Joanne K. Rowling The Casual Vacancy

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Inhaltsangabe zu „The Casual Vacancy“ von Joanne K. Rowling

When Barry Fairbrother dies unexpectedly in his early forties, the little town of Pagford is left in shock.

Pagford is, seemingly, an English idyll, with a cobbled market square and an ancient abbey, but what lies behind the pretty façade is a town at war.

Rich at war with poor, teenagers at war with their parents, wives at war with their husbands, teachers at war with their pupils...Pagford is not what it first seems.

And the empty seat left by Barry on the parish council soon becomes the catalyst for the biggest war the town has yet seen. Who will triumph in an election fraught with passion, duplicity and unexpected revelations?

Blackly comic, thought-provoking and constantly surprising, The Casual Vacancy is J.K. Rowling’s first novel for adults.

Abgründig, tieftraurig, J.KJ. Rowling kann nicht nur HP!

— ichundelaine

J.K. Rowling mal ganz anders - aber nicht weniger mitreißend! Gekonnt schildert sie die Abgründe einer Kleinstadt.

— ElyseoDaSilva

Völlig anders. Ohne Frage - aber ausgezeichnet!

— November

Gesellschaftsstudie, die erst am Ende wirklich Sinn zu machen scheint, aber wirklich, wirklich lesenswert ist! :) Erwartet keine Fantasy!

— wasserminze

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  • Mrs. Rowling kann auch anders...

    The Casual Vacancy

    ichundelaine

    19. February 2017 um 09:15

    “Things denied, things untold, things hidden and disguised.”  Der erste nicht-Harry Potter Roman überrascht mit tiefen, dreidimensionalen Charakteren, einer komplexen Story und einem erwachsenen Schreibstil.    Pagford ist ein kleines verschlafenes Städtchen, doch so wie in jeder kleinen Stadt, schlummern Konflikte unter der Oberfläche. Diese kommen besonders zu Tage, als ein Mitglied des City Councils, Barry Fairbrother, überraschend stirbt. Bevor ich das Buch las, nahm ich an, es handele sich um einen Krimi, dem ist aber nicht so, denn Barry stirbt unter natürlichen Umständen. Durch sein Verscheiden ist ein Platz im Council frei geworden und das erzeugt bei den Mitgliedern nicht gerade wenig Aufruhr, denn es gibt zwei Fraktionen dort, die sich über "The fields" streiten. The Fields sind ein ungewollter Teil der Stadt, in dem Drogen, Kriminalität herrschen und der Abschaum wohnt. Es besteht nun die Möglichkeit, den ungeliebten Teil der Stadt abzustoßen, doch bis dato war eine Mehrheit im Rat nicht möglich. Unter den Mitglieder beginnt also ein Kampf um die Neubesetzung des Postens, der nicht ganz sauber abläuft. Es werden Geheimnisse herausgekramt, Personen diskreditiert und Gerüchte verbreitet. Doch nicht nur die Erwachsenen von Pagford haben ihre Abgründe, auch die Teenager haben mit der Atmosphäre, genährt durch Argwohn, Ignoranz und Snobismus umzugehen.     Im Gegensatz zur heilen Welt Harry Potters, wird die von Pagford von Drogen, Kriminalität, Verrat und Vergewaltigung und häuslicher Gewalt gekennzeichnet, Themen, die ich J.K. Rowling gar nicht zugetraut hätte. Auch die Charaktere sind nicht schwarz/weiß gezeichnet, so dass man sie auf der einen Seite mag und auf der anderen plötzlich nicht mehr leiden kann, wodurch ihr ein sehr realistisches Kleinstadtportät  gelingt, das einen auch noch nach der letzten Seite nachhaltig beschäftigt.      Wer also nicht auf das Fantasy Genre festgelegt ist und auch mal die Autorin von Harry Potter trennen kann, dem wird dieses wirklich überraschend großartige Buch definitiv gefallen!

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  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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    • 393
  • Den Vorhang zu und alle Fragen offen

    The Casual Vacancy

    lacrimosadiesilla

    11. January 2016 um 20:15

    Ich habe mich lange um "A casual vacancy" gedrückt, weil ich viel Schlechtes über das Buch gelesen habe. Nachdem mich aber der letzte Robert Galbraith Krimi so richtig vom Stuhl gerissen hatte, hatte ich Lust auf mehr und da fiel mir dann das einzige Werk J. K. Rowling in die Hand, das nicht mit der Harry Potter Welt assoziiert ist. In "A casual vacancy" erleben wir die Auswirkungen des plötzlichen Todes von Barry Fairbrother, einem engagierten, geachteten, von manchen aber auch gehassten Gemeinderatsmitglied der kleinen Stadt Pragford im Westen Englands. Neben der unmittelbaren Trauer der Familie und der Freunde des Toten rücken auch Menschen in den Mittelpunkt, die kaum etwas mit Barry zu tun hatten, deren Leben  durch seinen Tod aber teils massiv beeinflusst wird. Die anstehende Nachwahl zur Neubesetzung seines Sitzes im Gemeinderat führt schließlich zu Intrigen, die tief unter der Gürtellinie ansetzen und Entwicklungen anstoßen, die die kleine Stadt in ihren Grundfesten erschüttern. Wie J. K. Rowling es schafft, die 20 (!) handelnden Charaktere einzuführen und ihre komplexen Beziehungen zueinander darzustellen, hat mich schon nach wenigen Seiten vollkommen in den Bann gezogen. Naturgemäß sind ihr die Teenager (Krystal,  Andrew und Fats) besonders gut gelungen, aber auch manche der Erwachsenen weisen stark ausdifferenzierte Persönlichkeiten fernab jeder Schwarz-Weiß-Klischees auf. Die Autorin selbst hat ihr Werk als Tragikomödie bezeichnet. Und tatsächlich gehen (schwarzer) Humor und abgrundtiefe Tragik in diesem Buch eine Mischung ein, die ich sehr bewegend und gerade zum Ende hin unglaublich traurig fand. Die schlechten Kritiken zum Buch ziehen beinahe durchgehend Vergleiche zu Harry Potter. Ich finde, dass das "A casual vacancy" und auch J. K. Rowling Unrecht tut. Sie ist nicht nur eine wunderbare Jugendbuch-Autorin, sondern eine Schriftstellerin, die nicht vor gesellschaftspolitischen Fragen zurückschreckt. Wenn man schon Vergleiche ziehen muss, dann finde ich es passender, Parallelen zu Stephen King zu ziehen, an dessen häufig unterschätzte, komplexe Romane mit ihren sozialkritischen Stellen (z.B. den grausam-realistischen Anfang von "Dr. Sleep") mich "A casual vacancy" des öfteren denken ließ. Fazit: Ein lustiges, scharfsinniges, trauriges, vielschichtiges, engagiertes und stellenweise unbarmherziges Buch, dessen brutales Ende mich an das (abgewandelte) Brecht Zitat: Nun stehen wir da und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen. denken ließ.

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  • Große Gesichte, aber ohne Spannung

    The Casual Vacancy

    Nin

    17. August 2014 um 21:36

    Barry Fairbrother’s Tod kommt plötzlich und vor allem unerwartet. Sein Sitz im Gemeinderat der idyllischen Stadt Pagford wird damit frei. Schnell stehen die Kandidaten für den Sitz fest, und in Pagford entfacht ein bitterer Streit über die politischen Angelegenheiten. Genutzt wird diese Situation auch für private Schlammschlachten. So friedlich Pagford von außen wirkt, im inneren der Häuser zeigt sich das wahre Gesicht der Bewohner.   Joanne K. Rowling hat mit ihrem Roman Ein plötzlicher Todesfall nicht nur ihr erstes Buch für Erwachsene, sondern auch das erste Buch überhaupt nach der Harry Potter Reihe geschrieben. Das die Erwartungen der Leser ist daher schon vor dem Lesen der ersten Seite riesen groß. Mich konnte The Casual Vacancy nur teilweise überzeugen. Rowling zeigt mit The Casual Vacancy einmal mehr, dass sie eine der ganz großen Geschichtenerzähler ist. Sie erzählt die Geschichte aus den Perspektiven der Personen und Familien aus Pagford. Die Verknüpfung der Einwohner, erzählt aus den verschiedensten Perspektiven, sind voller Freundschaft, Hass und Liebe. Es geht um Familienidyll, aber auch häusliche Gewalt, Drogen- und sexueller Missbrauch sind Teil der teilweise sehr traurigen Leben in Pagford, die man während des Lesens genau kennen lernt. Leider habe ich, trotz dem wirklich schönen Cover, keinen eindeutigen, roten Faden in der Handlung erkennen können. Ja, es geht um die Wahl für den Sitz, der durch Fairbrother’s Tod neu besetzt werden muss. Es geht ums Politik, um Gewinnen und Verlieren, und um den eigenen Glauben an Gut und Böse. Durch die verschiedenen Perspektiven und vielen Protagonisten wurde die Geschichte für mich bis kurz vorm Ende nicht spannend. Die verschiedenen Sichtweisen machen die Richtung des Romans nicht klar und lassen Raum für viel Spekulation. Wer dann jedoch bis  zum Schluss durchhält, wird mit einem Ende belohnt, welches ein so schnell nicht los lassen wird. Und bis zum Ende lässt sich die Erzählkunst der großen J. K. Rowling genießen – auch wenn diese nur leise wie ein Fluss vor sich hin plätschert.

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  • Empfehlenswert!

    The Casual Vacancy

    Ceciliasophie

    J. K. Rowling kann einfach schreiben! Ob man nun ein Fan von Harry Potter ist oder nicht (wie man es nicht sein kann ist mir persönlich unerklärlich), man kann nicht umhin, sie zu bewundern. "The Casual Vacancy" ist absolut detailreich, mit sehr ausgearbeiteten Charakteren und wortgewaltig. Es ist nicht langweilig, sondern im Gegenteil, die sehr trockene Politik wird zu etwas Spannendem gemacht. Vor allem der Wechsel zwischen den einzelnen Charakteren beleuchtet jeder Seite und Sicht der Dinge und dem Leser werden nur immer Häppchen an Informationen geliefert, so dass man nicht aufhören möchte zu lesen. Absolut empfehlenswert!

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    • 2

    Floh

    22. July 2014 um 11:53
  • Ein Brodeln unter der Oberfläche - "The Casual Vacancy"

    The Casual Vacancy

    November

    05. July 2014 um 16:51

    Wie wohl so manch anderer Leser schlug ich mit gemischten Gefühlen Rowlings "The Casual Vacancy" auf. Einerseits war ich neugierig, wie sie sich außerhalb der Jugendliteratur machen würde, andererseits war ich skeptisch aufgrund so zahlreich polarisierender Rezensionen. Schon nach den ersten paar Seiten wurde mir Folgendes klar: Diese Frau ist eine hervorragende Schriftstellerin! Ihr Schreibstil bereitet mir absolutes Lesevergnügen und spricht mich auf allen Ebenen an. Rowling möchte ich mittlerweile nur noch im Original lesen, denn sie ist eine grandiose Erzählerin und ich möchte nicht riskieren, mit einer Übersetzung Abstriche in der Qualität machen zu müssen. Der bereits viel diskutierte Gebrauch derber Worte war anfangs wirklich etwas befremdlich, weil man so etwas nicht von ihr gewohnt war. Aber wer möchte schon in eine Schublade gesteckt werden? Abgesehen davon, macht es ihre Charaktere authentisch und greifbarer. Nachdem völlig unerwartet ein Platz im Gemeinderat der pittoresken Kleinstadt Pagford frei wird, beginnt ein Kampf um das unbesetzte Amt, der so manche schmutzigen Geheimnisse und Einstellungen ansässiger Familien zum Vorschein bringt. In nicht allzu langer Zeit bröckeln die perfekten Fassaden unter der Last schwelender Antipathie, Selbstbezogenheit und folgenschwerer Vernachlässigung. Feindseligkeiten aller Art bahnen sich ihren Weg ans Tageslicht. Zugegeben, dieses Buch beherbergt eine Menge trauriger, gewalttätiger und intriganter Ereignisse - doch es hat mindestens ebenso viel schwarzen Humor und Herz zu bieten. Es ist kein linearer Plot, der den Lesern erwartet. Vielmehr lässt sich die Geschichte mit einem Gemälde vergleichen, auf dem man nach und nach immer mehr Details, kleine Risse und übermalte Motive auszumachen vermag, die einem auf den ersten Blick entgehen. Rowling gibt uns eine Palette an Perspektiven, die dazu beitragen, ein vielschichtiges Bild der Kleinstadtgemeinde zu zeichnen. Sie gewährt Einblicke in die unterschiedlichsten Gedankenwelten von Alt und Jung, sowie Mittelklasse-Bürgern und Sozialhilfeempfängern, Familienoberhäuptern und hormongesteuerten Individuen. Für meinen Teil kann ich sagen, dass ich "The Casual Vacancy" als gelungen und lesenswert einstufe. Nicht viele können ein vermeintlich einschläferndes Gemeindeleben so eindrucksvoll wortgewandt und ungeschminkt präsentieren.

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  • "Let's read in English"-Lesechallenge 2014

    DieBuchkolumnistin

    Let's read in English - die Englisch-Lesechallenge 2014 Mit den Neujahrvorsätzen ist es immer so eine Sache – viele haben wir bereits wieder vergessen und der Alltag hat uns definitiv wieder eingeholt. Mit „Let’s read in English“ möchten wir das jedoch gern ändern und euch die Moeglichkeit geben, Bücher und Autoren neu zu erleben – in der englischen Originalsprache! Einige von euch rezensieren schon fleissig englische Bücher und viele Lovelybooks-Leser sind an englischen Texten interessiert, würden jedoch lieber bei einer Leserunde einsteigen. Wir haben uns euer Feedback zu Herzen genommen und unsere Lesechallenge „Let’s read in English“ ins Leben gerufen. Zusammen mit dem englischen Verlagshaus Random House Group UK mit Sitz in London werden wir eine Vielzahl von Leserunden starten und ihr seid herzlich eingeladen mitzumachen. Das Motto der Lesechallenge verstehen wir als einen Aufruf nicht nur an alle von euch, die sich mühelos in der englischen Sprache zurechtfinden, sondern an alle Lovelybooks-Leser. Egal welche Sprachkentnisse du hast, trau dich einfach – und mach mit! „Let’s read in English“ – zusammen auf Lovelybooks. Viele unsererer Leser verwenden die englische Sprache oder werden sie in Zukunft brauchen. Bücher sind ein idealer Einstieg um Sprachkentnisse zu verbessern oder die Fremdsprache auch einfach mehr zu benutzen. Die Stimme der Autoren im Original zu lesen und sie neu kennenzulernen ist natürlich ein spannenender Bonus. Für die fleissigsten Rezensenten gibt es zum Jahresende tolle Preise und jeder kann sich gern in Deutsch und/oder Englisch in den Leserunden austauschen und Rezensionen in beiden Sprachen posten. Das ist voellig euch überlassen.  Alle Grundinfos findet Ihr auf unserer Englisch-Lesechallenge-Seite! Hier könnt Ihr nun alle Fragen stellen & stets fleissig Eure neuen Rezensionen posten! Die Liste wird am Anfang jedes Monats aktualisiert!  Bitte postet für jede neue Rezension auch einen neuen Beitrag. Auf die Plätze - fertig - let's read English!!!

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    • 1684
  • Erwartungen vollkommen erfüllt

    The Casual Vacancy

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich denke bei der Frage, ob einem dieser Roman von J.K. Rowling gefallen wird, kommt es in erster Linie darauf an, was man erwartet. Wer hier eine Fortsetzung oder ein Spin-Off zu Harry Potter erwartet oder auch nur etwas, das im Entferntesten etwas mit ihren Harry Potter-Büchern zu tun hat, dürfte bitter enttäuscht werden. Bei "Ein Plötzlicher Todesfall" handelt es sich um eine ziemlich bittere und verstörende Milieu-Studie, die in einer Kleinstadt in England spielt. Es geht um die durch den titelgebenden "plötzlichen Todesfall" frei gewordene Stelle im Gemeinderat und die verschiedenen Konkurrenten um diesen Platz. Dabei tun sich in der scheinbar so properen, bürgerlichen Kleinstadtidylle wahre Abgründe auf. Gestörte zwischenmenschliche Beziehungen jeglicher Couleur werden entlarvt und betrachtet. Am Ende ist die aus zwielichtigem Milieu stammende Crystal Weedon beinahe noch die Normalste. Ich fand das Buch gut und die Zeichnung vor allem der jugendlichen Charaktere sehr gelungen. Ich habe es gern gelesen, fand es aber auch ziemlich verstörend. Abzüge würde ich dafür geben, dass Rowling ein wenig zum Klischee neigt. Ich fand es sehr erfrischend, dass dieser Roman wirklich überhaupt nichts mit Harry Potter zu tun hatte - außer dass ein paar jugendliche Charaktere eine nicht ganz unwichtige Rolle spielen. Persönlich mag ich den Stil von J.K. Rowling sehr gern und habe das Buch recht zügig durchgelesen. Ich beziehe mich dabei auf die englischsprachige Ausgabe. Wie die deutsche Übersetzung gelungen ist, kann ich nicht beurteilen. Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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    • 3
  • JK Rowling - The Casual Vacancy

    The Casual Vacancy

    miss_mesmerized

    10. January 2014 um 16:44

    Im beschaulichen Pagfort scheint die Welt in Ordnung als eines abends das Ratsmitglied Barry Fairbrother nach einem Aneurysma tot umfällt. Durch diesen tragischen Todesfall kommt es zu einer Vakanz und das, wo doch direkt eine wichtige Entscheidung bevorsteht: sollen "The Fields", ein sozialschwaches Viertel, in dem sich auch eine Methadonklinik befindet, umgemeindet und der Stadt Yarvil angeschlossen werden soll. Nach und nach formieren sich die Bewerber und strategisch wird ausgeklügelt, wie Befürworter und Gegner der Abstoßung von "The Fields" einen Sieg bei der Wahl für sich verbuchen können. Dass so eine lokalpolitische Frage dermaßen viel Unheil wie in der Folge geschildert wird, anrichten kann, ist fast unglaublich, aber durchaus vorstellbar. Neurosen und Ängste werden sichtbar, jahrelang verdrängte Bedürfnisse und Geheimnisse kommen zum Vorschein, existentiellen Fragen darüber, ob man eigentlich das Leben lebt, das man leben wollte, müssen sich die Bewohner stellen. Dabei ahnen sie nicht, dass der heimtückischste Gegner aus einer ganz anderen Ecke scharf schießen wird. JK Rowling hat einen für mich überzeugenden Roman geschrieben. Ein ganzes Geflecht von Dorfklüngel wird aufgebaut, komplexe Beziehungen mit und ohne langjährige Vorgeschichte, Charaktere mit sehr individuellen Bedürfnissen und Schwächen finden zusammen und bedingen ihren gegenseitigen Niedergang. Der Anfang ist nicht ganz leicht, es sind eine Reihe von Figuren vorhanden und den Durchblick muss man erst finden, aber nach und nach entfaltet sich diese kleine Welt und führt dem Leser vor, wohin Eitelkeit, Selbstüberschätzung, Egozentrik und mangelnde Empathie führen können. Für mich schon jetzt eines der Lesehighlights des Jahres.

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  • Von welchen Autoren habt ihr die meisten Bücher im Regal?

    Daniliesing

    Nachdem ich in letzter Zeit ganz fleißig meiner Bücherregale sortiert und eingeräumt habe, war ich bei manchen Autoren total erstaunt, dass sich so viele Bücher von ihnen in meinen Regalen gesammelt haben. Da kam mir gerade die Frage, bei welchen Autoren euch wohl die Sammelleidenschaft gepackt hat. Welche sind denn sozusagen eure Top 3 Autoren und wie oft sind sie jeweils in eurem Bücherregal vertreten? Stellt ihr die Bücher eines Autors zusammen ins Regal oder stehen sie bunt vermischt mit allen anderen Autoren? Was mögt ihr besonders an diesen Autoren und werdet ihr auch die nächsten Bücher kaufen? Ich würde euch ja jetzt schon verraten, welche Autoren es bei mir sind, möchte nachher aber erst noch ein paar Fotos von den Büchern machen, damit ich sie hier anhängen kann. Vielleicht hat der ein oder andere von euch ja in der Zwischenzeit schon Lust, mehr zu verraten. Ihr dürft natürlich gern auch Bilder machen, wenn ihr möchtet. So, jetzt bin ich mal gespannt, ob es nur mir so geht oder auch noch anderen. Am Ende sind es bei mir dann bestimmt doch gar nicht so viele im Vergleich zu anderen :-)

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    • 59
  • Rezension zu "[The Casual Vacancy] [by: J K Rowling]" von J K Rowling

    The Casual Vacancy

    HelmuthSantler

    15. February 2013 um 11:38

    Pagford: Kirche, Schule, Delikatessenladen, viktorianische Häuser, gepflegte Vorgärten, friedliches Einvernehmen. Unter der nippeslastigen Fassade brodelt es aber, freilich zitronenmundig und im Verborgenen. Im Land wo die Neurosen blühen ist Offenheit verpönt, den Schein zu wahren die gültige Währung; möglichst viele Stiche unerkannt ins Kreuz der detailversessen gepflegten Lieblingsfeinde zu versenken erscheint als die einzige Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Das Spiel, das ist das Leben im Zentrum des Universums: Pagford. Es ist nicht leicht, dieses Buch zu mögen: Kaum eine Figur eignet sich als Sympathieträger, alle sind irgendwie deformiert (die Alten), befinden sich auf direktem Irrweg dorthin (die Jungen) oder geraten unschuldig zwischen die Mühlsteine aus Generationen, Konventionen und Illusionen (die Kinder). Was auch schon alles über die Zukunftsperspektiven sagt, mit denen Rowlings radikale Abkehr von Harry Potter die Leser letztlich entlässt: Erstarrung mit Fortsetzung. Pottermaniacs seien dringendst gewarnt: Natürlich hat die Autorin der erfolgreichsten Buchreihe der Geschichte etwas ganz anderes gemacht; die meisten sehr negativen Kritiken beziehen ihren Groll aus der naiven und konsequent enttäuschten Annahme, hier ihrem Zaubereridol wiederzubegegnen – in irgendeiner Form. Am besten würde man dieses Werk lesen, ohne die Autorin zu kennen. Dann fände man sich auch nicht in ihrem anfänglich ab und an etwas gezwungen wirkenden Kampf um Abgrenzung von ihrer selbst erschaffenen magischen Fiktion wieder. Unbarmherzig sucht Rowling der Reihe nach die Pagforder in ihren Wohn- und Schlafzimmern auf, darunter die Spitzen der Gesellschaft und die Säulen der Gemeinschaft, aber auch der menschliche Ausschuss, Junkies, gewaltbereite Väter, Vergewaltiger, seziert ihre Gedanken und Motivationen, konterkariert Sein und Schein; das ist befremdlich, skurril, Mitgefühl erweckend, Zorn schürend, zynisch witzig – und mit Sicherheit furchtbar schmerzhaft für alle (Konservativen), die sich in der einen oder anderen kleingeistigen Kleinbürger-Szene ertappt fühlen. Einigermaßen fordernd für den Leser ist es, in die bei aller realen Enge fiktional komplexe Pagforder Community so weit einzutauchen, dass den Geschehnissen mit der für ein Leseerlebnis nötigen emotionalen Anteilnahme gefolgt werden kann. Ist das jedoch erst einmal geschehen, taucht man in einen brillant beschriebenen, plastischen Mikrokosmos ein, bevölkert von sich selbst überschätzenden, unterschätzenden oder schlicht völlig falsch einschätzenden Menschen: pandemischer Selbstbetrug als soziales Fundament. Rowling legt die moderne (britische) Gesellschaft unter das Vergrößerungsglas; zum Vorschein kommt eine großkoalitionär erstarrte, sich selbst befriedigende (oder auch quälende) Sozietät, in der aktive Verantwortlichkeit eitler Nabelschau gewichen ist. Eine Tragikomödie solle es sein: Vor allem aufgrund des Schlusses blieb in meiner Wahrnehmung die Tragik deutlich im Vordergrund. Auch weil es keinerlei Katharsis, keine Lösung, keinen Ausweg gibt. Offener Widerstand ist ebenso zweck- und ergebnislos wie der Versuch, sich der Gemeinschaft zu entziehen. Es werden wohl noch viele Unschuldige, falsch Eingeschätzte, Vorverurteilte zu leiden haben, bis die Nabelschau ein Ende hat und die Ersten beginnen, den Schleier der Selbstlüge zu lüften. Nein, es ist nicht einfach, dieses Buch zu mögen: Sein Realismus schmerzt zutiefst, und beide großen ideologischen Lager bekommen ihr Fett weg. Die rechte Hälfte wird bloßgelegt, die linke desillusioniert. Wir alle sind nur ganz gewöhnliche Menschen. Hier, um unseren Platz zu finden – uns selbst zu finden – und Verantwortung zu übernehmen, für uns und andere. In diesen Spiegel zu blicken ist nicht einfach, aber unerlässlich und lohnend. Wie das Lesen dieses Buches, auch wenn es nicht der ganz große Wurf geworden ist. Nachbemerkung: Ich habe das Buch im Original gelesen und die Übersetzung lediglich zum schnelleren Verständnis schwieriger Passagen hinzugezogen. Dem Vernehmen nach soll die Übersetzung in einem fensterlosen Raum in London in extrem kurzer Zeit (kolportiert werden unfassbare zwei Wochen) von zwei Übersetzerinnen durchgepeitscht worden sein. Jedenfalls fehlt ihr die Liebe zum Detail, was angesichts der Umstände natürlich verständlich, aber nichtsdestotrotz sehr bedauerlich ist. Ein Beispiel: Samanthas Laden für übergroße BHs heißt “Over the Shoulder Boulder Holder”; für mich der witzigste Einfall des gesamten Buches, den ich, nach einigem Überlegen, mit “Gerüste für robuste Brüste” wiedergegeben hätte. Und nicht stinkfade als “Busenwunder”. Der danach beschriebene Lachanfall von Sams Schwiegervater wirkt in der Übersetzung einfach nur peinlich. Sehr oft hatte ich den Eindruck, dass der von Rowling beabsichtigte Tonfall verfehlt wurde. So etwa in einer Passage, in der von hormongetriebenen, vor Geilheit sabbernden Teenagern als “hard-ons” die Rede ist – was sich als “Dauererigierte” oder härter als “Schwanzgesteuerte” übertragen ließe, wohl kaum aber als “geile Lümmel”. Schließlich bleibt das Slangproblem – auch Figuren in Harry Potter wurde immer mal wieder ein deftiger Dialekt in den Mund gelegt, umso mehr ist dies in “The Casual Vacancy” der Fall. Davon bleibt, erkennbarem Bemühen zum Trotz, so gut wie nichts übrig. Die Leserschaft scheint es aber nicht gestört zu haben: Die deutsche Fassung erzielt noch den besten amazon-Leser-Wert: 3,4 (UK 3,2, US 3,0).

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  • Rezension zu "The Casual Vacancy" von Joanne K. Rowling

    The Casual Vacancy

    Federhalter

    23. January 2013 um 08:56

    Ein Mitglied des Gemeinerates stirbt unerwartet an einer Gehirnblutung. Wie der Schlag eines Schmetterlingsflügel die Welt in ein chaos stürzen kann, so verändert der Tod dieses Mannes etliche persönliche Schicksale in einem englischen Provinznest, das in ständigem Streit mit der übergeordneten Kreisverwaltung liegt. Es ist vielleicht ungewöhnlich, eine Rezension mit der Bewertung zu beginnen. Aber drei von fünf Sternen könnte als mittelmäßig gedeutet werden. Doch von Mittelmäßigkeit keine Spur. Vielleicht hatte die Autorin vor der Spießbürgerlichkeit der Provinz einen Spiefel vorzuhalten oder eine Geselschaftskritik in eine Geschichte einzubinden. Gelungen ist ihr das nur zum Teil, denn Plot und Figuren sind mehr als gewöhnungsbedürftig. In kurzen und wegen der Kürze beinahe nichtssagenden Abschnitten werden die wichtigsten Personen vorgstellt. Der Tod von Barry Fairbrother, die Verzweifelung seiner Frau Mary, ein Ehepaar, das Zeugnis der Tragödie wird und Barry im Krankenwagen begleitet, dazu ein weiteres Ehepaar, das Mary währned der Wartezeit im Krankehaus tröstet, das alles überfällt den Leser, der am besten eine hohe Merkfähigkeit mitbringt. Und in diesem Stil geht es weiter. Da hätte die Autorin vielleicht einmal bei Grace Metalious (Peyton Place, The Tight White Collar) nachschauen sollen, wie man so etwas löst. Aber irgendwann schafft man es die zwanzig Personen auseinanderzuhalten und die Geschichte bekommt etwas Konsistenz. Im letzten Viertel auf dem 65. Geburtstag des Gemeinderatsvorsitzenden baut sich eine interessante Spannung auf, die sich nur teilweise entlädt. Die Katastrophe ist eine andere als erwartet. Ein völlig überforderter Teenager, der es beinahe geschafft hätte den Slums und der Drogenabhängigkeit ihrer Mutter zu entkommen, versagt. Ihr kleiner Bruder ertrinkt und sie gibt sich den goldenen Schuss. In der besseren Gesellschaft des Ortes passiert nur das Übliche. Beziehungen zerbrechen, ein Herzinfarkt und die Suche nach neuen Mobbingopfern. Eine merkwürdige Entladung der aufgebauten Stimmung. Und trotzdem bedrückend. Bei den Figuren wird nicht deutlich, ob es bewusst gewählte Überzeichnungen sind - zu welchem Zweck wäre mir dann aber nicht klar - oder ob sie der Geschcihte geschuldet sind. Auf jeden Fall ist eine solche Ansammlung psychisch kranker Menschen ungewöhnlich. Das bringt die Idee mit dem "Spiegel vorhalten" etwas in Bedrängnis. Würde es bei diesen Dingen bleiben, dann wäre diese Rezension ein klarer Verriss. Aber neben diesen Schwächen gibt es ein paar Stärken, die mich das Buch bis zum ende hin faszinierten. Und da kann ich es ganz kurz machen. Da reihen sich Höhepunkt an Höhepunkt, wenn es in den Tischdialogen um Nadelstiche gibt, mit denen sich gelangweilte Ehefrauen die Zeit vertreiben. Ich muss allerdings dazu sagen, dass Männer in der Regel so etwas nicht kennen, weil sie viel direkter kommunizieren. Hier wird ihnen wirklich einmal die Gelegenheit geboten, die versteckten Gemeinheiten unter Frauen kennenzulernen. Die Kommentare der Autorin verbinden sich wunderbar mit den gesprochenen Worten. Ebenso gelungen sind die vielen Monologe und innenansichten der Figuren. Ich möchte das deshalb herausheben, weil gerade Monologe leicht in die Gefahr geraten, langweilig zu wirken. Hier stoßen wir auf Selbstbeobachtungen voller Überraschungen mit wundervollen Details. Und das gilt sowohl für die weiblichen wie auch für die männlichen Figuren. Mein Fazit: Es ist nicht alles geglückt in diesem Roman, aber enes ist er bestimmt nicht: Mittelmäßig

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  • Rezension zu "The Casual Vacancy" von Joanne K. Rowling

    The Casual Vacancy

    suse9

    Wie viele habe auch ich sehnsüchtig auf das neue Buch von J.K. Rowling gewartet. Während die Mehrheit jedoch eine ähnliche Geschichte wie die von Harry Potter herbeisehnte, war ich gespannt, ob die Autorin es schaffen würde, mich mit Neuem zu überraschen und zu begeistern. Beim Kauf des Buches entschied ich mich für das Original, denn der deutsche Titel stieß mich eher ab und ich wollte eine unverfälschte J.K. Rowling lesen. Eine längere Lesezeit nahm ich dafür gerne in Kauf. * Als Barry Fairbrother seine Frau zum Abendessen ausführen will, kippt er auf der Straße um und stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus. Nicht nur sein Platz als Gemeindevertreter muss nun schnell wieder besetzt werden sondern ebenso die Stelle als Trainer der Mädchen-Rudermannschaft. Man sagt ja, dass in einer Kleinstadt jeder jeden kennt und manchmal ist es wirklich so wie die Autorin in ihrem Roman beschreibt, dass eine Schockwelle durchs Städtchen zieht, wenn jemand plötzlich stirbt. * Die Handlung beginnt – abgesehen vom Todesfall selbst – erst einmal harmlos. Die Personen werden eingeführt und die unterschiedlichen Reaktionen auf die erschütternde Nachricht beschrieben. Anfangs verwirrten mich die vielen Namen und die Beziehungen untereinander. Aber zunehmend begeisterte mich die Art, wie genau J.K. Rowling das Kleinstadtgeflecht beobachtet und wiedergegeben hat. Nach und nach kamen nicht nur die Lücken, die der Tod Barrys riss, zu Tage sondern auch die kleinen und großen Abgründe, die in den Menschen schlummern. Dabei ließ die Autorin kaum ein Thema aus, packte Unmengen an Problemen in die Handlung. Mich störte das allerdings nicht. Ich fand es nicht überladen, sondern folgte Rowling gern von einer scheinbar heilen Familie in die nächste und ließ mir die Augen öffnen. Wie die Autorin es dabei immer wieder verstand, Dinge auf den Punkt zu bringen, ohne den Leser vorzuführen oder den Zeigefinger mahnend zu erheben, ist mir schleierhaft. Aber sie schaffte es jedes Mal aufs Neue, dass man sich mit einem geschilderten Problem auseinandersetzte und Stellung bezog, beziehen musste. * Lange suchte ich beim Lesen einen Sympathieträger. Barry stand ja nicht mehr zur Verfügung und hatte ich jemanden gefunden, der mir gefiel, bemerkte ich recht schnell, dass auch hier wieder etwas im Argen lag. Intelligent und schonungslos zeigte uns Rowling das Bild unserer Gesellschaft und zwang den Leser, sich damit auseinanderzusetzen. * Nicht unerwähnt lassen möchte ich noch, dass man auf den leisen Humor der Autorin nicht zu verzichten braucht. Beim Lesen musste ich oft lachen oder schmunzeln, genauso häufig jedoch war ich entsetzt oder traurig. Von mir bekommt der Roman „The Casual Vacancy“ von ganzem Herzen die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung. * Ich freue mich, dass ich J.K. Rowling auch nach Harry Potter weiter begleiten will und sie mir wieder einmal ein paar wunderbare Lesestunden bereitet hat.

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    • 3
  • Rezension zu "The Casual Vacancy" von Joanne K. Rowling

    The Casual Vacancy

    wasserminze

    06. December 2012 um 09:44

    Inhalt Im idyllischen Städtchen Pagford geht alles seinen gewohnten Gang - bis Barry Fairbrother unerwartet stirbt, denn Barry war das Bindeglied im Gemeinderat zwischen dem idyllischen Pagford und dem heruntergekommenen Vorort 'Fields', u.a. Sitz der Suchtklinik. Im Kampf um den freigewordenen Platz im Rat entbrennt nicht nur ein Kampf um die Fields. Seelische Abgründe werden offengelegt und nur langsam wird klar, dass nicht nur jeder etwas zu verbergen hat, sondern dass die Schicksale der Bewohner enger miteinander verwoben sind, als zu erahnen war... Gedanken Nach 'Harry Potter' waren sicher nicht nur meine Erwartungen an des neue Buch der Autorin astronomisch. Wie soll ein gutes Rowling-Buch ohne magische Elemente denn funktionieren? Wenn ich auch zu Beginn enttäuscht war, kann ich nach Abschluss der Lektüre nur sagen: Bravo, Frau Rowling! Auch ohne Magie, hat mich der Text verzaubert. Denn das wirklich bemerkenswerte an diesem Buch ist die Tatsache, dass die Charaktere nicht so sind, wie Menschen sein könnten, sonder so sind, wie Menschen sind. Das Gefühl echten Menschen zu begegnen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, wird man nicht los. (Noch Tage nachdem ich das Buch beendet hatte, haben mich die Schicksale der Charaktere durch den Tag hinweg verfolgt.) Ab Mitte des Buches entwickelt der Text einen so starken Sog, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Anmerkungen *Pagford - der Name des Dorfes war für mich durchweg eine Irritationsquelle. Wer "A very Potter Musical" von Starkid kennt, wird sich sicher wie ich an 'Pigfarts' erinnert gefühlt haben, das in der Aussprache doch relativ nahe bei 'Pagford' angesiedelt ist. Höchstwahrscheinlich absolut ungewollt, für mich beim lesen aber ziemlich irritierend... :) *Personenanzahl: Vor allem zu Beginn ist die Anzahl der Personen ermüdend. Gegen Mitte des Buches hat man sich an alle gewöhnt und beginnt die Zusammenhänge zu verstehen und sieht, weshalb jeder einzelne wichtig für den Aufbau des Buches ist. Bis dorthin verlangt der Text jedoch einiges an Durchhaltevermögen. Englisch Viele, deren Muttersprache nicht Englisch ist, mag die Lektüre des Originaltextes Schwierigkeiten bereiten. (Auch hier ein deutlicher Unterschied zu Harry Potter.) Obwohl ich bei den meisten Englischsprachigen Texten kaum Verständnisprobleme habe, musste ich bei Casual Vacancy häufig nachschlagen, was dem Lesefluss nicht unbedingt hilfreich, am Ende jedoch sehr lohnenswert war. Ich lege jedoch jedem ans Herz, der Englisch versteht, sich an dem Originaltext zu versuchen, denn was geht schon über einen Text ohne Übersetzerinterpretation?

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  • Rezension zu "The Casual Vacancy" von Joanne K. Rowling

    The Casual Vacancy

    kalanthia

    26. November 2012 um 11:04

    In der kleinen, nach außen hin idyllischen englischen Stadt Pagford wird durch einen plötzlichen Todesfall ein Platz im Stadtrat frei. Während die Familie des Verstorbenen noch trauert, planen seine Freunde und politischen Gegner bereits die Übernahme seines vakanten Postens und spinnen Intrigen. Ich war sehr neugierig, wie sich Rowlings Schreibstil im Vergleich zu den Harry-Potter-Büchern verändert hat und bin wirklich angenehm überrascht worden. Die Einblicke in diverse zerrüttete Familienleben und die in jedem Kapitel neuen Innensichten auf die Charaktere zwischenmenscheln aufs schönste. Rowling schreckt nicht vor Realismus zurück, wie etwa im Fall der pubertierenden Teenager Andrew und Krystal, die in der Schule und in ihrer eigenen Familie ums Überleben kämpfen. Trotz der eigentlich sehr ernsten Themen kommt Rowlings feiner englischer Humor nicht zu kurz.

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