Jochen Peichl Jedes Ich ist viele Teile

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Inhaltsangabe zu „Jedes Ich ist viele Teile“ von Jochen Peichl

Wieder ein Ganzes werdenUnser Ich besteht aus vielen Teilen. Vor allem bei traumatisierten Menschen sind einige dieser Teile mit vielfältigem Leid verbunden. Jochen Peichl zeigt, wie die Beschäftigung mit den abgespaltenen Teilen hilft, sich selbst besser zu verstehen, diese Teile wieder zu integrieren und damit Verletzungen der Seele zu lindern.

Ein Informationsbuch, das die Kraft besitzt zum Nachdenken anzuregen und mich positiver über mich und meine "Selbst-Anteile" denken lässt.

— Melancholia
Melancholia

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    Jedes Ich ist viele Teile
    Melancholia

    Melancholia

    12. July 2015 um 17:17

    Jedes Ich ist viele Teile - oder: jeder Mensch besitzt mehrere Teile in sich, die sich im Laufe des Lebens ausgebildet haben, um spezialisierte Aufgaben zu übernehmen. Die "inneren Kinder", "inneren Jugendlichen", "innere Mutter", der "innere Vater" usw. übernehmen Aufgaben und sind alle Teil unseres Ichs. Was passiert wenn einzelne Teile problematisch sind? Oder sich abspalten durch Traumata? Und wie kann man diese Familie wieder vereinen und versöhnen? Der Schreibstil Jochen Peichls ist sehr locker und bringt diese wissenschaftlichen Informationen leicht und verständlich rüber. Wissenschaftliche Informationen ist hier übrigens ein Schlüsselwort, denn, wie Peichl selbst sagt, dieses Buch ist ein Ratgeber, sondern eine Sammlung wissenschaftlicher Informationen, die im Endeffekt dazu dienen sollen dem Leser Anstöße zu geben, seine "innere Familie" auszusöhnen und die vermeintlichen Schwächen als Stärken anzusehen und diese zu nutzen. Der Aufbau des Buches ist gut gewählt und auch wenn anfangs vielleicht noch etwas unklar ist, wo dieses Buch jetzt genau hinführen soll, am Ende macht alles einen Sinn. Das ganze untermalt Peichl mit vielen konkreten Beispielen aus seiner Arbeit mit Traumapatienten, allerdings kann dieses Buch auch von nicht-Traumapatienten gelesen werden, denn "problematische" Anteile hat jeder Mensch irgendwo, auch wenn sie eventuell nicht so ausgeprägt sind, wie eben bei Traumapatienten. Ob es eine bestimmte Angst ist, eine Unsicherheit, vermeintlich negative Eigenschaften oder sogar schwere Symptome wie Essstörungen. Peichl gibt Anregung zum Nachdenken über sich und die eigenen Anteile und möchte Selbstakzeptanz und Stärken fördern und beschreibt auch einige Übungen hierfür. Ich persönlich konnte viel für mich mitnehmen, da dieses Buch praktisch einiges schriftlich dargelegt hat, was ich mir schon viele Jahre dachte. Es hat mich ermutigt, meine problematischen und abgespaltenen bzw. dissoziativen Anteile besser verstehen zu wollen und nicht nur negatives daran zu sehen, da sie mir etwas sagen wollen. Die meisten Übungen kannte ich sogar schon, hab sie bloß nie regelmäßig gemacht, was ich allerdings nun gern tun würde. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass einige Stellen, die mir als besonders wichtig vorkamen, doch noch detaillierter beschrieben werden. Insgesamt war es etwas kurz, doch es ist eben kein Fachbuch, sondern lediglich als Ansporn zum Nachdenken gedacht.

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