Jochen Meissner , Ulrich Mücke Schwarzes Amerika

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Inhaltsangabe zu „Schwarzes Amerika“ von Jochen Meissner

Dieses Buch beschreibt die Geschichte von Sklaverei und
Sklavenhandel in Europa, Afrika und Amerika seit dem 15. Jahrhundert. Die
Autoren zeigen die große Bedeutung des Menschenhandels und der von Sklaven
hergestellten Produkte für die Wirtschaft der drei Kontinente. Geschildert
werden aber auch das Alltagsleben der Sklaven, ihr Kampf um ein
menschenwürdiges Dasein und die Jahrhunderte währenden Debatten um die
Sklaverei bis zu ihrer offiziellen Abschaffung im 19. Jahrhundert.
Nach der Eroberung der Neuen Welt im 15. Jahrhundert waren es allen voran die
Sklaven, die die wichtigsten amerikanischen Waren wie Zucker, Baumwolle,
Kaffee, Tabak oder Indigo produzierten. Zugleich lieferten europäische
Manufakturen und Fabriken hochwertige Güter für den Sklavenhandel in Afrika. In
einigen Teilen Afrikas drehte sich bald das gesamte wirtschaftliche und
politische Leben um diese Geschäfte, die rasch Krieg und Gewalt verbreiteten. Die
Autoren schildern eindrücklich, wie Flucht, Widerstand und offene Rebellion in
Amerika bald ebenso zum Alltag gehörten wie afroamerikanische Religionen,
Lieder und Gebräuche. Aber auch in Westeuropa gab es Sklaven; hier waren sie
als Haussklaven häufig ein Statussymbol gehobener Kreise oder arbeiteten auf
Schiffen und Docks. Nach jahrhundertelangen Debatten
wurde die Sklaverei schließlich im 19. Jahrhundert verboten – allerdings nur
auf dem Papier, denn der Handel mit Menschen ist heute wieder alarmierend weit
verbreitet.

Sehr lesenswert! Auch für Laien gut verständlich, aber zwischendrin etwas langatmig.

— nelethiemann

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  • Rezension zu "Schwarzes Amerika" von Jochen Meissner

    Schwarzes Amerika

    Sokrates

    11. September 2011 um 12:41

    Das Buch ist eine gelungene Darstellung eines sehr umfangreichen Themas: Sklaverei hat es in der einen oder anderen Ausprägung schon immer gegeben, die ihren Höhepunkt in der Geschichte in der Sklaverei der Neuen Welt gefunden hat. Das Autoren-Trio Meissner, Mücke und Werner beginnt sein Buch somit auch folgerichtig mit einer Einführung in das Phänomen der Sklaverei seit der römischen Antike bis zur Etablierung der Sklaverei in den Kolonien bzw. dem Kernland Amerikas. . Das Buch beinhaltet neben grundsätzlichen historischen Entwicklungen auch eigene Kapitel zum Wirtschaftsraum Nord- und Südamerikas, zu Produktionsstätten, den europäischen Entwicklungen, die eine Expansion in die Neue Welt erst ermöglichten. Daneben wird ausführlich die Arbeit der Sklaven auf den Plantagen oder den Mienen beschrieben, daneben auch ihre Auswahl in Afrika sowie die ‚Verschiffung‘ in die Neue Welt. Kultur, Familie und Sozialstruktur erfährt in einem weiteren Kapitel eine eingehende Betrachtung. Das Buch wird abgerundet durch eine sehr ausführliche und weitgehend alle allgemeinen Entwicklungen abarbeitenden Kapitel(n) zum Thema der Sklavenbefreiung, den bewaffneten Widerständen und der Produktion nach der erfolgten Sklavenbefreiung. . Das Buch deckt somit alle Bereiche ab, bleibt dabei aber nicht bloß oberflächliche Einführungsliteratur, sondern geht sehr wohl auf wissenschaftlichem Niveau in die Tiefe. Es eignet sich daher sehr gut als anspruchsvolle Einstiegsliteratur (die historische und kulturgeschichtliche Vorkenntnisse erfordert) wie wissenschaftliche Literatur gleichermaßen.

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