meinen Geschmack zieht sich die Geschichte durch die ausführliche Beschreibung allerdings oftmals in die Länge. Dabei kommt die eigentliche Handlung zu kurz, so dass an einigen Stellen Durchhaltevermögen gefragt ist. Die Anmerkungen der Autorin über ihr Werk am Ende des Buches finde ich gelungen. Der Leser bekommt noch ein paar Hintergrundinformationen wie und wann das Buch entstanden ist. J. Harris erklärt u. a., warum sie die Überschriften der Kapitel so gewählt hat und wie es zu der Erzählung aus zwei unterschiedlichen Sichtweisen gekommen ist. Ich habe diesen Roman gerne gelesen, auch wenn es an einigen Stellen nicht so ausführlich hätte sein müssen. Die Mischung aus Leidenschaft und Vampirstory empfinde ich als gelungen. Auch die Gestaltung des Buchumschlages gefällt mir gut. Er ist schlicht gehalten, drückt aber sehr viel Leidenschaft und auch Mystik aus. Aufgrund zeitweiliger „Durststrecken“ vergebe ich für diesen Roman drei Sterne.

    Mehr
  • Rezension zu "Denk an mich in der Nacht" von Joanne Harris

    Denk an mich in der Nacht

    Silence24

    16. September 2010 um 11:07

    Dieses Buch war eine Herausforderung für mich. Und zwar deshalb, da ich schon des öfteren kurz davor war es wegzulegen. Es ist sehr anstrengend zu lesen. Daher von mir nur 3 Sterne. Das Buch wird von 2 Perspektiven erzählt. Zum einen von Alice, die unter der Trennung ihrer großen Liebe Joe leidet. Als sie ihn und seine neue Freundin Ginny trifft, beschleicht sie ein sehr komisches Gefühl. Irgendetwas stimmt nicht mit Ginny. Und als Ginny dann auch noch bei Alice einzieht, entdeckt sie ein Buch, dass eine schreckliche Wahrheit beinhaltet. Und plötzlich schwebt sie in Gefahr. Denn in diesem Buch ist die Geschichte von Daniel Holmes niedergeschrieben. Er erzählt von einem Mädchen, dass er aus dem Fluss gezogen hat. Doch dieses Mädchen ist nicht so wie sie scheint. Sie verbirgt ein grausames Geheimnis. Ein Geheimnis, dass ihn sein Leben kosten könnte.

    Mehr
  • Rezension zu "Denk an mich in der Nacht" von Joanne Harris

    Denk an mich in der Nacht

    Musegirl90

    27. March 2010 um 01:43

    Das Buch wird aus zwei Sichtweisen geschrieben, von dem der Leser zunächst überhaupt nicht weiß wie diese beiden zusammen hängen. Der erste Handlungsstrang ist eine Art Tagebuch von Daniel Holmes, er erzählt seine Geschichte wie er Rosemary und ihre Freunde kennenlernt. Rosemary, die seinen besten Freund ins Grab gebracht hat. Rosemary, die Vampirin und die nun wieder zurück ist um ihn zu töten. Die zweite Geschichte ist eher eine Rahmenhandlung. Sie erzählt von der Malerin Alice, die immer noch unter der Trennung von ihrem Freund Joe leidet. Dieser taucht plötzlich vor ihrer Tür auf, mitsamt seiner neuen Freundin Ginny. Ginny soll für ein paar Tage bei Alice wohnen und Alice bemerkt schnell, dass etwas mit Ginny nicht stimmt und schon bald passieren merkwürdige Dinge… Also ich fand das Buch nur mäßig interessant. Die Handlung war einigermaßen okay, auch wenn der Wechsel zwischen den beiden manchmal etwas störend war, da ich am zu Beginn des Buches den ersten Handlungsstrang eher als langweilig empfand, später kippte das ganze dann aber und dann wurde der zweite Handlungsstrang nicht mehr so interessant. Durch den Wechsel hat sich manchmal auch die Geschichte aufgehalten. Gut war, dass man dank der Nummerierung immer wusste welcher Handlungsstrang nun dran war und dass man im Laufe des Buches immer mehr erfuhr, wie die beiden Handlungen zusammenhängen.

    Mehr
  • Rezension zu "Denk an mich in der Nacht" von Joanne Harris

    Denk an mich in der Nacht

    verena83

    20. March 2010 um 10:41

    „denk an mich in der nacht“ wird zum einen aus der sicht von daniel holmes erzählt, welcher 1948 eine junge wunderschöne frau aus dem fluss rettet und sie so vor dem ertrinken bewahrt. er verliebt sich sogleich in rosemary… und auch sein freund robert wird magisch von ihr angezogen. in der folge zerbricht aufgrund dieser tatsache die freundschaft zwischen den beiden männern, nachdem sich rosemary scheinbar für robert entscheidet. doch daniel kann sich auch weiterhin nicht ihrer anziehungskraft entziehen, bis er eines tages feststellt, dass die junge frau ein vampir ist… andererseits spielt der roman in der jetzt-zeit… dabei lernt alice die neue freundin ihrer ehemaligen großen liebe joe kennen. schon bald merkt alice, dass mit der geheimnisvollen ginny etwas ganz und gar nicht stimmt… bis sie schlussendlich ein manuskript von daniel holmes findet… dieser etwas andere vampirroman hat mir eigentlich sehr gut gefallen, auch wenn er sich hin und wieder etwas in die länge gezogen hat… das hat mich aber gar nicht so gestört. die wundervolle schreibweise der autorin hat mich sofort für sich eingenommen und auch ansonsten waren die beiden geschichten rund um rosemary sehr spannend, vor allem weil sich die vampire in joanne harris erstlingswerk vielfach von jenen aus aktuellen vampirromanen unterscheiden (die autorin schrieb „denk an mich in der nacht“ ja bereits vor 20 jahren)… etwas verwirrend fand ich allerdings die kapitelbezeichnung mit „eins“ und „zwei“…

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks