Jochen Schmidt , David Wagner Drüben und drüben

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Inhaltsangabe zu „Drüben und drüben“ von Jochen Schmidt

Zwei Deutschlands und zwei Jungen, fast zeitgleich geboren, nur nicht im selben Staat. David Wagner wächst im Westen auf, unweit der Bundeshauptstadt Bonn, Jochen Schmidt im Osten: in Berlin, Hauptstadt der DDR. Sie spielen in der Wohnung, im Garten, zwischen Plattenbauten oder auf Baustellen und warten darauf, dass endlich das Fernsehprogramm beginnt. Sie fahren Rad mit Freunden, klauen ihren Geschwistern Süßigkeiten und streiten sich mit ihnen auf der Rückbank des Familienautos um den besten Platz. Sie träumen von der Fußballnationalmannschaft, üben wieder nicht Klavier und hören in der Schule, ' drüben ' sei die Welt schlechter. David Wagner, 1971 in Andernach am Rhein geboren, veröffentlichte die Romane  Meine nachtblaue Hose und  Vier Äpfel sowie den Erzählungsband  Was alles fehlt, das Prosabuch Spricht das Kind sowie die Essaysammlungen  Welche Farbe hat Berlin und  Mauer Park. Für sein Buch  Leben wurde ihm 2013 der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. David Wagner lebt in Berlin. ' David Wagner hält wunderbar die Balance zwischen Melancholie und Lakonie. ' Der Tagesspiegel

absolut lesenwert, toll geschrieben und mit Herz!

— KleinerVampir
KleinerVampir

Zwei deutsche Kindheiten, ähnlicher als erwartet. Schmidt fand ich witzig, Wagner angestrengt originell.

— alasca
alasca

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  • Drüben und Drüben - zwei deutsche Kindheiten

    Drüben und drüben
    KleinerVampir

    KleinerVampir

    26. September 2015 um 12:45

    Buchinhalt: Zwei Kindheiten in Deutschland – zu fast derselben Zeit, allerdings in zwei unterschiedlichen Deutschlands: währen Jochen der DDR aufwächst, verlebt David seine Kindheit im Westen. Total unterschiedlich? Mitnichten! Mit viel Herz und Lokalkolorit schildern die beiden Jungs, wie der Alltag und die Umgebung, die Schule und die Freizeit in „ihrem“ Deutschland aussieht: Fußball im Hof des Plattenbaus „drüben“ oder der erste Kuss auf der Klassenfahrt „hüben“. Eine spannende und berührende Geschichte, denn beide könnten Freunde sein….   Persönlicher Eindruck: Mittlerweile lebt eine ganze Generation schon ohne Mauer – viele kennen die Teilung Deutschlands nur noch aus den Geschichtsbüchern. Doch wie war das Leben „drüben“ – sei es nun im Westen oder im Osten? Allerliebst und in eingängigem Schreibstil beschreiben zwei Autoren ihre Kindheit, ihren Alltag und ihr Leben in dem Teil Deutschlands, in dem sie aufgewachsen sind. Ich habe mich sofort festgebissen und mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen, so begeistert bin ich von diesem Buch. Ganz ohne die ewigen Klischees von Goldbroiler und Schlager Süsstafel erzählt der Junge aus dem Osten, was ihn als Kind bewegt: der erste Kuss, Streit mit den Geschwistern, Schulstreiche und Wocheneinkauf spielen genauso eine Rolle, wie das Kinderzimmer, die Spiele, die grade angesagt sind oder strenge Lehrer. Ganz so unterschiedlich ist es auch im Westen nicht, vieles, was die beiden Jungs unabhängig voneinander erleben, alles ist erstaunlich parallel und man ist erstaunt, wie wenig man doch über eine Kindheit im jeweiligen anderen Landesteil weiß. Was mich erstaunt hat: so wirklich erfassen kann es keiner von beiden, dass es auch noch ein „anderes Deutschland“ gibt. Der Horizont in der Kindheit ist begrenzt und beide Jungen interessieren sich einfach nicht für die DDR oder die BRD. Ein paar Unstimmigkeiten sind mir aufgefallen, aber sie schmälern nicht den Lesegenuss: so hat David aus Bonn in seiner Erzählung sein „Erstes Mal“ auf der Klassenfahrt, dann wieder erst viel später. Scheint sich nicht mehr so ganz zu erinnern, der Gute…. Und im Osten scheint man doch auch ab und an Mandarinen und andere Südfrüchte gehabt zu haben, nicht nur aus dem West-Paket. Wie auch immer: ich war prima unterhalten und leider war das Buch viel zu früh zu Ende. Originell gemacht ist auch die Gesamtaufmachung, bei der Vorder- und Rückseite des Buches jeweils eine Hälfte der Erzählung beinhalten. Dazwischen zwei Seiten „Mauer“.   Absolut lesenswert, einfach toll!

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