Jochen Hellbeck Die Stalingrad-Protokolle

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(3)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Stalingrad-Protokolle“ von Jochen Hellbeck

Im Dezember 1942 reiste eine Gruppe von Moskauer Historikern nach Stalingrad. Sie wollten die seit Monaten anhaltende Schlacht, die von der Weltöffentlichkeit mit angehaltenem Atem verfolgt wurde, fu¨r die Nachwelt festhalten. Im Beisein von Stenographinnen sprachen sie mit Kommandeuren und einfachen Soldaten, mit Kommissaren, Scharfschützen und Sanitäterinnen. Auch Bewohner der Stadt berichteten schon während der Kämpfe von ihren Erlebnissen – offen und hautnah. Diese einzigartigen Gesprächsprotokolle verschaffen einen gänzlich neuen Blick auf die Schlacht,die den Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg markierte. Sie enthüllen das Selbstverständnis und die Motivation der Rotarmisten und ihre Wahrnehmung der deutschen Gegner. Nach dem Krieg gerieten die Stalingrader Protokolle unter Verschluss und verschwanden im Archiv. Siebzig Jahre nach der Schlacht werden sie nun von Jochen Hellbeck in Zusammenarbeit mit Historikern der Russischen Akademie der Wissenschaften präsentiert.

'Tatsächlich existiert bis heute vielfach ein stereotypes Bild des Rotarmisten: roh, triebhaft, ein so gefährliches wie anonymes Massenwesen. Hellbeck präsentiert in seinem Buch erstmals Dokumente, die dem eine authentische russische Perspektive der Stalingrader Schlacht entgegensetzen.'

Martin Hubert, Deutschlandradio

'eine dichte Analyse und eine reiche Quellenpräsentation'

Christian Staas, Die Zeit

'Es sind diese Unmittelbarkeit und das breite militärische und soziale Spektrum der Protokolle, die dem Laien tiefe Einblicke in das blutige Ringen um Stalingrad ermöglichen.'

Linus Schöpfer, Tages-Anzeiger

'Nun, fast 70 Jahre später, lässt sich mit nicht gekannter Tiefenschärfe nachvollziehen, wie die Sieger von Stalingrad die Schicksalsschlacht an der Wolga erlebten.'

Michael Sontheimer, Der Spiegel

Sehr interessante Schilderungen der einzelnen Protagonisten. Ist spannend die Gegenseite zu lesen.

— Druide78

Stöbern in Sachbuch

Heilkraft von Obst und Gemüse

Essen Sie sich gesund! Ein wunderbares Buch für alle, die sich bewusst ernähren wollen.

BookHook

Leben lernen - ein Leben lang

Lebenslanges Lernen, um das Leben zu leben - eine philosophische Betrachtung

Bellis-Perennis

Das verborgene Leben der Meisen

Ein gelungener, toll gestalteter, Meisen-Führer.

Flamingo

Atlas Obscura

Ein abenteuerlicher Atlas voller Wunder!

Elizzy

Adele Spitzeder

Die Geschichte der Adele Spitzeder

tardy

Hoffen, dass der Schulbus nicht fährt

Zum Schmökern, Schmunzeln und um alte Erinnerungen zu wecken ...

angi_stumpf

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Geschichtsinteressierten zu empfehlen

    Die Stalingrad-Protokolle

    Druide78

    27. September 2014 um 11:31

    Das Buch ist sehr gut geschrieben und die einzelnen Abschnitte übersichtlich gegliedert. Auch sind sehr viele Quellennachweise angebracht. Dazu nachher noch mehr. Es ist sehr interessant zu lesen, wie die einzelnen Militärs die Schlacht erlebt haben. Auch wie politische Arbeit dazu verwendet wird, Menschen anzuspronen / zu manipulieren. Sehr spannend ist auch das erste richtige Aufeinandertreffen der Sowjet- auf die Deutschen Offisziere. Es ist sicher kein Buch zum schnell durchlesen. Es braucht Zeit über das gelesene nachzudenken. Verbesserungsvoerschlag für eine Neuauflage: Die QUellennachweise und Karten sind sehr gut. Machen das Lesen aber kompliziert. Bei einem Buch mit mehreren 100 Seiten immer zu blättern ist ungeschickt und so lässt man die Karten und Verweise meist bei Seite. Besser wäre ein separates Heft mit Karte und Verweis drin. So könnte man das Buch ungehindert lesen und hätte die Querverweise immer Griffbereit.

