Jochen Schwarzer

 3,8 Sterne bei 4 Bewertungen

Alle Bücher von Jochen Schwarzer

Cover des Buches Die Furcht des Weisen 1 (ISBN: 9783608938166)

Die Furcht des Weisen 1

 (878)
Erschienen am 12.10.2011
Cover des Buches Die Furcht des Weisen 2 (ISBN: 9783608939262)

Die Furcht des Weisen 2

 (768)
Erschienen am 12.01.2012
Cover des Buches Duddits - Dreamcatcher (ISBN: 9783453437333)

Duddits - Dreamcatcher

 (471)
Erschienen am 10.06.2013
Cover des Buches Stadt der Finsternis - Die Nacht der Magie (ISBN: 9783802582141)

Stadt der Finsternis - Die Nacht der Magie

 (290)
Erschienen am 09.03.2009
Cover des Buches Der Buick (ISBN: 9783453437432)

Der Buick

 (260)
Erschienen am 08.07.2013
Cover des Buches Stadt der Finsternis - Die dunkle Flut (ISBN: 9783802582134)

Stadt der Finsternis - Die dunkle Flut

 (189)
Erschienen am 17.08.2009
Cover des Buches Stadt der Finsternis - Duell der Schatten (ISBN: 9783802582196)

Stadt der Finsternis - Duell der Schatten

 (179)
Erschienen am 08.02.2010
Cover des Buches Priest of Bones (ISBN: 9783608964141)

Priest of Bones

 (167)
Erschienen am 18.06.2020

Neue Rezensionen zu Jochen Schwarzer

Cover des Buches Der Uhrmacher in der Filigree Street (ISBN: 9783608984750)R

Rezension zu "Der Uhrmacher in der Filigree Street" von Natasha Pulley

Eine Uhr, die ein Leben verändert...
Roman-Tippsvor 10 Tagen

„Der Uhrmacher in der Filigree Street“ von Natasha Pulley ist ein Roman, über den ich lange nachgedacht habe, ob ich diesen lesen sollte oder nicht. Der Klappentext verspricht eine geheimnisvolle, magische und ungewöhnliche Geschichte zur viktorianischen Zeit – und auch begeisterte Stimmen dazu weckten meine Neugier. Letztendlich habe ich mich sehr auf einen Historien-Roman gefreut, der Fantasy und Krimi-Elemente zu einer spannenden Story verbindet. Spannung konnte ich am Anfang auch finden – doch das war es dann auch schon. Da der Roman sich aufgrund einiger Punkte eher zu einer Enttäuschung entwickelte, habe ich diesen schweren Herzens ab Seite 201 von 368 eBook-Seiten abgebrochen. Deshalb bewerte ich nur den Teil des Buches, den ich gelesen habe.


 

Eine Uhr, die ein Leben verändert

 


„Ich…ich erinnere mich an das, was möglich ist, und vergesse dann das, was unmöglich wird“, […]


(S. 175 des eBooks „Der Uhrmacher in der Filigree Street“ von Natasha Pulley, Klett-Cotta Verlag)

 

 

„Der Uhrmacher in der Filigree Street“ spielt größtenteils im London der viktorianischen Zeit. Thaniel Steepleton ist Telegrafist beim Innenministerium und führt ein einfaches, sehr geordnetes Leben, das sehr bald zu Ende sein könnte, denn ein Bombenanschlag wurde angekündigt. Sein Leben gerät jedoch erst dann völlig aus den gewohnten Bahnen, als er eines Tages in seinem Zimmer eine geheimnisvolle Taschenuhr findet, die sich nicht öffnen lässt. Und Thaniel muss sich die Frage stellen: Wer hat diese Uhr dort hingelegt und warum? Und überhaupt: Wie ist derjenige in seine Wohnung gelangt? Monate später rettet diese Uhr Thaniels Leben, indem sie zum richtigen Zeitpunkt ein Alarmsignal gibt, kurz bevor eine Bombe explodiert, sodass Thaniel sich rechtzeitig in Sicherheit bringen kann. Thaniel will dem Geheimnis der Uhr weiter auf den Grund gehen – und findet den Uhrmacher Keita Mori, einen freundlichen und einsamen Japaner. Doch Mori scheint etwas vor ihm verbergen zu wollen. Eine Verbindung zwischen der Uhr und Mori mit dem Bombenanschlag scheint denkbar – das denkt auch die Polizei und bringt Thaniel dazu, Mori auszuspionieren.

