Im Fokus steht die nördliche Kleinstadt Solsbüll und umliegende Ortschaften samt ihrer Bewohner. Ihr Leben und Sterben wird vom 1. bis nach den 2. Weltkrieg verfolgt, dabei besonders die der Familie Hasse im Hebammenhaus von Solsbüll.
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Teilweise fand ich es etwas schwierig, in das Buch hineinzukommen. Man bekommt kaum Erklärungen, obwohl die Kapitel nicht immer chronologisch sind, sodass man vor allem am Anfang die Zusammenhänge nicht begreift, was wodurch kein richtiges Interesse an der Geschichte aufkommt. Wie bei der Portraitierung einer ganzen Kleinstadt nicht anders zu erwarten, treten zudem sehr viele Personen auf, aber dafür gibt es auch ein Personenregister am Ende des Buches. Der Schreibstil war etwas experimentell und teilweise poetisch, aber es wurde so gut wie vollständig auf Dialoge verzichtet, was ehrlich gesagt nicht so mein Fall ist. Ein weiteres Problem, dass ich eher persönlich mit dem Buch hatte, war, dass der Tod immer sehr lapidar beschrieben wird. Ich verstehe das zwar, weil das Sterben zu Kriegszeiten wirklich alltäglich war, aber trotzdem war es für mich manchmal schwer zu lesen. Trotz meiner Kritik muss ich aber anerkennen, dass die Erzählkunst des Autors immer durchkommt.
Ein friedliches Idyll – oder?








