Jocelyne Saucier Ein Leben mehr

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Inhaltsangabe zu „Ein Leben mehr“ von Jocelyne Saucier

Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Von drei Männern, die die Freiheit lieben. Eines Tages aber ist es mit ihrer Einsiedelei vorbei. Zuerst stößt eine Fotografin zu ihnen, sie sucht nach einem der letzten Überlebenden der Großen Brände, einem gewissen Boychuck. Kurze Zeit später taucht Marie-Desneiges auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Die Frauen bleiben. Und während sie dem Rätsel um Boychucks Überleben nachgehen, entsteht etwas unter diesen Menschen, das niemand für möglich gehalten hätte.mEin Leben mehr ist ein wundersam beseelter und berührender Roman, eine leidenschaftliche Hommage an die Liebe, die Freiheit und die Natur. Ein Roman wie das Leben selbst: traurig und schön.

Ein wunderbares und kraftvolles Buch über das Leben. dass mich sehr berührt hat.

— Yolande
Yolande

Traurig schönes Ende :) das Buch ist von a-z gelungen

— Abundantia
Abundantia

Ein berührender Roman

— alupus
alupus

Ein stilles und gleichzeitig sehr gewaltiges Buch. Unbedingt lesen!

— hannipalanni
hannipalanni

Ein sehr leiser, aber ergreifender Roman.

— herrzett
herrzett

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  • Kraftvoll und poetisch

    Ein Leben mehr
    Yolande

    Yolande

    18. September 2017 um 14:12

    Jocelyne Saucier ist eine kanadische Schriftstellerin französischer Sprache. Sie hat bereits 4 Bücher geschrieben, wovon allerdings nur ihr jüngstes Werk auf Deutsch erschienen ist."Ein Leben mehr" wurde in Kanada für 14 Literaturpreise nominiert.Inhalt (Klappentext):Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Von drei Männern, die die Freiheit lieben. Eines Tages aber ist es mit ihrer Einsiedelei vorbei. Zuerst stößt eine Fotografin zu ihnen, sie sucht nach einem der letzten Überlebenden der Großen Brände, einem gewissen Boychuck. Kurze Zeit später taucht Marie-Desneiges auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Die Frauen bleiben. Und während sie dem Rätsel um Boychucks Überleben nachgehen, entsteht etwas unter diesen Menschen, das niemand für möglich gehalten hätte."Man ist frei, wenn man sich aussuchen kann, wie man lebt."" Und wie man stirbt."Jocelyne Saucier hat ein wunderbares und kraftvolles Buch über das Leben und die Liebe, das Alter und den Tod geschrieben.Am Anfang wechselt die Erzählperspektive des öfteren und man schlüpft in die Haut verschiedener Protagonisten. Das ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber dadurch werden einem die Charaktere schon sehr nahe gebracht. Ab ca. der Mitte des Buches wird die Geschichte nur noch von einem Erzähler weitergeführt. Es gibt noch einen kleinen Nebenstrang über die Großen Brände in den kanadischen Wäldern in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts.Das hört sich jetzt alles nach einem großen Durcheinander an, aber das ist es nicht. Für mich war die Geschichte sehr harmonisch und auch sehr positiv, trotz des allgegenwärtigen Todes, kein Wunder bei diesen hochbetagten Hauptprotagonisten.Fazit: Ein sehr, sehr schönes Buch über das Leben. Es hat mich sehr berührt und ich kann es unbedingt weiterempfehlen.

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  • Authentisch bis zu letzten Seite

    Ein Leben mehr
    Abundantia

    Abundantia

    10. September 2017 um 20:59

    Drei alte Männer, die beschlossen haben, die restlichen Tage ihres Lebens ganz nach ihren Vorstellungen zu gestalten, leben fernab von der Zivilisation, in den nordkanadischen Wäldern. Ted, Charlie und Tom sind bereits über 80 und nur durch Steve und Bruno, ihre beiden Kontakte nach außen, mit dem Nötigsten zum Überleben versorgt. Mit ihren Hunden genießen sie jeden Tag und wollen auch selbstbestimmt ihr Leben beenden, wenn der Tod einmal vor der Tür steht. Eines Tages taucht eine Fotografin auf, die vor allem an Ted interessiert ist. Dieser ist ein Überlebender eines großen Brandes vor etlichen Jahren und von seinen Erlebnissen möchte nicht nur die Fotografin erfahren. Doch als sie es endlich in die Gegend der Männer schafft, muss sie feststellen, dass Ted bereits gestorben ist. Es beginnt eine Suche in der Vergangenheit, ein Stöbern nach geheimen Spuren und das Erkunden unausgesprochener Wahrheiten. Als plötzlich noch die 82jährige Marie-Desneige auftaucht, nimmt das Schicksal aller Beteiligten nochmals eine unerwartete Wendung. Trotz der unterschiedlichen Lebensweisen und Vergangenheiten, verbindet die kleine Gruppe von Menschen nach einem Jahr etwas ganz tiefes, dass niemand von ihnen je vermutet hätte. Jocelyne Saucier zeigt mit ihrem Roman so viel Ehrlichkeit, Verletzlichkeit, Trauer und Hoffnung, dass man als Leser sehr bewegt ist. Ihr Schreibtstil ist einfach, direkt und doch so voller Tiefgang. Ohne Umschweife werden die Kraft der Liebe, die Blockade der Angst und die Stärke der Eigenwilligkeit gekonnt miteinander verwoben. Ein gelungenes Buch von A bis Z.

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  • Fast ein Märchen mit einer zarten Liebesgeschichte

    Ein Leben mehr
    alupus

    alupus

    03. September 2017 um 17:09

    Fast ein Märchen mit einer zarten Liebesgeschichte   Ein berührender Roman   Eine Geschichte, in der es um Menschen geht, die spurlos verschwinden, um einen Todespakt, der dem Leben sein Salz gibt, um den unwiderstehlichen Ruf der Wildnis und um die Liebe, die dem Leben seinen Sinn gibt. Die Geschichte klingt unwahrscheinlich, aber da wir Zeugen haben, muss sie wahr sein. Wer an ihr zweifelt, dem entgeht einer dieser besonderen Orte, wo besondere Menschen leben. Drei alte Männer: Tom, ein ehemaliger Alkoholiker, Charlie nach einem Nierenversagen und Ted Überlebender der Großen Brände leben in den Wäldern Kanadas in der Nähe einer Hanfplantage. Jeder für sich allein auf einer Lichtung nahe am See aber so weit entfernt, dass sie sich zwar nicht sehen, aber sich besuchen können. Ihre Hütten sind selbstgebaut und im Grunde sind sie Selbstversorger. Das Nötigste, was sie brauchen, besorgen ihnen Bruno und Steve, denen die Hanfplantage gehört. Es dauert lange, bis sie morgens ihre alten Knochen aus dem Bett hieven, sich Bratkartoffeln mit Speck machen und gesüßten Tee trinken. Besonders die Winter sind sehr hart. Der Tod ist in ihren Gesprächen allgegenwärtig. Die alten Männer würden aus allen Wolken fallen, wenn man sie fragen würde, ob sie glücklich sind. Sie müssen nicht glücklich sein, Hauptsache sie sind frei. Angst haben sie nur vor den Sozialarbeiterinnen dieser Welt und davor, ihre Freiheit zu verlieren. „Man ist frei, wenn man sich aussuchen kann, wie man lebt.“ „Und wie man stirbt.“ Plötzlich wird ihre Ruhe am See gestört und eine Fotografin taucht auf. Sie ist auf der Suche nach dem letzten Überlebenden der großen Brände Ed, Ted, oder Edward Boychuck. Aber Ted ist gestorben, einfach so, weil er alt war. Sie muss sich die Frage gefallen lassen „Hast du kein eigenes Leben? Oder warum interessierst du dich so sehr für das Leben anderer?“ Später taucht auch noch Marie-Desneige auf, eine eigensinnige, zierliche, Dame von 80 Jahren auf, zart wie ein Vögelchen. Die Frauen bleiben. Und während sie das Rätsel um Boychucks Überleben nachgehen, entsteht etwas unter den Menschen, das niemand für möglich gehalten hat. Jocelyne Saucier hat hier einen zauberhaften Roman geschrieben, der nicht das Leben in der Natur idealisiert, sondern sie zeigt auch, wie hart das Leben dort sein kann.  

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  • Leise, aber mit klarer Aussage

    Ein Leben mehr
    Frau_J_von_T

    Frau_J_von_T

    11. August 2017 um 08:11

    'Ein Leben mehr' von Jocelyn Saucier erzählt die Geschichte dreier alter Männer, welche sich dazu entschlossen haben, ihren Lebensabend in Würde und Freiheit zu verbringen. Fernab der Zivilisation errichten sie in den Wäldern Kanadas ein Lager, in dem fortan jeder von ihnen in seiner eigenen Hütte lebt...Die Autorin hat mit diesem Buch eine leise und zarte Geschichte erschaffen, die es trotz wenig bildhafter Sprache schafft, den Leser zu fesseln. Die Figuren der Geschichte sind liebevolle, charakterstarke Persönlichkeiten, welche man sofort ins Herz schließt. Egal ob es die drei alten Männer sind, deren Helfer aus einem nahe gelegenen Hotel, die plötzlich auftauchende Fotografin auf der Suche nach Überlebenden des Großen Brandes oder die aus der Psychiatrie gerettete Tante, die plötzlich Teil der "kleinen Gemeinschaft am See" wird. Als Leser bekommt man mit diesem Roman eine wunderschöne, melancholische Geschichte über Freiheit und Selbstbestimmtheit geliefert, aber auch darüber, dass Liebe im Alter kein Tabuthema sein sollte. Und auch die Auseinandersetzung mit dem Tod ist großes Thema dieses Romans, welchen ich jedem ans Herz legen würde."Wenn man die Freiheit hat zu gehen wann man will, entscheidet man sich leichter für das Leben"

