Ein plötzlicher Todesfall

von Joanne K. Rowling 
3,5 Sterne bei730 Bewertungen
Ein plötzlicher Todesfall
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Positiv (371):
J

Ein schöner Roman, der sicher allen Harry Potter Fans gefällt :-)

Kritisch (147):
Sallianos avatar

Sehr schwierig am Anfang in die Geschichte einzutauchen und leider auch sonst nicht wirklich interessant. Nicht das, was ich erwartet habe.

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Inhaltsangabe zu "Ein plötzlicher Todesfall"

Als Barry Fairbrother plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat.

Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen – einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit

und unerwarteter Offenbarungen steckt?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548285283
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:02.12.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.12.2013 bei Der Hörverlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Radagasts avatar
    Radagastvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Vielschichtiger Roman
    Langatmig, etwas zäh und doch lesenswert.

    Das Dorfleben von Pagford beschreibt J. K. Rowling sehr ausführlich, das durchaus die ersten 100 Seiten Ausdauer beim lesen erfordert. Die Spannung kommt in diesen Buch durchaus zu kurz und ich hatte das Gefühl, dass ich dieses Buch vorzeitig bei Seite lege. Das ich es nicht bei Seite legte, lag daran das Rowling ein Händchen hat wie sie Personen in ihren bisherigen Büchern beschrieben hat. Es war auch die Neugier, wissen zu wollen wie sich die vielen verschiedenen Charaktäre weiter entwickeln und wie die Geschichte enden wird. Die typische Spannung die man von üblichen Krimis kennt bleibt in diesen Buch auf der Strecke, jedoch bekommt man einen Einblick in ein Dorfleben, dass wir in heutiger Zeit immer vermehrt erleben und mitleben. Die Kluft zwischen Reich und Arm, Schein und Sein, Gerecht und Ungerecht kommt in diesen Buch gut zur Geldung, dass einen durchaus zum nachdenken anregt. Nach acht Zauberlehrlingsbüchern ist es Rowling gut gelungen ein Buch zu schreiben das ohne Zaubersprüche auskommt und die heutige Realität gut zum Ausdruck bringt.

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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Zum Glück hab ich es nochmal probiert: eine geniale Charakterstudie mit allen Höhen und Tiefen aus menschlichen Abgründen
    Eine charakterliche und gesellschaftliche Achterbahnfahrt mit allen Gefühlen, die dazu gehören!

    Jeder kennt den Namen der Autorin und verbindet damit natürlich die Harry Potter Reihe, von der ich ein riesengroßer Fan bin. Natürlich wollte ich, als der neue Roman rauskam, sofort loslegen und wissen, wie Joanne K. Rowling sich in einem völlig anderen Genre macht. Leider ein Genre, mit dem ich mich an sich wenig beschäftige, weshalb ich es damals auch nach wenigen Seiten recht schnell beiseite gelegt hatte.

    Endlich hatte jetzt aber ich Lust, es nochmal damit zu versuchen und ich bin schockiert! Begeistert und schockiert von der schonungslosen Offenheit und den genialen Charakterstudien, die hier brillant und ohne jede Scheu ans Licht gebracht wurden. Die dunkelsten Abgründe sämtlicher Schichten und Ebenen der Menschlichkeit treffen hier in einer Kleinstadt nahe London zusammen, wie es sie wahrscheinlich überall auf der Welt gibt. Leider!

    Wenn man mal Mäuschen spielen und hinter die Fassaden menschlicher Katastrophen blicken will, dann hat man hier die Gelegenheit dazu, denn wirklich nichts wird hier ausgelassen. Es geht um Frustration, Einsamkeit und Trauer, geplatzte Träume, Scham und Heuchelei, um erste Liebe, ersten Sex, Vorurteile, Ausgrenzung und Gesellschaftsschichten, die einfach keinen Weg zueinander finden.

