Jochen König Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein

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Inhaltsangabe zu „Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein“ von Jochen König

Jochen ist 27 als er erfährt, dass seine Freundin schwanger ist. Er will das Kind, sie ist skeptisch. Daraufhin entscheiden die beiden sich für einen radikalen Rollenwechsel: Nach ihrer Geburt zieht Fritzi zu ihrem Vater. Für den beginnt nun eine turbulente Zeit zu zweit - er will nicht nur ein guter Vater sein, sondern auch sein Leben im hippen Berlin nicht aufgeben. Ein authentisches Buch über das Leben eines echten 'neuen Vaters', über Rollenklischees, Partys und die Liebe.

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  • Rezension zu "Fritzi und ich" von Jochen König

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    Code-between-lines

    Code-between-lines

    30. December 2014 um 18:23

    Zum Inhalt: Der Autor Jochen König ist gerade 27 Jahre alt, als er und seine Freundin realisieren, dass sie ein gemeinsames Kind erwarten. Während Jochen sich recht schnell vorstellen kann, den unverhofften Nachwuchs groß zu ziehen, ist seine Freundin sich nicht von Anfang an sicher darüber. Doch die beiden wagen das große Abenteuer Kind und noch viel mehr: recht schnell ist klar, dass das junge Paar mit dem klassischen Familienmodell – beide Eltern leben zusammen, der Hauptanteil der Kinderversorgung und –erziehung wird von der Frau geleistet, während der Vater einen – sowohl zeitlich als auch persönlich – deutlich geringeren Teil dazu beiträgt, nicht viel anfangen können und ihren Familienalltag anders gestalten wollen. So lebt  Tochter Fritzi nach der Geburt bei ihrem Vater, der in den nächsten eineinhalb Jahren zu Hause bleibt und Fritzis Haupt-Bezugsperson ist. Fritzis Mutter lebt in einer WG in der Nähe von Jochen und Fritzi, kümmert sich mit um die gemeinsame Tochter, hat dabei jedoch deutlich mehr Freiheiten und Möglichkeiten, ihre berufliche Karriere zu gestalten. Der Autor schildert in diesem Buch seine ersten drei Jahre mit seiner kleinen Tochter Fritzi, er erläutert, warum das Paar sich bewusst für dieses Familienkonzept entscheiden hat und wie es sich anfühlt, wenn man sich in dieser Hinsicht immer wieder erklären muss. Eigene Meinung: Bevor ich mit dem Buch „Fritzi und ich“ losgelegt habe, habe ich mich nicht besonders viel mit dem Inhalt beschäftigt. Ich habe eine leicht zu lesende, unterhaltsame Erzählung aus dem Bereich „chaotischer Alltag von Papa in Elternzeit mit kleiner Tochter“ erwartet. Leicht zu lesen, war das Buch, unterhaltsam durch den immer wieder einfließenden Humor von Jochen König ebenfalls – aber das war nicht alles. Sehr positiv überrascht hat mich, dass es neben dieser „Haupthandlung“ noch einen sehr wichtigen anderen Inhalt des Buches gibt – ein Thema, bei dem man schnell merkt,  dass es Jochen König sehr am Herzen liegt. Es geht einerseits um alternative Familien- und Lebenskonzepte, darum, dass es nicht immer die Mutter sein muss, die den Großteil der Kindererziehung leistet und wie selbstverständlich auch persönlich weitaus mehr als der Mann (meist ist es heute noch so) zurücksteckt. Die Art und Weise, wie König sich diesem Thema nähert, seine Gedanken und Einstellung zu einer gleichberechtigten Beziehung, die Offenheit, mit der er sich dem Thema Geschlechterrollen nähert, hat mich dabei sehr positiv überrascht. Ein weiterer großer Punkt, der dem Autor offensichtlich sehr am Herzen liegt, ist, dass seine Tochter ohne die typischen Geschlechterstereotypen aufwachsen soll. So bekommt Klein-Fritzi keine rosa Strampelanzüge und wird an Karneval nicht als Fee verkleidet – lernt aber, dass sie mit ihrem Papa sowohl kochen und backen, als auch Computer zusammen bauen und Fußball spielen kann. „Von mir aus darf sie Bauarbeiterin und Bauarbeiter, Kapitänin und Kapitän, Spiderwoman und Spiderman, Junge oder Mädchen sein.“ Der Umgang mit diesen beiden Themen hat mir wirklich extrem gut gefallen und genau meine Einstellung getroffen.  Stilistisch kritisiere ich nur, dass einige Standpunkte meiner Meinung nach zu häufig wiederholt wurden. Königs Einstellung zu geschlechterspezifischer Rollenverteilung und (alternativen) Familienkonzepten wird sehr schlüssig und anhand vieler Beispiele aufgezeigt  - da hätte es die eine oder andere Wiederholung bzw. zusätzliches Beispiel einfach nicht mehr gebraucht. Fazit: Eine kurzweilige, unterhaltsame Lektüre, die sich aufgrund der Kürze und dem einfachen Schreibstil sehr einfach lesen lässt, und welche außerdem interessante Gedanken zum Thema Familien-/Lebenskonzepte bietet und mit der Vorstellung der auch in heutigen „modernen“ Familien noch häufig anzutreffenden klassischen Rollenverteilung aufräumt.