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  • Über das Vergehen der Zeit und die Möglichkeit eines Neuanfangs

    Ein Leben mehr
    herrzett

    herrzett

    08. August 2017 um 12:12

    "Ein Leben mehr" ist ein sehr ruhiger Roman, der auch ohne viel Tamtam sehr viel Aussagekraft besitzt. Es geht im Grunde um recht verschrobene Charaktere, die ihr restliches Leben in der Abgeschiedenheit als Einsiedler verbringen wollen. Eine Fotografin ist auf der Suche nach Überlebenden des großen Brandes um diese zu porträtieren und die Puzzleteile einzelner Erzählungen zusammenzufügen. Bei ihrer Suche stößt sie im Wald auf diese kleine, abgeschottete Gemeinschaft. Als sie dann die Tante eines der Männer bei sich aufnehmen passiert etwas sehr rührendes und anmutiges. Marie-Desneige, die ihr ganzes Leben in einem Heim verbrachte, bekommt nun von Ihnen ein ganz neues Leben geschenkt.Nach einem recht langatmigen Einstieg durch und durch ein sehr ergreifender Roman, der mit Vergänglichkeit und Erinnerungen endet - oder auch gerade erst anfängt. Ich hatte Gänsehaut."Hier ruht eine alte Frau mit ihren Hoffnungen und Träumen, sagte die Erde. Ihr Leben passte in ein einziges Jahr, der Rest war unwichtig, den Rest nahm sie nicht mit ins Grab, und an ihrer Seite ruht ihr Gefährte. Er liebte sie, wie man einen Vogel liebt, einen seltenen Vogel, der dir von weit her zugeflogen ist und der sich in deiner Hand ein Nest gebaut hat."

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  • Ein Buch für die Seele

    Ein Leben mehr
    monerl

    monerl

    03. August 2017 um 13:57

    Dieses Buch gehört zu den schönsten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe! Es ist eine WUCHT!  In diesem kleinen aber sehr feinen Büchlein haben gewichtige Themen ihren Platz: Freiheit, Selbstbestimmung, Würde im Alter und die Liebe! Alles, was im Leben so wichtig ist und das Leben lebenswert macht. Sehr poetisch und intensiv beschreibt Jocelyne Saucier das Leben einer Gruppe von drei älteren Männern, die sich zu einem sehr ursprünglichen Leben in den unberührten Wald, irgendwo in Kanada, zurückgezogen haben. Jeder hat eigene Beweggründe. Sie schätzen sich gegenseitig, schätzen ihre Privatspäre und die Wünsche sowie Abneigungen des anderen. Sie haben sich eine kleine Oase der Ruhe und Zurückgezogenheit geschaffen, in der sie glücklich sind. "Es war der Geruch von Waldmenschen, der Mief von Männern, die seit Jahren keiner Dusche oder Badewanne nahe gekommen waren. Denn so etwas besaßen meine alten Freunde nicht." (S. 12, Taschenbuchausgabe)  ">>Man ist frei, meine Schöne, wenn man sich aussuchen kann, wie man lebt.<<. >>Und wie man stirbt.<<, ergänzte Charlie." (S. 27, Taschenbuchausgabe) Eine Geschichte, bei der man denkt, dass einen nichts überraschen kann, wird umso tiefer, wenn der Autor das Fingerspitzengefühl von Jocelyne Saucier besitzt, sie von Kapitel zu Kapitel interessanter und spannender zu machen und  Wendungen einbindet, die das Buch zum Lesehighlight und Herzensbuch erstrahlen lassen.   Es ist nichts zu viel aber auch nichts zu wenig geschrieben! Eine gelungene Komposition, wie ich sie selten gelesen habe.    Erstaunt habe ich die Geschichte und das Leben von Ted erforscht, das die Fotografin zutage gebracht hat. Der Überlebende des Großen Brandes, der in der Sammlung der tragischen Liebesgeschichten einen besonderen Platz eingenommen hat. Berührt und zutiefst traurig war ich über die Vergangenheit von Marie-Desneige und dann sehr beglückt über ihre Zukunft, die sich so schön für sie gebildet hat! Ich freute mich für die alte Dame auf der Bank im Park, die den rosa Schein ihrer Jugend auch im Alter in ihren Augen bewahren konnte. Ich bewunderte die Zusammenstellung von Bildern, die die Geschichte eines Mannes und seiner unglücklichen Liebe darstellte, gedeutet durch eine sensible Seele, die in ihrem bisherigen Leben viel Schmerz und Leid hatte ertragen müssen. Und ich hoffe auf eine neue Liebe, ein weiteres Leben mehr, voller Liebe und einen Richard Löwenherz...   Ach, ich könnte weiter und weiter schwärmen, da so viele Kostbarkeiten dieses Buch füllen und ausmachen...   Dies ist mein Lieblingssatz aus dem Buch, denn er zeigt so deutlich wie schön Liebe sein kann und wie sie durch herausragende Sprache zur Poesie wird: "Er pustet auf die Narbe, streichelt sie, küsst sie und lässt sie dann wieder in ihrer Falte verschwinden. Die Wunde ist nicht mehr zu sehen, die Vergangenheit darf ruhen." (S. 149, Taschenbuchausgabe)  Fazit: Wer eine zarte und bezaubernde Liebesgeschichte lesen will und wissen möchte, warum diese eine Männergemeinschaft nicht stört, sondern sie auch noch sehr bereichert, ja, sogar ein Leben mehr schenkt, muss bei diesem Buch zugreifen, sich zurücklehnen und genießen! Absolute Leseempfehlung, absolutes Lesehighlight, absolutes Herzensbuch!______________________________________http://bit.ly/2v1Whae

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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  • Ruhig und kraftvoll

    Ein Leben mehr
    ulrikerabe

    ulrikerabe

    19. July 2017 um 15:15

    „Ich liebe Geschichten, ich liebe es wenn man mir ein Leben von Anfang an erzählt….“ Zurückgezogen in den Wäldern Kanadas leben seitgeraumer Zeit drei Männer , jeder von ihnen hat die 80 längst überschritten. Alle drei haben dort ein zweites Leben begonnen, Tom, der ehemalige Alkoholiker, Charlie, der nach der Diagnose Nierenversagen einfach alles zurückgelassen hat um in Ruhe zu sterben und doch weiterzuleben und Ted, Überlebender der „großen Brände“. Als plötzlich zwei Frauen die selbstgewählte Isolation durchbrechen: Ted ist gerade „tot und begraben“, als eine Fotografin in die Einsiedelei gelangt. Eigentlich wollte sie zu Ted, um ihn zu den großen Bränden zu befragen, die er als junger Bursche erlebt hat.  Dann erscheint auch noch Marie-Desneige, eine alte Lady, zart wie ein Vögelchen, gekommen um zu bleiben.Vieles erscheint  in dieser Geschichte irreal und phantastisch, und doch -  „…wenn du mir nicht glaubst, dann hast du nicht gelebt…“ – ist es eine wunderbare Erzählung über die Selbstbestimmtheit des Daseins, über das Glück, in Freiheit zu leben und zu sterben, im Einklang mit der Natur und in sich ruhend. Und über die Liebe. Mit klaren, unverschnörkelten Worten schafft Jocelyne Saucier eine dichte Beschreibung nicht nur der Charaktere, sondern auch der wundervollen urwüchsigen kanadischen Natur.Mit Ruhe, Kraft  und Tiefe führt uns das Buch zu einem unweigerlichen Ende, das einen wehmütig und trotzdem hoffnungsvoll  und auch ein wenig überrascht zurücklässt. Ich kann für diese beeindruckende Buch wirklich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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  • Traurig und schön zugleich

    Ein Leben mehr
    Anne42

    Anne42

    09. July 2017 um 21:30

    „Drei alte Männer leben in den Tiefen der nordkanadischen Wälder, sie verbringen ihre Tage in gemächlicher Einsiedelei, sie angeln, jagen, plaudern, träumen vor sich hin. Bis eines Tages eine Fotografin und eine geheimnisvolle Dame von zweiundachtzig Jahren dazustoßen – und zwischen ihnen allen etwas entsteht, das niemand für möglich gehalten hätte.“Mehr möchte ich zum Inhalt auch nicht sagen, denn das, was auf dem Klappentext steht finde ich schon fast zu viel. Bei nicht einmal 200 Seiten gibt es halt keinen umfangreichen Plot. In diesem Fall auch völlig okay, denn wir bekommen hier trotz der Kürze eine umfassende Geschichte erzählt.Das Buch hat mich ehrlich gesagt mit sehr gemischten Gefühlen zurückgelassen. Zu Beginn war irgendwie alles komisch, ich habe gar nicht verstanden, was jetzt los war und wo wir uns befinden. Dadurch, dass die Geschichte aus mehreren Sichten erzählt wird, war ich am Anfang ein wenig verwirrt. Beim Lesen habe ich dann irgendwie immer darauf gewartet, dass die Geschichte „endlich mal losgeht“, weil die Handlung einfach so vor sich hin plätschert. Wer Spannung sucht, ist hier meiner Meinung nach also Fehl am Platz. Leider habe ich irgendwie ein bisschen mehr „Abenteuer“ erwartet und etwas mehr Action, deshalb habe ich auch ziemlich lange für das Buch gebraucht. Dennoch hat es die Autorin irgendwie geschafft, sich in mein Herz zu schreiben.. Diese ganze Idee, dass eine Gruppe von Menschen fernab jeglicher Zivilisation im Wald lebt hat mich sehr mitgenommen und begeistert. Ich bin selbst sehr naturverbunden und die Autorin hat es wunderbar geschafft, den Leser mit in die Wildnis zu nehmen, ihn die Alltagssorgen vergessen zu lassen und ein bisschen zu „erden“. Sowohl die Charaktere als auch die Geschichte sind einzigartig, daher kann ich gar nicht sagen, ob etwas dazu unrealistisch ist oder nicht. Unauthentisch kam mir jedoch nichts vor. Ein Highlight des Buches war für mich das Ende, auch wenn das sehr untypisch für mich ist, denn es hat mich sowohl traurig als auch voller Hoffnung zurück gelassen. 

