Jochen Arntz 1964

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Inhaltsangabe zu „1964“ von Jochen Arntz

1964: Dieses Jahr ist ein ganz besonderes. Nein, die Deutschen wurden nicht Fußballweltmeister, sie flogen auch nicht zum Mond. Aber sie bekamen so viele Kinder wie nie in der Nachkriegszeit. Genau 1.357.304 Menschen kamen damals in der Bundesrepublik und der DDR zur Welt – die Zahl ist größer als die der Einwohner von Luxemburg, Liechtenstein, Monaco, Malta und Andorra zusammengenommen. Zum Jahrgang ’64 gehören Menschen wie Jan-Josef Liefers, Ilse Aigner, Jürgen Klinsmann, Johannes B. Kerner und Nicole. Bald werden sie 50.
Sie sind noch immer die Meisten, und viele von ihnen prägen dieses Land. Zeit für ein Buch zum Fest. Zeit für eine Zeitreise – und eine erste Bilanz.

Überzeugendes Portrait eines Jahrgangs

— Matzbach

das ist UNSERE geschichte!

— Buecherspiegel

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  • Ein starker, aber auch ein guter Jahrgang

    1964

    Matzbach

    Gibt es ein kollektives Erleben/eine kollektive Erinnerung? Offensichtlich ja, denn beim Lesen des "Buches 1964 - Deutschlands stärkster Jahrgang" kam mir doch so einiges bekannt vor, seien es die überfüllten Klassen und Hörsäle/Seminarräume, seien es die scheinbar unendlich langen Nachmittage, die man mit Freunden draußen verbrachte. In 10 Kapiteln erzählt Jochen Arntz die Geschichte des Jahrgangs 1964, der Kinder des bisher (und vermutlich auch ewig so bleibend) geburtenreichsten Jahres. Groß geworden mit Bravo, Deep Purple, Waldsterben und, leider auch mit Helmut "Kabunzler" Kohl, prägen die heute 51/52-jährigen das Bild der vereinigten Bundesrepublik, etwas, was für die ersten 25 Lebensjahre unvorstellbar war. Dabei sind wir jung geblieben, zumindest im Vergleich zu der Elterngeneration, die einfach physisch verbrauchter wirkte. Auch wenn hier und da mal ein Zipperlein drückt, ein ordentliches Tänzchen zu einem Rockklassiker bekommen die meisten von uns dann doch noch hin. Etwas verklärt ist eigentlich die Sichtweise der eigenen Kindheit. Wie oft hört man in diesem Jahrgang, dass wir wohlbehütet aufgewachsen seien. Stimmt, aber andererseits waren unsere Eltern oft täglich mit dem Fortschreiben des Wirtschaftswunders beschäftigt, so dass wir, unkontrolliert durch Handys, nachmittage- und im Sommer auch nächtelang tun und lassen konnten, was wir wollten. Jedem der zahlreichen Mitjahrgängler sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt, Schmunzeln und gelegentliches laut Auflachen ist garantiert.

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  • das ist UNSERE geschichte

    1964

    Buecherspiegel

    12. February 2014 um 18:37

    Dieses Buch, ein Geschichtsbuch, meine Geschichte, unsere Geschichte, die Geschichte einer Generation, gewidmet dem stärksten Jahrgang, den es je in Deutschland gab: dem Jahrgang 1964. Nie hätte ich gedacht, all das, was mich einst berührte in einem Buch lesen zu dürfen. Und am meisten gerührt hat mich das Kapitel 5 „Hymnen“, das mich, im Bus lesend, zu Tränen gerührt hat, bei den Knöpfen, die bei mir gedrückt wurden und Erinnerungsbilder, Gefühle, Gerüche und die Musik, hervorgeholt haben. Jeder aus der Generation „Viele“, denn wir waren in der Tat viele, wurde durch das, was wir erleben durften, geprägt. Wolfgang Niedecken, ein Gespräch ist ein Teil dieses Kapitels, ist einer, der uns geprägt hat, nicht wahr? Verdamp lang her. Aus der Sicht des Jahrgangs 1964 erzählt der Autor, Jochen Arntz, einige Entwicklungen, die uns alle geprägt haben. Nicht nur dieser Jahrgang, sondern diese Generation, die Ende der 50er bis Mitte der 60er geboren wurden, die die Schulklassen füllten, ein Kinobesuch zum Erlebnis werden ließ, alleine das Anstehen nach Eintrittskarten wurde zum Event. Nicht allen war das geheuer und so zeigt das Gespräch mit Ilja Richter, dass es sehr wohl auch schwer sein kann, für so viele eine immense Bedeutung zu haben, nur weil man ein paar Minuten im Monat im Fernsehen zu sehen war. Mir persönlich gefiel ja der „Musikladen“ wesentlich besser, er war nicht so brav wie „disco“. Wir hatten das, was heute selten ist, ganz normale Namen. Thomas, Sabine, Susanne, Klaus usw. Und weil so viele die selben Namen trugen bekam jeder seinen Spitznamen verpasst. Jeder wusste, nun gehörte er dazu, sobald er Specki oder Susie oder … genannt wurde. Wie viele Nachmittage verbrachten wir unbeobachtet draußen, ohne dass unsere Eltern wussten, was wir da so trieben. Anders als heute, wo, wie der Autor in den verschiedenen Kapiteln nicht müde wird zu betonen, Kinder behütet und überwacht werden was das Zeug hält. Dadurch, dass es heute so wenige Kinder gibt und auch die Mittel zur Überwachung vorhanden sind. Was hat sich die Welt gedreht, in den letzten 50 Jahren. Fernsprechapparate im Flur sind Smartphones gewichen, die Schreibmaschine ist heute mindestens ein Laptop. Schwarz-Weiß-Fernseher erinnern nicht im entferntesten an das, was nun, im Jahr 2013, in vielen Zimmern unserer Wohnungen steht. Wir haben vieles erlebt, „Grüne“ Politik, wir sind gegen oder auch für Atomkraft auf die Straße gegangen, den Fall der Mauer als Mittzwanziger und das Ende des kalten Krieges. Nur eines haben wir, Gottlob, nicht miterleben müssen, und das war der Krieg selber, den unsere Eltern und Großeltern zu genüge hatten. Gespräche mit dem Fernsehmoderator Johannes B. Kerner, der Musikerin Nicole, der Politikerin Ilse Aigner, dem Schauspieler Jan Josef Liefers, der Schriftstellerin Caroline Link, dem Journalisten Kai Diekmann, John Mahrenholz von der Werbeagentur Jung von Matt und der Hebamme Marion Ebeling, alles Kinder des Jahrgangs 1964, geben einen Querschnitt dessen, was uns ausmacht. So wünsche ich allen, die nächstes Jahr 50 werden, einen tollen Geburtstag, ich hatte meine 50 dieses Jahr schon voll gemacht, tut gar nicht weh, im Gegenteil! Und eine bitte hätte ich noch an Herrn Arntz: bitte noch ein zweiter Teil, ich bin mir sicher, Sie haben noch vielmehr Material!

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