Jochen Schmidt

 3,9 Sterne bei 239 Bewertungen
Autor von Schneckenmühle, Zuckersand und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jochen Schmidt

Ausdauernder Leser  und Schreiber: Jochen Schmidt, geboren und aufgewachsen in einem christlich geprägten Elternhaus in Ost-Berlin, ist ein deutscher Schriftsteller und Journalist. Seine Eltern sind beide Sprachwissenschaftler. Nach dem Abitur 1989 studiert Schmidt zunächst Informatik, dann Germanistik und Romanistik an der Humboldt-Universität in Berlin. Während seines Studiums arbeitet er als Französisch-Übersetzer und reist nach Valencia, Rom oder New York. Er schreibt Kolumnen für verschiedene Zeitungen, Reiseführer, Blogeinträge und Kurzprosa und ist 1999 Mitbegründer der Berliner Lesebühne „Chaussee der Enthusiasten“. Jochen Schmidt wird für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise ist er Träger des Kasseler Literaturpreises. Große Bekanntheit erlangt Schmidt, als er von Juli 2006 bis Januar 2007 jeden Tag 20 der 3900 Seiten von Prousts „Suche nach der verlorenen Zeit“ liest und täglich einen Blogeintrag dazu verfasst. Diese Blogeinträge werden 2008 in Buchform herausgegeben und erhalten durchweg positive Kritiken. Jochen Schmidt lebt in Berlin und ist ein aktives Mitglied der Autonama, der deutschen Autorennationalmannschaft.

Neue Bücher

Cover des Buches Phlox (ISBN: 9783406793080)

Phlox

Neu erschienen am 15.09.2022 als Gebundenes Buch bei C.H.Beck.
Cover des Buches Lago Maggiore (ISBN: 9783763340194)

Lago Maggiore

 (1)
Neu erschienen am 03.09.2022 als Taschenbuch bei Rother Bergverlag.

Alle Bücher von Jochen Schmidt

Cover des Buches Schneckenmühle (ISBN: 9783406671463)

Schneckenmühle

 (57)
Erschienen am 12.09.2014
Cover des Buches Hyperion oder Der Eremit in Griechenland (ISBN: 9783863478858)

Hyperion oder Der Eremit in Griechenland

 (46)
Erschienen am 01.06.2014
Cover des Buches Pjöngjang (ISBN: 9783938511312)

Pjöngjang

 (29)
Erschienen am 25.05.2007
Cover des Buches Meine wichtigsten Körperfunktionen (ISBN: 9783442745463)

Meine wichtigsten Körperfunktionen

 (12)
Erschienen am 12.05.2014
Cover des Buches Zuckersand (ISBN: 9783442716920)

Zuckersand

 (13)
Erschienen am 09.07.2018
Cover des Buches Müller haut uns raus (ISBN: 9783406766336)

Müller haut uns raus

 (9)
Erschienen am 27.01.2021
Cover des Buches Drüben und drüben (ISBN: 9783499620478)

Drüben und drüben

 (7)
Erschienen am 17.09.2019
Cover des Buches Schmidt liest Proust (ISBN: 9783863913137)

Schmidt liest Proust

 (6)
Erschienen am 30.04.2021

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Jochen Schmidt

Cover des Buches Pjöngjang (ISBN: 9783938511312)annlus avatar

Rezension zu "Pjöngjang" von Guy Delisle

Ein Blick hinter die Kulissen
annluvor 3 Jahren

*Jedes Gebäude hat sein Spruchband, jede Wand ihr Porträt, jede Brust ihr Abzeichen...*


Als Mitarbeiter der Trickfilmindustrie verschlägt es Guy Delisle nach Nordkorea. Sein Aufenthalt ist geprägt von Vorschriften, skurrilen Regeln und vielen Begegnungen mit dem Bildnis Kim Jong-Il´s samt seiner Errungenschaften für das Volk. In der Graphic Novel lässt er seine Zeit in Pjöngjang Revue passieren und gibt interessante Einblicke in ein Land, in dem Ausländer eine Seltenheit sind und sie nur dort Einblicke erhalten, wo es gewollt ist. 



Eröffnung zur Pjöngjang-Reise: Szene am Flughafen, der Zöllner kontrolliert das Gepäck und findet George Orwells „1984“ - schon da wusste ich, dass ich die Sichtweise des Autors/Zeichners mag. Gleich darauf erklärt er einige der vielen Regeln, an die sich Ausländer in Nordkorea zu halten haben und macht den ersten geführten Besuch bei einem der Sehenswürdigkeiten. Im Laufe seines Aufenthalts wird es noch so manche davon zu besichtigen geben – nur wenige von ihnen sind wirklich sehenswert und keine von ihnen hat nicht Propaganda im Sinn. 


Das Comictagebuch erlaubt einige Blicke auf die Stadt Pjöngjang (die man sich durch die Zeichnungen besser vorstellen kann). Da die Viertel, in denen sich Ausländer aufhalten dürfen begrenzt sind und ein Führer so gut wie immer mit von der Partie ist, ergibt sich kein vollständiger Einblick in die Stadt, sondern vielmehr ein Blick auf das System. Vieles in Bezug auf den Kommunismus aber auch die Armut im Land spricht Delisle direkt an – ob nun in Gedanken, sich selbst und dem Leser gegenüber, oder wirklich seinen Dolmetschern und Führern gegenüber. Obwohl hier nicht mit Kritik – und manchmal auch Ironie – gespart wird, werden manche Eindrücke nicht offen angesprochen, sondern lassen sich aus den Gesprächen und Bildern lesen. 


Wie es sich für ein Tagebuch gehört, erlebt man hier nicht nur eine (eingeschränkte, da überwachte) Stadt-/Landführung, sondern erlebt Delisle immer wieder auch privat. Als Freizeitaktivitäten steht allerdings keine große Auswahl zur Verfügung. Die Tatsache, dass sich so gut wie alles davon nur an Ausländer (von denen es ja nicht gerade viele gibt) richtet, spricht Bände. 


Fazit: Über das Leben in Nordkorea gibt es nicht so viele Quellen – die Sicht von Guy Delisle auf seine Tage in Pjöngjang ist humorvoll-kritisch, ohne dabei herablassend zu wirken und hat mir sehr zugesagt. 

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Cover des Buches Schneckenmühle (ISBN: 9783406646980)Henri3tt3s avatar

Rezension zu "Schneckenmühle" von Jochen Schmidt

Berührendes Buch über den Sommer 1989
Henri3tt3vor 3 Jahren

Über die Wendezeit gibt es ja inzwischen so viele Bücher und Filme. Aber dieser Roman hat mich besonders berührt, weil er aus der Sicht eines 14-jährigen im Ferienlager geschrieben ist. Ich war damals nur wenig jünger. Naja, ich war ein Westberliner Mädchen und Jens aus dem Buch ist ein Ostberliner Junge, aber trotzdem kann ich so mit ihm fühlen. Wie er sich Gedanken macht über die Kirche, Gott, die Liebe, Sprache, den Sozialismus, Westprodukte. Da werden Bruchstücke aneinander gereiht, teilweise Weisheiten von anderen Jungen, teilweise Sätze aus Büchern oder aus der Werbung, und so setzt er sich sein Bild vom Leben zusammen.
Jens macht sich heimlich Notizen, welche Radiosender er nach den Ferien unbedingt hören will, weil andere im Lager davon erzählen. Er lernt die Witze und Sprüche der coolen Jungen auswendig, um zuhause seine Schulfreunde damit zu beeindrucken.
Was im Hintergrund politisch los ist, bekommen die Kinder im sächsischen Ferienlager nicht mit, aber als Leser erkennt man natürlich die Hinweise.
Das Ende ist mir persönlich zu abrupt und dramatisch, aber ich verstehe schon, dass das bei einem Buch über den Sommer 1989 so sein muss.

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Cover des Buches Gebrauchsanweisung fürs Laufen (ISBN: 9783492277211)seschats avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung fürs Laufen" von Jochen Schmidt

Persönliche Laufgeschichte
seschatvor 3 Jahren

Autor und Journalist Jochen Schmidt (*1970) hat sich in seinem Buch "Gebrauchsanweisung fürs Laufen" seine ganz eigenen Gedanken zum Thema Laufen und Laufsport gemacht. Herausgekommen ist dabei ein persönliches und zugleich faktenreiches Werk. Ausgehend von der eigenen Läufervita beschreibt Schmidt die Licht- und Schattenseiten dieses Breitensports. Ob Schuhwahl, die Übermacht der kenianischen Marathonläufer, die richtige Lauftechnik oder Besuche bei Fachärzten, der Autor lässt nichts unerwähnt. Ganz nebenbei erfährt der Leser auf diese Weise, dass der Laufsport aus dem antiken Griechenland stammt, Jogging in den 1960ern entstanden ist und es durchaus reizvoll sein kann, sich eine unbekannte Stadt zu erlaufen. 


Als aktive Hobbyläuferin fand ich Schmidts Sachbuch nicht nur sehr inspirierend, sondern auch aus historischer Sicht sehr interessant. Denn wer sich bisher nur wenig mit der Läuferszene beschäftigt hat, kann mithilfe des Buchs bald mitreden. Zudem will der Autor mit seinem Buch weder belehren noch mit Siegen oder Leistungen beeindrucken, was ihn sehr sympathisch macht. 

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Gespräche aus der Community

Im C.H.Beck Verlag erscheint am 11. Februar der neue großartige Roman des deutschen Autors Jochen Schmidt. Hinter dem spannenden Titel "Schneckenmühle" verbirgt sich ein ebenso interessantes Buch! Ihr habt jetzt die Möglichkeit diesen wunderbaren und komischen Roman übers Aufwachsen in der DDR gemeinsam in einer Leserunde zu entdecken!

Mehr zum Inhalt:
Jens ist 14 geworden und darf zum letzten Mal ins sächsische Ferienlager Schneckenmühle fahren, dort kann man Skat spielen, Fußball und Tischtennis, muss allerdings auch auf Wanderungen gehen, in den Zoo oder nach Dresden fahren, und vor allem sind da die endlosen Nächte mit Quatsch und Gesprächen über Mädchen. Nur Tanzen in der abendlichen Disko, das kommt nicht infrage, zum Tanzen ist Jens zu schüchtern. Nach einem Ausflug wird Jens krank und kommt auf die Krankenstation. Da taucht Peggy bei ihm auf, die von der Gruppe gehänselt wird, und bittet ihn, ihr Essen zu bringen, sie würde sich von nun an verstecken. Aber dann wird sie im Lager vermisst und die Polizei wird eingeschaltet. Die Sache spitzt sich zu, auch zwischen Jens und Peggy.
Es ist der Sommer 1989 in der DDR – und nicht nur den Jugendlichen stehen große Veränderungen bevor.


--> Leseprobe zum Buch

Ab sofort könnt ihr euch als Testleser für "Schneckenmühle" bewerben und mit etwas Glück eins von 25 Exemplaren dieses mit viel Freude zum Detail und Wärme erzählten Buches für die Leserunde gewinnen. Voraussetzung dafür ist, dass ihr euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in den Leseabschnitten hier beteiligt und abschließend eine Rezension schreibt.

Beantwortet für die Chance auf eines der Bücher ganz einfach die folgende Frage bis spätestens 13. Februar 2013:

Erzählt uns etwas aus eurer Jugend - wie und wo habt ihr früher eure Sommer verbracht? Welche Erinnerungen sind euch besonders im Gedächtnis geblieben?
386 Beiträge
michelauslönnebergas avatar
Letzter Beitrag von  michelauslönnebergavor 9 Jahren

Zusätzliche Informationen

Jochen Schmidt wurde am 09. November 1970 in Berlin (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 377 Bibliotheken

von 51 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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