Joanne Harris Himmlische Träume

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Inhaltsangabe zu „Himmlische Träume“ von Joanne Harris

Vianne Rocher lebt mit ihren Töchtern auf einem Hausboot in Paris. Noch immer verzaubern ihre Schokoladenkreationen die Menschen. Eines Tages erhält sie einen Brief. Ihre alte Freundin Armande bittet sie, zurück nach Lansquenet zu kommen. Das Städtchen braucht ihre Hilfe ...
Der Duft von Pfirsichen und ein verheißungsvoller Wind treiben Vianne in Richtung Süden. Und wirklich, der kleine Ort ist zutiefst zerstritten, und ausgerechnet der Priester Reynaud scheint hinter allem zu stecken.

Anfangs etwas zähflüssig ,dann jedoch sehr spannend.

— Langeweile

schöne Fortsetzung

— Amerdale

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  • Pfirsiche für Monsieur le Curé

    Himmlische Träume

    Ulenflucht

    02. August 2017 um 18:30

    Ein Dorf hat ein Problem und wo Hilfe gebraucht wird, ist Vianne Rocher nicht weit. Denn sie kann bekanntermaßen mehr als nur Schokolade herstellen. Das ist auch gut so, denn diesmal kann die Schokolade Lansquenet nicht retten. Das Örtchen im Südwesten Frankreichs hat ein „Ausländerproblem“, so würden es die Einwohner wohl selber bezeichnen. Also ruft die Tote Armande ihre Freundin Vianne zur Hilfe und die hört diesen Ruf natürlich. Hat ja magische Kräfte und der Wind, der Wind, das himmlische Kind, ist auch allzu verlockend. Nach und nach entblättern sich die Hintergründe, es gibt schlechte Stimmung, Verzweiflung und gar Gewalt gegen einen Geistlichen, der niemand Geringeres ist als der Hauptbeschuldigte in einem Brand, dessen Opfer die rätselhafte Inès Bencharki ist. Von Kopf bis Fuß verschleiert zieht sie die Kontroverse richtig an. Inès ist auch schriftstellerisch gesehen faszinierend und plastisch, ebenso Vianne und ihre Töchter und diverse andere Nebenfiguren. Die große Menge der „Fremden“ jedoch stellte die Autorin offensichtlich vor eine zu große Herausforderung. So kommt es, dass einige essentielle Figuren nicht aus der Menge herausstechen und man gar einige Namen und Familienverhältnisse bis zum Schluss nicht durchschauen kann. Joanne Harris hat ein Gespür dafür, das Besondere zu sehen und darzustellen. Sie streut Magie ein und das kann einem solchen Buch ein interessantes Flair geben. Ich persönlich bin für derlei vollkommen unempfänglich, sodass mir Passagen, in denen Farben gesehen werden und Voodoo-mäßig kleine Missgeschicke veranlasst werden, nicht zusagen. Ein Lob verdient jedoch der Umgang mit dem Thema Islam. Sensibel nähert man sich jenen Punkten, die in der hiesigen Gesellschaft mit Argwohn betrachtet werden und Konfliktpotential sind. Die Auflösung von allem ist dann doch überraschend und man würde sich fast wünschen, dass diese Probleme auch in der Wirklichkeit einfach so gelöst werden können, weil nur Einzelne dafür verantwortlich sind. Tatsächlich ist Lansquenet überall, Ab- und Ausgrenzung allgegenwärtig. Dieses Buch ist trotz allem ein Unterhaltungsroman und daher nur bedingt ein Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs. Für Fans von „Chocolat“ ist es eine gelungene Fortsetzung, für alle anderen ein durchschnittlicher Roman, den man lesen kann, aber nicht muss. „Himmlische Träume“ verbergen sich darin nicht.

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  • Rückkehr nach Lansquene -Sous-Tannes

    Himmlische Träume

    Langeweile

    02. February 2016 um 13:15

    Der Anfang des Buchs war etwas zähflüssig,außerdem mußte ich mich zuerst wieder an den Schreibstil (2verschiedene Ich -Erzähler) gewöhnen. Dann jedoch entwickelte die Geschichte einen Sog ,dem man sich nicht entziehen konnte. Vianne Rocher kehrt nach acht Jahren mit ihren zwei Töchtern wieder zurück nach Lansquenet .Der Grund ist ein Brief aus dem Nachlass ihrer verstorbenen Freundin Armande. In dem kleinen Ort hat sich allerhand getan,was nicht immer positiv zu bewerten ist.Durch den Zuzug von vielen Maghrebinern herrscht ein regelrechter Krieg zwischen Moslems und Christen. Vianne gelingt es in der ihr eigenen Art mit viel gutem Zureden und natürlich ihren unvergleichlichen Schokoladenkreationen die Wogen zu glätten.Sie kümmert sich um jeden,der Hilfe braucht und legt sogar ihren Zwist mit Pere Reynaud bei.Joanne Harris gelingt es auf hervorragende Weise die altbekannten Protagonisten aus Chocolat mit den neuen Personen zu verknüpfen.Ìch fühlte mich sehr gut unterhalten. Buchtitel: Himmlische Träume

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  • Himmlische Träume

    Himmlische Träume

    Amerdale

    05. November 2015 um 22:43

    Meine Rezension: https://amerdale.wordpress.com/2015/05/27/gelesen-joanne-harris-himmlische-traume-chocolat-3/

  • Himmlische Träume

    Himmlische Träume

    wusl

    21. May 2015 um 09:48

    Vianne Rocher bleibt sich auch in diesem Buch treu. Nachdem sie von ihrer alten Freunding um die Rückkehr nach Lansquenet gebeten wird, muss sie erkennen, dass sich in den letzten Jahren manches geändert hat. Nicht nur der Priester steht ihr inzwischen positiver gegenüber, die Fronten im Dorf haben sich verschoben, da es eine neue Glaubensgemeinschaft gibt, die Muslime. Und damit einher gehen die altbekannten Probleme von Fremdheit und schwieriger Integration, von Dogmen und Vorurteilen. Und wie in Chocolat versucht Vianne zu vermitteln und den Menschen die Augen zu öffnen. Himmlische Träume hat nicht nur ein wunderschönes Cover sondern auch einen himmlischen Inhalt, eingebettet in eine schöne, angenehme Sprache wird aus zwei Perspektiven versucht, die zahlreichen Konflikte mit all ihren menschlichen Aspekten zu schildern und dem Leser alle Wünsche und Vorstellungen nahezubringen. Man darf sich sein eigenes Urteil bilden und mitverfolgen, wie die Menschen sich einander über alle kulturellen Grenzen hinweg annähern und nach einem Kompromiss und einem Miteinander suchen. Das Buch ist kein richtiger Pageturner - die Spannung wird nicht künstlich hochgehalten und teilweise plätscher es ein bisschen vor sich hin und drängt sich nicht auf. Dennoch habe ich es sehr gerne gelesen und immer wieder die Gesichter des FIlmes vor Augen gehabt, die mir die Geschichte noch näher gebracht haben. Das Ende ist passend ein bisschen offen und ohne konkreten Schluss. Man kann also noch im Kopf weiterspinnen, was mit Viannen und ihren Töchtern passieren könnte.

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  • Vianne zurück in Lasquenet

    Himmlische Träume

    scarlett_ohara

    06. December 2014 um 21:22

    Ich habe mich sehr gefreut, dass es eine Fortsetzung von "Chocolat" gibt, welches damals ein absolutes Lieblingsbuch (und natürlich auch Film) war. Dass es sich jedoch schon um den 3. Teil handelt, war mir nicht bewußt. Der 2. Band "Himmlische Wunder" ist leider komplett an mir vorbei gegangen. Das war aber für das Verständnis dieses Buches Gott sei Dank nicht so hinderlich; es reichte, "Chocolat" gelesen zu haben, auch wenn es ab und an Verweise auf das zweite Buch gab. Vianne kehrt nacht 8 Jahren auf einem Hausboot in Paris zusammen mit Roux und ihren Töchtern Anouk und Rosette in das Dorf Lansquenet zurück, in dem sie einst eine "magische" Chocolaterie betrieben hat. Ein Brief aus der Vergangenheit von ihrer inzwischen verstorbenen Freundin Armande fordert Vianne auf, Lansquenet zu besuchen. Dort angekommen, trifft sie auf ein stark zerstrittenes Dorf. Und ausgerechnet ihr alter Feind, der Priester Reynaud, scheint dafür verantwortlich zu sein. Es gibt nämlich einen großen Konflikt zwischen Muslimen und Christen, der sogar in einem Brand der muslimischen Schule gipfelt. Der Sündenbock ist schnell gefunden: Reynaud, der daraufhin von einem Schlägertrupp angegriffen wird. Sofort nach ihrer Ankunft versucht Vianne in ihrer unnachahmlichen Art, Kontakte zu beiden Seiten zu knüpfen und zwischen den Gegnern zu vermitteln. Aber wird es ihr gelingen, den Frieden im Dorf wiederherzustellen? Das Buch hat natürlich einen ganz aktuellen Bezug zu den weltweiten Konflikten zwischen Christen und Muslimen und ist ein Aufruf zu mehr gegenseitiger Toleranz. Es ist somit auf der einen Seite sehr gesellschaftskritisch. Andererseits ist es aber wie in "Chocolat" erneut die wunderbar "blumige" Sprache der Autorin, die mich begeistert hat. Sie nimmt den Leser quasi direkt mit in das Dorf Lasquenet. Man sieht die Charaktere förmlich vor sich und kan den Duft der Pfirsiche riechen. Sehr gut passend dazu ist meiner Meinung nach auch der sehr schön gestaltete Umschlag des Buches mit seinen stilisierten Pfirsichen. Da hat man wirklich mal etwas geschaffen, was ganz hervorragend auf den Inhalt abgestimmt ist.. Fazit: eine absolute Leseempfehlung! Daumen hoch! Und vielleicht geht die Geschichte ja irgendwann noch mal weiter...

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  • Verlosung der Lieblingsbücher 2013 vom LovelyBooks-Team - unsere Buchtipps für euch!

    Daniliesing

    Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen! Unsere Buchtipps: 1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte. Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte. Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin. Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet. "Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich. Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente... 2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten! 3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft. 4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre. 5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch! Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit... Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert. Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen. 6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt. 7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ... 8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler "Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler! 9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack „Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant. 10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt! Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 1017
  • Ein Wiedersehen mit Reynaud und Josephine

    Himmlische Träume

    Die-wein

    17. December 2013 um 22:41

    Auf diese Fortsetzung von Chocolat habe ich mich bereits einige Wochen vor dem Erscheinen gefreut. Das Cover hat mir auf Anhieb gefallen und der Duft von Pfirsichen und Lavendel hat mich durch die ganze Geschichte hinweg begleitet, sodass ich mit meinen Gedanken sehr oft in Südfrankreich war. Das Buch half mir über viele trübe und verregnete Herbst-Tage hinweg. Leider wusste ich zum damaligen Zeitpunkt nicht, das es noch einen 2. Teil gibt und das dies bereits der 3. Teil ist. Das ist mir erst aufgefallen, als ich das Buch bereits zur Hälfte gelesen hatte. Ich konnte trotzdem schnell in die Geschichte eintauchen und habe mich gefreut, dass viele "alte Bekannte" aus Chocolat (Reynaud, Josephine, Paul-Marie, Caro Clairmont usw.) wieder darin vorkamen. Das Buch plätschert ruhig dahin und ist trotz allem spannend bis zum Schluss. Den 2. Teil habe ich mir zwischenzeitlich ebenfalls gekauft und werde ihn auf jeden Fall noch lesen. Tja und da das Ende einige Fragen offen lässt, hoffe ich nun noch auf einen 4. Teil der Geschichte.

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  • Einfach nur zum Träumen

    Himmlische Träume

    Antek

    02. August 2013 um 13:56

    Nach dem Titel "Chocolat", den ich sowohl als Buch als auch später als Film geliebt habe, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung "Himmlische Träume". Die Veröffentlichung des Titels Himmlische Wunder" ist leider scheinbar an mir vorbei gegangen. Zum Inhalt: Vianne lebt inzwischen mit ihrer Familie auf einem Hausboot in Paris. Eines Tages erreicht sie ein Brief ihrer verstorbenen Freundin Armande, in dem diese sie bittet, nach Lansquenet zurückzukehren. Obwohl sie sich geschworen hatte, nie wieder dorthin zurück zu gehen, drängt der bekannte Wind in ihr sie dazu, genau dies doch zu tun. Sie fährt mit ihren beiden Kindern zur Pfirsichblüte zurück. Roux beschließt das Hausboot zu hüten. Armande hat wohl schon vor ihrem Tod gewusst, dass im Dorf Viannes Hilfe gebraucht wird. Dort haben sich viele Maghrebiner angesiedelt und das ehemalige Gerberviertel Les Marauds zu Eigen gemacht. Sehr zum Ärger des Pfarrers Reynaud, entstanden auch eine Moschee und eine eigene Schule für die Auswandererkinder. Als das Schulhaus abbrennt, verdächtigen alle den Pfarrer der Brandstiftung. Nur wenige glauben an die Unschuld des Pfarrers. Er gerät immer tiefer in Verdächtigungen und Gefahr. Die Schule wurde von einer vollständig verschleierten Frau, namens Ines, die scheinbar mit niemandem redet, gegründet. Seit sie zugezogen ist, wurden die Spannungen im Dorf immer größer. Ähnlich wie damals als Vianne die Dorfgemeinschaft störte, entwickelt sich immer mehr Missstimmung. Vianne kaum im Ort angekommen, erfährt immer mehr über die Probleme im Ort und verlängert ihren eigentlich kurz geplanten Urlaub immer wieder aufs Neue. Sie fühlt sich verpflichtet den Menschen zu helfen. Allen voran der jungen Alyssa, die aufgrund einer verbotenen Liebe und Drohungen Selbstmord begehen wollte und gerade noch rechtzeitig von Pfarrer Reynaud gerettet werden konnte. Alyssa ist die Enkelin des alten Mahjoubi und ehemaligen Vorstehers der zugewanderten Glaubensgemeinde, dessen Amt Karim übernimmt. Alyssas Schwester, ist mit dessen besonders hübschen Bruder Karim verheiratet. Wem hat dieser alles verbotenerweise den Kopf verdreht? Welche Rolle spielt Ines dabei? Als auch der Pfarrer Reynaud von Unbekannten gefangen genommen wird, wächst die Spannung immer mehr. Dabei hat auch Vianne selbst Probleme bzw. Liebeskummer. Ist Roux der Vater von Pilou, dem zufällig achtjährigen Sohn ihrer früheren Freundin Josephine? Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Gesamtfazit: Wie auch Chocolat hat mich Himmlische Träume verzaubert und in eine andere Welt versetzt. Die Formulierungen der Autorin haben mich vom ersten Satz an in seinen Bann gezogen. Joanne Harris versteht es, mit Worten eine andere Welt um den Leser herum aufzubauen. Man kann die Schokolade oder Pfirsiche fast riechen und den Wind auf der Haut spüren. Die Spannungen und Feindseligkeiten knistern beim Lesen fast im Raum. Einfach zauberhaft und fesselnd. Einschränkend muss ich nur anfügen, dass ich mich aufgrund der vielen und ausländischen Namen, erst etwas in den Roman einlesen musste, bis ich nur noch genießen konnte. Eine absolute Leseempfehlung.

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  • Himmlische Träume

    Himmlische Träume

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. June 2013 um 10:03

    „Himmlische Träume“ ist mein erstes Buch von Joanne Harris. Aber ich kenne den Film „Chocolat“ und mochte diesen auch sehr gern. Deswegen habe ich mich sehr über dieses Buch gefreut. Vianne Rocher lebt mit ihren Töchtern auf einem Hausboot in Paris. Sie verzaubert immer noch die Menschen mit ihren Schokoladenpralinen. Eines Tages erhält sie einen Brief von ihrer Freundin Armanda, welche sie bittet, nach Lansquenet zurück zu kommen. Der kleine Ort ist zutiefst zerstritten, der Pfarrer steht unter Verdacht ein Haus angezündet zu haben und nun solle Vianne helfen. Das Cover dieses Buches ist so wunder-, wunderschön! Weswegen ich es mir auch sofort zur Hand genommen und zu lesen begonnen habe. Sogleich bin ich in eine unglaublich gefühlvolle, spannende, interessante und beschwingte Geschichte abgetaucht. Das Buch ist in mehrere Kapitel aufgeteilt, welche immer mit einer Zahl und einem kleinen Symbol beginnen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er schön leicht und flüssig war. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Deswegen gebe ich diesem Buch 4 von 5 Sternen.

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  • Rückkehr nach Lansquenet

    Himmlische Träume

    Nabura

    15. May 2013 um 19:23

    Acht Jahre sind vergangen, seit Vianne Rocher eine Chocolaterie in Lansquenet eröffnete. Inzwischen wohnt sie mit Roux und ihren Töchtern Anouk und Rosette auf einem Hausboot in Paris. Doch dann erreicht sie eines Tages ein Brief aus dem Totenreich von ihrer inzwischen verstorbenen Freundin Armande, in ihrem Auftrag zugestellt durch ihren Enkel Luc. Armande fordert Vianne auf, Lansquenet zu besuchen, ihren Pfirsichbaum abzuernten und ihr Grab zu besuchen. „Früher oder später braucht Lansquenet dich wieder.“ Mit ihren Töchtern macht sich Vianne auf den Weg und trifft ein stark zerstrittenes Lansquenet an. Ausgerechnet der Priester Reynaud scheint für die Unruhen verantwortlich zu sein. Warum schottet sich die muslimische Gemeinde seit neuestem so stark ab? Wer hat den Brand in der muslimischen Schule zu verantworten? Und was verbirgt die Frau in Schwarz? Vianne versucht zu vermitteln und deckt dabei so manches Geheimnis auf…   Nach „Chocolat“ und „Himmlische Wunder“ ist „Himmlische Träume“ der dritte Roman von Joanne Harris rund um Vianne Rocher. Ich habe die beiden Vorgänger nicht gelesen, kenne aber den Film „Chocolat“, was zum Verständnis stark beigetragen hat. Da Vianne zum Schauplatz des ersten Dorfes zurückkehrt, empfehle ich, wenigstens das erste Buch gelesen oder den dazugehörigen Film gesehen zu haben, um einige Zusammenhänge besser begreifen zu können und auch die Veränderung der Dorfbewohner  zu verstehen. Auch auf das zweite Buch wird Bezug genommen, meine fehlenden Kenntnisse hier fielen aber nicht so stark ins Gewicht.   Lansquenet wird in diesem Buch von einem Zerwürfnis zwischen Muslimen und Christen geprägt, in dessen Zentrum Priester Reynaud als Sündenbock steht. Unmittelbar nach ihrer Ankunft beginnt Vianne mit ihrer aufgeschlossenen Art, Kontakte zu beiden Seiten zu knüpfen. Im Gegensatz zum ersten Buch ist sie von den Ereignissen nicht unmittelbar betroffen, sondern agiert als Vermittlerin.   Die Kapitel sind teilweise aus der beobachtenden und vermittelnden Sicht von Vianne und teilweise aus der Sicht von Reynaud beschrieben, welcher sich im Zentrum des Konflikts befindet, obwohl er keine Schuld an den Ereignissen trägt. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit der muslimischen Gemeinde in der Vergangenheit glauben ihm jedoch nur wenige. Und so kommt es, dass ausgerechnet Vianne, welche er acht Jahre zuvor als Bedrohung für sein Dorf wahrnahm, nun seine einzige Hoffnung ist.   In einfühlsamen Tönen beschreibt der Roman, wie die Dorfbewohner allmählich zu Vianne Vertrauen aufbauen und ihr von ihren Sorgen berichten. Doch auch dramatische Szenen spielen sich ab und bringen eine Prise Spannung in die Geschichte ein. Im Vergleich zu der ansonsten eher ruhigen Handlung, deren Stärke in den leisen Tönen liegt, waren diese spannenden Szenen aber extrem. Sämtliche muslimische Charaktere schienen akut selbstmordgefährdet. Das war für meinen Geschmack etwas zu überzeichnet.   „Himmlische Träume“ lädt, wie sein Titel schon verrät, mit seiner bedachten Erzählweise zum Träumen ein. Der Roman behandelt dabei mit der Frage des Dialogs zwischen Muslimen und Christen ein brisantes gesellschaftliches Thema und hält auch dramatische Szenen bereit. Obwohl mir die Überzeichnung einiger Charaktere zu weit ging, konnte mich das Buch im Ganzen gut unterhalten. Ich kann das Buch an Leser, die von „Chocolat“ begeistert waren, weiterempfehlen.

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  • Rückkehr nach Lansquenet

    Himmlische Träume

    MickeyK

    03. May 2013 um 13:28

    Vianne Rocher lebt, nachdem sie Lansquenet vor acht Jahren den Rücken gekehrt hat, mit ihren beiden Töchtern Anouk und Rosette wie auch ihrem Lebensgefährten Roux auf einem Hauboot in Paris. An einem heißen Tag im August erhält sie einen Brief von ihrer, schon vor langer Zeit verstorbenen Freundin Armande, die sie bittet, für einige Zeit nach Lansquenet zurückzukehren. Vianne ist hin-und hergerissen, bedeutete Lansquenet doch für eine geisse Zeit so etwas wie Heimat für sie und ihre älteste Tochter. Nach kurzer Überlegung reist sie gemeinsam mit ihren Töchter in den Süden Frankreichs, nur Roux bleibt in Paris zurück, da seine Erinnerungen an das kleine Dörfchen überwiegend negaiv sind. Kaum in Lansquenet angekommen, wird Vianne klar, dass sich einiges, wenn auch nicht vieles, verändert hat. Menschen aus Marokko wohnen nun in einem Teil des Dorfes und auch wenn sich die Fremden mit den Einheimischen überflächlich gut zu verstehen scheinen, brodelt es unter der Oberfläche gewaltig und einen Schuldigen scheint es auch zu geben: es ist kein Geringerer als Priester Reynaud... Die wunderschöne (zweite) Fortsetzung des Bestsellers "Chocolat" zeichnet sich durch eine verspielte, teilweise poetische und sehr metapherreiche Sprache aus. Die steife Schreibart, wie sie in "Chocolat" zu finden war, ist wie weggeweht, was mich als Leserin begeisterte. Die Haupt- wie auch Nebenpersonen sind schön gezeichnet und Bezeichnungen wie "gut" und "böse" verschwimmen während des Lesens schnell. Der erste Teil sollte aber bekannt sein, da während des Romans immer wieder Andeutungen gemacht werden, die sich vor allem auf "Chocolat" beziehen, aber auch auf den 2. Teil "Himmlische Wunder". Reynaud und Josephine entwickeln sich, was man, wenn man "Chocolat" kennt, kaum glauben kann, zu wahren Sympathieträgern. Das Thema des Romans, das "Aufeinanderprallen" zweier Kulturen und deren Reibungspunkte, wurde klar herausgearbeitet, ohne dabei den Versuch zu unternehmen, mit dem erhobenen Zeigefinger zu belehren. Die Kapitelgröße war sehr angenehm gewählt. Selten bestand ein Kapitel aus mehr als 10 Seiten, so dass es gut möglich ist, den Roman immer wieder für kurze Zeit zu unterbrechen, ohne mitten im Kapitel das Buch beiseite legen zu müssen. Durch die jeweiligen Symbole über den Kapiteln ist es zudem schnell ersichtlich, wer gerade erzählt: das Kreuz für Priester Reynaud, der Mond für Vianne. Einen weiteren Pluspunkt kann dem stimmungsvollen Cover zugeschrieben werden wie auch der verblüffenden "Auflösung", die mich wirklich überrascht hat. Auch das offene Ende könnte vielleicht auf eine weitere Fortsetzung hindeuten. Als kleinen Kritikpunkt sehe ich nur die vielen verschiedenen Namen und die teilweise verwirrenden Familienbanden. Hier kam ich hin und wieder doch durcheinander. Insgesamt vergebe ich hier aber gerne 5 Sterne für einen Roman, dessen Schreibweise ich sehr genossen habe.

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  • immer wieder Schokolade

    Himmlische Träume

    hannelore_bayer

    27. April 2013 um 20:36

    Ich muß zugeben, mit dem Buch tat ich mich zuerst ein bißchen schwer. Chocolat hab ich vor lenger Zeit gelesen und den Film gesehen, von dem ..2. Band wußte ich garnichts und durch Vorab kam ich jetzt auf den dritten Band. Mir fehlt irgendwie ein bißchen, man bekommt zwar einiges mit, von dem was seit der Zeit wo Vianne Lansquenet verlassen hat passiert ist, ich hätte trotzdem ein bißchen mehr gerne gewußt. Vor allem auch, ist die gemeinsame Tochter von Roux und Vianne, Rosette , schon immer so ein bißchen eigenartig gewesen. Also ich finde man sollte auch den 2. Band gelesen haben um wirklich alles zu verstehen. Vom Erzählstil kann ich eigentlich nur schwärmen, so sinnlich, so bildreich. Man kann die Schokolade irgendwie im ganzen Buch riechen, auch die Gerüche der Pfirsiche, die Gerüche der Maghrebiner und natürlich Gerüche, die der Tannes mit sich bringt. Auch den Wind, den schwarzen und den weißen Autan spürt man irgendwie wehen. Schon alleine deswegen werde ich mir den 2.Band noch besorgen. Die Kapiteleinteilung mit dem Halbmond, Vianne erzählt und demKreuz, Monsieur le Cure, Reynaud erzählt, finde ich gut gemacht. So sieht man wenigstens gleich, wer jetzt erzählt. Zum Inhalt: Vianne lebt inzwischen mit Roux und den beiden Töchtern auf dem Hausboot in Paris. Schokolade ist eigentlich immer noch ihr Leben, nur ist die Küche auf dem Hausboot halt leider auch beengt. Eines Tages erhält sie einen Brief von einer alten Freundin aus Lansquenet. Sie erfährt, daß Armande leider verstorben ist und sie dringend in Lansquenet gebraucht werde, auch um den Pfirsichbaum solle sie sich kümmern. Anouk und Rosette sind sofort dabei und Roux sieht sie nicht gerne ziehen, mit gehen will er aber auch nicht. Im Ort angekommen, sieht sie, daß es in der Chocolaterie gebrannt hat, der Pfarrer anscheinend in großen Schwierigkeiten steckt und der Dorfteil am Fluß von Maghrebinern besiedelt wurde, was die konservativen Ureinwohner natürlich nicht gerne sehen. Josephines Sohn Pilou lernt sie kennen, bei dem sie eine gewisse Vermutung über seine Herkunft hat. Sie ist auf jeden Fall gefordert, mit ihrem gesunden Menschenverstand und ihrerSchokolade bzw. Pralinen. So bleiben sie länger als gedacht, aber den Töchtern gefällt es sehr gut. Nur Roux fehlt noch. Ob es Vianne schafft, die vielen Knoten und Verwirrungen zu lösen, ob sich ihre Vermutung über Pilou erhärtet, ob vielleicht sogar Roux kommt, sie dürfen gespannt sein!

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  • Himmlische Träume

    Himmlische Träume

    Gelinde

    21. April 2013 um 15:34

    Himmlische Träume, die Fortsetzung von „Chocolat“ von Joanne Harris Inhalt: Vianne Rocher bekommt von ihrer alten Freundin Armande (die aber schon tot ist) ein Brief. In diesem bittet sie Vianne nach Lansquenet, ein kleines Dorf, ihre alte Heimat, zurückzukommen, das Dorf braucht ihre Hilfe. Viannes Gespür für Menschen und Situationen wird gebraucht. Nach acht Jahren kehrt sie nun wieder zurück. Und gerade ihr ursprünglicher Feind, Priester Reynaud, freut sich anscheinend am meisten über ihre Rückkehr. Zwei Gruppen, die am Anfang keinerlei Probleme miteinander hatten, verfeinden sich immer mehr : Christen + Muslime. Der neuerliche Anstoß ist der Brand eines Gebäudes in dem muslimische Mädchen unterrichtet wurden. Schreibstil: Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy, Liebesroman,Krimi (auch sozial und zeitkritisch) und um es zu mögen, muss man mystisches und märchenhaftes zulassen. Es ist ein Buch der leisen Töne, der Wind spricht, Dinge und Personen haben eine „Farben-Aura“. Die einzelnen Kapitel sind aus der Sicht von Vianne und Priester Reynaud geschrieben, was dem ganzen einen sehr persönlichen Charakter gibt. Es gibt viele Geheimnisse und Verflechtungen zu ergründen die alle ein hohes Konfliktpotential bergen. Fazit. Ich finde dieses Buch kann man nicht so einfach zwischendurch lesen. Vor allem am Anfang muß man sich erst reinfinden. Zum Schluß nimmt es dann doch noch richtig Fahrt auf.

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  • Himmlische Träume

    Himmlische Träume

    leserattebremen

    16. April 2013 um 14:47

    Nach acht Jahren kehrt Vianne Rocher nach Lansquenet zurück. Ein alter Brief ihrer toten Freundin bringt sie dazu, Paris den Rücken zu kehren und mit ihren Kindern Anouk und Rosette in das Dorf zurückzufahren, das sie einst vehement bekämpft und vertrieben hat. Dort trifft sie auf alte Freunde und alte Feinde. Doch der Pfarrer, der einst gegen sie hetzte, scheint selber Probleme zu haben und ist auf ihre Hilfe angewiesen. Und die maghrebinische Gemeinde im Ort hat sich vergrößert und mit Inès eine starke Persönlichkeit gewonnen, die der Gemeinde viel Ärger bereitet. Vianne muss herausfinden, was eigentlich passiert ist, das diese Feindschaften sät.  „Himmlische Träume“ ist der dritte Band der Romanreihe um Vianne Rocher, die mit „Chocolat“ einen weltberühmten Anfang hat. Dieser Roman von Joanne Harris ist großartig zu lesen, auch ohne die ersten beiden Bände gelesen zu haben. Die Geschichte hat etwas märchenhaftes, die Figuren aus 1001 Nacht treffen auf ein scheinbares südfranzösisches Dorfidyll, dessen Fassade schon völlig zerbröckelt scheint. Francis Reynaud, der Pfarrer der Gemeinde, wird beschuldigt gegen die Maghrebiner zu hetzen, intolerant und fremdenfeindlich zu sein und wird durch einen anderen Pfarrer ersetzt. Hilflos kämpft er gegen diese Vorurteile und macht damit alles nur noch schlimmer. Vianne, früher seine erbitterte Gegnerin, sieht sich plötzlich in der Position, ihm helfen zu müssen. Der Stil der Autorin bei all dem ist sehr farbig, die Geschichte voller Fantasie und märchenhaft anmutender Szenen. Dabei wird dennoch ein hochaktuelles Thema der französischen Gesellschaft thematisiert, das Zusammenleben mit Zuwanderern, die nicht nur eine andere Kultur und Traditionen sondern auch eine den Menschen persönlich  wenig bekannte Religion mitbringen. Dabei nimmt Joanne Harris die Leser von der ersten Seite mit auf diese besondere Reise und verliert sie an keiner Stelle, denn die Beschreibungen sind so detailliert, das man wunderbar folgen kann und lassen dennoch Raum für die eigene Fantasie und Gedankenspielereien.  „Himmlische Träume“ ist ein wunderbares Buch darüber, was das Eigene und das Fremde in einer kleinen Dorfwelt bedeuten können und wie die Menschen damit umgehen. Absolut für empfehlenswert für jeden, der eine ganz besondere Geschichte sucht. 

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  • Eine Geschichte mit der bitteren Süße feinster Schokolade

    Himmlische Träume

    allegra

    13. April 2013 um 10:32

    Joanne Harris schafft es in diesem gefühlvollen und sinnlichen Roman viele Saiten zum Schwingen zu bringen. Die reifen Pfirsiche kann man förmlich riechen und den sich drehenden Wind meint man selber um die Ohren pfeifen zu spüren. Vianne begegnet ihren Mitmenschen auf sehr offene und respektvolle Weise, so dass sie Zugang zu einer anderen Kultur findet.  Das Buch handelt von Freundschaft, Liebe, Respekt, Annäherung, Tradition aber auch von Unterschieden, Leid und Schicksal. Um diesen Roman wie eine gute Schokolade zu genießen, sollte man ihn nicht schnell nebenbei lesen, sondern sich darauf einlassen und sich Zeit nehmen. Er bietet sehr viele Impulse, sich seine eigenen Gedanken zu machen und entwickelt dennoch zunehmend an Spannung.  Die sprachliche Ausrucksweise unterstreicht die sinnlichen Inhalte und untermalt die schwelenden Konflikte aufs Treffendste. Die Entwicklungen im Dorf Lansquenet und im Ortsteil „les Marauds“, wo vor allem die muslimischen Einwanderer leben, werden aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht von Vianne, deren Kapitel mit einem kleinen Halbmond eingeleitet werden. Die andere Perspektive entspricht einer Art Beichte, in der der Priester Reynaud seine Erlebnisse einem Beichtvater erzählt. Seine Kapitel werden von einem kleinen Kreuz eingeläutet. Das Läuten hat auch eine sehr große Symbolkraft und steht dem Ruf des Muezzins aus dem Kamin einer alten Gerberei in „les Marauds“ gegenüber. Überhaupt lebt das Buch von vielen Parallelen, so haben alle wichtigen Personen jeweils in den beiden Ortsteilen ihre Gegenspieler mit ähnlicher Funktion für die jeweilige Gemeinschaft.   Während sich der Konflikt anhand von immer wieder auftauchenden Wendungen relativ langsam zuspitzt, kommt es vor dem Showdown zu einer doch sehr plötzlichen Aussprache, die mich zwar sehr in ihren Bann gezogen hat, die aber für meinen Geschmack doch etwas sanfter hätte sein können. Der Schluss birgt neben der Handlung auch sehr wertvolle und wichtige Inhalte, er ist aber für mich doch etwas unglaubwürdig aufgebauscht. Ich sehe darin bereits etwas den Film, der möglicherweise geplant ist und der natürlich mit so einem richtigen Showdown attraktiver wird. Mir persönlich hätte zu diesem Roman ein ruhigerer Schluss besser gefallen.  Für mich war das der erste Roman von Joanne Harris, dennoch bin ich sehr leicht in die Geschichte hineingekommen, da es stets wiederholt wird, wenn etwas an Information aus dem ersten oder zweiten Teil fehlt. Man kann diesen Band also sehr gut isoliert lesen, wenn man vorwiegend interessiert ist an der Thematik Toleranz und Respekt zwischen Christen und Muslimen. Falls man sich für die komplette Geschichte um Lansquenet interessiert, ist das Einhalten der richtigen Reihenfolge für das Lesevergnügen sicher förderlich.   Mein Fazit  Mit „Himmlische Träume“ ist Joanne Harris ein sehr schönes und sinnliches Werk zum Thema Toleranz, Respekt und Freundschaft gelungen. Man kann wunderbar eintauchen in das Leben eines kleinen Dorfes irgendwo in Frankreich. Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen und konnte viele Anregungen für eigene Gedanken mitnehmen. Das Ende war mir etwas zu dick aufgetragen, das hätte dieser ruhige Roman gar nicht nötig gehabt. Ein wunderschöner Satz zum Schluss, den im Buch eine ältere, schlaue, muslimische Omi spricht:  „In einem Beutel Walnüsse sind es die leeren Nüsse, die am meisten Lärm machen.“  

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