Jochen Bleicken

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Autor von Die Verfassung der Römischen Republik, Augustus und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Die Verfassung der Römischen Republik" von Jochen Bleicken

Bleicken - Zur "Verfassung" der römischen Republik
Admiralvor 6 Jahren

Überblick
Jochen Bleicken, schon heute einer der Großen in der Forschung zur Antike, versucht hier systematisch (nicht chronologisch !) die Geschichte der römischen Republik darzulegen.

Inhalt
Auch dieses Werk soll mehr oder weniger als Wiedergabe der Geschichte der römischen Republik dienen. Aber nicht, wie üblich, in chronologischer Ordnung, sondern vielmehr in systematischer. Der Dreh- und Angelpunkt dieser Darstellung ist die Art und Weise des soziopolitischen Habitus der Republik. Das bedeutet: Dieses Werk ist gegliedert nach den "politischen" Institutionen und allem, was in der Republik eine Rolle spielte. Bleicken beschreibt deren Funktionen, Ursprünge, Wandlungen und (sehr interessant) die allgemeine Rolle in der Gesellschaft.
Als Beispiel soll die comitia centuriata herhalten. Der Ursprung war die Veränderung der Art Krieg zu führen. In frühester Zeit (> 6 Jh.) war der Einzelkampf üblich. Doch dann übernahm Rom die griechische Phalanx, sodass die Masse der Bürger militärisch gesehen wichtiger wurde, um die Schlachtreihe auszufüllen. Diese Wichtigkeit wandelte sich allmählich in politische Kompetenz um. Nämlich in einer Kriegsversammlung, die politische Aufgaben besaß. Nämlich die comitia centuriata. Ihre Funktion war die Übernahme einzelner Kompetenzen, wie der Kriegserklärung. Ihre Wandlung war, dass bei der späteren Verarmung sich immer weniger Bürger ihre Rüstung finanzieren konnten, sodass die Masse der Bürger hier immer weniger zu sagen hatte. Die Rezeption in der Gesellschaft war äußerst gut, weil diese timokratische Institution die gentilizische (comitia curiata) ablöste. In letzterer hatten nur die Väter der einzelnen mächtigen Familien was zu sagen. In der Heeresversammlung (comitia centuriata) wurde dies durch ein berechenbareres System ausgetauscht.

Fazit
Diese Geschichtsdarstellung ist sehr gelungen. Da die meisten Bücher dieses Themas wie gesagt chronologisch sind, ist es recht eintönig. Aber diese Darstellung ermöglicht eine völlig (!) andere Perspektive auf die römische Republik.

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Rezension zu "Geschichte der Römischen Republik" von Jochen Bleicken

Rezension zu "Geschichte der Römischen Republik" von Jochen Bleicken
Admiralvor 6 Jahren

Überblick
Eine kurze Geschichtsdarstellung mit langer Quellen- und Forschungsstandforschung und ausführlichem Literaturverzeichnis.

Inhalt
Von den insgesamt knapp 350 Seiten ist der Geschichtsdarstellung nicht mal ein Drittel Platz geschaffen. Und einiges, was Bleicken darstellt kann ich auch nicht wirklich unterstützen, weil die Quellen etwas anderes hergeben. Allerdings ist dies auch ganz und gar nicht der Schwerpunkt dieses Buches ! Denn knapp die Hälfte des Buches nimmt eine hervorragende Analyse dessen ein, was eigentlich zu einzelnen Themen der Geschichte der Römischen Republik geforscht wird und was, wer, wann publiziert hat...

Fazit
... was ungemein gut ist ! Auch wenn Bleicken selbst vieles nicht unterstützt, gibt er es doch ausfürhlich wider und erläutert es. Das Werk ist herausragend. Zu dem großen Themenkomplex Römische Republik fast alle Themen zu analysieren udn zwar bezüglich der Forschung ist für dne interessierten Leser, aber auch für Forscher selbst, sehr hilfreich, weil ansonsten schlichtweg kein Überblick besteht. Und genau den schafft Bleicken hier.

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Rezension zu "Augustus" von Jochen Bleicken

Rezension zu "Augustus" von Jochen Bleicken
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

DIE Augustus-Biographie schlechthin! EIn absolutes MUSS für jeden, der sich für die frühe römische Kaiserzeit interessiert!

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