    Mehr
  • Der alltägliche Wahnsinn des Krieges

    Die Stalingrad-Protokolle

    Gospelsinger

    28. March 2013 um 01:56

    Über die Erlebnisse deutscher Soldaten im Kessel von Stalingrad gibt es relativ viel Literatur. Nun liegt erstmals ein Werk vor, das die sowjetische Seite darstellt. Nach langer Zeit wurden diese Protokolle endlich freigegeben. Interviewt wurden sowohl Offiziere, als auch einfache Soldaten. Auch Frauen waren in der Roten Armee, und auch sie kommen zu Wort. Das Buch beginnt mit einer ausführlichen Einführung, in der unter anderem die Geschichte der Stadt Stalingrad, die Rote Armee, die Vorbereitungen des Kampfes um Stalingrad und die Kampfstrategien beschrieben werden. Im Abschnitt „Der soldatische Chor“ wurden die Interviews, nach Themen sortiert, wie Diskussionen zusammengeschnitten. So ist es möglich, die gleiche Situation aus verschiedenen Blickwinkeln gleichzeitig zu betrachten. Im nächsten Teil des Buches erzählen ein Armeegeneral, ein Gardedivisionsgeneral, eine Krankenschwester, ein Leutnant, eine Regimentskommandeur, ein Geschichtsdozent, ein Scharfschütze, ein einfacher Rotarmist und ein Feindpropagandist aus ihrer Sicht. Ein Abschnitt mit Aussagen von deutschen Kriegsgefangenen, ein Einblick in die Nachkriegszeit, sowie ein ausführlicher Anhang runden den Band ab. Dieses Buch konnte ich nur mit Unterbrechungen lesen. Mir gingen die Erzählungen einfach zu nahe, so plastisch wird beschrieben, wie es sich für die Soldaten anfühlte, dort zu sein. Stalingrad war für beide Seiten zu einem Symbol geworden, und entsprechend erbittert wurde gekämpft. „Achtzig Stunden ohne Unterbrechung arbeiteten die Luftwaffe, die Granatwerfer und die Artillerie. Drei Tage und drei Nächte verwandelten sich in ein Chaos aus Qualm, Feuer und Geschützdonner. (…) Dieser in seiner Erbitterung nie gekannte Kampf dauerte ohne Unterbrechung mehrere Tage rund um die Uhr.“ Krieg ist die Hölle, und zwar für beide Seiten. Und die Soldaten beider Seiten tragen psychische Schäden davon. Immer. In jedem Krieg. Aber ganz besonders beim Kampf um Stalingrad. „Von sechs, sieben Uhr morgens bis sieben Uhr abends wurde bombardiert, nur bombardiert. (…) Geschosse explodierten, Granatwerfer feuerten. Der Nebelwerfer 41 heulte unentwegt, alles brodelte von morgens bis abends. Nachts flogen Nachtbomber und warfen ihre Fracht ab, immerzu, immerzu. (…) Drei, vier Tage hat man nicht geschlafen und auch kein Bedürfnis danach gehabt. (…) Die ganze Zeit war man aufgewühlt, die ganze Situation hatte eine fürchterliche Wirkung.“ Das sowjetische Menschenbild betonte – wie übrigens auch das nationalsozialistische – das Heldentum. Im Kampf um Stalingrad war das „Heldentum zum Alltag geworden“, zwangsläufig. Aber es entpuppte sich als Hölle auf Erden, als zu teuer erkauft. Der alltägliche Wahnsinn des Krieges wird in diesem hervorragenden und umfangreichen Buch lebendig.  

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks