Jocelyne Saucier

 4.4 Sterne bei 221 Bewertungen
Autorin von Ein Leben mehr, Niemals ohne sie und weiteren Büchern.
Jocelyne Saucier

Lebenslauf von Jocelyne Saucier

Jocelyne Saucier wurde 1948 in der kanadischen Provinz New Brunswick geboren. Bevor sie mit dem literarischen Schreiben begann, arbeitete sie lang als Journalistin. Ein Leben mehr ist ihr vierter Roman, der erste in deutscher Sprache. Jocelyne Saucier lebt in einem Zehn-Seelen-Ort im Wald, im nördlichen Québec.

Alle Bücher von Jocelyne Saucier

Ein Leben mehr

Ein Leben mehr

 (139)
Erschienen am 06.03.2017
Niemals ohne sie

Niemals ohne sie

 (74)
Erschienen am 10.03.2019
Niemals ohne sie

Niemals ohne sie

 (6)
Erschienen am 11.03.2019
Ein Leben mehr

Ein Leben mehr

 (2)
Erschienen am 18.12.2015
And the Birds Rained Down

And the Birds Rained Down

 (0)
Erschienen am 16.05.2013
Twenty-One Cardinals

Twenty-One Cardinals

 (0)
Erschienen am 09.06.2015

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Neue Rezensionen zu Jocelyne Saucier

Neu

Rezension zu "Niemals ohne sie" von Jocelyne Saucier

Ein Geheimnis unter Tage
ulrikerabevor 14 Tagen

Die Cardinals sind mit 21 Kindern eine wahrliche Großfamilie. In der kleinen frankokanadischen Gemeinde Norco lebt die Familie, seit der Vater dort ein großes Zinkvorkommen entdeckt hat. Es ist ein einfaches und ungestümes Leben in einem beengten chaotischen Haushalt. Die Mutter ist Herrscherin über die Kochtöpfe, die älteste Tochter Emilienne Hüterin der Kinder. Der in Aussicht gestellte Reichtum schwindet jedoch, als die Bergbaugesellschaft die Mine schließt und Albert Cardinal sich betrogen fühlt. Die älteren Kinder planen nun Rache an der Gesellschaft zu nehmen und lösen damit ein Ereignis aus, dass die Familie auf immer belastet.

Jocelyne Saucier rollt in ihrem Roman „Niemals ohne sie“ eine ganz besondere Familiengeschichte vom Ende her auf. Sie erzählt von einem Familientreffen, lange nach der Katastrophe, als alle Cardinals anlässlich einer Ehrung des Vaters zusammen kommen. Die Kinder sind längst alle erwachsen und  leben in alle Winde zerstreut. Langsam führt uns die Autorin an die Ereignisse von früher heran, bringt eine über Jahre unausgesprochene Wahrheit zu Tage. Es ist eine Geschichte über Familienzusammengehörigkeit, Schuld und Verdrängung. Jocelyne Saucier verleiht einigen Familienmitgliedern eine Stimme. Dabei beginnt sie mit „Matz“, dem jüngsten Kind der Familie, eine großartige Strategie, denn Matz kennt als Nesthäkchen die Familienvergangenheit, als die Cardinals die Kings von Norco waren selbst nur aus Erzählungen. Nach und nach lesen wir von den rauen Umgangsformen unter den Geschwistern, dem ständigen Kampf um Anerkennung und den richtigen Platz in der Rangordnung. Aber wir lesen auch vom Untergang einer ehemals florierenden Stadt, als die Einkommensquelle nach der Schließung der Mine versiegt ist. So wie der Vater Cardinal mit Leidenschaft nach Erz suchte, so schürft die Autorin Schicht für Schicht um ein tragisches Familiengeheimnis ab.

Niemals ohne sie ist eine ungezähmte Geschichte, eine Tragödie und dabei doch voller berührender Momente.

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Rezension zu "Niemals ohne sie" von Jocelyne Saucier

Gemeinsam verloren
julemausi89vor 15 Tagen

"Niemals ohne sie" ist das große Motto, das die 21 Kinder der Familie Cardinal ihr Leben lang zu verfolgen scheint. Aufgewachsen in einer verwahrlosten Bretterbude in einem kleinen Kaff im Nirgendwo Kanadas, machen sie schon früh Bekanntschaft mit Entbehrung und ständigem Kampf. Der Vater lebt für seine Erzsuche und bleibt mehr ein fernes Glanzbild, das die Kinder anhimmeln, die Mutter führt ein aufopferungsvolles Leben hinter ihren Kochtöpfen im ständigen Kampf, iher Rasselbande zu ernähren. Die Kinder führen ein zügelloses Leben, kümmern sich umeinander und regieren dank ihrer schieren Überzahl den Ort.