    Der Tod von Barry Fairbrother hat in der Kleinstadt Pagford hat eine große Lücke hinterlassen, doch sie füllt sich nicht mit liebevoller Wehmut und verbindender Erinnerung; in den Vordergrund rückt hier der leere Platz, den er im Gemeinderat hinterlassen hat. Genau die Chance für seine Gegner, um das verhasste Ghetto der "Fields" endlich loszuwerden, genauso wie die Entzugsklinik, die einen ebenso großen Makel auf das idyllische Städtchen wirft.

    Dieser Rahmen alleine hat mich natürlich noch nicht so wirklich neugierig gemacht, aber die Familien, die alle hier mit drin hängen und die durch Barrys Ableben sozusagen in "Mitleidenschaft" gezogen werden, sind ein perfektes Abbild, ein Ausschnitt aus unserer Gesellschaft, wie er deutlicher kaum sein kann. Schamlos und offen zeigt die Autorin, was die Menschen tatsächlich denken, natürlich fast schon in einer Art Karikatur mag man meinen, einer Übertreibung, um die Wirkung hervorzuheben, aber solche Menschen gibt es tatsächlich!
    Es geht hier nämlich nicht nur um den Gemeinderat und die Wahl, die für einige nur Prestige und Ansehen bedeutet, es gibt auch die Kinder, die Jugendlichen, mit ihren eigenen Ängsten und Sorgen, Probleme mit Drogen und Mobbing, falsche Hoffnungen die immer wieder enttäuscht werden und die Hilflosigkeit und Ohnmacht, die viele zu unüberlegten Handlungen zwingen.

    Es sind viele kleine Steinchen, die der Tod von Barry Fairbrother ins Rollen bringt, und sie lösen eine wahrhafte Lawine aus, die von einer Tragödie zur nächsten führt.
    Erzählt wird aus immer wieder wechselnden Perspektiven und man kann ganz genau in die zerrütteten Gedanken der einzelnen Figuren schlüpfen - ich kam mir ständig vor wie ein Voyeur, der durchs Schlüsselloch schaut - und trotz der vielen Charaktere hatte ich einen perfekten Überblick über das perfide Zusammenspiel der Beziehungen aller Beteiligten, das in einer unerwarteten Katastrophe endet.

    Ich war dieses Mal von Anfang an in der Geschichte und man bekommt auch recht bald einen Überblick über die Personen, da jeder sehr gut und prägnant eingeführt wird. Die Entwicklungen nehmen rasant Form an und ich konnte das Buch tatsächlich kaum aus der Hand legen.

    Eine großartige Charakterstudie aus verschiedensten Schichten und verschiedensten Ebenen menschlicher Verderbtheit aber eben auch der vielen Hoffnungen und Träume, die jeder von uns in sich trägt. Die zum Teil auch amüsant war, aber eben auch bestürzend ehrlich. Wirklich großartig und mit viel Finesse aufgebaut, ineinander verstrickt und zu einem rundem Abschluss gebracht. Hat mir super gut gefallen!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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    AmeLies avatar
    AmeLievor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt!
    Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt!

    Inhalt
    Pagford ist ein idyllisches Dorf in England. Seine rechtschaffenen Bürger führen skandalfreie Leben und sorgen sich um das Wohl des Dorfes und der übrigen Bewohner. So hat es zumindest den Anschein. Doch als das Gemeinderatsmitglied Barry Fairbrother unerwartet stirbt und sein Platz neu besetzt werden muss, eröffnen sich Abgründe in der hübschen Fassade des Dorfes, wie sie vorher nie da waren. Schon bald befindet sich Pagford im Krieg...

    Meinung
    Über den Schreibstil von J. K. Rowling brauche ich glaube ich an dieser Stelle nichts zu sagen. Seit Harry Potter weiß jeder, dass die Autorin es versteht, den Leser nicht nur zu unterhalten, sondern auch in Geschichten einzutauchen zu lassen, sie mitzuerleben und sich den Figuren verbunden zu fühlen.

    Die Geschichte hat mich schnell erreicht. Zwar hat es bei diesem Buch etwas länger gedauert, bist ich es abgeschlossen hatte, aber das liegt sicher nicht am Schreibstil der Autorin, sondern vielmehr an der Thematik, die den Leser zum Nachdenken anregt und es zuweilen erfordert, das Buch einmal zur Seite zu legen und über das Gelesene zu reflektieren.

    Aufgrund der durchwachsenen Bewertung und der persönlichen Meinung von Freunden und Kollegen war ich ein wenig voreingenommen und habe schon damit gerechnet, dass mir dieses Buch nicht gefällt. Und ja, wenn man eine spannende Unterhaltungsgeschichte wie Harry Potter erwartet, wird man sicherlich enttäuscht. In diesem Buch, dem ersten Buch, das Rowling für Erwachsene geschrieben hat, werden die Abgründe im Leben der Bewohner eines kleinen Dorfes enthüllt. Das klingt erst einmal nicht nach Spannung und das ist es auch nicht im klassischen Sinne. Trotzdem fasziniert die Geschichte. Jeder kennt jemanden in seinem Umfeld, den er mit jeder der Figuren in Rowlings Roman in Verbindung bringen kann. Jeder hat Leichen im Keller und jeder hat seine ganz eigenen Ängste und Sorgen, die er vor aller Welt zu verheimlichen sucht. Dieses Buch zeigt, was passieren kann, wenn diese Ängste durch einen unerwarteten Vorfall, wie hier durch den Tod von Barry Fairbrother, an die Oberfläche kommen. Nachdem der Stein erst einmal ins Rollen gekommen ist, führen die Ereignisse einem Erdrutsch gleich zu einem dramatischen Ende. Als Leser fragt man sich unweigerlich, bis wann die Tragödie noch hätte verhindert werden können oder ob das Ende schon mit dem Tod Fairbrothers unausweichlich war. Und diese Frage beschäftigt noch lange, auch nach Beenden des Buches

    Die Charaktere sind, wie immer bei Rowling, gut durchdacht und ausgearbeitet. Ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass eine solche Konstellation von Menschen tatsächlich in einem kleinen Dorf zusammenlebt und die Figuren sind in meinen Augen nicht übertrieben oder unglaubwürdig dargestellt. Die Autorin schafft es sogar zu erreichen, dass der Leser ein gewisses Verständnis für (fast) jede der handelnden Personen aufbringt und ihre Entscheidungen und Handlungsweisen nachvollziehen kann. Für mich ein wichtiges Kriterium für ein realistisches Szenario.

    Fazit
    Obwohl ich keine großen Erwartungen an dieses Buch hatte, hat es mich doch überzeugt. Wenn man sich nach Spannung und seichter Unterhaltung sehnt, ist es sicherlich nicht zu empfehlen, denn es regt zum Nachdenken an und ist an der ein oder anderen Stelle schon ein wenig langatmig geschrieben, was dem Fluss der Geschichte erstaunlicherweise aber keinen Abbruch tut. Pagford und seine Bürger sind für mich durchaus realistisch und dieses Buch zeigt, zuweilen auf schockierende Weise, wie die kleinbürgerlichen Bewohner eines Dorfes durch ihre verbohrte Denkweise und ihre unüberlegten Handlungen eine Katastrophe heraufbeschwören können, die alle betrifft und die Geschichte des Ortes für immer verändert.

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    Duffys avatar
    Duffyvor einem Jahr
    Gute Autorin, schlechte Story

    Über Rowlings Fähigkeiten als Schriftstellerin zu reden, hieße Eulen nach Athen tragen, denn sie hat mit der Potter-Reihe bewiesen, dass sie eine sehr gute Erzählerin ist. Sie wählt in diesem Buch auch einen Stoff, der immer für einen guten Plot taugt, aber sie macht zu wenig daraus, beschränkt sich darauf, in die Gemeinde einer englischen Kleinstadt einzutauchen, zieht die Stränge mit den einzelnen Familien bis sie schlapp sind und hat auf der Haben-Seite noch nicht mal eine interessante Milieustudie hinbekommen. Alles ist zäh, zerfasert und die vielen Namen verwirren den Leser manchmal. Ein Hin-und Herspringen von einer kleinen Episode in die nächste macht das Ganze nicht besser, zumal auch keine einzige Handlung so spannend ist, dass der Leser mitfiebert. Weshalb sollte man dieses Buch eigentlich nicht nach dem ersten Drittel weglegen? Nun, weil die Autorin Rowling heißt und die Erwartungshaltung hoch ist. weil sie bei aller Kritik gut schreiben kann. Und weil es tatsächlich auf den letzten 50 Seiten etwas Fahrt aufnimmt, das Ende dann allerdings genauso enttäuschend ist, wie die 500 Seiten davor. Ein aufmerksames Lektorat hätte ihr 200 Seiten weggestrichen, dann wäre es zwar immer noch zu lang für die ganze Geschichte, aber der Leser würde nicht so lange hoffen, dass sich noch einiges von dem tut, was er erwartet.
    Tausende werden dieses Buch gekauft haben, weil Rowling draufsteht. Und sie werden enttäuscht sein. Ob sich die fleißige und symphatische Autorin das nun unbedingt antun muss, darf gefragt werden. Keine Leseempfehlung.

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor einem Jahr
    Ein plötzlicher Todesfall

    Nach Lesen der Harry Potter-Reihe habe ich mich nicht weiter mit J.K. Rowling beschäftigt. Ich habe zwar am Rande mitbekommen, daß sie neue Bücher geschrieben hat, aber nicht, wie sie aufgenommen wurden oder ob sie das Genre gewechselt hat etc. Beim Bummel durch die örtliche Buchhandlung fiel mir dann "Ein plötzlicher Todesfall" in die Hände und ich habe es spontan mitgenommen. Die ganze Aufmachung des Taschenbuches und auch der Klappentext ließen mich vermuten, es handle sich um einen klassischen britischen Krimi. In einer kleinen englischen Stadt passiert ein Mord und jeder hätte es gewesen sein können, so in der Richtung. Dem ist nicht so - und das hat mich auf den ersten Seiten irritiert und leider abgelenkt. Aber nun zum tatsächlichen Inhalt:

    In der englischen Kleinstadt Pagford stirbt überraschend ein wichtiges Gemeinderatsmitglied. Dessen Sitz ist somit vakant, es finden Neuwahlen statt. Um diese Neuwahlen, die Kandidaten und ihre Motivation, um kleinstädtische Intrigen dreht sich dieses Buch. Es ist ein Blick hinter die Kulissen einer Kleinstadt, aber auch ein Blick hinter die Kulissen etlicher Familienidyllen. Rowlings gelingt ein Querschnitt, der die sich für Drogen prostituierende Mutter verbindet mit der erfolgsorientierten pakistanischen Ärztin, die Sozialarbeiterin mit der überstylten Ehefrau eines erfolgreichen Anwalts.

    Diese Autorin kann unbestritten schreiben. Und zwar nicht nur über fliegende Besen und peitschende Weiden, sondern auch über Gewalt in der Ehe, psychische Krankheiten und Kleinstadtterror. Ihre Charaktere sind ausgearbeitet und handeln jeder für sich logisch. Einziger Minuspunkt: um eine Kleinstadt zu sezieren, muß man eine große Menge an Personen einführen; der Anfang des Buches besteht daher mehr oder weniger aus Beschreibungen all der wichtigen Charaktere und ihrer persönlichen Situation, Familienkonstellation und sozialer Stellung. Das ist bisweilen etwas langatmig. Wer sich aber einliest, wird belohnt mit einem einfühlsamen, aber auch kritischen Bild einer Stadt, wie es sie hier in Deutschland zweifelsohne auch gibt...

    Ich werde J.K. Rowling ganz sicher nicht wieder aus den Augen verlieren. Erstens schreibt sie einfach zu gut und zweitens ja vielleicht irgendwann tatsächlich den Krimi, den ich zuerst erwartet habe. Und den darf ich auf keinen Fall verpassen.

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    Lucciolas avatar
    Lucciolavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Geschichte über Menschliche Abgründe, ihre Schwächen und Tiefen, das Böse, was sich in jedem von uns versteckt.
    Menschliche Abgründe


    Barry Fairbrother ist gerade auf dem Weg zum Restaurant, in dem er seinen Hochzeitstag mit seiner Frau bringen will. Doch so weit kommt er gar nicht. Auf dem Parkplatz bricht er zusammen und ist innerhalb von Minuten tot. Dabei war er doch gerade erst Anfang vierzig! Die Kleinstadt Pagford ist aufgebracht. Doch hinter der Fassade der aufrichtigen Trauer kommen die wahren Gesichter der Einwohner hervor. Es wird gehetzt, getratscht, verleumdet und hoch gepokert. Denn der Gemeinderatssitz von Barry Fairbrother ist jetzt frei, und es gibt einige Kandidaten, die viel dafür tun, um ihn auch zu bekommen. Die verträumte Kleinstadt ist nicht so verträumt und nett, wie sie erscheint, sondern genau genommen ziemlich knallhart. 


    J. K. Rowlings erster Erwachsenenroman hat für viel Aufsehen gesorgt. Die Meinungen darüber waren gelinde gesagt sehr unterschiedlich. Auch wenn ich immer versuche, mich von Rezensionen und Meinungen anderer fernzuhalten, bevor ich das Buch selbst gelesen habe, konnte ich nicht vermeiden zu erfahren, wie viele von dem Buch maßlos enttäuscht waren. Dennoch habe ich versucht, so unvoreingenommen wie möglich an das Buch heranzugehen und ganz wichtig: Ich habe keinen weiteren Harry Potter erwartet. Mir war von vornherein klar, dass dieses Buch ganz anders sein würde. Und ich habe Recht behalten. Die Geschichte ist natürlich eine völlig andere, aber auch der Schreibstil und Erzählweise unterscheidet sich gänzlich von ihrer Potter-Reihe. Doch muss das gleich schlecht sein?
    Meiner Meinung nach nicht. Man braucht nur etwas Zeit, um sich darin einzufinden. Die vielen unterschiedlichen Charaktere geben einem gerade anfangs ziemlich zu denken und ich hatte Probleme, alle auseinander zu halten. Doch dann wurde ich immer weiter in die Geschichte hineingezogen. Sie ist sehr politisch und sozialkritisch und das hat mir sehr gut gefallen! Die Autorin lässt sich sehr viel Zeit, die Geschichte zu erzählen. Und so erfährt man stückchenweise neues über die Familien, ihre Gedanken, Wünsche und ihre Vergangenheit. Dadurch wirkt die Story aber manchmal etwas langatmig. Ich empfehle jedoch jedem, durchzuhalten, es lohnt sich! Denn je länger man liest, umso mehr nimmt die Geschichte an Fahrt auf. 


    Gewöhnungsbedürftig ist durchaus auch die Wortwahl. Passend, wie ich finde, jedoch sehr derb. Schimpfwörter & Co kommen hier definitiv nicht zu kurz! J. K. Rowling nimmt kein Blatt vor den Mund und zeigt die grausame Wahrheit einer Gesellschaft, in der man nach Außen Verständnis zeigt und eigentlich doch nur alles für seinen eigenen Vorteil macht. Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt. Denn wir alle wissen, wie oft der Gedanke "Was mögen denn die Nachbarn denken?" als Argument angebracht wird. Oder wie oft Menschen sagen, dass sie etwas gegen bestimmte Menschen haben. "Die Flüchtlinge sind doch eh alle nur faul." oder "Wie die Mutter, so die Tochter. Kann doch nur ne Schlampe sein, wenn sie aus dem Viertel kommt." Wir geben es nicht gerne zu, doch das ist auch die grausame Wahrheit unserer Gesellschaft. Wer mit der Leistung nicht mithalten kann, ist außen vor. Wer Pech im Leben hat, ist außen vor. Wer in die falsche Familie hineingeboren wurde, ist außen vor. J. K. Rowling versucht mit ihrem Buch, uns die Augen dafür zu öffnen, und meines Erachtens nach gelingt ihr das perfekt. 


    fazit


    Eine Geschichte über Menschliche Abgründe, ihre Schwächen und Tiefen, das Böse, was sich in jedem von uns versteckt. Es geht um Politik und Sozialkritik, um Gewalt und Sex, Unzufriedenheit in der Ehe, um Drogensucht und Missbrauch, Armut und Reichtum, um Hoffnung, Leben und Tod. Ein Querschnitt durch alle Generationen. 


    Man muss jedoch durchhalten, die Geschichte hat einige Längen. Wenn man diese aber überstanden hat, nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und endet in einem gewaltigen Knall! Uneingeschränkt lesenswert und daher volle Punktzahl. 


    http://lucciola-test.blogspot.de/2016/07/books-j-k-rowling-ein-plotzlicher.html

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    Arunika_Senaraths avatar
    Arunika_Senarathvor 2 Jahren
    Toller Roman

    Etwas langatmig zu Beginn, wird dann aber wirklich spannend! Sehr detailreich herausgearbeitete Charaktere und vielschichtige Beziehungskonstellationen. Typisch Rowling!

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    ScheckTinas avatar
    ScheckTinavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Geschichte hat mir überhaupt nicht gefallen.
    Einzelne Enttäuschung

    Ich fand Ihre Bücher Harry Potter super, hoffe dass meine Tochter sie in zwei - drei Jahren auch lesen wird. So habe ich mich auch über dieses Buch gefreut. Mir war schon klar das man einen Roman mit den Jugendbüchern nicht vergleichen soll, aber die Enttäuschung war doch sehr groß.

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    Yolandes avatar
    Yolandevor 2 Jahren
    Das Innenleben einer Kleinstadtgemeinde

    Der plötzliche Tod des Gemeinderatsmitglieds Barry Fairbrother werden in der Kleinstadt Pagford Geschehnisse in Gang gesetzt, die sich bis zum Ende hin immer weiter zuspitzen.
    J.K. Rowling beschreibt in einer unnachahmlichen Art über das Innenleben einer Kleinstadtgemeinde. Trotz des verschiedensten Charaktere gelingt es, alle teilnehmenden Personen glaubwürdig darzustellen. Auch die inneren Nöte und Zerrissenheit der Jugendlichen sind sehr gut beschrieben. 
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Eigentlich passiert ja gar nicht so viel. Aber diese kleinen Dinge entwickeln so einen gewaltigen Sog, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.

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    DragonsBaveuxs avatar
    DragonsBaveuxvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Weitweg von Harry Potter. Leider !!!! nicht empfehlungswert.
    Entäuschend!

    Nach der Harry Potter Saga, man erwartet ein tolles Buch. Was hier nicht dem Fall ist. Die Geschichte ist langweilig und sehr langatmig. Die Sprache ist sehr "unhöfflich", was irgendwann stört (Man kann sich bald fragen, ob die Engländer nicht normal sprechen  können oder nur schimpfen können?).

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Hi,

    ich habe mir heute morgen noch vor der Arbeit schon schnell "Ein plötzlicher Todesfall" von J.K. Rowling gekauft, denn - ich gebe es zu - ich bin total neugierig. Und da ich mir dachte, dass sicher einige das Buch heute oder in den nächsten Tagen kaufen werden und sich darüber auch austauschen möchten, gibt es hier jetzt eine Leserunde. Jeder ist herzlich eingeladen und kann jederzeit einsteigen und mitdiskutieren.

    Hier noch mal mehr zum Inhalt:

    Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen arm und reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern.

    Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat. Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen – einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt?

    Ich freue mich, wenn jetzt einige von euch Lust bekommen haben und das Buch zusammen mit mir lesen möchten. Also, wer ist dabei?


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