Joaquín Guerrero Casasola Das Gesetz des Stärkeren

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Inhaltsangabe zu „Das Gesetz des Stärkeren“ von Joaquín Guerrero Casasola

Mexikanische Abgründe

Sein Traum auf vier Rädern – ein japanisches Modell made in Mexico! Deshalb kommt Gil Baleares der Auftrag gerade recht: Die Tochter eines Süßwarenfabrikanten ist entführt worden. Reine Routine, denkt der Privatdetektiv, in Mexico City wird täglich ein Mensch verschleppt. Doch dann fordert die kaltschnäuzige Stimme am Telefon viel zu viel Lösegeld. Steckt eine der professionellen Banden dahinter? Mitglieder eines Drogenkartells? Egal, wer sie sind, sie werden von durch und durch korrupten Polizisten gedeckt, wie Baleares am eigenen Leib erfahren muss. Und dann verschwindet auch noch sein an Alzheimer erkrankter Vater, der wie Baleares selbst ein ehemaliger Bulle ist.

Wie ein Drehbuch für einen mexikanischen Ganovenfilm!

— MinaRico

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    Das Gesetz des Stärkeren

    MinaRico

    23. March 2017 um 21:21

    Entführungen sind in Mexiko an der Tagesordnung und eine nicht unerhebliche wirtschaftliche Einnahmequelle. Doch die Entführer verlangen eine viel zu hohe Summe und Gils Lohn dabei ist geradezu mickrig.Darüber hinaus scheinen die Entführer von korrupten Polizisten gedeckt zu werden. Wer steckt noch dahinter? Es entpuppt sich als äußerst gefährliches und schwieriges Unterfangen, Alicia zu befreien.Diverse Ex-Kollegen bitten ihn unterdessen um den ein oder anderen Freundschaftsdienst, was ihm unwahrscheinlich Nerven und Kraft kostet. Nebenher treibt ihn sein vergesslicher Vater schier zur Verzweiflung. Bis dieser auch eines Tages verschwindet...! Dieses Buch könnte ein Drehbuch für einen mexikanischen Ganovenfilm sein. Zumindest kam mir dieser Gedanke oft beim Lesen. Hier fließt jede Menge Blut und Tequila, korrupte Polizisten und Gewalt sind nicht wegzudenkende Komponenten dieser Geschichte.Es ist voll von schwarzem Humor, es ist rasant und actiongeladen. Da ich es nicht aus der Hand legen konnte, habe ich es an einem Tag verschlungen. Die unverfälschte Schreibweise lässt dies auch zu.Es wird aus der Ich-Perspektive des Privatdetektivs erzählt, man bekommt einen guten Einblick in seine Gedankenwelt und hat so das Gefühl, mitten drin zu sein. Bei den meisten Protagonisten war ich mir nicht sicher, ob ich sie für vertrauenswürdig halten soll und oft wurde ich in meiner Meinung bestätigt.Gils Vater ist unausstehlich, aber er ist halt krank und so verzeiht man ihm sein teilweise unverschämtes und gemeines Auftreten. So ganz legt man seine Vergangenheit jedoch nicht ab und er war, so wie ich das verstanden habe, vor seinem Ruhestand einer dieser korrupten Polizisten, wie sie in diesem Roman zuhauf vorkommen.Das Ende bleibt offen, wobei der Leser eine Ahnung bekommen könnte, wer oder was dahinter steckt. Nur scheinbar Gil nicht.Das Buch reflektiert das relativ gewaltsame Leben in Mexiko City und ist daher in seiner Art nicht unbedingt für zartbesaitete Leser zu empfehlen.Nichtsdestotrotz ist es ein Buch, welches ich als Geheimtipp bezeichnen würde, kein klassischer Mainstream-Thriller. Mir hat es gefallen, es hat mir ein paar schöne amüsante Lesestunden bereitet und ich würde es weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Das Gesetz des Stärkeren" von Joaquin Guerrero-Casasola

    Das Gesetz des Stärkeren

    El_Wursto

    08. September 2012 um 11:53

    Mexico-city in seiner vollen Pracht Der Mexikanische Autor Joaquin Guerrero Casasola, der selbst in der Megapolis Mexico-city geboren wurde packt in seinen Thriller die volle Härte die diese gigantische Stadt zu bieten hat. Er lässt seine Hauptfigur den Privatdetektiv Gil Baleares, der sich nach seinem Karriereende bei der Polizei auf Entführungsfälle spezialisiert hat, die komplette Härte des Lebens abbekommen und er geht selten als Sieger aus diesen Situationen raus. In dem Thriller „Gesetz des Stärkeren“ wird Protagonist in ein Topf voll „Scheiße“ getaucht und kommt quasi immer wieder nur kurz zum Luftholen raus, was die Sache aber im Grunde sogar verschlimmert. Gil Baleares wurde bei der Polizei entlassen weil er zu ehrlich ist, seine Frau mit seiner Tochter hat ihn verlassen, sein Vater hat Altsheimer und Gil muss von seiner Rente leben……. Und dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack was er abkriegt. Gerade diese Tatsache macht für mich den Charme dieses Buches aus, es versucht kein happy end zu erzeugen und einem zum Leben zu motivieren, sondern es zeigt etwas das wohl jeder schon mal in seinem Leben erlebt hat: wenn es Scheiße kommt, dann aber richtig! Verstärkt wird dieser Charme durch die Schonungsloseart die der Autor benutzt um alle Widrigkeiten zu beschreiben die Gil durchmachen muss. Zudem hat mir die Atmosphäre gefallen die der Autor in seinem Buch schafft, er benutzt öfters Spanische Wörter und erklärt nicht alles bis ins letzte kleine Detail. Dadurch entsteht eine authentische Atmosphäre, die viele andere Bücher nicht erschaffen, weil wirklich jedes einzelne Wort übersetzt wird. Das offene Ende unterstreicht noch mal seinen Stil, in dem er zeigt das es weiter geht selbst wenn die Geschichte endet. Alles in allem ein wirklich gutes Buch, was aber nicht jedermanns Geschmack sein dürfte.

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