Und doch zeigt die Geschichte, die nacheinander aus der Sicht von sieben der Geschwister erzählt wird, dass dieser übermächtige Zusammenhalt, dieses strikte Gemeinschaftsdenken auch seine Schattenseiten hat. Dass die Kinder in der Masse ihrer Geschwister unterzugehen drohen, es für jedes ein Kampf ist, sich selbst zu entdecken und zu verwirklichen.

Die Geschichte ist eine Schilderung der Extreme, die die Liebe der Familie ausbilden kann, erzählt in einer fast schon poetischen Sprache. Und doch bleibt mir "Niemals ohne sie" seltsam fern. So wie sich die Cardinals gegen ihre Umwelt abschirmen, so verwehrt sich dieses Buch mir und gestaltet das Lesen dadurch schwierig.

Fazit:
Auch wenn ich mit diesem Buch nicht hundertprozentig warm geworden bin, so hat es doch einen seltsamen Sog entwickelt, welcher mich mit Sicherheit sehr bald zum nächsten Buch von Jocelyne Saucier greifen lassen wird.

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R

Rezension zu "Niemals ohne sie" von Jocelyne Saucier

Durchgefallen!
RobinBookvor 19 Tagen

Dieser Roman lässt mich enttäuscht, verwirrt und erstaunt zurück. Er wurde beworben mit: 
"Ein überwältigender Roman über eine ungewöhnliche kanadische Familie". 
Gut, dem kann ich voll und ganz zustimmen. Ungewöhnlich allerdings nicht (nur) ob der zahlreichen Kinderschar, sondern für mich in erster Linie wegen der merkwürdigen Spitznamen, von denen ich mir bis zur letzten Seite nicht sicher war, jedem Kind den richtigen zugeordnet zu haben. Hinzu kam noch, dass in jedem neuen Kapitel ein anderes Kind in der Ich-Form erzählte. Hilfreich wäre es da gewesen, Namen, Spitznamen, vielleicht sogar auch Ort & Zeit der jeweils geschilderten Handlung anzugeben! 
"Wir sind wie niemand sonst,..." - Auch dem stimme ich gern zu! 
"Ergreifend, witzig, tragisch, mit Figuren, die einen nicht mehr loslassen – ein Meisterwerk.(VOIR)" WITZIG??? 
Nach der Leseprobe hatte ich mit einem unterhaltsamen Roman über eine einfallsreiche Großfamilie gerechnet, die sich wegen des erwähnten Betruges einer Minengesellschaft am den Bodenschatz entdeckt habenden Vater rächt. 
Möglicherweise war die Story ja auch einen Ticken zu hoch für mich... 

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Gespräche aus der Community

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Hallo! :)

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»Schweigen ist Gold, vor allem, wenn es um Glück geht, denn das Glück ist zerbrechlich.«

In diesem neuen und besonderen Roman von Jocelyne Saucier riecht es nach den Weiten der kanadischen Wälder und Feuerholz, während das Wasser des Sees in kleinen Wellen gegen das Ufer schwappt.  Ein Leben mehr  ist eine wundersam beseelte und berührende Geschichte, die einem zeigt, dass Liebe, Hoffnung und Freiheitsdrang kein Alter kennen.  Ein Roman wie das Leben selbst: traurig und schön.

Über das Buch:

Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Von drei Männern, die die Freiheit lieben. Eines Tages aber ist es mit ihrer Einsiedelei vorbei. Zuerst stößt eine Fotografin zu ihnen, sie sucht nach einem der letzten Überlebenden der Großen Brände, einem gewissen Boychuck. Kurze Zeit später taucht Marie-Desneiges auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Die Frauen bleiben. Und während sie dem Rätsel um Boychucks Überleben nachgehen, entsteht etwas unter diesen Menschen, das niemand für möglich gehalten hätte. Hier geht’s zur Leseprobe »

»Ein magisch leuchtender Roman voller Schönheit.« Sun Times

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Wo würdest Du Deinen ruhigen Lebensabend  verbringen wollen?


Über die Autorin:

Jocelyne Saucier wurde 1948 in der kanadischen Provinz New Brunswick geboren. Bevor sie mit dem literarischen Schreiben begann, arbeitete sie lang als Journalistin. Ein Leben mehr ist ihr vierter Roman, der erste in deutscher Sprache. Jocelyne Saucier lebt in einem Zehn-Seelen-Ort im Wald, im nördlichen Québec.

»Diese erzählerische Kraft! Und diese Menschlichkeit! Jocelyne Saucier ist eine Magierin der Seele!« Le Devoir

*Bitte beachtet, dass Ihr euch im Gewinnfall zur aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension verpflichtet.

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