Jochen Metzger Und doch ist es Heimat

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Und doch ist es Heimat“ von Jochen Metzger

EIN TAG IM APRIL 1945. ES SIND DIE LETZTEN WOCHEN DES KRIEGES. Auch in Sandheim, einem kleinen badischen Dorf, hat der Krieg Spuren hinterlassen. Größere Einschläge sind ausgeblieben, aber die, die noch immer fort sind, werden schmerzlich vermisst: Väter, Söhne, Ehemänner, ohne deren Hilfe man Felder bestellen und das tägliche Leben meistern muss. Längst hat man sich den Umständen angepasst: Die Markthalle, in der einst Tabak gewogen wurde, ist zum Lazarett geworden, die Keller bieten Schutz vor Fliegerangriffen, vor den Pflug spannt man zur Not auch Kühe. Und dann heißt es, der Krieg sei verloren. Die deutschen Soldaten befinden sich auf dem Rückzug, jeden Tag erwartet man die Truppen der US-Armee. Zur gleichen Zeit wird ein marokkanisches Regiment unter französischer Flagge über den Rhein geschickt. Zweihundert Meter über das Wasser, zweihundert Meter ohne Deckung, zweihundert Meter in einem Boot einem Feind entgegen, der seine Heimat verteidigt. Und dann naht der einzige Tag, an dem der Krieg wirklich zu Gast ist in Sandheim. Dieser Tag, der niemals hätte sein dürfen.

Stöbern in Romane

Und es schmilzt

Selten so ein langweiliges Buch gelesen. 22 Euro hätten besser angelegt werden können. Leider.

Das_Blumen_Kind

Underground Railroad

Tief bedrückendes Portrait einer Gesellschaft! Das Buch war nicht immer schön, aber immer lesenswert.

Linatost

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Improvisation pur... kein Tiefgang, kein gar nichts... Schade!

herrzett

Birthday Girl

Nette Kurzgeschichte für Fans

Milagro

Was man von hier aus sehen kann

Ein Meisterwerk! Humor und Tragik zugleich. Ich bin absolut begeistert!

Pagina86

Ich, Eleanor Oliphant

Wow, eine Geschichte für alle Emotionen: lachen, weinen, traurig sein und wütend sein. Mich hat das Buch sehr berührt, absolut lesenswert.

monikaburmeister

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • 'Die Feinde sind da. Mitten in Sandheim.'

    Und doch ist es Heimat
    sabatayn76

    sabatayn76

    22. May 2016 um 16:49

    Inhalt: Sandheim, ein badisches Dorf zwischen Bruchsal und Karlsruhe, ist vom Zweiten Weltkrieg weitestgehend verschont geblieben, doch kurz vor Ende des Krieges fallen auch hier Bomben. Die Dorfbewohner warten auf den Einzug der Amerikaner, doch auch die französische Armee rückt immer näher. Durch die Marokkaner, die für die französische Armee kämpfen, erleben die Dorfbewohner an Ostern 1945 ihr persönliches Schreckensszenario: Die marokkanischen Kämpfer vergewaltigen reihenweise Frauen und Mädchen im Dorf.Mein Eindruck:In 'Und doch ist es Heimat' erzählt Jochen Metzger die fast vergessene Geschichte seines Heimatdorfes und berichtet von Wut und Hass, Angst und Verzweiflung, Kriegsverbrechen und Gewalt gegen Frauen. Mich hat seine Geschichte von Anfang an begeistert und beeindruckt, und diese Gefühle haben mich über 360 Seiten hinweg begleitet. Ich habe mich schon intensiv mit dem Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt, auch mit dem Thema der Massenvergewaltigungen durch die Rote Armee, aber der Roman von Metzger bietet dennoch neue Einblicke in das Dritte Reich, den Krieg, das Vorrücken der Alliierten und die Befreiung Deutschlands. Die Lektüre ist aufgrund der brutalen Geschehnisse und der detaillierten Beschreibungen des Autors sicherlich nicht immer einfach, aber beim Lesen hatte ich nie das Gefühl, dass seine genauen Erklärungen und Schilderungen fehl am Platze, übertrieben oder reißerisch sind. Im Gegenteil: Metzger schafft es mit seinem Roman, den Leser an den Ereignissen im Frühjahr 1945 teilhaben zu lassen - das ist nicht immer schön, aber es ist stets eindringlich, fesselnd und respektvoll erzählt und wird komplex beleuchtet.Die Schilderungen der Gefühle und Gedanken der Protagonisten, die realistischen Beschreibungen der fallenden Bomben sowie die Erwähnung der Gewalt, die den Frauen angetan wird, sind so lebendig, dass man das Dorf, die Menschen und die Ereignisse fast vor sich sieht, was die Lektüre geradezu unheimlich macht. Mein Resümee: Ein bemerkenswertes und beeindruckendes Buch. Diesen Autor werde ich mir merken!

    Mehr
    • 2