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  • Wundervoller Roman mit einer besonderen Erzählkraft

    Ein Leben mehr
    -nicole-

    -nicole-

    07. July 2017 um 18:35

    Eine Geschichte über die Freiheit, die Liebe und den Zauber der kanadischen Wälder... Tief in den nordkanadischen Wäldern, fernab von jedem Trubel leben drei alte Männer. Vor langer Zeit haben sie sich entschlossen, ihrem alten Leben den Rücken zu kehren. Ted, Charlie und Tom lieben die Freiheit und ihr Einsiedlerleben. Doch eines Tages ist es damit vorbei: Zuerst taucht eine Fotografin auf, die auf der Suche nach einem gewissen Boychuck ist - der Mann, der damals die Großen Brände überlebt hat. Kurz darauf stößt noch die zweiundachtzigjährige Marie-Deseignes zu ihnen - eine zierliche Dame mit einer Vergangenheit, in die sie niemals zurückkehren möchte. Die Männer sind zunächst verwirrt über das Eindringen in ihr Einsiedlerleben. Doch während die beiden Frauen versuchen, das Rätsel um Boychucks Überleben zu entschlüsseln, geschieht in der kleinen Gruppe schließlich etwas, was niemand erwartet hätte..."Ich liebe Geschichten, ich liebe es, wenn man mir ein Leben von Anfang an erzählt, mit allen Umwegen und Schicksalsschlägen, die dazu geführt haben, dass ein Mensch sechzig oder achtzig Jahre später vor mir steht, mit einem ganz bestimmten Blick, ganz bestimmten Händen und einer ganz bestimmten Art zu sagen, dass das Leben gut oder schlecht gewesen ist." -Seite 22Auf dieses Buch bin ich vor einiger Zeit durch dieses großartige Cover aufmerksam geworden - der ältere Mann im Profil spiegelt sehr gut die Geschichte wieder, die das Buch zu bieten hat - diese ist zwar außergewöhnlich, aber wirklich großartig. Es geht um drei Männer, alle über achtzig, die sich vor langer Zeit entschieden haben, aus dem alltäglichen Leben auszusteigen, um in Freiheit zu leben. Jeder hat einen anderen Grund, warum er sich für dieses Einsiedlerleben tief in den kanadischen Wäldern entschieden hat. Die Gründe und wie es schließlich bei jedem dazu gekommen ist, erfährt man nach und nach. Die Charaktere sind hier besonders stark dargestellt - ob es die Männer selbst sind oder die weiteren Personen, die ebenfalls eine zentrale Rolle spielen - man lernt jeden Charakter auf ganz eigene Weise kennen. Auch der Schreibstil ist speziell - jeder Abschnitt ist aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln geschrieben. Gerade dieses passt sehr gut zur Geschichte. Auch die Schauplätze sind beeindruckend - alles ist bildgewaltig und detailreich beschrieben - man kann sich die kanadischen Wälder, aber auch weitere Orte wirklich gut vorstellen.Die gesamte Entwicklung der Handlung ist sehr gut. Durch die verschiedenen Perspektiven erfährt man nach und nach die einzelnen Geschichten der Figuren. Bei vielem, was anfangs noch unklar ist, kommt Licht ins Dunkel. Die Rückblicke in die Vergangenheit, die besonders die dramatischen Geschehnisse des Großen Brandes im Jahr 1916 schildern, ist aufschlussreich und berührend. Auch spielen sie eine zentrale Rolle bei den Geschehnissen in der Gegenwart, die knapp achtzig Jahre später angesiedelt ist. Gerade hier nimmt die Handlung einen überraschenden und unerwarteten Verlauf."Etwas lag an diesem Spätsommerabend in der Luft, etwas, das sie alle tief berührte. Der laue Abend lud dazu ein, an das Vergehen der Zeit zu denken, bei ihr zu verweilen und sie dann ziehen zu lassen." -Seite 160Mein Fazit: Ein wundervoller Roman, der eine ganz besondere Erzählkraft hat. Ich war sofort gefesselt von der Geschichte und von dem detailreichen, klaren Schreibstil. Starke Charaktere in einer einzigartigen Kulisse und einem Handlungsverlauf, der überrascht und berührt. Obwohl das Buch nur 192 Seiten umfasst, ist es dennoch eine große Geschichte. Ich bin beeindruckt und vergebe fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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    • 2
  • Selbstbestimmter Lebensabend in der Wildnis Kanadas - ein berührender Roman

    Ein Leben mehr
    Seehase1977

    Seehase1977

    11. June 2017 um 10:58

    Das ist die Geschichte dreier Männer, die in der tiefsten Wildnis im Norden Kanadas ihren Lebensabend verbringen. Zurückgezogen und selbstbestimmend ist ihr Leben, bis eines Tages eine Fotografin in ihrer Einsiedelei auftaucht, die nach einem gewissen Boychuck sucht, einem Mann, der angeblich die Großen Brände überlebt haben soll. Kurze Zeit später zieht eine zierliche, vom Leben gezeichnete alte Dame in die Lebensgemeinschaft in der Wildnis. Beide Frauen bleiben und mit den Veränderungen die diese Entscheidung für jeden dieser Menschen mit sich bringt, hätte keiner gerechnet…Meine Meinung:Mit dem Roman „Ein Leben mehr“ von Jocelyne Soucier bewege ich mich mal wieder in einem für mich untypischen Genre. Angesprochen durch das markante Cover wurde ich einmal mehr auf einem meiner „Ausflüge“ überrascht, bereichert und verzaubert.Jocelyne Soucier erzählt in ihrem Buch das Leben dreier Aussteiger, über 90 jährige Männer, die sich für ein selbstbestimmtes und freies Leben in der tiefsten Wildnis Nordkanadas entschieden haben, fernab von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Zwängen. Auch wenn der Tod sie immer wieder in ihren Waldhütten besucht, blicken die Männer ihm ohne Angst und mit einer stoischen Gelassenheit entgegen. Als eine namenlose Fotografin, die über die Großen Brände von 1916 und ihre Überlebenden recherchiert und eine alte Frau, die nach vielen quälenden Jahren endlich aus einer psychiatrischen Anstalt entkommen konnte das abgeschiedene Leben der Männer durchdringen, verändert sich das Leben aller Beteiligten. Die Autorin schildert die Erlebnisse dieser Menschen unaufgeregt sanft und warmherzig. Die Beschreibungen der Schauplätze und Protagonisten sind bildhaft und authentisch. Ich rieche und erlebe den Wald, sehe die Blockhütten vor mir und kann mir jede Falte und Furche in den Gesichtern der Alten vorstellen. Jocelyne Soucier verfällt hier aber keinesfalls in Romantik oder Kitsch, sie beschreibt das Leben in der rauen Wildnis unverfälscht und facettenreich. Ungewaschene Männerkörper, stinkende Tierfelle, eisigkalte Winter.Harmonisch verwebt Soucier die Geschichte der Aussteiger mit den Nachforschungen der Fotografin über die Großen Brände von 1916. Ein dramatisches Ereignis, das damals mehr als 200 Menschen das Leben nahm und die Überlebenden für den Rest ihres Lebens traumatisierte. Die Schilderungen der Autorin über diese Feuerbrunst haben mich sehr bewegt. Ich sah Menschen vor mir, die sich in Panik in Flüsse stürzen oder in die Erde eingraben. Menschen, die dem Feuer nicht entkommen können und der tödlichen Gefahr direkt ins Auge blicken müssen. Ich sehe Kinder, die ihre Eltern verloren haben und durch eine schwarze und vollkommen zerstörte Landschaft irren. Dieses schreckliche Erlebnis verarbeitet einer der Protagonisten auf besondere und sehr persönliche Art und Weise. Diese Entdeckung ist nicht nur für die Fotografin eine Offenbarung. Das Ende des Buches hat mich überrascht aber auch unbändig gefreut und ergriffen.Mein Fazit:Der Roman „Ein Leben mehr“ von Jocelyne Soucier wurde in Kanada für 14 Literaturpreise nominiert. Ein warmherziges und berührendes Buch über das Alter, die Liebe und ein selbstbestimmtes Leben. „Ein Leben mehr“ hat mich auch nach beenden der Lektüre nicht mehr los gelassen, ich habe jede Zeile genossen und kann es nur jedem weiterempfehlen. 

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    • 2
  • Wunderbar ausgearbeitete Charaktere!

    Ein Leben mehr
    bley91

    bley91

    15. May 2017 um 13:38

    Ich verzichte hier mal ganz schnell auf eine Zusammenfassung des Buches, da alles Wichtige schon auf dem Buchrücken zu finden ist und weitere Erklärungen meiner Meinung nach zu viel vorweg nehmen würden.Mir hat das Buch sehr gut gefallen.Die wenigen Charaktere, die das Buch hat, sind extrem schön ausgearbeitet und haben wirklich Persönlichkeit. Es ist nicht nur ein Beschreiben wie die Person ist sondern ein Erleben. Sehr guter Stil also. Die einzelnen Personen werden nach und nach vorgestellt und ergeben nachher eine recht gute Geschichte, die sich schön verwebt und ein paar nette Wendungen hat.Daher auch mein einziger Abzug bei den Sternen. Die Geschichte ist nur "recht gut" und nicht ausgezeichnet.Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.Jeder, der ein nettes, kleines Buch für nebenbei lesen möchte, sollte unbedingt zu "Ein Leben mehr" greifen.

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  • Ungewöhnliche Geschichte - aber schön!

    Ein Leben mehr
    JuLe_81

    JuLe_81

    10. May 2017 um 10:08

    Ted, Charlie und Tom sind alle über 80 Jahre alt und leben in einer Einsiedelei tief in den kanadischen Wäldern. Sie genießen die Freiheit, dort leben und sterben zu können wie sie wollen. Am Beginn der Geschichte ist Ted bereits gestorben. Eine Fotografin stößt zu den Einsiedlern, sie will eigentlich mit Ted alias Boychuck über seine schlimmen Erlebnisse während den Großen Bränden um 1916 sprechen. In vielen Gesprächen mit Zeitzeugen, deren Geschichten und Fotos sie sammelt, fiel immer wieder Boychucks Name. Außerdem nehmen die Männer noch eine alte Frau in ihre Runde auf, die aus einem Heim für Geisteskranke kommt. Sie bauen ihr eine Hütte mit viel Komfort und Charlie und sie verlieben sich ineinander. Und dann wären da noch die vielen Gemälde, die Ted hinterlassen hat und in denen er seine Erlebnisse während der Großen Brände verarbeitet. Ich habe etwas gebraucht, bis ich in der Geschichte angekommen war und ich mit dem Erzählstil zurecht kam. Zwischen der eigentlichen Erzählung finden sich immer wieder kursiv gedruckte Passagen, die den Inhalt kommentieren oder die Handlung ergänzen. Das fand ich zunächst ungewöhnlich, dann war das aber doch ganz passend. Die beiden übrig gebliebenen Männer sind als Charaktere auch erstmal schwer zugänglich - verständlich für Einsiedler. Die Frauen schaffen es aber doch, die Persönlichkeiten der beiden zum Vorschein kommen zu lassen. Überhaupt hat mir die Handlung durch die Frauen dann besser gefallen. All die Geschichten um die Brände, die die Fotografin gesammelt hat waren interessant und teilweise erschütternd. Und dann verknüpft sie ja ihre Fotos und gesammelten Schicksale mit Teds Gemälden - wirklich großartig. Die alte Dame Marie-Desneige hat mir auch gut gefallen, die war sehr gut beschrieben. Ihre Liebesgeschichte mit Charlie ist wirklich schön und nicht kitschig.Mir hat das Buch gut gefallen, eine schöne und auch traurige, ungewöhnliche Geschichte!

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  • Trauma und Natur

    Ein Leben mehr
    Buchstabenliebhaberin

    Buchstabenliebhaberin

    16. April 2017 um 11:14

    Eine Fotografin sucht die letzten Überlebenden der großen Waldbrände von Matheson aus dem Jahr 1916. Dabei sticht vor allem eine Person hervor, Ted Boychuck, "der Junge, der durch die Trümmer irrte." Sechs Tage lang, teilweise erblindet, oder zumindest mit irrem Blick, irrte er durch die rauchende Landschaft.Diese Trauma hat er nie überwunden, doch er hat sich eine neue, friedliche Welt erschaffen, zusammen mit Charlie und Tom lebt er zurückgezogen in den nordkanadischen Wäldern. Die Alten wollen ihre Ruhe und haben sich ein raffiniertes Netzwerk geschaffen, dass sie schützt.Doch die Fotografin findet das Camp und die Alten - doch sie kommt zu spät: Boychuck ist soeben verstorben. Sein Trauma aber hat er in vielen abstrakten Bildern verewigt.Fasziniert von Charlie und Tom und deren Leben im Einklang mit der Natur, den Tod stets vor Augen, kehrt die Fotografin immer wieder zurück zu den Alten, während sie weiter Material zu den großen Bränden sammelt. Sie ist nicht die einzige Besucherin, eine weitere Frau verändert das Leben der alten Waldmenschen grundlegend: Marie-Desneige, 82 Jahre alt, Psychatrie-Insassin seit über 60 Jahren, stößt zu der Gruppe hinzu. Und wird von den Männern herzlich aufgenommen. Wer die Freiheit so liebt wie die beiden Alten, kann niemand zurück in die Gefangenschaft schicken. Marie-Desneige hat eine Gabe: Sie kann die Bilder von Boychuck entschlüsseln. Die wahre Geschichte der großen Brände und Boychucks Rolle hierbei offenbart sich der Gruppe.Mehr verrate ich nicht. Eine weitere große Veränderung steht an, die die Alten routiniert und ohne großes Federlesen in die Tat umsetzen.Es ist ein schönes, warmherziges Buch, dass beim Lesen einfach Freude macht. Man ist gespannt, wie es weitergeht, ich war beeindruckt, wie sich die Freunde mit ihren Macken annehmen konnten und gegenseitig halfen, und dennoch alle frei fühlen konnten. Es war nicht leicht, eine Rezension dazu zu schreiben. Vielleicht hat mich die zerbrechliche Marie-Desneige gestört, die den Alltag der Alten verändert hat. Wobei es hier so dargestellt wird, als wäre sie willkommen und eine schöne Herausforderung und Aufgabe für die Waldmänner. Was ich nicht ganz glauben kann. Da gefiel mir die handfeste Fotografin mit ihrem Faible für die Geschichten der alten Menschen und der Waldbrände schon viel besser. Aber das mag Geschmacksache sein.4 Sterne für eine herzerwärmende Geschichte.

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  • Eine großartige Geschichte, der ich ab der ersten Seite verfallen war! Super!

    Ein Leben mehr
    Daniel_Allertseder

    Daniel_Allertseder

    08. April 2017 um 21:33

    Meine Meinung   Das Cover war mehr oder weniger der Grund dafür, dass ich mir dieses Buch angeschafft habe. Der Titel „Ein Leben mehr“ klingt sehr schlicht und schön, und die Kombination des ansprechenden Covers und des schlichten, aber ergreifenden Titels lösen bei mir eine Portion Neugier aus, der ich dann immer grundlos verfallen bin. Dank dem Suhrkamp Verlag durfte ich dieses 200-seitige Buch von Jocelyne Saucier aus dem Insel Verlag lesen. Ich war bereits nach der ersten Seite überzeugt!    Das Buch erzählt von drei Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Jeder dieser drei birgt ein und dasselbe Geheimnis. Hat das was mit dem kürzlich verstorbenen Ted zu tun? Die Fotografin, deren Namen im ganzen Buch nicht erwähnt wird, stößt auf die drei Freunde Charlie, Tom und Bruno, denn alle hatten etwas mit den großen Bränden zu tun. Alle drei waren Opfer, und die Fotografin sammelte die Geschichten der Opfer in Bildern. Immer mehr wird die Fotografin ein Teil der Drei. Das Spiel um Liebe, Freundschaft und die Wahrheit beginnt aber erst mit Marie-Desneige.    Die Autorin Jocelyne Saucier hat in diesem Buch mit wenigen Dialogen gearbeitet, dafür aber sehr viele Eindrücke und Wahrnehmungen in einer perfekten, literarischen Weise dargeboten. Der Schreibstil war sehr angenehm, nicht weniger wegen dem tollen Umgang mit den Wörtern und den prägnanten Satzstellungen. Sehr schön fand ich auch eine gewisse Spannung in den Kapiteln. Die Autorin hat eine freie und neugierige Sprache, mit der sie uns das tolle Setting der Wälder in Kanada nähergebracht hat. Von den Charakteren ist sehr wenig bekannt, nur die Vornamen und das Aussehen eines jeden wurde kurz erläutert. Der Leser erfährt nur von den großen Bränden, die die Protagonisten erlebt haben. Man weiß nichts vom Leben der Charaktere. Man muss auch dazu sagen, dass dies auch nicht von Belang gewesen wäre. Was wichtig war, was relevant für die Geschichte war, hat die Autorin uns auf dem Silbertablett serviert. Die Verstrickung in illegale Machenschaften war ein großer Anreiz für Spannung, was der Autorin ebenfalls sehr gelungen ist. Nicht zuletzt die Ankunft der alten Marie, die das Leben der drei, aber auch das Leben der Fotografin, auf den Kopf gestellt hat. Die Fotografin kümmerte sich eine Zeit lang um Marie, und durch diese beiden Damen bekamen die Worte Liebe und Freundschaft für Charlie, aber auch für die anderen beiden, nochmals eine ganz andere Bedeutung. Man weiß von der Fotografin ebenso wenig wie von allen anderen. Aber von ihr weiß man das Wenigste. Diese nicht vorhandenen Daten der Person – Charaktereigenschaften, Vergangenheit, Familie – machten sie umso interessanter und dennoch mysteriöser. Sie war im Buch ein sehr wichtiges Bindeglied, und ohne sie wäre die Geschichte nicht annähernd so gut als mit ihr. Jeder Charakter war ausgereift und äußerst gut geformt, jeder Charakter war für mich wie ein alter Freund, trotz der nicht vorhandenen Lebensläufe, die man ja in vielen Büchern zum Gähnen liest. Dies zeigt, dass man auch ohne große Vergangenheitsdarstellung oder Personenbiografie interessante Charaktere schaffen kann, was der Autorin mit ihrer besonders leichten und authentischen Art zu schreiben sehr gelungen ist!    Was mir ebenso sehr gefallen hat waren die in kursiv geschriebenen Zusatzkapitel, die man nach jedem Kapitel fand. In diesen kurzen Seiten wurden die vorherigen Kapitel weitergeführt, und man wurde auch auf einiges hingewiesen, was im darauffolgenden Kapitel passiert. Sehr klug und auch sehr interessant gemacht.    Der Verlauf des Buches war immer spannend und ein gänzlich ungezwungenes Abenteuer, dem ich ganz und gar verfallen war. Besonders das Ende war für mich sehr traurig, aber trotzdem ein würdiger Abschluss der Geschichte! ​Fazit   Ein berührendes, spannendes, interessantes und von Gefühlen und dem Trieb der Liebe und Freundschaft polarisierendes Buch, welches mir sehr gefallen hat! Die Autorin hat uns mit einer unglaublichen und großartigen Geschichte vertraut gemacht, die trotz nur 200 Seiten ein Ausflug in ein berührendes Abenteuer war. „Ein Leben mehr“ ist absolut zu empfehlen! Ein Meisterwerk!

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