Warum habe ich das Buch nun abgebrochen? Es ist so unglaublich langweilig und zäh. Zwar kann ich nach dem Schreiben des Inhalts behaupten, dass es nach einer ungewöhnlichen Geschichte klingt, die meine Neugier weckt, aber der Weg, diesen Roman zu lesen, ist ein regelrechter Kampf, der mich einiges an Nerven und Zeit gekostet hat. Das Einzige, was mir gefallen hat, ist die Einbindung von Steampunk-Elemten durch die vielen außergewöhnlichen Apparaturen, die der Uhrmacher erschaffen hat. Doch die Umsetzung konnte mich absolut nicht überzeugen. Es kam mir regelrecht vor, dass ich eine Seite nach der anderen gelesen habe, aber so gut wie gar nichts da passiert ist. Beziehungsweise passiert etwas, nämlich eine Menge belanglose Dialoge und Szenen, die nur Seiten füllend sind, umfangreiche Beschreibungen, die dennoch nichtssagend sind. Hinzu kommt noch, dass die Handlungen der Charaktere meistens nicht nachvollziehbar waren, u. a. fand ich dadurch keinen Draht zu ihnen. So wurde z. B. Thaniel dann vom Außenministerium eingestellt, zuständig für Japan, weil er aufgrund des Wohnens bei einem Japaner ja logischerweise auch Japanisch sprechen kann. Natürlich. Und auch sonst blieben die Charaktere blass. Nach einiger Zeit habe ich angefangen, Seiten zu überfliegen – und fand auch später nichts, was mein Interesse an der Story doch noch geweckt hätte oder zumindest meine Konzentration aufrecht erhalten hätte, damit ich nicht jeden Satz fünfmal hätte lesen müssen, weil meine Gedanken ständig am Abschweifen waren. Die Handlung blieb nicht greifbar. Dass die Geschichte einfach keine Fahrt aufnimmt, das Lesen zu einem mühseligen Unterfangen geworden ist und eine Ansammlung von nicht nachvollziehbaren Geschehnissen machten den Roman für mich leider zu einer wahren Enttäuschung. Weshalb ich diesen schlussendlich auch abgebrochen habe.


Fazit:

Der Klappentext verspricht eine wirklich sonderbare, magische und geheimnisvolle Geschichte. Leider konnte die Umsetzung mich absolut nicht überzeugen: keine Spannung, langatmig, mühselige und nicht nachvollziehbare Handlungen, Charaktere, die mir nichts bedeuten konnten. „Der Uhrmache in der Filigree Street“ habe ich leider abgebrochen.

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Der Uhrmacher in der Filigree Street (ISBN: 9783608984750)H

Rezension zu "Der Uhrmacher in der Filigree Street" von Natasha Pulley

Langatmig und verwirrend
Haversvor einem Monat

 Gaslicht, Nebelschwaden und mechanische Erfindungen, dazu eine Bombenexplosion. Das alles verortet im London des Jahres 1883, so dass dieser viktorianische Hintergrund die optimalen Voraussetzungen für einen interessanten Steampunk-Roman bietet. Die Frage ist nur, ob „Der Uhrmacher in der Filigree Street“ dieses Versprechen einlösen kann.

Die Handlung ist um eine geheimnisvolle Taschenuhr und drei Hauptfiguren herum aufgebaut: Nathaniel Steepleton, ein kleiner Angestellter im Innenministerium, der sich um die Übermittlung der ein- und ausgehenden Nachrichten kümmert. Grace Carrow, eine unkonventionelle Physikstudentin an Oxfords neuem College für Frauen. Herr Mori, ein exzentrischer japanischer Uhrmacher mit besonderen Fähigkeiten. Verbunden wird dies durch den Bombenanschlag auf Scotland Yard, bei dem die Taschenuhr eine nicht unwesentliche Rolle spielt, und der offenbar auf das Konto der Fenier, einer Geheimorganisation, die für ein unabhängiges Irland kämpft, geht. Doch wer hat die Bombe gebaut, und was hat die Taschenuhr damit zu tun? Jetzt könnte ein Sherlock Holmes von Nutzen sein, der deduktiv und für die Leser*innen nachvollziehbar den Hintergrund dieses Ereignisses aufklärt.

