Jochen Schmidt Müller haut uns raus

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Inhaltsangabe zu „Müller haut uns raus“ von Jochen Schmidt

§B§In Jochen Schmidts erstem Roman befindet sich der Ich-Erzähler in einer fatalen Situation:§§S§Er leidet an einer halbseitigen Gesichtslähmung, kann deshalb nur noch grinsen und muß ins Krankenhaus. Die Ursache für diese Erscheinung kann entweder Streß oder Entspannung nach Streß sein, und ähnlich klar fällt auch die Selbstanalyse des Helden aus. Irgend etwas ist schiefgelaufen, und weil sein Körper nicht mehr weiterzuwollen scheint, läßt er die Jahre nach der Wende noch einmal Revue passieren.§Mit entwaffnender Selbstironie, einer bestechenden Beobachtungsgabe, mit Schwung und voller Komik erzählt Jochen Schmidt in diesem Roman, wie schwer, im Grunde unmöglich, aber gerade deshalb unverzichtbar es ist, in Zeiten universeller Gleichgültigkeit gegen alle Widerstände sein Ziel zu verfolgen.

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  • Rezension zu "Müller haut uns raus" von Jochen Schmidt

    Müller haut uns raus

    theoneandonlyCT

    27. August 2009 um 20:26

    Jochen Schmidt leidet an einer halbseitigen Gesichtslähmung und muss deshalb ständig grinsen. Um den Grund dafür herauszufinden, lässt Schmidt sein Leben Revue passieren. Das fängt mit seinen Jugendjahren kurz nach der Wende in Berlin an. Dort versucht er sich als Gitarrist in einer Punk-Band, lernt bald darauf Judith kennen und fängt mit dem Schreiben an. Bei einem Aufenthalt in der Bretagne begegnet Schmidt jedoch Lucía aus Valencia. Das geht dann ein weiteres mal mehr oder weniger gut, bis er, zurück in Berlin, die New Yorkerin Deborah trifft und es schließlich bis dorthin schafft. Jochen Schmidt ist eigentlich ein ziemlicher Versager. Aber so wie sich das gehört, ist er natürlich auch unheimlich sympathisch. Es macht sehr viel Spaß, seinen Lebens- und Leidensweg zu verfolgen. Das Buch ist nämlich sehr witzig, man muss einfach andauernd lachen. Sehr schön war für mich persönlich auch die Wahl der Orte, da ich sowohl mit Berlin als auch mit Brest vertraut bin. Von daher kann ich auch sagen, dass der Autor vor allem letztere Stadt wirklich realitätsnah beschrieben hat. Auch die restlichen Personen sind schön gestaltet und runden die ganze Geschichte ab. Einfach alles ist ein klein bisschen verdreht und so kann man sagen, dass die (vielleicht auch ein bisschen autobiographische) Geschichte ihre fünf Punkte locker wert ist. Ein einziges Lesevergnügen.

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