Jobst Schlennstedt Küstenblues

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Inhaltsangabe zu „Küstenblues“ von Jobst Schlennstedt

Kriminalhauptkommissar Birger Andresen wird Zeuge eines schweren Verkehrsunfalls. Eine junge Frau stirbt vor seinen Augen. Doch der eigentliche Schock folgt erst noch. Im Kofferraum findet die Polizei eine weitere Leiche. Es ist Sylvia Grunewald, Tourismus-Chefin in Timmendorfer Strand und Mutter der Todesfahrerin - und sie wurde mit mehreren Messerstichen ermordet. Was am Anfang offensichtlich erscheint, stellt Andresen und seinem Team immer größere Rätsel.

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    Küstenblues
    RitaLeseviel

    RitaLeseviel

    01. July 2013 um 12:10

    Auf seinem Heimweg vom Präsidium in Lübeck, kurz vor seinem Haus kann KHK Birger Andresen gerade noch einem Zusammenprall mit einem anderen PKW ausweichen. Die junge Fahrerin des Wagens verliert die Kontrolle über ihr Fahrzeug, fährt gegen einen Baum und verstirbt noch am Unfallort. Geschockt informiert Andresen seine Kollegen. Im Kofferraum des Wagens finden sie eine weitere weibliche Leiche. Tourismus-Chefin Sylvia Grunewald scheint nicht freiwillig dort drin gelegen zu haben - Hände und Füße sind gefesselt. Ein dunkelblauer, wolkiger Nachthimmel und eine dazu passende unruhige See umspülen die Seebrücke am Timmendorfer Strand. Die Beleuchtung der Seebrücke gibt das Bild frei auf zwei Personen. Die ein steht im Lichtkegel, mitten auf dem Steg, eine weitere, sehr dunkel gekleidete  Person nähert sich ihr. Der Titel Küstenblues lässt erahnen, dass mehr als nur Schwermut in der Luft hängt. Birger Andresen hat es nicht leicht. Erst Zeuge eines Autounfalls, dann die innere Zerrissenheit. Eigentlich hatte er sich von seinem Leben in der Stadt verabschiedet, um mit Wiebke und dem gemeinsamen Kind auf dem Land zu leben – doch ganz loslassen fällt ihm schwer. Auch, dass sein ehemaliges Verhältnis Ida-Marie jetzt seine Vorgesetzte ist, nagt an ihm. Dazu dieser verflixte Fall, der immer neue Fragen aufwirft. Sylvia Grunewald war ein geachtetes und sehr erfolgreiches Mitglied der Timmendorfer Schickeria. Aber nach und nach wird klar, dass diese Frau mehr Feinde als Freunde hatte. Sogar innerhalb der Familie gabt es große Unstimmigkeiten, welchen Andresen und seine Kollegen nachgehen müssen. Der Prolog. Ein Brief, der von Liebe, Hoffnung aber auch großen Verzicht spricht. Melancholie macht sich breit, die sich durch den ganzen Roman hindurchwindet. Jobst Schlennstedt kommt in seinem fünften Birger Andresen Roman ohne lustige Anspielungen oder Scherze aus. Zu sehr sind alle Personen mit ihren Problemen beschäftigt. Und dennoch glimmt hier und da immer wieder die kleine Flamme der Hoffnung auf, so dass der Leser selbst nicht in Depression zu verfallen droht. Seitens der Schickeria spielt Schlennstedt mit Klischees, die aber nicht übertrieben sondern dem Roman nachdrücklich Form verleihen, fast schon wie ein Schwedenkrimi erscheinen lässt. Insgesamt ein sehr lesenswerter Krimi, in dem Jobst Schlennstedt wieder einmal seine vielen Ideen und Facetten zum Besten gibt, den Leser nachdenklich stimmt und seinen Helden nicht ausschließlich in polierter Rüstung daherkommen lässt.  Leseempfehlung? „Ja“. Für wen? Wer was zum Lachen haben will ist hier fehl am Platz. Allen anderen wünsche ich gute Unterhaltung.

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