Aber leider fehlt eine solche Figur, die Tempo und Spannung in die Handlung gebracht hätte. Zwar verbindet die Autorin die Geschichten der Figuren, schlägt aber immer wieder völlig überflüssige Haken, gibt Informationen, die für den Fortgang der Handlung keinerlei Relevanz haben und deren Sinn sich nicht erschließt. So wird aus diesem Erstling eine langatmige, verwirrende, mit Banalitäten überhäufte pseudo-philosophische Abhandlung über Zufall, Schicksal und Vorbestimmung als ein atmosphärischer und spannender Steampunk-Roman.

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Der Name des Windes (ISBN: 9783608962505)S

Rezension zu "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss

Ein Meisterwerk.
SaniHachidorivor einem Monat

INHALT:

Im Buch "Der Name des Windes" werden die Geschehnisse der Haupthandlung über eine Rahmenhandlung erzählt und ergänzt.
Direkt zum Anfang des Werkes betritt der Leser das Gasthaus des Wirtes Kvothe, seines Freundes Bast und erlebt mit, wie ein mysteriöser Gast das Etablissement erreicht. Es stellt sich heraus, dass dieser Fremde ein Chronist ist und weiterhin fügt es sich, dass Kvothe beginnt, ihm seine Geschichte zu erzählen. Einzige Bedingung: Er gibt ihm und dem Chronisten nur drei Tage und es soll genau so aufgeschrieben werden, wie Kvothe es erzählt. Danach beginnt er, von seiner Vergangenheit zu erzählen. Welche Geschichte Kvothe am ersten Tag im Wirtshaus zum Besten gibt, davon handelt dieser erste Band. In den Folgebänden wird dann auf die anderen beiden Tage eingegangen. Hier darf sich der deutsche Leser allerdings nicht täuschen lassen. Im Original sind bisher nur zwei Bände erschienen, im deutschsprachigen Raum wurde der zweite Band in zwei Bücher aufgeteilt. Auf den finalen dritten Band warten Fans schon sehr viele Jahre vergeblich. Der Autor hat zwar etwas ganz leicht angedeutet, aber es bleibt spannend, wann das Ende für uns erhältlich sein wird.
Zurück zum ersten Band: Kvothe erzählt beginnend bei seiner Kindheit von seinen Erfahrungen, Problemen und Herausforderungen. Er wächst als Kind von Spielleuten auf, beherrscht die Laute meisterhaft und hat schauspielerisches Talent. Diese Themen werden im weiteren Verlauf immer wieder mit der Handlung verwoben. Als sie auf einen mysteriösen Mann treffen, lernt Kvothe das erste Mal etwas über Magie und scheint sogar recht begabt zu sein. Als sich die Wege seines Meisters und ihm trennen, verspricht Kvothe ihm, die Universität zu besuchen. Doch dann erschüttert ein Schicksalsschlag Kvothes Leben und der Leser begleitet ihn auf einem wilden Ritt durch verschiedene Orte.
Auf seiner Reise wird Kvothe nicht nur an die Universität gelangen, sondern sich auch einen mehr oder minder zweifelhaften Namen dort machen. Er wird auf viele gute Gefährten treffen und auf mächtige Feinde. Spannend ist vor allem, dass immer wieder eine Wendung in der Geschichte vorkommt, wenn der Leser denkt, dass jetzt erst einmal Ruhe einkehren muss.
Schlussendlich wirft der erste Roman einige Fragen auf, die aber erst in den folgenden Bänden geklärt werden können. Ob das nun die Suche Kvothes nach den geheimnisvollen Chandrian ist oder die Beziehung zu einem rätselhaften Mächen - die Geschichte wird den Leser eine Weile nicht mehr loslassen und nachhallen.

SCHREIBSTIL:

Ich muss dazu sagen, dass mir schon seit langem keine Rezension mehr so schwer gefallen ist wie diese hier. Das liegt nicht nur an der wahnsinnig umfassenden, komplexen und magischen Geschichte an sich, sondern auch an dem so unfassbar tollen Schreibstil.
Der Autor schafft es, dass das Buch eine unglaubliche Atmosphäre ausstrahlt - mal düster, mal gemütlich, mal rätselhaft. Themen wie die Schauspielkunst oder die Musik werden sehr detailliert in die Erzählung eingebracht, ohne aber jemals langweilig zu werden. Sprachlich bietet das Buch ein hohes Niveau, sodass es nicht unbedingt eine typische Abendlektüre ist. Vieles spielt sich auch zwischen den Zeilen ab, so zum Beispiel die Beziehungen zwischen den Charakteren oder die wahren Gefühle Kvothes. Hier muss der Leser ein gewisses Gefühl für die ungesagten Botschaften entwickeln, um auch das Verhalten der einzelnen Personen nachvollziehen zu können - denn verständlich ist das nicht immer.
Etwas, was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass die Personen nicht nur einzigartig und besonders waren, sondern auch sehr kontrovers. Selbst Kvothe ist eine Figur, von der ich nicht sagen würde, dass es der typische Held bzw. Sympathieträger wäre. Er ist zuweilen arrogant, übermütig und trifft Entscheidungen, die den Leser herausfordern, indem dieser herausfinden muss, ob er das jetzt gerade in Ordnung findet. Trotzdem verfolgte ich es einfach unheimlich gern, wie Kvothe sich weiterentwickelte und wahrscheinlich tat die Rahmenhandlung auch ihr Übriges dazu. Hier wird vom alten Kvothe häufig auch rekapituliert und reflektiert, dass er sich in gewissen Situationen bspw. sehr naiv verhielt oder dass er bestimmte Dinge damals noch nicht ahnen konnte.
Die Rahmenhandlung wirft ebenso viele Fragen auf - die vielleicht größte, die das Leseerlebnis maßgeblich beeinflusst, ist wahrscheinlich die, wie Kvothe dazu kam, sein eigenes Gasthaus zu besitzen - also wie er in die Situation der Rahmenhandlung kam, wo man doch bisher nur die Erzählungen des ersten Tages kennt. Mir schwant da Böses, aber hier will ich gar nicht spoilern, das sollten wir alle selbst in den Folgebänden entdecken.

FAZIT:

Kennt ihr diese Fantasy-Bücher, die euch einfach nur sprachlos zurücklassen? Nicht nur wegen den Geschehnissen, sondern weil ihr auch traurig seid, dass ihr es schon durchgelesen habt? Das Buch "Der Name des Windes" war mal wieder so ein Buch, das mir so vollkommen wirkte, dass ich Angst bekam, danach eine Weile keinen Gefallen an anderen Büchern zu finden. Ich war erstmal sprachlos, konnte meine Eindrücke nicht in Worte fassen und habe immer noch das Gefühl, dem Buch mit meiner Rezension nicht gerecht zu werden. Es hat mich auf jeden Fall nachhaltig begeistert und ich werde es jetzt noch etwas nachhallen lassen, bevor ich mich an den zweiten Band wage.

Ein absolutes Meisterwerk. Atmosphärisch, spannend, magisch. Niveauvoll geschrieben, viele Botschaften zwischen den Zeilen. Ein echter Genuss und nur zu empfehlen. Eines meiner Jahreshighlights.

Kommentieren0
Teilen

Gespräche aus der Community

"Sein Leben lief ab gleich einem Uhrwerk. Bis er dem Uhrmacher begegnete."
Seid ihr bereit für eine neue Leserunde im House of Fantasy, in der sich alles um einen Roman dreht, der eine fantastische Geschichte im viktorianischen London erzählt? Im Mittelpunkt stehen eine außergewöhnliche Uhr und ein unmöglich aufzuklärender Bombenanschlag auf Scotland Yard. Magisch, spannend und mitreißend: "Der Uhrmacher in der Filigree Street" erwartet euch schon!

Herzlich willkommen zu einer neuen House of Fantasy Leserunde

Wir freuen uns, euch gemeinsam mit der Hobbit Presse im Klett-Cotta Verlag einen außergewöhlichen, neuen Fantasy-Roman präsentieren zu dürfen: "Der Uhrmacher in der Filigree Street" von Natasha Pulley.

Eine geheimnisvolle Uhr, ein spektakulärer Bombenanschlag und eine Reise durch das viktorianische England und das Japan des 19. Jahrhunderts: dieses Buch eröffnet Türen in eine ganz andere, magische Vergangenheit. 

Wenn ihr eins von 50 Büchern für die Teilnahme an der Leserunde gewinnen möchtet, beantwortet bitte die folgende Frage über unser Bewerbungsformular:
Fantasy, Krimi oder historischer Roman - habt ihr ein Lieblingsgenre? Wie findet ihr es, dass dieses Buch verschiedene Genres kombiniert?

Ich bin gespannt auf eure Antworten & drücke die Daumen!

1498 BeiträgeVerlosung beendet

Community-Statistik

in 5 Bibliotheken

Worüber schreibt Jochen Schwarzer?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks