Jochen Schwarzer

 4,2 Sterne bei 4.185 Bewertungen
Autor*in von Duddits, Dreamcatcher.

Neue Bücher

Cover des Buches Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit (ISBN: 9783608987638)

Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit

 (140)
Neu erschienen am 17.02.2024 als Taschenbuch bei Klett-Cotta.

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Neue Rezensionen zu Jochen Schwarzer

Cover des Buches Der Weg der Wünsche (ISBN: 9783608987744)
Eilidhs avatar

Rezension zu "Der Weg der Wünsche" von Patrick Rothfuss

Ein ereignisreicher Tag aus dem Leben eines Fae
Eilidhvor 20 Tagen

„Der Weg der Wünsche“ ist eine weitere, großartige Novelle aus der Königsmörder-Chronik, geschrieben von Patrick Rothfuss.

In diesem Band geht es um den Fae Bast, eine Figur, die bereits aus den vorherigen Büchern bekannt ist. Man erlebt einen ganzen Tag, von der Morgendämmerung bis zur Mitternachtsstunde, aus dem Leben von Bast. Dadurch ist man stets hautnah dabei, wenn er die kleinen und größeren Abenteuer und Aufgaben meistert, die seinen Tag schmücken.

Bereits die ersten Bände dieser Chronik „Der Name des Windes“ und „Die Furcht der Weisen I+II“ haben mich unheimlich begeistert und so wurde ich schon vor einigen Jahren von den Schreibkünsten des Autors und seiner nie endenden Fantasie überzeugt. Wie P. Rothfuss in seinem Nachwort von diesem Werk über Bast jedoch anmerkt, passiert in diesem kleinen Buch vergleichsweise wenig. Versteht mich nicht falsch, dieser eine Tag aus dem Leben von Bast ist wirklich sehr ereignisreich. Anders als man es vielleicht aus anderen Fantasy-Romanen gewohnt ist, kommt es in dieser Novelle jedoch nicht zu solch komplexen Handlungssträngen. Da ich dies bereits im Voraus wusste, konnte ich jede einzelne Seite dieses Buches gleichwohl genießen. Wer auch die andere Novelle dieser Chronik über Auri „Die Musik der Stille“ kennt, kann vielleicht ein wenig nachvollziehen, was ich meine. Tatsächlich mochte ich den Einblick in Basts Alltag sogar noch mehr als die kurze Geschichte über Auri.

Es fällt einem so wunderbar leicht, wieder in diese fantastische Welt einzutauchen – eine mystische Welt voller Geheimnisse, von denen noch unsagbar viele nicht gelüftet sind, trotz der umfassenden ersten Königsmörder-Romane. Durch die Erzählungen des Autors wirkt der Charakter von Bast hier regelrecht wie ein kleiner Junge. Allerdings wird im Verlauf des Buches immer wieder betont, dass Bast ja schon volljährig ist. Durch den wundervollen, mitreißenden Schreibstil von Patrick Rothfuss gelingt ihm so eine fabelhafte und nur allzu realistische Illusion. Geht es nicht vielen Erwachsenen so, dass sie sich im Inneren eigentlich noch ganz jung fühlen? Diese Erkenntnis, in Kombination mit einer herausragend eingearbeiteten Menschenkenntnis, macht die Lektüre zu einem echten Leseerlebnis, wodurch man nur so über die Seiten fliegt. 

Während dieses Werk für Neulinge dieser fantasievollen Welt vielleicht nicht unbedingt geeignet ist, kann ich Basts Kurzgeschichte jedoch allen Fans der Königsmörder-Chroniken wärmstens empfehlen! Nun bleibt nur zu hoffen, dass wir den nächsten Band dieser Reihe auch bald lesen können! Ich kann ihn schon jetzt kaum erwarten.

Cover des Buches Der Uhrmacher in der Filigree Street (ISBN: 9783608987133)
S

Rezension zu "Der Uhrmacher in der Filigree Street" von Natasha Pulley

Ein viktorianischer Krimi mit einem Hauch Magie
Sanne54vor 20 Tagen

Natasha Pullen erzählt sehr sorgfältig eine mögliche Variante rund um ein tatsächliches historisches Ereignis, einem Bombenanschlag auf Scotland Yard, in dessen Mittelpunkt v.a. die sehr respektvolle, aber nicht reibungsfreie Freundschaft zwischen dem Uhrmacher Mr. Mori und dem Telegrafisten Thaniel Steepelton stehen. 

Dieser findet eines Tages eine goldene Taschenuhr in seinem Zimmer, die ihn später vor der Detonation warnt und ihm das Leben rettet. Sofort macht er sich auf den Weg, den Erbauer der Uhr zu finden, einen älteren, einsam lebenden japanischen Uhrmacher names Keita Mori. Beide verbindet, dass sie über eine besondere Begabung verfügen: Mori ist nicht nur der geschickte Uhrmacher - eines seiner besonderen Kunstwerke ist ein mechanischer Oktopus (siehe Cover), der durch ein Zufallsgetriebe ein Eigenleben zu haben scheint - , sondern kann u.a. in die nähere Zukunft sehen und ist in der Lage "magische Momente" zu erschaffen. Thaniel war ein begabter Pianist, der in der Lage ist Farben hinter den Tönen zu sehen. Da er seine verwitwete Schwester und deren Kinder unterstützen muss, reicht das Auskommen als Musiker aber nicht aus, weshalb er als Angestellter im Innenministerium arbeitet. 

Thaniel zieht als Untermieter bei Mr. Mori ein und wird gewissermaßen zum Undercover-Ermittler, da Mori durch die hohe Präzision des Uhrwerks, das bei dem Bombenanschlag verwendet wurde, in den Fokus der Ermittler gerät.

Das Buch entfährt über das viktorianische England hinaus auch noch ins Japan des 19.Jahrhunderts, denn natürlich hat auch Mori eine Vergangenheit, die mehr als interessant ist.

Wer echte Fantasie sucht - oder viel Action - wird von diesem Buch vielleicht enttäuscht sein: Die magischen Momente sind in diesem Buch so dezent eingestreut, dass man sie als Leser fast wie ein realer Aspekt eines vergangenen Jahrhunderts erlebt. Der Fortgang der Geschichte erinnerte mich auch an keinen modernen Thriller oder Krimi, sondern eher an die klassischen Erzählungen à la Sherlock Holmes. 

Für mich ist die Autorin eine tolle Neuentdeckung und ich freue mich auf noch weitere Romane aus ihrer Feder.

Cover des Buches Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit (ISBN: 9783608986365)
SunnySues avatar

Rezension zu "Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit" von Natasha Pulley

Natasha Pulley "Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit"
SunnySuevor 22 Tagen

Natasha Pulley hat mit "Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit" einen historischen Zeitreiseroman geschrieben, der es geschafft hat mich insgesamt ganz gut zu unterhalten.
(Übersetzt aus dem Englischen von Jochen Schwarzer.)

Auf der kleinen schottischen Insel Eilean Mòr steht ein geheimnisvoller Leuchtturm. Je nachdem von wo man einen Blick darauf wirft, sieht er entweder wie eine alte Ruine aus oder wie neu gebaut.
Joe ist verwirrt, er kann sich weder an sein Leben noch an seine angebliche Frau Alice erinnern, geschweige denn daran Leibeigener zu sein. Nur an seinen Namen kann er sich erinnern. Und so fügt er sich seinem Schicksal. Als ihn eines Tages eine fast 100 Jahre alte Postkarte mit der Nachricht:

"Lieber Joe,
komm nach Hause, wenn du dich erinnerst.
M."


erreicht, auf dem der Leuchtturm von Eilean Mòr abgebildet ist, macht er sich auf den Weg und übertritt vor Ort eine Zeitenschwelle. Plötzlich findet er sich auf dem einem Schiff der englischen Marine mitten im Krieg zwischen England und Frankreich um 1805 wieder.

Wie anfangs schon erwähnt, hat mich Pulleys Roman insgesamt gut unterhalten, wenn auch nicht komplett überzeugt. Was an verschiedenen Punkten lag. Einerseits haben mich die Zeitsprünge manchmal etwas verwirrt und andererseits wurde es im mittleren Teil etwas seeehr langatmig - wenn auch historisch interessant. Was mich zusätzlich etwas gestört hat, ist der Umstand, dass die Menschen es in der Story einfach so hingenommen haben, dass da jemand aus der Zukunft kam. Kein wirkliches Innehalten, keine Skepsis, nichts. Da würde man sich doch eigentlich wundern und irritiert sein und das nicht einfach akzeptieren. Das war in meinen Augen schon ein wenig unlogisch. Doch sonst konnte mich die Storyline an sich wirklich packen, wollte ich doch unbedingt wissen, ob Joe sich wieder an alles erinnern kann und natürlich auch, was es überhaupt mit seiner Geschichte auf sich hat. Das Ende fand ich dann auch wieder rund und so entließ mich Pulley zufrieden aus ihrer Geschichte.

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