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  • Leserunde zu "Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein" von Jochen König

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    JochenK

    JochenK

    Hallo ihr Lieben, ich habe ein Buch über mein Leben mit meiner Tochter geschrieben und möchte gerne mit euch darüber diskutieren. Dazu gibt es 15 Exemplare zu gewinnen. Als Fritzi geboren wurde, hatten ihre Mutter und ich keine Lust auf eine "klassische Rollenaufteilung". Anders als die mittlerweile vielfach in den Medien gefeierten "neuen Väter" haben wir uns nicht nur für einen temporären "Rollentausch" oder eine Aufteilung der Elternzeitmonate entschieden. Vielmehr haben wir versucht an unseren Idealen von Gleichbereichtigung und Feminismus auch mit Kind dauerhaft festzuhalten. Um nicht aufgrund von gesellschaftlichen und/oder finanziellen Zwängen ohne es zu wollen irgendwann in alte Rollenmuster zu verfallen, war schnell klar, dass Fritzi direkt nach der Geburt zu mir zieht. Seitdem leben wir zu zweit zusammen in Berlin. Mein Buch handelt von Überforderung. Von skurrilen Erlebnissen und eintönigem Alltag. Vom Gedanken über Feminismus. Vom Kampf gegen Geschlechterzuschreibungen. Von Anspruch und Wirklichkeit. Von anderen Eltern. Vom Scheitern einer Beziehung. Von freien Abenden. Von den Reaktionen der Umwelt auf einen Vater, der alleine mit seiner Tochter lebt. Von Kindergeburtstagen. Und vielem mehr. Die facebook-Seite zum Buch: https://www.facebook.com/FritziUndIch Die Bewerbungsfrist endet am 16.10. Ich freue mich auf euer Interesse und hoffentlich spannende Gespräche und Diskussionen.

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  • Fritzi und ich

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    kolokele

    kolokele

    14. January 2014 um 14:35

    Jochen und seine Freundin führen eine eher lockere Beziehung als sie ungeplant schwanger wird und eine Entscheidung getroffen werden muss. Sie entscheiden sich dafür, das Kind zu bekommen und dafür, dass Jochen als Vater mit dem Kind zusammenleben wird und auch die Elternzeit übernehmen wird, sozusagen als Hauptverantwortlicher. Das Buch beschreibt nun seine Sicht auf die ersten drei Jahre mit Kind und auch, wenn die Mutter natürlich in ihrer beider Leben eine Rolle spielt, ist Jochen von meinem Gefühl als Leser, alleinerziehend. Er trägt die Hauptlast, bewältigt die meiste Zeit des Alltags und muss dann auch die Lasten tragen (Vereinbarkeit Job bzw. Studium und Kind etc.). Auch wenn es natürlich seltener der Fall ist, dass der Vater sich hauptsächlich um das Kind kümmert, war ich doch überrascht, auf wie viele verwunderte Personen der Autor dann tatsächlich stößt. Da ist Deutschland/die Gesellschaft wahrscheinlich noch mehr zurück als ich dachte. Auch findet man in dem Buch glaubhaft dargestellt, wie schwer es ist als Alleinerziehender, ob nun Vater oder Mutter, ich denke, das unterscheidet sich nicht, auch der Autor stößt an seine Grenzen und lernt maßlose Erschöpfung kennen. Unterm Strich darf man dann aber feststellen: ja, auch Väter können Kinder erziehen und ich glaube, Jochen ist gar nicht so eine schlechte Mutter, wie er manchmal befürchtet.

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  • Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein.

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    Blaustern

    Blaustern

    01. January 2014 um 17:21

    Jochen Königs Freundin erfährt mit 27 Jahren, dass sie schwanger ist. Sie ist sich unsicher, ob sie dieses Kind bekommen soll. Nach einigen Überlegungen fällt die Entscheidung für das Kind, wenn Jochen das erste Jahr mit dem Kind zu Hause bleibt und den Erziehungsurlaub nimmt. So nimmt er Fritzi, seine Tochter, nach der Geburt zu sich und stellt sich all den Schwierigkeiten, die so ein Neugeborenes mit sich bringt. Die ersten drei Jahre des alleinerziehenden Vaters mit all seinen Problemen, aber auch schönen Augenblicken, dem Kind eine gute Mutter / Vater zu sein, schildert Jochen in diesem Buch und lassen einen das ein oder andere Mal schmunzeln. Seien es die Einstellungen einiger Mütter oder Behörden zu der Erziehung bzw. dem Rollenwechsel. Dabei muss man Jochen wirklich bewundern, wie er mit seiner kleinen Tochter umgeht, auch wenn die Erziehung bei ihm ganz anders ausfällt. Wichtig ist, dass sich Fritzi wohlfühlt, und das tut sie bei ihm. Trotz aller Leichtigkeit regt das Buch zum Nachdenken an. Der Schreibstil nimmt einen gleich gefangen und entführt einen in Jochens Welt mit Fritzi, aus der man am Ende erst wieder auftaucht.

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  • Leider abgebrochen.

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    LeseJulia

    LeseJulia

    31. December 2013 um 13:56

    Inhalt: Jochen ist 27 als er erfährt, dass seine Freundin schwanger ist. Er will das Kind, sie ist skeptisch. Daraufhin entscheiden die beiden sich für einen radikalen Rollenwechsel: Nach ihrer Geburt zieht Fritzi zu ihrem Vater. Für den beginnt nun eine turbulente Zeit zu zweit - er will nicht nur ein guter Vater sein, sondern auch sein Leben im hippen Berlin nicht aufgeben. Ein authentisches Buch über das Leben eines echten "neuen Vaters", über Rollenklischees, Partys und die Liebe. Meinung: Das Buch und ich passten irgendwie nicht zusammen. Woran es genau lag, da bin ich gar nicht so sicher... Der schreibstil ist ungewöhnlich, anfangs fand ich es etwas befremdlich, doch man gewöhnt sich daran, dass es nüchterne Sätze sind. Woran ich mich nicht gewöhnen konnte, dass Fritzis Mutter nicht wirklich eingebunden ist, wenn gleich ich verstehe, dass sie aus diesem buchprojekt weitestgehend rausgehalten werden wollte. Doch dadurch bekommt ihre Rolle einen faden Beigeschmack, zumindest bei mir. Klar kann man die Erziehungsrollen anders aufteilen, als es das übliche "klischee" und auferlegt und sicher ist es auch nicht schlechter oder besser, wenn ein vater seine Tochter weitestgehend allein erzieht...aber irgendwie weiß ich nicht, was mir das buch sagen wollte. Was will der Autor erreichen? Klischees abbauen? Rollen in Frage stellen? Die beschriebenen Schwierigkeiten, die er vor allem zwecks Anmelden des Kindes und des Wohnortes etc. hatte, dieser ganze Behördenkram ist schon sehr erschreckend gewesen, dass die Köpfe der menschen oft so eingefahren sind auf das Mutter-Kind-Muster, aber einige Probleme mit denen er zu kämpfen hatte, die müssen auch Mütter bewältigen, denn Klischees gibt es immer...egal ob "männliche" Mutter, Junge Mutter, alte Mutter, vielfache Mutter... Daher konnte ich an einigen Stellen zwar schmunzeln, aber an vielen nur den Kopf schütteln, bzw die Stirn runzeln. Vielleicht lag es auch an der Diskussion mit dem Autor in der Leserunde, wo er leider oftmals sehr vehement seinen Standpunkt und seine Rolle verteidigend aufgetreten ist, was ich als sehr unsympathisch empfand und mich dann ausgeklinkt habe...es hat mir das ganze Buch etwas madig gemacht und die Lust genommen weiterzulesen. Fazit: Sicherlich ein interessantes Buch, aber leider nicht meines. Wem ich es empfehlen sollte??? Männern, die mit dem gedanken spielen die "Mutterrolle" zu übernehmen???! Ich weiß es nicht.

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  • Mama Jochen

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    Fluf

    Fluf

    23. November 2013 um 16:45

    So ein nicht wirklich geplantes Kind ist schon eine Riesensache. Eine riesige Veränderung, die alles auf den Kopf stellt. Noch dazu, wenn man sich entscheidet aus dem typisches Rollenmuster für Vater-Mutter-Kind auszubrechen. Ein junger Mann entscheidet sich ganz bewusst FÜR das ungeplante Kind und außerdem für die lange Elternzeit, die sonst klassischerweise eher der Mutter zufällt. Das dies eine spannende Geschichte sein muss, ist doch klar! Dieses Buch ist in vielerei Hinsicht rollenuntypisch, nicht nur wegen der Elternaufteilung, sondern das ganze spiegelt sich auch in der Erziehung der kleinen Fritzi wieder. Es gibt nur wenig Schubladen und keine eingeengten SIchtweisen. Mädchen müssen kein Rosa tragen und dürfen in Pfützen springen, Männer können sich die Nägel lackieren und mit "Mami" angesprochen werden, Mütter können Arbeitstiere sein. Urlaub mit einem Kleinkind, stundenlange Zugfahrten? Kein Problem. Spannend für alle, die es selbst nicht erleben: der Alltag für einen quasi alleinerziehenden Vater. Sei es auf Behörden oder einfach im Umgang mit anderen Eltern. Jochen König beschriebt das ganze mit viel WItz und auch Ernsthaftigkeit. Und doch merkt man, dass es hier um's wahre Leben geht und sich keine Hollywoodstory abspielt, denn obwohl er alles super meistert, schafft er bzw. schaffen es beide Elternteile nicht, die Liebesbeziehung am Leben zu erhalten. Auch das ist (leider) oft Realität. Doch was immer im Vordergrund steht: Fritzi's Wohl. Man hat auf jeden Fall das Gefühl, dass sie glücklich aufwächst und es ihr an nichts fehlt, in dem liebevollen Haushalt ihres Vaters, der sich um eine moderne und aufgeklärte Erziehung bemüht. Ich fand es gut, dass Jochen König auch vermehrt daraufhin weißt, dass es für eine Frau, genauergesagt eine Mutter, laut unserer Gesellschaft undenkbar ist, ihr Kind schon so früh "abzugeben", wohingegen es bei den Männern, bzw. Vätern fast schon erwartet wird, dass sie nicht in Elternzeit gehen. Er hat so Recht. Da sind die Klieschees eben noch zu tief verwurzelt. Ein wirklich tolles Buch!

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  • Lesenswert!

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. November 2013 um 21:02

    Inhaltsangabe Mit 27 Jahren erfährt Jochens Freundin, dass sie ein Kind bekommt. Nachdem sich die Begeisterung zunächst in Grenzen hielt, entscheiden die beiden, das Kind zu bekommen. Dabei nimmt Jochen jedoch die Rolle der Mutter ein: Er nimmt Fritzi, die Tochter der beiden, nach der Geburt zu sich und bleibt mit ihr zuhause. In seinem Buch schildert er all die Widrigkeiten, aber auch die schönen Momente, die er mit seiner Tochter in einer Gesellschaft erlebt, die von Rollen- und Schubladendenken geprägt ist. Beurteilung Der Einstieg ins Buch fiel leicht, an den Schreibstil von Jochen hatte ich mich bereits auf der ersten Seite gewöhnt. Die Geschichte hat mich ebenfalls sofort gefangen genommen, von Anfang an fieberte ich mit der kleinen Fritzi und ihrem Vater mit. Der Schreibstil des Autors ist geprägt durch einige stilistische Wiederholungen, die mich keineswegs gestört haben, sondern im Gegenteil, die Gedankengänge eher betont haben.   An einigen Stellen des Buches musste ich schmunzeln, an anderen jedoch habe ich die Stirn gerunzelt. Nicht ganz verständlich war für mich, warum eine Frau ihr Kind anscheinend so selten sehen möchte - genauso ist es mir auch immer umgekehrt schleierhaft, wieso ein Mann keinen oder nur wenig Kontakt zu seinem Kind wünscht. Umso mehr bewundere ich Jochen dafür, wie er mit seiner Tochter umgeht und habe mir nicht selten gewünscht, dass es mehr Väter und Mütter dieser Sorte gäbe. Fazit Volle 5 Sterne und eine Empfehlung für alle, die gern mal alte, festgefahrene Sichtweisen überdenken möchten.

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  • Kindererziehung aus der Sicht eines jungen Vaters

