Jochen Grünwaldt SCHAUspiele

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Inhaltsangabe zu „SCHAUspiele“ von Jochen Grünwaldt

„Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“ – wusste schon Friedrich Schiller. Wer spielt, tut es in der Regel zum Vergnügen, vergisst sich und die Welt um sich herum. Und doch gibt der Mensch auch im Spiel etwas von sich preis, stellt er etwas zur Schau. Manchmal tritt es offen, manchmal eher verschlüsselt zutage. Der Reiz daran ist uns nicht zu nehmen, und so spielen wir mit – und uns und anderen etwas vor. Jochen Grünwaldts neues Buch „SCHAUspiele“ bringt das in einer seltenen, zugleich anregenden, vergnüglichen und erlebnisreichen Weise nahe. Er führt uns Maskenspiele, Schautänze und Zirkusnummern vor Augen, bringt in Erinnerung, was wir in ähnlicher Form schon einmal gesehen haben. Da zwingt eine Dompteuse sechs feurige Hengste zu immer neuen Lauf-Figuren. Ein zynisch anmutender Zauberer blendet sein Publikum mit raffinierten Tricks und lenkt es in die Irre. Und ein Clown, der andere betrügen will, sieht sich plötzlich selbst betrogen. Andere Texte versetzen den Leser in nächtliche Maskenspiele. Stumme Wesen mit bizarren und befremdenden Köpfen bewegen sich wie im Traum, machen, als seien sie Menschen, die absurdesten Dinge, ärgern sich gegenseitig oder beglücken sich auf unbeholfene Weise mit allerlei Geschenken und ergehen sich in zeitraubenden Eitelkeiten. Sie streiten sich um die sonderbarsten Sachen, prügeln sich, gieren unaufhörlich nach Unerreichbarem und ergehen sich in fruchtloser Geschäftigkeit. Ironie, Spott und Sarkasmus paaren sich mit Kritik an sozialer Kälte sowie an der Erbarmungslosigkeit und Aggressivität des Menschen – Vorführungen der alltäglichen Verrücktheiten unseres Lebens. Seelischen Vorgängen widmen sich die Tänze. Dargeboten ist nicht nur das konfliktreiche Gegeneinander und erotische Miteinander des „pas de deux“ aus einem klassischen Ballett. Dem Auftritt von Break-Dancern mit fantasievollen Schritten, Körperdrehungen, Wendungen und Attacken mit besonderen Fußstellungen folgt eine Pole-Tänzerin, die der Schwerkraft trotzt und ihren Körper artistisch und in teils heftigen Rotationen um die Stange herum dreht. Das neue Buch Jochen Grünwaldts fällt aber noch aus einem anderen Grund aus dem Rahmen. Es ist in versrhytmischer Sprache und nicht in gewohnter Prosa verfasst. Alle Texte sind im regelmäßigen Wechsel von betonten und unbetonten Silben, im sogenannten „Trochäus“, gehalten. Damit gibt er den „SCHAUspielen“, die er vorführt, eine besondere Eigenheit. Nichts wirkt umständlich. Knapp und prägnant führt er z.B. den raschen Bewegungswechsel von Tänzern und Zirkusartisten vor Augen. Ausdrucksvolle und scharf gezeichnete Formulierungen tragen zu einem Lesevergnügen der besonderen Art bei. Ein Genuss mitzuschwingen und sich vielleicht hier und da wiederzuerkennen – oder neu zu entdecken.

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