Jochen Till Blondinen in Vitrinen

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Inhaltsangabe zu „Blondinen in Vitrinen“ von Jochen Till

Wäre dieser Gedichtband ein Rockkonzert, wären wohl kurz nach Beginn des Vorverkaufs keine Tickets mehr zu bekommen. Auf den Plakaten stünde: AUSVERKAUFT!

Sprache ist Musik. Sprache ist melodisch und Sprache ist rhythmisch. Die Kunst ist es, daraus eine gelungene Komposition von bleibendem Wert zu schaffen. Einen Hit, einen Ohrwurm, einen Evergreen vielleicht, oder ein Konzeptalbum.
Jochen Till ist mit diesem Text ein solides „Rockalbum“ gelungen, ein Stück Sprache, das gleich nach den ersten vier Zeilen, dem Anzähler – one, two, three, four–, aufhorchen lässt. Die ersten vier Zeilen geben nicht nur den Ton an, sie verweisen auch auf das zentrale Thema, das in den verschiedensten Variationen und Rhythmen zu „Gehör“ gebracht wird. Mal schrill, mal sanft, mal laut, mal verhalten, aber immer unaufdringlich eindringlich.
Der sparsame und gut dosierte Umgang mit Metaphern, die Distanz zum Pathos macht den „Sound“ so erfrischend und schnörkellos wie ein gelungenes Gitarrenriff.

Jochen Till reiht hier nicht einfach einen Titel an den anderen. Durch den geschickten Verzicht auf die „Trennrille“ hat er Übergänge geschaffen, die einen intensiven Sog erzeugen. Der Leser wird allmählich hinter die Zeilen, in die Tiefe des Textes gezogen. An einen Ort des Erkennens, an dem jene magischen Zeitpunkte möglich sind, in denen das Publikum eins wird mit den Musikern auf der Bühne. Es sind die nicht selten schmerzhaften Momente, in denen die Poesie zur Wahrheit wird. Für einen Augenblick entsteht eine Schnittmenge, eine vorübergehende Deckungsgleichheit und damit ein Erkennen zwischen Leser und Autor. Das ist es, was die Poesie erreichen kann und will. Das ist aber auch die Voraussetzung dafür, dass das Publikum hinterher laut „Zugabe“ ruft.
Und die bekommt es auch. Jochen Till lässt sein Publikum nach dem „Schlussakkord“ nicht im Stich. Er kommt noch mal raus und legt noch was drauf. Zunächst präsentiert er elf Songtexte seiner aktuellen Band Wortlaut und zum Abschluss eine Reihe Aphorismen, die das „Konzert“ wohltuend humoristisch abrunden.
Denn das hier wäre kein Buch von Jochen Till, schimmerte nicht immer wieder dieser augenzwinkernde Humor durch, den man bereits aus seinen Romanen kennt.

Andreas Hauffe, im Oktober 2009

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