Jobst Schlennstedt Westfalenbräu

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Inhaltsangabe zu „Westfalenbräu“ von Jobst Schlennstedt

Ein Schluck frisch gezapftes Bier genügt, und der junge Mann ist tot. Ein vergiftetes Bierfass auf dem Herforder Hoeker-Fest lässt Kommissar Jan Oldinghaus von der Bielefelder Kripo in seiner Heimatstadt ermitteln. Galt der Anschlag gezielt dem Opfer? Oder sollte die heimische Brauerei getroffen werden? Ein Gespräch mit dem Chef der Brauerei soll Licht ins Dunkel bringen. Doch bevor Oldinghaus mit ihm reden kann, ist der Brauer tot. Was zuerst nach Selbstmord aussieht, entpuppt sich rasch als Mord. Oldinghaus deckt ein Netz aus Neid, Intrigen und Erpressung auf. Die Zukunft der Brauerei steht auf dem Spiel.

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  • Rezension zu "Westfalenbräu" von Jobst Schlennstedt

    Westfalenbräu

    Katleah

    06. February 2011 um 13:45

    Es ist ein heißer Sommerabend, als die Veranstaltungen des Hoeker-Festes in Herford ihren Höhepunkt erreichen. Den Festigkeiten wird ein abruptes Ende gesetzt, als ein junger Mann stirbt – wie sich bald heraustellt, vergiftet mit Blausäure - die, vermischt mit dem Gebräu, sich in einem Bierfass befand. Schnell wird klar, dass der Anschlag auf den Abiturient nicht geplant, sondern Zufall war. Sollte der Betreiber des Standes etwa getroffen werden? Bevor der ermittelnde Kommissar, Jan Oldinghaus, von der Bielefeler Kripo mit dem Besitzer der heimischen Brauerei reden kann, stirbt auch dieser bei einem Zugunglück. Zuerst vermutet die Kripo Selbstmord dahinter, doch auch dies entpuppt sich schnell als Mord. Die Ermittelnden tappen im Dunkeln – haben die beiden Fälle etwas miteinander zu tun? Auch die Informationen, die Oldinghaus von den Angehörigen des toten Brauers bekommt, sind eher schwammig und von Zwietracht gesät, als dass sie brauchbare Hinweise liefern. Alleine die Tochter des Toten scheint mehr zu wissen – und dies auch preiszugeben. Doch plötzlich ist sie verschwunden ... Jobst Schlennstedt wurde im Oktober 1976 in Herford geboren, wo er auch aufwuchs. Nach seinem Abitur und dem Zivildienst begann er in Bayreuth ein Geografiestudium. 2004 zog er dann nach Lübeck, wo er bis 2008 in einem Beratungsunternehmen tätig war und heute noch mit seiner Frau und Tochter lebt. „Westfalenbräu“ ist nicht sein erster Krimi, aber der erste Band seiner Kriminalreihe um den Kommissar Jan Oldinghaus. Der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen, teilweise aber auch recht aufgesetzt. Mit knappen 221 Seiten ist das Buch gut ein kleiner Schmöker für zwischendurch, der nicht gleich an einem vorbei plätschern soll und einfach Spannung haben sollte, was das Buch definitiv mit sich mit bringt. Da das Buch „Westfalenbräu“ in Herford und Umgebung spielt und mir schon von vielen Seiten berichtet wurde, dass der Autor wirklich sehr autentisch die Gegend schildet, viele bekannte Plätze nennt und genaue Wege beschreibt, fand ich selber, dass ich das als Herforderin natürlich lesen muss. Es fing auf jeden Fall schon mal gut an und ich war mit den nächsten Seiten echt froh darüber, dass Kai Stahlhut keine so wichtige Rolle spielt – der Kerl kann einem einfach nur unsympathisch sein. Die Gestaltung seiner Persönlichkeiten hat der Autor interessant geschildet, mit dem Versprechen, dass es nicht nur die obere Schicht beim Protagonisten ist, sondern auch bei anderen Figuren, die innerhalb der Handlung öfters auftauchen. Spannend fand ich es nun nicht gerade, eher interessant. Nichtsdestotrotz rätselt man mit, um wem es sich bei dem Pärchen handelt, dass bis fast zum Ende unbenannt bleibt. Ein Buch, das man auf jeden Fall jedem Herforder empfehlen kann – und natürlich auch anderen, die ein Buch für „zwischen durch“ suchen.

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