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    CHRISSYTINA

    CHRISSYTINA

    17. November 2013 um 18:51

    Zum Inhalt: Als Jochens Freundin ungeplant schwanger wird, überlässt er ihr die Entscheidung, ob sie das Kind behalten möchte, obwohl er sich gut vorstellen kann, Vater zu werden. Seine Freundin hat ihr Studium fast hinter sich gebracht und möchte eigentlich nun beruflich voll durchstarten, weshalb die Schwangerschaft ziemlich ungelegen kommt. Letztendlich entscheiden sich die Beiden jedoch für das Kind und probieren eine ungewöhnliche Rollenverteilung aus: Jochen und seine Freundin möchten nicht zusammen leben und ihre gemeinsame Tochter Fritzi soll beim Vater aufwachsen. In seinem Buch schildert Jochen König die schönen und weniger schönen Seiten, die die Geburt eines Kindes mit sich bringt. Es ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt und erzählt von Jochens und Fritzis Erlebnissen bis zu deren drittem Lebensjahr. Unter anderem erzählt Jochen davon, wie er und seine Freundin sich die Betreuung des Kindes aufgeteilten, wie ihre Beziehung am ständigen Stress zerbrach und wie Jochen trotz Kleinkind sein Studium wieder aufnahm. Meine Meinung: Das Buch fiel mir zuerst durch seinen eigenwilligen, erfrischenden Schreibstil auf. Die Sätze sind tendenziell eher kurz, sachlich und prägnant. Am Emotionen fehlt es trotzdem nicht, denn Jochen ist auch sehr offen im Beschreiben seiner liebevollen Gefühle für seine kleine Tochter und der Verzweiflung, die mit seinem ersten Nervenzusammenbruch einherging. Ich fand es sehr interessant, die Kindererziehung auch einmal aus der Sicht eines Vaters zu lesen. Jochen hatte im Gegensatz zu vielen anderen männlichen Schreiberlingen in diesem Themenbereich nicht die permantente Unterstützung einer Frau, da er die meiste Zeit allein mit Fritzi klarkommen musste. Das macht sein Buch zu etwas Besonderem. Jochen König vertritt in vielen Hinsichten eine ungewöhnliche Meinung zur Kindererziehung und zu anderen Themen, die ich sehr interessant und inspirierend fand. Doch da möchte ich nicht zu viel verraten. Das Buch hat mich gut unterhalten, mich zum Schmunzeln und zum Grübeln gebracht. Ich hatte es innerhalb relativ kurzer Zeit durch, weil mich das Thema nicht mehr losgelassen hat. Auch danach hat es mich noch eine Weile beschäftigt. Einen Stern habe ich deshalb abgezogen, weil das Buch einige Fragen offen gelassen hat. Jochen erzählt wirklich viele Details aus der Beziehung zu seiner (Ex-)Freundin, die einiges erklären und verständlich machen. Ich finde es grundsätzlich auch verständlich, dass er ihre Privatsphäre wahrt und kaum etwas über sie erzählt. Weder was sie beruflich macht noch wie genau sie zu Fritzi steht oder wie sie damit zurechtkommt, dass ihre kleine Tochter nicht bei ihr aufwächst. Ich habe das Beziehungkonzept der Beiden und die Beweggründe von Fritzis Mutter nicht ganz erfassen können und hatte deshalb ein etwas unbefriedigendes Gefühl am Ende des Buches. Das ist allerdings wirklich kein großes Manko. Insgesamt ist es absolut lesenswert - insbesondere für werdende Väter - weil noch viel zu viele Männer die Erziehung und Betreuung eines Kindes automatisch der Frau übertragen. Ich hoffe, dass sich das bald dank Männern wie Jochen ändert.

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  • Fritzi und ich

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    Samtpfote

    Samtpfote

    15. November 2013 um 15:11

    Fritzi und ich - Jochen König Beschreibung: Jochen ist 27 als er erfährt, dass seine Freundin schwanger ist. Er will das Kind, sie ist skeptisch. Daraufhin entscheiden die beiden sich für einen radikalen Rollenwechsel: Nach ihrer Geburt zieht Fritzi zu ihrem Vater. Für den beginnt nun eine turbulente Zeit zu zweit - er will nicht nur ein guter Vater sein, sondern auch sein Leben im hippen Berlin nicht aufgeben. Ein authentisches Buch über das Leben eines echten "neuen Vaters", über Rollenklischees, Partys und die Liebe. Inhalt: Jochens Freundin erwartet ein Kind und weil seine Freundin eigentlich noch nicht mit einem Kind gerechnet, das Paar sich aber gegen eine Abtreibung entschieden hat, ist schon zu diesem Zeitpunkt klar, dass Jochen das Kind, sobald es auf der Welt ist, zu sich nehmen und so zukünftig als alleinerziehender Vater leben wird. Nach einer traumatischen und sehr langen Geburt, zieht Fritzi zu ihrem überglücklichen Vater und schon bald bewältigt Jochen kleine und grössere Probleme im Alltag, kocht, füttert und kümmert sich um seine Tochter, organisiert Ferien, einen Kitaplatz und trifft sich mit anderen Müttern und Väter. Das Paar entscheidet gemeinsam, wie die Betreuung von Fritzi genau geregelt wird, wie viel Geld Jochen erhält und wann Fritzi die Nacht oder das Wochenende bei ihrer Mutter verbringt. Am schwersten ist jedoch immer der Gang zur Behörde. Immer dann wenn es ums An- oder Abmelden und um irgendwelche Regelungen geht, die mit Fritzi zu tun haben, wird Jochens Geduld auf die Probe gestellt. Ist es in der heutigen Zeit immer noch so ungewöhnlich, alleinerziehender Vater zu sein? Selbstkritisch, humorvoll und sehr ehrlich berichtet Jochen König vom Alltag mit seiner Tochter und den täglichen Schwierigkeiten und Freuden, die er mit ihr erlebt. Meine Meinung: Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich von diesem Buch ein Mitleid heischendes Bekenntnis eines Vaters erwartet, der täglich überfordert ist und trotzdem davon berichtet, was für ein Held er doch sei, weil er die Zeit mit seinem Kind verbringe. Jochen König hat mich mit seinem Buch "Fritzi und ich" sehr positiv überrascht und mir meine Vorurteile gerade einmal auf die Nase gebunden. Er jammert nämlich nicht, er beschreibt, er ist nicht überfordert, nur gefordert und dass man dabei ab und zu an seine Grenzen stösst, ist normal und er stellt sich überhaupt nicht als Held dar sondern zweifelt sogar ganz häufig an sich und dem gewählten Familienmodell. Eine Meinung zu diesem Buch zu formulieren ist nicht ganz einfach, weil es sich nicht um eine fiktive Geschichte, sondern um die Beschreibung des Alltags einer Familie handelt. Man kann alle Entscheidungen und jede Handlung des Paares gut oder schlecht finden, kritisieren oder loben. Tatsache ist aber, dass sich Jochen König mehr Gedanken gemacht hat, als viele andere Väter, dass sein Engagement grösser ist, als das Engagement anderer Männer und dass er immer versucht, das Beste für seine Tochter zu tun. Auch wenn dieses Familienmodell überhaupt nicht meines wäre, weil ich ein absoluter Beziehungsmensch bin, das Leben als Paar sehr schätze und darum auch mit meinem Partner zusammen wohnen würde, so präsentiert uns König doch eine Alternative zum traditionellen Modell und viele Gründe dafür und dagegen. Er liefert eine Diskussionsgrundlage, viele Anregungen und berichtet manchmal auch einfach nur aus seinem Alltag. Probleme, Streits und verkaterte Vormittage spielen dabei eine genau so wichtige Rolle, wie Liebe, Sex und Ausflüge mit der Tochter. Ausserdem ist das Buch ganz toll geschrieben. Es ist sehr verständlich aber nicht simpel aufgebaut und wirkt so ehrlich erzählt und voller Liebe zu diesem Kind, dass man den Autor dafür einfach mögen muss. Fazit: "Fritzi und ich" ist sehr unterhaltsam und kurzweilig. Das Buch hat mich einige Male zum Lachen gebracht und mich darin bestätigt, dass es nicht nur eine Möglichkeit gibt im Leben, sondern immer ganz viele verschiedene Wege. Zusätzliche Infos: Autor: Jochen König Taschenbuch: 192 Seiten Verlag: Herder Sprache: Deutsch ISBN 978-3-451-30679-2

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  • Gender Roles und andere Tücken

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    Marcsbuecherecke

    Marcsbuecherecke

    14. November 2013 um 11:29

    Ich bin heute genau seit 16 Monaten selbst Vater einer kleinen Tochter und war ehrlich "erschrocken", dass ich kaum Bücher fand, die sich ehrlich mit den Problemen eines Vaters auseinandersetzten. "Mann und Vater sein " von Jesper Juul fand ich einfach nicht gut. "Achtung Baby! " ist wohl eindeutig nicht als wirklicher "Ratgeber" geeignet und der Rest auf dem Markt hat mich einfach nicht angesprochen. Umso mehr freute ich mich, dass ich in meiner Bibliothek dieses Buch fand.  Inhalt:  Jochen ist 27 Jahre alt, lebt in Berlin in einer WG und wird von seiner Freundin überrascht. Sie erwartet ein Kind. Er ist hellauf begeistert und übernimmt gerne die Verantwortung. Nach der Geburt geht Jochen in Elternzeit, zieht allein mit seiner Tochter in eine kleine Wohnung in Friedrichshain und blickt in die gemeinsame Zukunft. In diesem Buch begleitet der Leser Jochen auf seiner Suche nach einem Kitaplatz, nach neuen Freunden, bei seinen kleineren und größeren Problemen im Alltag usw usw.  Zum Buch:  Jochen Königs Schreibstil hat mir positiv überrascht. Er schreibt flüssig, ohne große Umschweife und einfach ehrlich. Die Erlebnisse, die König hier beschreibt, haben mich teilweise aus den Socken gehauen. Geschlechterrolen in Deutschland waren mir auf jeden Fall bekannt, aber das solche "Probleme" auftreten, sobald einer aus seiner Rolle fällt war mir dann doch neu. Wichtig für mich war, dass ich mich in einigen Situationen selbst erkannt habe. Zumindest zum Teil. Fazit:  Ich bin einfach nur froh endlich ein Buch gefunden zu haben, von dem ich mich ernstgenommen gefühlt habe. Vielen Dank, Herr König. Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich für eine Geschlechterstudie in Deutschland interessiert, selbst Vater / Mutter geworden ist und natürlich jeden, der sich von diesem Thema angesprochen fühlt.  Viel Spaß beim Lesen!Bis bald!

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  • Fritzi und ich - Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    dine04

    dine04

    14. November 2013 um 10:17

    Der Schreibstil von Jochen König ist zwar locker zu lesen, aber der einzigste Kritikpunkt, den ich habe, sind die häufigen Wiederholungen, wie zum Beispiel "Fritzis Mutter, die zu dem Zeitpunkt noch nicht Fritzis Mutter war..." oder "die Mutter/Vater von XY..." die sich leider durch das ganze Buch ziehen.Jochen ist quasi alleinerziehender Vater. Oder doch eher Mutter?! Wir begleiten Jochen, Fritzis Mutter und Fritzi die ersten 3 Lebensjahre, mit all seinen Höhen und Tiefen. Spannend und interessant fand ich die ganzen Behördengänge und das er sich anderen gegenüber für das etwas ungewöhnliche Erziehungsmodell rechtfertigen sollte/musste. Dafür hat Jochen König definitiv meinen Respekt verdient. Ich kenne, in meinem näheren Umfeld, keinen Vater der das so konsequent durchgezogen hätte, trotz der zeitweiligen Überforderung.Dieses Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

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  • Wenn der Papa zur Mama wird

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. November 2013 um 21:06

    Inhalt  Für die meisten Menschen in Deutschland ist die Rollenverteilung klar: Die Frau ist die Mama, der Mann ist der Papa. In den aller meisten Fällen bleibt nach der Geburt des Kindes die Mutter zuhause und tut, was eine Mutter eben tut: Kochen, wickeln, putzen, waschen, erziehen... Dass es auch ganz anders geht, beweist Jochen König mit seinem Roman "Fritzi und ich". Als Jochens Freundin erfährt, dass sie schwanger ist, ist sie sich zuerst gar nicht sicher, ob sie das Kind behalten möchte. Doch sie entscheiden sich dafür, unter der Bedingung, dass Jochen ein Jahr mit Fritzi daheim bleibt. Er nimmt Fritzi zu sich und sieht sich plötzlich all den Problemen gegenüber, welche die Erziehung eines Kindes eben mit sich bringen... Meinung Der Schreibstil von Jochen König ist erfrischend und mitreißend - er hat mich nicht selten zum Schmunzeln gemacht. Gleichzeitig schafft er es mit dem Roman, mich zum Nachdenken zu bewegen. Er zeigt auf, dass wir Menschen immer noch geprägt sind von einem starken Rollen-Denken. Wer sagt eigentlich, dass die Mama immer weiblich sein muss? Und wieso wird ein Mädchen, das mit ihrem Vater allein unterwegs ist, häufig für einen Jungen gehalten? Der Kontrast aus humorvoller und leichter Lektüre zu tiefgreifendem, zum Nachdenken anregenden Roman hat mir sehr gut gefallen. Am Ende war ich enttäuscht, dass es schon vorbei ist - an einer Fortsetzung wäre ich sehr interessiert. Fazit Volle 5 Sterne und eine Lese-Empfehlung gibt es von mir.

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  • " Meine Mama Jochen ist da!"

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    Binemaus

    Binemaus

    13. November 2013 um 09:17

    Wir lesen in diesem Buch die Geschichte von Jochen und Fritzi. Jochen lebt in Berlin mit seiner Tochter Fritzi allein ohne Fritzis Mutter. Jochen ist also alleinerziehender Vater oder doch eher Mutter..? Er erzählt von seinen ersten drei Jahren mit Fritzi - von allen Schwierigkeiten, von Überforderung aber auch von dem großen Glück ein Kind aufwachsen zu sehen und daran teilzuhaben. Jochen König hat es mit seinem ganz eigenen Schreibstil geschafft, mich von Anfang an in seine Welt mitzunehmen. Ich habe mit ihm gelitten, habe mit ihm dem Kopf über Behörden und komische Einstellungen von "Mit-Müttern" geschüttelt, ich habe herzlich gelacht, wenn Fritzi wieder mit der Bauernschläue, die nur kleinen Kindern inne wohnt etwas unendlich komisches von sich gegeben hat und ich habe mich - typisch Frau ;) - sowohl in Fritzi als auch in ihre Papa-Mama ein bisschen verschossen ;) Auch wenn ich mich in gewissen Konzepten der Lebenführung und Erziehung nicht wiederfinden kann, tat das aber diesem Buch überhaupt keinen Abbruch. Jochen schafft es mit Leichtigkeit gleichzeitig die Schwierigkeiten sehr eindringlich zu schildern aber am Ende doch das Gefühl zu hinterlassen, dass es das Größte ist so ein Würmchen in seinem Leben zu haben. Ein Buch dass viel zum Nachdenken anregt und mich persönlich verzaubert hat.

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  • Über Rollenklischees und Kindererziehung

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    Larischen

    Larischen

    07. November 2013 um 16:01

    Jochen ist jung und genießt sein aufregendes Leben in Berlin. Als seine Freundin ungewollt schwanger wird, stehen die beiden vor einer der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens: Sollen sie das Kind bekommen oder nicht? Die beiden entscheiden sich für das Kind und gleichzeitig auch für ein besonderes Lebensmodell. Fritzi, ihre kleine Tochter die ihren Spitznamen aus der Schwangerschaft auch nach der Geburt behält, wird zu Jochen ziehen. Fritzis Mutter wird währenddessen weiterhin getrennt von den beiden wohnen und relativ schnell in ihren Beruf zurückkehren. In unserer heutigen Zeit und auch im hippen Berlin immer noch eine außergewöhnliche Entscheidung. Wir begleiten Jochen und Fritzi nun in den ersten drei Jahren und erfahren einiges über Rollenklischees, Vorurteile, Stillen, Kitas, das Sozialleben junger Eltern und natürlich auch über die wunderschönen Seiten des Lebens mit einem kleinen Kind. In der Autorenbeschreibung wird Jochen als Feminist beschrieben und ich muss sagen, das trifft es für mich irgendwie ganz gut. Er legt großen Wert darauf, dass Fritzi möglichst ohne Rollenklischees aufwächst und sich frei entfalten kann. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Farbe Rosa aus ihrem Kleiderschrank „verbannt“ wird. Gleichzeitig will er aber unbedingt die Mutterrolle übernehmen und unterstützt damit, meiner Meinung nach, aber Rollenzuschreibungen selbst irgendwie. Allgemein kann ich viele Aspekte des Lebensmodells nichts nachvollziehen. So bleibt mir auch die Rolle von Fritzis Mutter immer etwas unklar. Außerdem finde ich auch einiges, wie zum Beispiel das Ding mit der Farbe, überzogen. Dennoch finde ich, dass Jochen Königs Buch am besten als Pflichtlektüre für alle werdenden Väter ausgegeben werden sollte. Nicht um als „1 zu 1“-Vorbild zu dienen, sondern um zu zeigen, dass Männer die ihre Vaterrolle aktiv leben nicht immer gleich eine Ehrenmedaille dafür verdient haben. Auch wenn ich, wie schon angesprochen, viele seiner Ansichten nicht teile, habe ich das Buch dennoch sehr gerne gelesen. Ich mochte sehr, wie liebevoll Jochen mit seiner Tochter umgeht und von ihr spricht. Vier Sterne von mir, trotz all meiner Kritik, da ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion über Familien (und Väter) geliefert wurde

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  • Wenn ein Vater zur Mutter wird

    Fritzi und ich: Von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein
    Carina2302

    Carina2302

    31. October 2013 um 16:46

    Beschreibung:  Mit 27 Jahren erfährt Jochen, dass seine Freundin schwanger ist. Während für ihn sofort klar ist, dass er dieses Kind möchte, ist sie sich nicht sicher. Schlussendlich kommt die kleine Fritzi auf die Welt. Die beiden entscheiden sich dafür, dass Jochen derjenige ist, der den 12 monatigen Erziehungsurlaub nimmt und Fritzis Mutter die zwei Vaterschaftsmonate. Aus diesem Grund zieht Fritzi nach der Geburt zu ihrem Vater. Der wird jetzt vor einige Probleme gestellt. Denn er möchte nicht nur ein guter Vater und eine gute Mutter zugleich sein, sondern auch seine Freiheiten nicht aufgeben und weiter das Partyleben führen.  Meine Meinung: Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und an vielen Stellen sehr schmunzeln müssen. Denn ist wirklich erschreckend, wie Menschen darauf reagieren, wenn da Kind beim Vater und nicht bei der Mutter wohnt.  In diesem Roman erzählt Jochen König über seine eigenen Erfahrungen mit Behörden, die ihre eigenen Bestimmungen nicht kennen, mit Erzieherinnen, die sich sehr darüber wundern, dass ein Vater seine Tochter in den Kindergarten bringt oder auch mit Reaktionen von anderen Menschen, die Fritzi immer für einen Jungen halten.  Auch spricht der Autor kleinere, aber ebenso wichtige Themen wie Verhütung, Stillen und Beruf an.  Dieses Buch hat mir gezeigt, dass wir Menschen sehr in Rollen denken. Für mich ist es wirklich unverständlich, warum ein Vater dafür gelobt wird, dem Baby die Windeln zu wechseln oder den Haushalt zu schmeißen. Frauen machen dies schon seit hunderten von Jahren. Aber bei ihr wird dies als selbstverständlich angesehen.  Fazit: Dieses Buch sollte man unbedingt gelesen haben, wenn man sich über eine, leider noch immer noch, ungewohnte Rollenverteilung informieren möchte. Es hat sehr viel Spaß gemacht es zu lesen, da neben der Ernsthaftigkeit dieses Themas die Unterhaltung nicht zu kurz kam.

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